Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 13 (1884)
- Issue
- No. 11. (13.3.1884)
- Date
- 1884-03-13
- Page
- Seite 43 (sequence 3)
- Language
- German
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ימו wwJ:• IJfMPEf •1^וו »J { f ■|j,u!11igl|.!1 1UJ j.JUMy■!», — 43 — ילייייו ״.! JJPI ■»׳ In hohem Grade frappant ist Synhedruk 106 b: Hier wird über die Bestrafung Doegs gesprochen. Hab Aschi sagt: נצטרע;שנ■ הצמחה וב* וכתיב החם לצמיתו)ת ומתרנמינן לחלוטין וחנן אין בק מוסגר ומון־זלט" Es schliesst sich also dem הצמחה das!לצמיתווי. ■diesem das chald. לחלוטין) diesem wiederum das mischnische מצורע מוחלט Schliesslich summa summarum gegen Herrn Dr. Fürst: Wir wiesen zwar die Auffassung des קרתא חדתא als קריה חדשה in No. 5 keineswegs entschieden zurück, machten aber gegen diese Auffassung Gründe geltend, die bislang noch nipht entkräftet sind; ferner hat Herr F. weder das qü- Argument der Lautähnlichkeit, noch den biblischen und rabbinischen Begriff der ,Erziehungsstadt“, jwie uns derselbe beispielsweise Kl 2,22 resp. in der Erklärung des נא אמק (Naehum 3,8) als עיר שהיחה אוימנת ומגדלת מלכי מצרים entgegentritt, irgendwie berücksichtigt; sodann erscheint die Beziehung des fragl. Jesaiiaverses (1,21) auf Sichern, statt auf Jerusalem, allzusehr gesucht, weshalb auch Herr Spinner'nachgerade (No. 9) die Pesikta jenen Yers wieder auf Jerusalem anwenden lässt; endlich zeigt schon ein Blick, dass die Emendation des מרבבתא in ״ מרביתאan sich berechtigter“ ist, als die Aenderung in מס״כתא, wie sehr dies auch Herr F. in No. 6 bestreitet. Nachschrift. In der soeben wiederempf angenen Schrift: ״Die agadische Exegese“ von Dr. Hirschfeld, finden wir unsere Ansicht bezüglich der Lautähnlichkeit vollauf bestätigt. Im § 93 wird ausgefübrt, dass die Verwandtschaft und Aehnlichkeit in der Aussprache der Wörter, und zwar nicht nur mit andern hebräischen, sondern sogar mit Wörtern fremder Sprachen und Dialekte, wie der chaldäischen, griechischen, syrischen, als ein Hauptmitjtel zur Veränderung und Umdeutung des Sinnes galt; im § 167 wird dargethan, dass für die Thätigkeit der agadischen Exegese die Grammatik keijne Be- Schränkung mit sich brachte, so werde צרופה Ps. 18,31 ohne Rücksicht auf Activ undiPassiv mit צורפה vertauscht: ״Das Wort Gottes ‘läutert“ u. dergl. m. Litteraturbericht. Recensionen. Rawlcz, Dr. M. Der Traktat Megilla nebst Tosafot vollständig in’s Deutsche übertragen. 8° 117 S. Frankfurta.M. Commissionsverlag von Kauffmann. 1883. (,Schluss.) j Einzelne Ungenauigkeiten, auch Unrichtigkeiten in der Uebersetzung seien hier hervorgehoben: pg. 3 heisst es: ״da jedes Mal der Artikel steht“,jgemeint ist aber את die nota accusativi und nicht der Artikel, pg. 5 ״ קין משיחEnde der Welt“ ist unrichtig. Jbid. der Pass. ערי דכי טבחא ist nicht richtig übertragen, pg. 10 כשם R. übersetzt . ., ״aber ohne den Namen Adonai dabei zu erwähnen,“ liest also בשם, was aber unrichtig ist. Im Texte steht כשם. Wahrscheinlich fand sich im Gebetstück על הנסיט ©in Schlusspassus auf die Zukunft bezüglich, beginnend mit Wort כשם (diese Stelle findet sioh Fol. 4 a 'תום• s, v. פסק), pg. 11 בעשרה ist ungenau übersetzt ״in der Synagoge“ statt ״vor 10“. pg. 12 שאינ heisst es ״zählt man“ statt ״zählt man nicht“, pg. 14 כקלא דכינרי heisst wörtlich ״wie die Laute der Harfe“, pg. 15 ״ זנ)מוseine Sinne“; ib. steht ״Isaak״ statt ״Jacob“. Ib. ת1}א heisst ״Krone“ nicht ״Togabekleidete“ pg. 17 (foj. 7a.) zu Anfang ״Mehrere Gelehrte studirten den Tractat Möed“, dieser Pass, ist falsch wiedergegeben, vgL Raschi, 8. v, ובכולא סדר מועד. pg. 19 טרשיים wird übersetzt ״aus* Tarsus“, heisst hier wohl ״taub“, vgl. Aruch s. v, UTffi; ib. עינלא תלתא wird übersetzt ״ Kalbsbraten“ (?), heisst aber nach Raschi-Aruch ״ שלישי לבטןdas drittgeborene“, als besser, wie das erste und zweitgeborene, pg. 20 im 2. 