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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-08-07 · No. 32. (7.8.1884) · p. Seite 127

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 32. (7.8.1884)
Date
1884-08-07
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
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pabeu, ״vernickt, rstörung Jerusalems an wenden. Der wtithende Wahnn der Ehre and der Vaterlandsliebe, den diej< migen ts ־»▼״stehen“ werden, die ihn bewiesen;wurde von Born den glorreich Besiegten nicht hen“. Vespasian und Titas scheuten sich für den Tempel bestimmte. Silber zu nehmen und e der niedrigsten Steuer, den fiscus judaicus, < araus machen; aber sie errötheten, deren Namen ansune imen, es die Gewohnheit der Sieger war; Was Hi drian trifft, so prOskribirte und insnltirte er das Judei thum ehrloser Weise, auf dem Tempelplatse liess er empel des Jupiter Capitolinus erriohten und dla, wo ganzes Volk seit Jahrhunderten gebetet ufcd heiligen Kampfe unterlegen war, liess er die ■eines Schweines auf stellen. (Fortsetzung ^olgt. Justus’ Judeftspiegel, beleuchtet von Dr. A. Lewin, Coblenz.! — 1S7 — ■זי'"־ 1m Statue Nachtrag. . Ecker and Gildemelster. | I. Ecker. (Fortsetzung.) Der hohe Grad dieserZuverlässigkeit wird folgjender in aasen bekundet: 1) In II Übersetzt er בכתב שלהם falsch mit: ,,um. (man iterschraibt) in ihrer Schritt“. Es heisst ״das Gericht s shreibt ilbst“. Der Jude darf am Sabbath durchaus nicht schreiben, •oadem in diesem Falle schreiben lassen. — Die hämischen Bemerkungen machen sich neben der falschen Uebera etzung Um so eigenthümlicher. 2) In 23 beweist er. dass er keine Ahnung von dem!Wesen der Zeugenaussage nach jild. Recht hat, dass er nicht weiss, Wie solche Aussage ohne Eid erfolgte! 8) in 24 übersetzt er ״ ו;1שהודיה ליד. ולאפוקיה מידהum zu betrügen und ihm [sein Geld] abzunehmen. (Daqs er X' מערונ nicht versteht, wollen wir ihm nicht verübeln; freilich h ■tte er Inch nicht das Recht, es in schlechtem Sinne zu verstehen!) Das weiss doch jedes Kind, dass es heisst: ״ihn za bestechen ihn von ihm fortzubringen“ d. h. dem Kunden so vi el Andaaehmes zu erweisen, dass er seinem alten Geschifteteunde untren wird, and sich dem neuen znweniet. Auch Gildei leister Übersetzt falsch, (״ihmetwas abzunehmen“ ,ולשחודיד lässt! ir aas) Ui doch sind ihm die Worte ״so klar and unzweidenti r. wie md möglich“. Dass Hefker heisst: auf den Verdienst davon Niemand ein bestimmtes Anrecht, einen Besitztitel (5 הTPt 1), 4|s weiss der Herr Professor nicht Er hat keine Amung on, dass wir hier vor der Frage stehen: Ist die heuti;utage Ooncnrrenz ebenso wohl juridisch, wie moi alisch?! ״Ueberset: vom W1 Tebervorthei len1 ״Fleisch von 4) 31 אונאה ist nicht ״Betrug*‘, sondern '־. Jeder Profit, der mehr als 16,6 pCt. aaamacht, ist 1 אונאה (G. sagt, ״Uebej nähere Erklärung! &) 56. Dass das Baden (nicht ״Waschen“) der Bei jit wegen geschieht, ist durchaus nicht so bestimmt Mr dürfte es der טומאה , der biblischen Unreinheit •Üchehen. Die angezogenen Talmudstellen aber sind — unrichtig übersetzt! Denn זוהמה und DTTTO t ״Schmatz“ und ״schmutzig“, sondern^ ״Gier, Wo ״▼«iiüstig!“ שקצים ורמשים!»t nicht ׳ w.“, sondern: Würmer und Beptile! 6) 57 שאיד שכיח. wo es nicht gewöhnlich ist“ entstellt *t Sinn. Es muss heissen: .,da es nicht vorkommt“, j 7) 58: בקשל עכום בין של ישראל nicht wer es ״verfertigt“ "•®dern ״wein es gehört“ will der Text sagen! 8) 62: ע״א׳ עמם heisst Herrn E. ,,Götzenhaus“! Beweis: w>d des* Gutechtenfabrikanten. Es bedeutet: Götze! (I aamer a1u gemüthlich — wie’8 passt — übersetzt!) 