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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-01-24 · No. 4. (24.1.1884) · p. Seite 14

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 4. (24.1.1884)
Date
1884-01-24
Page
Seite 14 (sequence 2)
Language
German
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״Er swlik man, dem dia gnote 8i beschert!“ ib 18,2]. Hat er eine Frau gefunden, hat er Gates ge- _ fanden und Wohlgefallen erlangt vom Ewigen. _ ,Der mak sonder Zwivel 'mit 1 ib 31,11. Aaf sie vertrant ihres Gatten Herz — eie vergilt ihm Gates and nicht Böses alle Tage ihres Lebens a. s. w. ix sinia jar. Wileklich vertriben,. stille nnd offenbar Er sich mit ir fanden nnt schänden wert“. ״Mit hoher stäef ist sie bedaht ib 31,17. Sie amgürtet mit Kraft ihr« Lenden and festigt ihre _ Arme oder nar Umschreibung von v. 18. ..טעמה ״Ir lieht viar leschet niht in naht ib.18. Nicht erlischt in der Nacht ihr Licht. ״Jer hohez lop mit der meisten menge vert. — ib 28. Ihre Söhne stehen auf and preisen sie, ihr Mann and lobt sie. Viele Töchter haben - Wackeres bereitet. Du hast sie alle übertroffen. Za IV. Alles muss sterben Hiob 3,13. Denn nan hätte ich gelegen and geruht, ich schliefe — dann hätte ieh Bähe — mit Königen 'und Landesräthen, die sich Buinen nea erbauen, oder mit Fürsten, die Gold haben, die ihre Häuser mit Silber füllen u. s. w. — bis: Klein and Gross sind dort und der Knecht f rei von seinem Herrn. mahnt an das ']11 מת ןC7D ״Davor nicht vriunt, richtuom, gebart von hoher art, Weisheit, gewalt, daz (n’> maege au des todes vart, Ez darf davor niht saochen weder rat, noch lere. Kein meister in nigromanti Wart nie so wiser raete, Daz er ie würde (des) todes vri, Noch heilik wis prophaete“. Das ״heilik wis. prophaete‘ Moses ist gestorben, wer sollte nicht sterben? aas der Simchas Thora Liturgie. , ״So nie man weiz na, wa dia sele kumet hin“ ist doch hast die TJebersetzung von Koheleth 3,21. ״Wer weiss ob der Geist des Menschen gen oben steigt and ob des Thieres Geist naeh unten zur Erde niedergeht!?“ Za % weiss ioh keine Parallele, obsehon der Gedanke von der aufgedrungenen Bescheidenheit and dem notgedrungenen Gutsein sicherlich im Midrasch nicht fehlt. 3. Vil liebte kämet dia stände, daz er sia (sc. des Armen) bedarf — .כץ אץ לך אדם שאץ לו שעד. Es giebt keinen Menschen, der nicht seine Stunde hätte; נלמ״ל הוא שחתר fiSwi ein. Bad dreht sich durch die Welt. In V. ist die bekannte Schilderung seines Elends and die Klage, dass die Herren, die er besangen, ihn scheiden von ihrem Gate, weshalb er wieder in ״alter Jaden Leben“ ferner seine Tage hinbringen nnd vom Hofgesang sich femhalten will. Der lange Bart, Hantel and Hat, sowie der demäthige (Sang bezeichneten den Jaden. Sehr gesucht ist’s, wenn Hagen in VI eine Entschuldigung Sässkind’s sieht, dass er Wucher treibt, am sich za ernähren —der Wolf sei eben znm Hauben geboren. Der Gegensatz vom Wölf and dem Falschen zeigt, dass von solcher Nutzanwendung hier keine Ahnung sein kann. Mich will es vielmehr bedanken, als ob Sässkind damit nar zwei Verse des Ezechiel parsphrasirt habe: K. 22 V. 27; ״Ihre Fürsten in ihr sind gleich Wölfen, die Baub zerreissen, Blut vergiessend, Seelen vernichtend, um Gewinn za gewinnen. Und ihre Propheten übertünchen ihnen mit Abfall, schauen Trag, wahrsagen ihnen Lag, sprechend: also spricht der Herr, der Ewige and der Ewige hat nicht ־ geredet. “ Da mag die Schulscholastik der Jagendschale die Frage gestellt haben: Wer ist schlechter, diese Fürsten bder diese Propheten? Und der Dichter antwortet: die Wölfe sind dazu praedestinirt. ״Der valsch in siner wese ist schedelicher vil, dan ich, nnt wil anschuldik sin“. Die ”verlogenen Propheten sind die schlimmsten. Und hierbei mag er gedacht haben an das Wort der Weisen: ׳ . 