Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 13 (1884)
- Issue
- No. 38. (18.9.1884)
- Date
- 1884-09-18
- Page
- Seite 150 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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bestehen können. Abaji sagt: sie sind grösser als wir and stehen über uns, wie der Zaun um das Feld. B*b Huna sagt: Jeder von ans hat 1000 sur Linken und 10,000 rar Bechten. Baba sagt: Die Gedrücktheit, die *wen beim Lehrvorirage verspürt, kommt von ihnen; die -Erschlaffung der Eniee (wohl auch beim Vorträge) von ihnen; die Abnatsung der Kleider bei den (nur geistig thätigen) Babbinen (nioht Babbmem!) von ihrer Beibnng, aas Zusammenstossen der Füsse von ihnen.“ — Ob Abba Bin jamin nioht eher an böse Geister i la Justus, als an ,,Teufel“ denkt, ob Abaji nicht deren Nützlichkeit andeutet und Baba dqn Glauben an Dämonen ausser der Mensohenbrast saty risch behandelte, sei hier nur muthmasslioh angedeutet. Der Glaube an ״Teufel“ ist jedenfalls keine Spezialität der ״Talmudisohen Weisheit“ No. 4. Justus: ״Gott besucht täglich die Synagoge und Gebetsriemen an. (6a).“ — Die Stelle lautet: B. Jizchak sagt: Wo steht es, dass, die Gottheit in den Andachtsstätten zu finden ist? ln dem Verse; ״Gott steht in der Gemeinde Gottes“ (Psalm 82,1) fetc. Bab Abin, Sohn Bab Adda’s, namens des Bab Jizchak, predigte: Wo ist es angedeutet, das der Heilige, gelobt 8e^ er, Phylakterien anlegt? In dem V.: ״Gott schwört bei seiner Bechten und dem Arme seiner Macht“ (Jeeaj. 62). ״Bei seiner :Bechten“, das ist die Thora, denn so heisst es: :^Aus seiner Beohten ward ihnen ein FeUergeeetz (Deut. 33,) ״Und bei dem Arme seiner Macht“, das sind die Phylakterien, denn so heisst es: ״Der Herr gab Macht seinem Volke“ (Psalm 29), denn die Phylakterien sind für Israel eine Macht, wie es heisst: ״Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name Gottes genannt wird über Dich, und sich vor Dir fürchten“ (Deuter. 28) und es wurde gelehrt, Babbi Elieser, der Grosse, habe gesagt:. Das sind die Phylakterien des Kopfes. Muthmasslicher Sinn: Phylakterien sind Symbol des Bundes zwischen Gott und Israel. Wenn Israel Phylakterien anlegt, so hält es fest an diesem Bund, und ״Gatt legt Phylakterien an“ bedeutet: Gott hält auch an diesem Bunde fest. PKhom und Ramses. Brugschhat im Märzhefte d. J. der deutschen Bevue seine besonderen Ansichten über diese beiden von den Israeliten gebauten Städte begründet. 900 Jahre vor Bamses H. hatte Apopi, einer der letzten Könige phönizischer Ansiedler, welche in Hanar (Avaris) an der Ostseite des pelusischen Mündungsarmes des Nil dem Sntech Baal Tempel und Altäre «richtet. Bamses Miamun (Sesostris) nahm diesen Gott Set oder Sntech mit dem Beinamen des Apahuti (Gewaltiger) in die Beihe der alten grossen Gottheiten auf: Ba von On-Heliopolis, Amon von Theben, Ptah von Memphis und fortan Sntech, Herr von Avaris! Es ist der alte Gott von Avans,,4Jen er in der neubegründeten jStadt, die fortan Bamses heisst, verehren lässt. Aus einem strophisch gehaltenen Schreiben des Schreibers Penbesa an seinen Gollegen, den Herrn Amenemapet, wird eine Schilderung der Stadt, die dort Anacht heisst, vom Tage da Bamessu - Miamun dort seinen F.in«1g hielt (14. Jahrhundert vor) gegeben: ״Ihre Kanäle sind reich an Fischen,1) ״Und ihre Seeen an Geflügel. ״Ihre Wiesen sind mit grünen Kräutern bedeckt, ״Linsen giebt es zu Haufen, ״Und Mel am,*) von Geschmack dem Honig gleich, wachsen auf den bewässerten Feldern. ״Ihre Speicher sind voller Gerste und Spelt und fl reichen bis zum Himmel hinauf.