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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-12-27 · No. 52. (27.12.1883) · p. Seite 207

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 52. (27.12.1883)
Date
1883-12-27
Page
Seite 207 (sequence 3)
Language
German
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ריז*זזיזז«י — 207 ~ beschäftigten, sondern auch depen, dis sich an solohe Künstler wendeten, ihnen: ״ nachbuh Lten", weil dergleichen Verirrungen vom wahren Gott abfuhrten, zum Götzendienste verleiteten, die Ruhe, die Wohlfahrt und das friedliche Zusammenleb m der Menschen störten. — Die Israeliten sollten nichl wie die Heiden das Uebermenschliche und Göttliche in bewustlosen dunkeln Gewalten, mit denen sie sich in Rapport setzen möchten, suchen, sondern in einem über die Natur erhabenen, geistigen Wesen, das nach klar erkanntem Willen, nach bestimmte!: Absichten und Plänen die Welt regiert und' die Schicksale der Menschen lenkt, und zu dem der Hensch sich mit seinem denkenden, erkmnenden Geisle, nicht mit den Einbildungen der Phantasie, frei erhe ben und bei ihm Hülfe suchen sollen. Dem israelitischen Volke blieb es Vorbehalten, mit einer gesunden Gotteserkenntniss und Weltanschauung dem in der ganzen heidnischen Welt verbreiteten Aberglauben mit seinen Zauber- und Wahrsagerkünsten entgegen zu!reten, diese Verirrungen zu bekämpfen und der Veraunfk zum Siege zu verhelfen. Zwar haben im Lauf״ der Geschichte der Götzendienst und der Abergla ube mit seinen Zauber- und Wahrsagerkünsten eich bei einem Theile des Volkes einzuschmeicheln gewusst. Es war ja sehr natürlich, dass das böse Beispei einer ganzen Welt von Götzendienern und der allen Arten von Aberglauben ergebenen und doch sjonst weisen und mächtigen Völker auf das kleine mit!seinen Ansichten allein stehendem Volk einst anders kls schädlich einwirken konnte. Umsomehr ist abe|r die siegreiche Macht der mosaischen. Institutionen anzuerkennen, wenn dieses Volk seit dem 15. Jalrhundert v. Chr. die Wahrheit des Monotheismus allein und wirklich erhielt, dass also, ungeachtet des begreiflichen Abfalls Vieler zum Götzendienste und zum!Aberglauben, der damals unter allen Nationen als einz ge Weisheit galt, immer ein frommer Kern des Volkes, an dessen Spitze di6 gotterleuchteten Propheten standen, übrig blieb, der den Muth hatte, der Ansicht einer so überwiegenden Wahrheit zum Trotze, die Götter zu leugnen, und, allein Glanze und allen Verlockungen d es Götzendienstes und des Aberglaubens widerstehend, nur den Einen unsichtbaren Gott zu verehren und nur auf ihn zu vertrauen. Aber noch mehr. Nachdem das israelitische Volk um 600 v. Chr. von Nebukac nezar in’s baby- Ionische Exil geführt und um 536 vi Chr. von Cyrus wieder befreit worden, und die Drohungen und Verheissungen seiner grossen Propheten in Erfüllung gegangen waren, kehrte es geläutert und gebessert in sein Vaterland zurück. Aller Götzendienst war aus seiner Mitte geschwunden und mit ihm die heidnischen Künste der Zauberei und Wahrsagerei. Es hielt von nun an unerschütterlich fest an der Wahrheit des Monotheismus und erduldete im Laufe der Zeit ihretwegen unsägliehe Leiden und Verfolgungen. ' Ind gegen dieses Volk wagten Bösewichter vom 12 Jahrhundert an aufzutreten, und mit frecher Stirne e! eines gräulichen Gebrauches, Zauberei mit Menschenblut zu treiben, eines heidnischen Aberglaubens, zu be schuldigen, dessen Bekämpfung und Verscheuchung zu seiner Aufgabe fehörte, die es auch treulich stets erfüllte. Welcher [ohd auf die Wahrheit! Welche grausame Verkennung derer, die für die Wahrheit gekämpft und gelitten haben! _;_ Zu Sifre 5. B. M. 32,2. I!r. mr, In No. 50 d. BL erklärt Herr עתף לי סלע זו durch: ״zeAohiage Kleingeld diesen Sela“. •. Diese Erl unrichtig, denn in dem angef Midrai Caro den Satz ׳, wechsle mir in scheint mir ch wird *ערי dem klitrung »*־» gerenübergestellt. Aus dem Bibelverse “»tö •TW ^Jpüpft R. Juda dieXLehru,־ man solle die Wo-te der Thora einzelnen Fälle ־i־h »n.ign.n ־ki.