Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 13 (1884)
- Issue
- No. 40-41. (3.10.1884)
- Date
- 1884-10-03
- Page
- Seite 163 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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gecfca iobt äbschwören, Der Mim will gehen. ״Gefc“ darf er nicht geben, Sonstige Scheidung ist nicht von Kirohe und Gericht erzwing^: llDnn entgeht der Lohn, nach dem er Das ist 80 gut, in 80 vornehm hi ählt, dass er uns leid thut, den Borat Verherrlicht zu sehen. Scenen aus dem lebnisse braver Juden so erzählt, ite Lektüre für die reifere Jugend wür! «ne neue Ehe sonst judaisirt ,ttet. Er will o. Vergeblich.;;©strebt, ©torischem Tone h Levy dadurch jüdischen Leben, ׳den die präohgeben. p. The old Testament Student. William R Harper /Editor. Chicago 1883.! Vor uns liegen zwei Hefte einer amerikanischen ^Zeitschrift für die Wissenschaft des Jndenthnms, speciell 5®Ir alttestamentliche Studien. Wenn wir uns daran erinnern, dass vor kaum Zwanzig Jahren Steinschneider das erste' Erscheinen eines liebriischen Buches jenseits des Oceans als ein Phänomen rerkündete, ist diese Thatsache an ttnd für sich ineressant genug. Viel weniger noch hatten wir aus Ijdem Lande des Materialismus eine Vertretung streng konservativer Interessen erwartet, wi» sie anf ganz 1ds8enschäftlicher Basis hier consequent dnrchgefiihrt ^•erscheinen. Eine Zeitschrift kann nicht den Anspruch ■־erheben, dass ihre Artikel mit derselben Ausführlich- ־keit, wie selbstständige Werke besprochen werden. genüge daher zur Characteristik J wenn wir mit Anführung des Interessantesten den Artikel des Herausgebers: ״Ist das Buoh Jonah listorisch?“ eine?*asfübrliohere Besprechung widmen. 1 Der Verfasser geht von der Thess aus: ״We do 18ot ask ״i8 the book of Jonah bistoiy“ but ״is the kook of Jonah historical?“ Wenn wir das richtig ver- Ständen - haben, heisst das: für den E: :egeten kann es ich nicht darum handeln, ob die in dam Buche Jonah!rzählten Begebenheiten sich thatsächlich ereignet aben, sondern ob sie geschichtlich möglich sind. Ins scheint freilich die Frage genau umgekehrt zu liegen, fodem wir die erzählten Ereignisse keineswegs als geschichtlich in dem Sinne der Kritik, aber vom gläuligen Standpunkte, die innere Uebere!nstimmung und :Glaubwürdigkeit der Ueberlieferang des Textes vorausgesetzt, als Thatsachen ansehen können. Doch wollen wir den objectiven Standpunkt des.Referenten nicht furch einen recensirenden Ton veirii 5ken. Nachdem ^er Verfasser sich so seine Aufgabe gestellt hat, veracht er eine Uebersicht der vorhandenen Erklärungen, ider vermissen wir hier eine systen arische Ordnung 18 reichen Materials. Nachdem der Verfasser die Irklärungsversuche der vergleichend en Mythologen, ,eiche in Jonah Gestaltungen der Hercules- und 1erseas-Sage erblicken, gründlich abgefertigt hat, berieht er die rationalistische Idee E unsens, der die ohiohte aus dem Missverständnisse des Dankliedes ines Schiffbrüchigen abgeleitet hat, h ©rauf die wissenhafriioh analysierende Erklärung B öhlers, die alle-!0ri80he v. d. Hardts, dann wieder die rationalistische brabanels und am Schlüsse endlich die ganz über- 8ige Auseinandersetzung eines jung eren Engländers, ~ er meint, es wäre für einen gläubig m Christen nicht .öthig, diese Erzählung zu glauben, was doch für die ‘ klärung des Buches ganz irrelevant ist. j Die Einwendung gruppirt er in vier Theile: ■j|. Der Mangel an geschichtlichen Einzelheiten, wobei iw sehr trefiend den Unterschied zwischen prophetischer id geschichtlicher Darstellung zie 1t. 2. Die auflenae Menge von Wundem, di«! Harper durch terecheidung von providentiellen Ereignissen und ntlichen Wundem zu reduciren st eht. 3. Die Unrscheinliohkeit der allgemeinen Beue Ninivehs, ו ■ B deren Grand er in der phantastischen Natur. der Orientalen findet und 4. Die Inoonsequenz von