'תום ist המחבץ wer ״einen neuen Ofen ausglüht“ übersetzt, heisst aber ״wer buttert“, pg. 21 בי רב ״im Lehrhause des Rab“, nicht ״bei Rab“. pg. 24 ib. ״R. Simon b. Gamaliel“, nicht ״RS. b. Eleasar“. pg. 27 ״im 2. Tempel“ ist ungenau. Ib. ״Sabbath“ ist שבועות, pg. 29 steht ״anders“ statt ״gleichmässig“ lernen, pg. 31. Mehrere Stellen aus Samuel sind falsch eitirt, ib. ״Propheten z. /. Aiqoz und Amazia“ ist falsch, gemeint .ist Jesajä, Sohn des Amoz, Amoz und Amazja sind Brüder. Ib. דביר heisst ״Halle“, nicht ״Rednerbühne“, pg. 32 אינה מן המדה hat ״keinen Raum“ ist ungenau, pg. 34 heisst es ״Numeri“ statt ״Lev.“ 33,55. Ib. אינש דחשיב למלכא heisst nicht ״er hiess der Herrscher schlechthin“, sondern ״es war Keiner sonst würdig u. s. w.“ pg. 37 החויקתן heisst nicht ״da blieben sie nicht“, sondern ״er (derVorhof) fasste sie nicht“, pg. 38 גדול המנו heisst ״älter* nicht ״so alt“, ib. איהו בקרי ואתתיה בבו4יני heisst na<5h Raschi ״er mit grossen, seine Frau mit kleinen Me- Ionen“. Ib מדיות sind ״Frauen aus Medien“, nicht ״aus Midjan“. pg. 40. הצדיקים heisst ״die Frommen“, nicht ״die Frauen“ (Druckf.). pg. 41 צניעות heisst hier weniger ״Frömmigkeit“ als ״Keuschheit und Verschwiegenheit“: pg. 42 עבדים על אדונו heisst nicht ,er liess den Ahasveras sich erzürnen“, sondern umgekehrt ״er liess die Diener gegen den Herrn sich erzürnen“. Ib. טרסיים sind Männer ״aus Tarsus Cilicien“. pg. 45 Jisca war ״mit dem heiligen Geist amhüllt (a. v. ״sochach“ bedecken)“ ist falsch, es heisst vielmehr ״schauen durch den heiligen Geist“, יסבה v. d. rad. סכה und ״ סכאschauen“, pg. 46 אתתא בהדי שותא פילכא heisst nach Raschi und Aruch: ״Die Frau, während sie redet, spinnt sie,“• nicht aber ״eine Frau, während sie trinkt, spipnt sie“. Ib.מיטייפי heisst nach Raschi ״in die Feme schweifen“, nicht ״emporschwimmen“, pg. 47 Josua 19,pO findet sich nicht Timnath Cheres. pg. 48 heisst ee ״Rachel“ für ״Rachab“. pg. 49 נבר מלבא עיסאה ממלכא תתאה ist ל־ פגי נתר, braucht aber nicht ironisch sondern nur optativisch gefasst zu werden, also ״mächtiger sollte sein der obere (himmlische) Köflig, als der untere“ (irdische)“, pg. 51 ״wie gross war!Esther?“ — steht .nicht im Texte, sqndem וכמה משך אח השרביט. pg. 56 חרנום בכל לשק heisst ״Uebersetzung in jeder Sprache“, pg. 62. טייעא heisst ״Araber“, nicht ״Schiffer“, pg. 67 הכתובה heisst ״zusammengeschrieben“, nicht״zusammengenäht“. pg.72 dass פר העלם דבר am Versöhnungstage dargebracht wurde, steht hier nirgends. . pg. 74 ״Wo man die Berocho vorher zu sagen pflegt“ das ist falsch . . . Vor-Berachah zu sagen, ist man halachisch verpflichtet, Schluss-Barachah zu sagen, hängt vom Usus ab. VgL Bartenorah z. St.! pg. 75 כביכול אף ה״ק ״ב״ה בעמידה heisst nicht ״wie kann von einem Menschen gesagt werden, er stehe bei Gott?“, sondern ״wenn der Ausdruck gestattet ist, auch Gott steht gleichsam“. Ib. Der Unterschied, yon Tossafot fixirt, zwischen אלמלא und אלמלי kann durch die lat. Schrift ilemala (?) auch nicht annährend angedeutet werden, pg. 76 (1. Zeile) ״da dürfen 2 (aus der Thora) zusammen lesen“ steht nicht im Texte,. ib. ״das gilt nur vom Segensspruch zu Beginn der Megilla, aber am Schlüsse ist es ein Gebot, den Segenssprach zu sagen“, das Umgekehrte ist richtig^ pg. 78 פרשה heisst ״Abschnitt“,