*) 9 ״Zwiebeln*) und Besamen ף gedeihen in den Gehegen ■ u. 8. f 3 Diese Stadt hatte einenbesonderen Hafenplatz 9 (Menat) und eine Festung Buohun, ägyptisch MigdaL (Ihre Trümmer sind auf den Karten als Teil Birg angegeben.) In dem Papyrus Harris wird mitgetheilt, dass Bamses HL seine Stadt Anechtu auf dem Gebiete der Hauptstadt des Nordens angelegt habe. Diese'heisst aber auch Sambahud und P-a-n-amun. Ein wenig nördlich von Teil Birg (Migdal) liegt ein Teil Samut Diese 8tadt kommt als nördlichste Grenzstadt vor. Der südliche Stadttheil ist der um den Tempel des Sutech (Pi-Suteob), der auoh profan Ha- Nozem י= Stadt der Niederlassung heisst, was Brugsoh mit Stratopeda identifizirt, 80 dass er annimmt, an derselben Stelle, wie später die Jonier haben in früheren Jahrhunderten Semiten gesessen. Sambahud ist der untere Distrikt an der östlichen Seite des pelusinisohen Nilarms. Südlich daran grenzt vom peius, bis zum ו tanit. Nilarm hin der Nomos Chontä« aboti mit der Hauptstadt Zaru, die die heil .Bezeichnung Pi-Hur, ״Stadt des Horns“*) hat. Diese ganze Gegend (von Zaru bis zu dem Kasion-Kap Bas-el-Kasrun) durchzieht ״der Weg des Philister“. Sie heisst Chazina (ein durch Festungen verwahrtes Gebiet). Der sie bewässernde Kanal ist der Sohi-Hur (Wasserlauf des Horus) Schichor. Dieses Wort bezeichnet demnach ׳ den östlichen Grenzcanal Aegyptens am unteren Laufe des peius. Nilarms. In dieser Stadt am Schi-Hur war ein Tempel des Horus, in welchem dieser in der Gestalt eines hellfarbigen Löwen verehrt wurde. Dieser Gott, ״der Wächter an den Thoren Aegyptens“, bezeichnet den Sieg des Aegypterthums über das Ausland. Das besagt auch die Mythe: Typhon (Suteoh) sei aus der Schlacht auf einem Esel 7 Tage lang eflohen und habe dann die Söhne Hierosolymös und 1 udäus gezeigt den Auszug Israels in einem my- ‘ thalogischen Bilde! Der Esel galt den Aegyptern als ein dem Typhon-Sutech geheiligtes Thier. Daher - stammen alle die Fabeln von dem im Tempel zu i Jerusalem gepflegten Esel! (Horus in Zaru kämpft in Menschen- und Thiergestalt [Löwe oder Falke] gegen den Sutech.) Der Esel ward die Be- Zeichnung für die asiatischen Völker! Das vom Schichor begrenzte Gebiet heisst in der Namensliste ״das Feld Zoa oder Zoan“, der Ort, wo Moses (nach Psalm 78) die Wunder that vor Pharao. Es lag kaum 2 Meilen von der Bamsesstadt entfernt. Es ist demnach die Thatsache festzustellen, dass Moses mit Bamses H in der Bamsesstadt verkehrte und die Wunder auf der Ebene am Schiohor verrichtete. (Zaru 1 und Mazor-Mizraim leitet Br. von מצור, צרר ־ עצר ab Festung, das Land der befestigten Plätze, das verschlossene Land.) In Moses Zeit war ein ״Amen-emant, Sohn eines Oberpriesters des thebener Amontempels, mit dem Amte eines thebenischen Strategos bekleidet. Als Nebenamt gehörte dazu die General- Inspection der königlichen Bauten. Sein Faäiilien־ denkmal bekundet, dass er die Bamsesbauten beauf- . sichtigte, also wohl mit Moses in Berührung gekommen sein wird. Die Synagogen in der TalmudzeiL Steht einmal die geschichtliche Thatsache fest und auch Dr. Daschak selbst kann es (LttbL No. 29, .j 9. 116b.) nicht in Abrede stellen, dass die Synagogen -■ *) Pi hacliiroth? 1 *) IV. B. M. 11,5. י) ib. *) H. B. M. 1,11.