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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-09-04 · No. 36. (4.9.1884) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 36. (4.9.1884)
Date
1884-09-04
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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ist 4« von dem des Hebräischen wesentlich verschieden. Jene drückt fiuit jeden Begriff durch ein besonderes Wort ans, ■während dieses daroh die Anfügung einzelner Bnohateben, von Vorand Naohgilben, aie verschiedensten Beziehangen bezeichnen kann. Nehmen wir z. B. das eine Wort DFQTCft, 30 brauahen wir im Deutschen den aus fünf Wörtern bestehenden Satz: ״und Da sollst sie einschärfen', um dasselbe wiederzugeben. Wer bewundert da nicht die Herrlichkeit der hebräischen Sprache, welche bei der grössten Klarheit mit so wenigen Mitteln einen ganzen Gedanken ausdrückt! Allein diese Kürze ist es gerade — das dürfen wir uns nicht verhehlen —, welche es unseren Kindern von .vornherein sehr schwer machen muss, diese Sprache zu lernen. Welche Menge von grammatischen Kenntnissen setzt das’Verständniss dieses efnen Wortes voraus! Welche sprachliche Vorbildung, wie viel Zeit ist erforderlich,' bis die Kinder alles das, was in dem einen Worte gegeben ist, klar erkennen! Es ist somit ganz unmöglich, die Kinder bei jedem einzelnen Worte mit allem, was zum Terständnis8 desselben nothwendig ist, bekannt zu machen. Aber wohl sind wir im Stande, dem Kinde sohonbeim ersten Unterricht einen — wenn auch noch etwas dunkeln — Begriff von dem Inhalte des Wortes zu geben, wenn wir dasselbe vor den Angen des Kindes entstehen lassen, wenn wir es ihm in seine Beetaudtheile zerlegen, wenn ׳wir einüben lassen: |3tf er hat eingeschärft, שנלת du hast eingeschärft•, ושננת und du wirst einschärfen, DFU3Ü1 und du wirst (sollst) sie einschärfen. .Und damit wären wir bei der von uns vorzuschlagenden Methode angelangt. Sie besteht einfach darin, jedes beim Uebersetzen vorkommende Wort in seine. Bestandtheile zu zerlegen. Haben wir, um noch ein Beispiel anzuführen, in dem ersten Verse der Genesis השמים HK zu übersetzen, so geben wir dem Kinde: □ש&י Himmel, □השמי der Himmel, את השמים den Himmel Dieses Verfahren ist in der Natur der Sprache begründet. Wie weit wir zu gehen haben, ist durch den Wissensstandpunkt des Kindes vorgezeichnet. Der Schüler, den wir im Auge haben, weiss noch nichts von Grammatik, kennt weder die Bedetheile, noch Deklination und Konjugation Es wird ihm daher auch von all.dem nichts gesagt, bis er in seinem allgemeinen Wissen 8a weit gereift ist, dass wir ohne Schwierigkeiten auf die betreffenden grammanschen Beziehungen hinweisen können. Trotzdem lernt er jede Form nach Stamm und Flexionssilben kennen, weiss er beim Nomen Zahl, Geschlecht und Suffixa, beim/ Verb 1 Badix, Prae- -nnd Afformativa, Konjugation, Zeiten, Personen nach Ein- und Mehrzahl und Suffixa zu unterscheiden. (Schluss folgt) Bemerkungen zur Massora.* **)) Von Bezirksrabbiner Br. Sidon. . Die Versabtheilung. A. (Schluss.) 7. L Sam.. 14,12 das Piska vor . . .ויאמר, zur Be- Zeichnung zweier Verse für die an Jonathan ergangene Aufforderung und dessen Entschlussfassung. 8. I. Sam. 14.36 das Pis. vor . . ויאמר. Ein besonderer Vers für das Auftreten des Priesters. 8. L Sam. 16,12 das Pis. vor . ♦ ♦ דאמר. Ein besonderer Vers für die Entscheidung Gottes. 10. L Sam. 19.21 das Pis. vor . ♦ . רסף. Schluss 2 der Verse mit dem ersten 80 ,רתנבאו נם המה giebt es drei Verse 20, 21 und 22 mit gleichem Abschluss. 