73 ״ משוס דרבי שלוםum des lieben Friedens willen11 —?? Die•() Ueberteteung •tobt anf derselben Höhe, wie bene e«t: Wenn Du gesund bist, ist es gut für Dich! e der urchlichzbe. QefT . de*. שלום ist, wie der Talmud sagt, das he Gottessegens! ״Um Eintracht and Frieden, die ( des Zusammenlebens der Menschheit, za erhalten mehren“ das heisst ׳• ן,... ־ ז משום דרבי שלום 19) »1: ״ ורועי בהמה דקה מישראלand •eiche, diew«w•*. Kleinvieh von Israel“! Sollte hier der Anschein erwetet׳:' werden, dass Nichtjnden gemeint sind? Oder ist es liehen Wissens Folge? Es heisst ״und israelitische Kleinviehhirten“! 11) 84: Der unbequeme ״ עם הארץUnwiasende(sc.Is in der Aufzählung des Beer hetew (nach dem Sitae' K0 wird einfach, verschwiegen. Dass für den Amhaarez selbe gilt, wie für den Akam, passt eben nicht in den 12) 86 Heisst: DOS ״ ומפרנסים מייdoch kann miaW* (den nichtjüdischen Armen)'״Almosen geben“? Oder ״u■ d man ernährt die nichtjüdischen Arme■!?“! 13) 88 ,דין תורד heisst nicht ״nach dem Gcsethef» sondern ״nach dem biblischen Gesetze“!*) i 14) 91 רךיעה übersetzt er so falsch, wie sein Meiste• Justus (vgl. S. 63). Ebenso unrichtig ist ״ להספד וללדתbetraure man nicht and man gebe' ihnen das [letzte] Geleite“; es heisst: Man beschäftigt sich nicht [mit dem Beschaffen] einer Leichenrede (oder I inirhrmlrftjs») - and des Geleites! Die Bemerkung ״es sei dies •ine Freu([•, die kein Geld kostet“ findet sich nirgends, auch nutet in dem citirten Beer haggola (Note 40), weder za 340 noch ]za 344. Vielmehr heisst es aort 344,14: ״Nur, was sie brauch•* für Bahre und Grab“ bereitet man ihnen, wie es aaoh der Sifse Kohen dort 6 im Namen des Tor sagt. Ja, § 967 bemerkt der Beer haggoteh .(nach Beth Josef zum Kol bo) r man auch verpflichtet ist! den Akam z,u Grabe sn geleiten, sei es wegen der Wege des Friedens, oder hei. einem frommen Akam; denn ans steht fest, dass die Frommen ■ der Akam Antheil am ewigen Leben haben“! 151 93 ist ihm mit Justus שפהה und ״ עברKneeht und .; ־ Magd“ and nicht: ״Sklave and Sklavin“! 16) 94. Was hier vom Neujahrsgeschenk gesagt wird, ist E. ein gewichtiger Beweis dafür, dass die Christen immer unter Akum zu verstehen sind. Wohlverstanden also, daaa alle die Kampfgesetze gegen die Heiden, welche die 7 noateädischen Gebote nicht halten, auf die Christen nach der Lehn des Judenthums anzuwenden seien. Wir dagegen halte■ ans verpflichtet, das als falsch za erklären. Denn wären Christa* Akam in solchem Sinne, so dürften wir ihnen in keiner׳ .; Weise und unter keinen Umständen ein Neujahregeschenk machen! ־Wir haben leider nicht 80 viel freie Zeit, wie begutachtende Privatdocenten, und konnten Ecker7• Schrift nicht sorgfältiger darchlesen! Doch di«•*.-.!־.-/*, Blumenlese dürfte genügen, die Befähigung das Harm /ד E. za wissenschaftlicher Kritik des jüdischen Schrift- ^'?, tham8 za bekunden. Menschen, die so vom Lexibdnl ' abhängen, sollten vorsichtiger sein und e» sich ״־׳ ernstlich überlegen, bevor sie vor Gericht uni vor “ der Welt Gatachten. abgeben über eine Jahrtausend•, >.׳■“׳ umfassende Litteratur, über Geist und Inhalt van V Satzungen, Verordnungen und Lehren, die sie nicht richtig zu lesen, geschweige denn zu erklären verstehen, _ (Schloss folgt) Litteraturbericht Recension. Aas der Zeit. Tagesfragen und Tageebegebenheiten besprochen von Dr. Ad. Jellinek — 1״Serie — Preis 1 Fl. Oe.-W. Budapest. Druok von Sam. Markus Grosse Kronenstrasse No. 23. 1884. 90 S. Die schwere Artillerie erscheint hier neben; oder richtiger vor 3 prächtigen Caüserien —• Plaudereien wäre vielleicht nicht achtungsvoll, genug — in welchen geschildert wird, wie in einem gebildeten Juden w russischer Luft jüdisohe Nationalitätsschwftrmetei aufleben kann, die im besseren Klima schnell geheilt *) Der Satz: ״der Proselyt gleicht einem neugeboren«* Kinde“ findet sich Jebamot 22* und oft.

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