6... ״Sie thun, wie Simri, und wollen Lohn, gleich Pinehas“.! Ahe Ideen Süsskind’s, alle seine Gedanken, oft bis auf’s Wort sind entlehnt oder erwachsen aus dem] Gedankenkreise, welohen die Bibel mit der rabbinisohen Erklärung und das Gebetbuch dem wenig gebildeten Juden zu eigen gegeben haben. Referat des Dr. Herzfeld Iber sein Bach: ״Einblicke in das Sprachliche der semitischen Urzeit.“ (Schluss.) Interessanter indessen als diese auf Buchstaben- Vertauschung beruhende Art von Nebenformen finde ich eine zweite Art, dass nämlich die Nebenformen durch organische Umbildung älterer Stämme entstanden. Ich bestreite nicht, dass es im Semitischen auch dreibuchslabige Urstämme gegeben haben kann, aber die Zahl #er zweibuchstabigen überwog jedenfelis ausserordentlich, und die erste Stufe der Umbildung erblicke ich darin, dass entweder zu den zwei Buchstaben dieser Urstämme einer der schwachen Consonanten He, Waw und Jod hinzugefügt oder der zweite Buchstabe des Urstammes verdoppelt wurde; es entstanden verba y׳tj "ד״ך ,yg und ע״ע; es־ kann aber sein, dass nicht alle diese vier Formen direkt aus Urstämmen gebildet wurden, vielleicht bildete man zuerst eine oder zwei von ihnen, und Andere bildeten aus diesen die übrigen; zu Ende von § 25 ist angegeben, weshalb ich diese vier für weitaus die Hauptformen der hebräischen Wortstämme halten muss. Allmäblig indessen ging man weiter: getrieben, wie es scheint, von dem Verlangen, den Stämmen mehr Consistenz zu geben ufld sie zu vollauf dreibuchstabigen zu machen, hing man bald vorn bald hinten einen derberen Consonanten an, oder man schob eine liquida ein; § 27—29 sind die Zischlaute aufgezählt, welche vorgesetzt oder angehängt wurden, § 30—33 die liquid®, welche eingeschoben, aber auch vorgesetzt oder angehängt wurden, § 34—38 die Kehllaute und § 39 —42 die Lippenlaute, welche zuweilen vorgesetzt oder angehängt wurden. Natürlich wurde auch jede dieser Behauptungen durch zahlreiche Beispiele belegt, deren Beweiskraft vornehmlich aaf zwei sich ergänzenden Argumenten beruhet: 1) wenn ein wesentlich zweibuchstabiger Stamm und ein dreibuchstabiger, in welchem die zwei Buchstaben von jenem in der nämlichen Aufeinanderfolge wiederkehren, auch zugleich sinnverwandt sind, wie z. B. אכה uad תאכ verlangen, חלה krank sein und חלש schwach sein, יקד und קדח brennen, so ist die Umbildung des je zweiten dieser Stämme aus dem ersten schon wahrscheinlich, aber doch noch nioht sicher, denn wenn ein solches Zusammentreffen verwandten Lautes und Sinnes in zwei Stämmen nar wenige Male verkommt, 80 kann es ein zufälliges sein. Indem, ich aber 2) nachwies, dass sich ganz ungemein viele Beispiele hiervon finden, 80 kann nicht fünfzig oder siebenzigMal dieser nämliche Zufall gewaltet haben, sondern wir haben da thatsächlich eine Umbildung schwacher Stämme vor uns: in einer Anzahl von >Fällen wurde ein Buchstabe vorgesetzt,־ in sehr vielen anderen ein solcher angehängt, in wieder anderen Fällen dem Verbo V'" eine Liquida eingeschoben. Die Umbildungen der beiden ersteren Arten erfolgten aber jedesmal so, das der unwesentliche Buchstabe des schwachen Stammes abgestossen wurde, in den drei obigen Beispielen wurcte aus abah—taab , and aas chalah chajasch unter Abwerfung des He,' am Ende, aas jakad kadaoh unter Abwerfang d< -■4t : 411 ,־:■.־׳־/:־ ■־ - - ß

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