Jonaha Character. In dem letzten Punkte ist die Polemik am schwächsten und der Verfasser rechtfertigt Jonahs Flucht dadurch, dass der Prophet an die Erinfam« und Macht der heidnischen Götter ausserhalb Palä- Btina’8 geglaubt habe und seinen Verdruss über die Vergeblichkeit seiner Mission durch nationale Engherzigkeit, welche in der Beue Ninivehs den Untere gang der Jaden erblickte, an deren Stelle nunmehr die Assyrier als auserwähltes Volk treten würden. Von besonderem Interesse ist noch ein Aufsatz über das אל תשחת in den Psalmen von Henry Cobb, der energisch gegen die Coniecturenmacherei Protest erhebt, ein Vortrag von Dr. Paul Haupt betitelt: ״Die Erzählung der Keilinschriften von der Sintfiathu, dem einige Bemerkungen von Prof. Bamham vorangehen, und endlich ein kurzer Artikel von Rabbiner Dr. Jastrow über den Werth des Targam (Jonathan) als Commentar. Reichhaltige bibliographische Notizen, die in den deutschen Bftchertiteln nicht ohne Druckfehler sind, vervollständigen den Werth dieser Zeitschrift, deren Ausstattung eine glänzende ist. Nioht ohne Gefühl von Wehnrath können wir zprückgebliebenen Europäer auf die zahlreichen Annoncen blicken,- welche wohl besser als alle Mäcene das Gedeihen der Unternehmung verbürgen. Brünn. Dr. Deutsch. Notizen. 1. Die Ansicht des Hm. Dr. Rothschild im Litteratur- Blatt No. 39, ימים א! לשור Gen. 24,55. mit ,einige Tage oder zehn Monate (1 Jahr)“ zn übertragen, ist, wie ich glaube, nicht stichhaltig. Aus der Geschichte der Flath Gen. Cap. 7 und 8 geht hervor, dass auch in der Urgeschichte Israels das Jahr schon 12 Monate hatte. (Vergl. Baschi zu Gen. 7,12 und 8,9.45.) Ausserdem wäre es ein sonderbares Verlangen, zuerst ,einige Tage“ und dann gar ,10 Monate (1 Jahr)“ zu erbitten. (Siehe Baschi zur Stelle.) Die Uebersetzung Herxheimer’s ,mehrere oder doch zehn. Tage“ oder Delitzsch’s in seinem Commentar zur Gen. ,einige Tage oder gleich — oder lieber zehn“, ist einleuchtender. Für die Ansicht Dr. B. spricht nur .Midr. Gen. Abschn. 60. Da heisst es: ,Tage“ d. s. seine.sieben Trauertage (Bethaels) ,oder zehn“ d. 6. die 12 Monate, die man für die Jungfrau bestimmt, um ihre Hochzeitsvorbereitungen zn treffen. Das ist aber nur eine hagadische Auslegung. Aue rbach-Dresden. 2. Zu der, von Herrn Dr. Goldfahn in No. 38 des Litteraturbtatt ausgesprochenen Ansicht, dass das Lehrhaus in Jabne desshalb כדם genannt wurde, weil es in einem Weinberg festanden, erlaube ich mir folgendes zu bemerken. Nicht nur erusch. Berachoth c. 4,19 וכי כרם היה שם zeigt genügend, dass man unter כרם nicht ,ein Lehrhaus in einem Weinberg“ verstanden; sondern auch die abwechselnde Bezeichnung ]כרם ביבנה' mit עלייה ביבנה kann als Beweis der Identiflcirung beider gelten. Mir scheint daher , dass dem Worte ״Kerem“ hier eine ganz andere Bedeutung beizulegen sei. Den Vers Hosea 3,7 ונתתי לה את כרמיה gibt das Targum mit ואמני לה ית פרנסהא wieder, also bemerkt auch Baschi zu Hohelied 1,6 מציגו פרנסים נקראים כל־ כרמים. Möglich, dass mit ,Kerem* der Naasi, dessen Sitz und Lehr haus in Jabne war, bezeichnet wurde; für letzteres diente während der Verfolgungszeit eine Dachstube. Das eben Gesagte thut der Behauptung, dass gr&sstentheiia die Synagogen der Talmudzeit ausserhalb der Städte sich befanden, durchaus keinen Eintrag; vielmehr lässt sich, zn den von Hm. Dr. Goldfahn angeführten Stellen, noch eine reiche Lese nach• tragen. — (Vergl. den Art. Lehrand Bethäuser der Talmudzeit in Kellers Bikkarim 1866. H. Jahrg. S. 66. Note 1.) Taroow. S. Spinner. 3. Bibliographisches. In seiner Haskamah zu Bossi’s 1623) השירים) erwähnt Juda Fano seines Werkes שיר ציח und hebt hauptsächlich den fünften Abschnitt hervor, inwelchecn er aas Talmud, Midrasch, Sohar und anderen Werken nachweist כי המוסיכךה מוכה מדני אלזדם ואדם. d» werk ist bisher nicht im Drude erschienen. Für mich, der ich seit Jahren