11. L Sam. 20,27 vor . . . *ראמו. Der Vers wurde mit רפקד מקום חד gleich Vers 25 geschlossen. * *12. L j Sam. 23,2 das Pis. vor . . . ויאמר. Die TheQuhg für Frage und Antwort. Derselbe Grund bei den folgenden 13. 14. 15. S. oben 6. 13. L Sam. 23.11 das Pis. vor . . , *ראמר. 14. L Sam. 23.12 das Pis. vor . . . ויאמר. 15. H. Sam. 5.10 das Pis. vor ♦ . . ראמר. 16. H. Sam. 7,4 das Pis. vor ... 71 דהי^בר. Ein solohes findet sich noch: I. Chron. 17,3; L König. 13.16; Ejechiel 3.16. Auch hier ist eine abweichende Versabtheilung durch das Pis. angemerkt. Das verhält sich nämlioh folgendermassen Das Einleitungswort ... ‘.רהי דבר ד bildet gewöhnlich einen besonderen Vers für sich, in den allerseltensten Fällen ist es mit dem Folgenden zu einem Vers verbunden, gänzlich ungebräulich ist, dass ihm eine mit TH eingeführte Zeitbestimmung vorangeht. Wird die Zeitbestimmung vorangestellt, so folgt nicht das tempus historicum ,m, sondern das perf. ,היה ־ דבר ה. Aus diesem Grunde wurden die angeführten Stellen in zwei Verse zerlegt. Die Zeitangabe fiel einem besondern Vers zu, wofür es zahlreiche Analogien in der Versabtheilung giebt. Neben dem Hinweis auf 2. und 3. sei hier nur noch Jerem. 1, 3—4, Ezechiel 1,2 angeführt. (S. Jbn Esra zu Exod. 6, 28—29. Deut. 2, 16—27.) Das sehr befremdliche Stillschweigen der Mas., dass nämlich die Stehen nicht anfgezählt werden, in denen ,רהי דבר ה in der Mitte des Verses vorkommt, kann überdiess als Beleg für die angegebene Trennung dienen. — Dem Voranstehenden zufolge müsste aber Jerem. 42,7 entschieden mit Pis. versehen sein.*) 17. H. Sam. 24,10 das Pis. vor . . . ויאמר. Die Vergleichung mit I Chron. 21,8 zeigt, das . . . ראמר דוד einen Vers für sich bildet. 18. L Köng. 13.20 das Pis. vor ... ',ויהי דבר ד. S. oben 16. 19. Ezechiel 3,16 das Pis. vor ... דבר הי VH. 20. Hos. 1,2 das Pis. vor . . . ויאמר. Der vorangehende Verstheil wurde als Einleitung des folgenden getrennt. 21. I. Chron. 17,3 das Pis. vor . . . *אמר ה VH. S. oben 16. 22. II. Chron 34.26 das Pis. vor כה אמר הי. Dieselbe Abtheilung, wie in den vorangehenden Versen 23 und 24, und ganz entsprechend den häufigen Versanfangen mit .בה אמר ה׳ B. 23. II. Sam. 24,11 das Pis. vor 'ודבר ה. Eine Vergleichung mit L Chron. 21,9 führt darauf, dass das Pis. eine Gruppirung des Verses anzeigt,*) dass nämlieh /רקם דד בבקר mit ויבא גד אל דד Vers 13 zu verlen ‘דבר ה bis לך Vers 12 parenthetisch zu nehmen sei. Der Sinn des Ganzen: Als David des Morgens *) Dieses Pis. in Beziehung zu bringen mit der midraschisehen Deutung —s. Mechilta, Einleitung zum Worte: לאמר, Midrasch zu II. Sam. 7 4, ferner Raschi z. St. — geht um so weniger an, als gerade jene Deutung nicht die Trennung, sondern die Verbindung fordern würde. **) Die elfte Regel: 0דד שנחלק unter den 32 des R. Elieser, des Böhnes des Galiläers R. Jose, wird gewöhnlich so aufgerasst, als wäre durch dieselbe blos die Zusammengehörigkeit zweier getrennter Verse ausgesprochen, wesshalb auch die von Sadja aufgezählten 10 Verse( die, obwohl getrennt, zu verbinden seien, mit dieser Regel in eine Linie gestellt werden. In סדור שנחלק ist aber wesentlich die Parenthese inbegriffen. Das geht aus der Bonnei hervor, wie aus deren Erläuterung durch die angeführten Beispiele. ,מאימתי דנין אותו משינהוג אותו כנין לכך; man muss also zu der parenthetisch abgebrochenen Stelle wieder zurückkfehren, II. Chron. 30,19: ולא כמהרח הקדש gekört zu בלא ככתוב Vers 18; Hiob 17,6: ועיני בניו תכלינה gehört zu כי לבם צפנת משכל Vers 5. zu dem Beispiel der ויש מוסיפין s. Jalkut z. St (vgl. Bacher, A. J. Esra, als Grammatiker S. 39, Anm. 14).

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