Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 13 (1884)
- Issue
- No. 33. (14.8.1884)
- Date
- 1884-08-14
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
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— 131 ._11ck gegeben 8גז heben. Doch wurde dieser Theil jfcht mehr fertig. Am 3. April 1762 starb der kaam Jahre alte Mann plötzlioh. Unter den Vielen,.die n einen Nachruf m den׳ Synagogen (Hesped) ge• ridmet haben, sei B. Jonathan Eibeschütz in Altona j|enannt. (Die Bede ist im II. Theile des Jaara s Dwasoh ickt). Von einem Sohne des B. Davic Frenke], er eine Tochter des B. Jizohak Josef Teumim »bbiner von Breslau) geheirathet hatte, stanmen die Stifter des Breslauer Babbinersemin( rs. Wie liese beiden Familien durch häufige Weohse heirathen erbunden waren, 80 stand auch die Familie Speier Frankfurt a. M. seit alter Zeit im Connt.binm mit er Familie Frenkel Mirels. Edel, Tochter des B. David, die Frau des Buchdruckers Itzig bar Jacob eier; und schon 1691 wurde hier in Coblenz Zirel, Pächter des Moses Mirels aus Wien (v. d. Familie leier), Frau des Ahron Speier, beerdigt. (Gri ,bnummer chts 140). Am 6. December 1762 wurde B. Aliron vom ime Zwi (d. h ein Nachkomme des berühmten itors und Babbiners von Frankfurt a. &(1506—!581) B Naftali Hirz Trewes bar Elieser, von dem ach die Familien Dreyfuss herstammen) zi m Boschjbethdin, mit dem Gehalte, aber nicht den ]!Ihren des Iwbethdin gewählt. Er stammte aus Lunte-;hütz und rar vorher Awbethdin in Dessau. Von il 1m* wurde die Predigt zur Feier des Hubertsburger Friedens!ehalten, die Mendelssohn übersetzte und zu der lartog Le« die Lieder geliefert hatte. 1767 gab I. Ahron den I. Theil des .,Schach“ (seines Ahnen) Tur Jore Deah mit eigenen Anmerkungen unter em Titel Minchas Ahron heraus. Am Cholhamoed Pessach dieses Jahres wurde von der Gemeinde der;Beschluss gefasst, dass ausnahmsweise trotz der entgenstehenden Statiken Mendelssohn zum Vorsteher der sonstigen Gemeindeämtern gewählt wert en dürfte. |Einem grossen Manne gegenüber hätten solche Satzungen ‘'eine Bedeutung. Schon 1772 folgte B. Ahron dem le nach Schwabach und Anspach, wo er als Awethdin zwischen 1780 und 1782 starb. lim folgte er letzte Awbethdin von Berlin, B. Zwi Hirsch bar rje Leb ־- Hirschei Levin. (Schluss folgt) »kl׳ /־זיז* Bemerkungen zur Massora. Von Bezirksrabbiner Dr. Sidon. , Die Versabtheilung. Das fast noch gar nicht behandelte Thema: Die ieutung der masoretischen Bezeichnung ״Unterechung in der Mitte des Verses“ hat Gräi z (Monatbrift, Jahrg. 1878 S. 481 ff.) in einer eingehenden bhandlung erörtert. Die Arbeit von Grätz hat Prof, rk (Monatschrift 1879 S. 26 ff.) besonders dadurch gänzt, dass er eine fünf Bubriken umfassende tabelsehe Uebersicht zusammenstellt über die verschie- 1en Angaben und Zählungen bezüglich der Stellen,!פיםק& באמצע אסור aufzuweisen hätten. Schon Massora marginalis in der von Jakob b. Chajim 8n Biblia Babbinica bietet eine Differenz, der auch bei Elia Levita begegnet*), betreffend die ame dieser Stellen, indem zu Gen. 8,4 dje Zahl 28, r *) In seiner Schrift שברי לוחית ün alphabef chniss zum Worte: פרינמא spricht er von 28, המסה (edit. Oinzbarg, London 1876 S. 262) von ‘ere sehr interessante Stelle sei hier angeführt: מר נמסר pp וקד. שבאמצע פק־ק בנק ויאמר ח פריגמות במצע מסוק׳ ■יד מגהק בהורה׳ י": sowohl m der Massora als bei Levita ח und Ke deS Abschreibens verwechselt wurden. ischen Verim מסורת 25 Stellen. פריגמא כן קראו ההפק Möglich, ,ד auf dem zu Gen. 35,22 aber die Zahl 25 angewendet ist. Dia^— : Differenzen in der Aufzählung des Einzelnen, worüber merkwürdiger Weis« die Massora keine Auskunft giebt, f " sind veranschaulicht in dem statistisoh angelegten, aber wie Stark selbst hervorhebt, keineswegs voll-: _־ ständigen Verzeiohniss. Auf dessen fünf den Namen :..