“?“-י* ייז ״?» ■?לי Wendung auf die einzeln-!?"י .ו *!!®S!. wenaung iu uie emzen♦ n Fälle sich ergiebt. Diese כללים! welohe dem harten /®"י*, ־*"?*.,! יר פורט ומוציא kann man in werden, £ Kleingeld) fiir bestimmte Fälle ve. , erklärte es noch deutlicher, indeS.86 ' ^er ^drasch 1^רט ומוציאם הטיפים הללו של טל ולא גיטי;■ מטר שהם גדולים אלא בטיפים הללו של טל שדס קטדם. Das Kleingeld, welches כללים einwechselt und ausgiebt (10 ומוציא' e° mit den kleinen Tropfen des Thäues verglicnv1”r" Grossgeld (die כללים) *nit den grossen RegentrC^•8 Auf der folgenden Seite sagt der Midrasch, w3t man die Worte der Thora nicht nach allgemeinen.^׳ Regeln, sondern für jeden einzelnen Fall sich aneignen js wolle, so werde dadurch das Gedächtniss ermüdet und Ti belastet, wie wenn Jemand, der nach Cäsarea reisen '* will und dazu und zu dem was er unternehmen will, J 100 oder 200 Sus braucht, durch das Mitnehmen Von ך so viel einzelnen Sus ermüdet und belastet würde;\י aber 4: אבל אם מצרפם ועושה אותם סלעים י פורט ומוציא ככל מקום שירצה Wenn er sie in Selaim umsetzt (für | 100 Sus sich 25 Selaim einwechselt, als Grossgeld), ל dann kann er diese nach Bedürfhiss wieder in kleine £ Münze umwechseln, und überall wo er will ausgeben“. * פרט heisst: Kleingeld einwechseln, und ערף kleine j Münze in Grossgeld um wechseln. Das Wort לרף . welches לשק ענכני ein kaufmännischer Ausdruck ist, j ist ganz verschieden von dem hebräischen Wort לרף♦ j Es ist nämlich das aramäische Wort, für das in dery Mischnasprache vorkommende צרף, vereinigen (Hithp. * מצטרף), vgl. Schekalim m, 1. ך מצרפק שקלים לדרכונות nman vereinigt die Schekalim zu Dareiken, man! wechselt für die Schekalim Grossgeld ein, nämlich' 4 Dareiken“. Wir haben in dem Worte ערף in dieser J Bedeutung die oft vorkommende Thatsacne, dass das -J Hebr. צ im Aram. in ע übergeht, z. B. ארעא für JTW! t עאנא für עקא;צאן für עמרא;צוקה für צמר u. s. f. -j Es wundert mich, dass Levy im Wörterb.' HL j 704 b. dies übersehen hat und dem Worte die Be- «j deutung giebt: Grossgeld in Kleingeld um wechseln. .ך Uebrigens kommt' das Missverständnis« unserer ך Stelle auch zum Theil daher, weil sie corrampirt ist,H in dem Satze: |יואק עריפה אלא לשק כנעני משל אין אדם אומר לחברו פרוט לי סלע וו אלא ערוף sind die Worte! אק — אלא zu streichen: ערףמ ist ein kaufmännischer! Ausdruck: wie z-B. Jemand zu Einem sagt: gieb mir^ für diesen Sela Münze, oder gieb mir einen Sela harte■ 3 Geld für dieses gleichwertige Kleingeld.“ Die Ab- J Schreiber erkannten nicht, Hass hier zwei kaufmännische ■*j Ausdrücke von entgegengesetzter Bedeutung zum Ver- 3 gleich (von תזל und יערף) angeführt werden, und'4 schoben ein לא und אלא ein, wodurch der Säte ervfctj recht unverständlich, weil widersinnig, geworden. ■ j . Kurz R Juda benützt das mit dem hebräischen."־ ערף gleiohlautende aram. Wort ערף, welches Letzter■.'! gleich צרף bedeutet: zu-einem grösseren Ganzen vor»! einigen, um eine kateohetische Regel daran zu knüpfen. Fürst, Recensionen. בעל תפלה♦ Der practische Torbeter von Abraham Baer, Oberoantor der israelitischen Gemeinde in.

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