ייי der Autoren an ihrer Spitze tragenden Bubriken ent- .;. fallen die Zahlen: 34, 31, 28, 25 und' 15. - An diesem Orte soll uns zumeist die Frage nach dem Sinn der פיסקא באמצע פסוק beschäftigen. Daroh das Verständniss des Ganzen wird von selbst Licht verbreitet auf die Zählung der einzelnen Stellen. - Zunächst haben wir unser Augenmerk auf die. Auffassung, die Grätz in der genannten Abhandlung niedergelegt hat, zu richten.! 1 ' Gestützt auf Zusätze in den alten Versionen — bei den LXX an zwei mit Piska unbestritten ver- . sehenen Stellen (Gen. 35,22 Bicht. 2,1), in der syrisehen Uebersetzung an einer nur unzuverlässig mit Piska bezeichneten Stelle (I Sam. 10,11) — gelangt Grätz zu der Annahme, dass durch das Piska eine Lüoke im Text, die sich auf ganze Sätze oder Satztheile erstreckt, angedeatet ist. Von dieser Annahme' geleitet werden 34 Stellen geprüft. Bei 26 wird eine Lüoke bald als nothwendig bald als nur zulässig oder möglich angenommen; bei zweien wird eine neue BedeutUng eingefuhrt, dass nämlich auf die richtige grammatische Construction hingewiesen ist; 6 werden .. ׳*t elimiuirt, da dieselben weder in die eine noch in die andere Kategorie sich einreihen lassen. Dieser Auffassung zufolge musste in der That dem Piska ein« grosse Bedeutung beigelegt werden. Denn wir hätten das Zeugniss der Massora selbst, dass der Bibeltext mit mehr oder weniger grösseren Lücken behaftet . uns überliefert ist. Die Massoreten hätten in dem Piska einen Fingerzeig zurückgelassen, dass sie den ־ Text in eine Beihe von Stellen für lückenhaft ge-, halten. Es wäre hiedurch zur Erkenntniss 1 der Geschichte des Bibeltepetes eine Aussioht eröffnet, deren kritischer Werth wohl alle sonst der Massora! za entlehnenden kritischen Hilfsmittel bei Weiterer übertreffen würde. > Aber unzweifelhaft ist die erste Bedingung für die Bichtigkeit dieser Auffassung,' dass dieselbe mit dem Standpunkt, den die Massora vertritt, Sich im Einklang befinde. Was sich mit diesem Standpunkt nicht verträgt, was. mit demselben als unvereinbar sich erweist, das kann der Massora als ihr ungehörig nicht zuerkannt werden Nun besitzen wir einen alten massoretischen Kanon, der genau die Stellung der Massora in Bezug auf die Annahme von ILücken . im Bibeltext bezeichnet. Unter dem Titel: קריין ולא כתיק (Nedarim 37b1; M. Soferim VI,8) werden die 1 Stellen aufgeführt; wo je ein Wort gelesen werden muss, das im Text nicht vorhanden ist In heiligster Scheu vor dem Bibeltext ist zur Bezeichnung des Lücken- ■ haften ein Terminus geprägt, der den Begriff ״Lüoke“ gar nicht zum Vorschein kommen lässt. Jene! aufgezählten, nur je ein einziges Wort betreffende^, ehrerbietig ולא כתיבן P'קר — in gewöhnlicher Sprache.׳־ ״Lücken“ genannten — ausgenommen, gilt der Massora die Integrität des Textes als eine Thatsaohe, dip über jeden Zweifel erhaben, ist. Der Standpunkt det Mas- 80ra wird somit nach einer Bichtung hin verlegt, mit dem sie sich gerade im Widerspruoh befindet, wenn in ihrem Namen die Theorie der Lücken vorgetragen wird. Ueberdies kommen die keineswegs geringen Schwierigkeiten in Betracht, die sich einstellen, sobald^־ im Einzelnen die Lücke nachgewiesen werden soll.'ג. Ohne Zwang ist dies bei den meisten Stellen h icht ־ zu erreichen. ו ״י• .,OE ■1