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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-03-10 · No. 10. (10.3.1883) · p. Seite 39

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 10. (10.3.1883)
Date
1883-03-10
Page
Seite 39 (sequence 3)
Language
German
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! ■^י ▼nt die Seels, an führen.״) Sein Andei nUvergeetlich bleiben!’ 'v Ueber die angebliche Abstammung- ( er Kaffem und Fellatah’s von den Jüdin. Von Rechtsanwalt Metz in Bielefel(. 99 len itd ■?ף־ Verschiedene Völkerschaften sollen öder wollen von den Jaden abstammen. So behaupten die Afghanen, Nachkömmlinge der zehn Stämme Israels zu sein. Auch von den Cingalesen, den Eingeborenen der Insel Ceylon, wird Aehnliches behauptet. Ebenso haben sich Gelehrte gefunden, welche nachweipen wollten, dass die amerikanischen Indianer Abkömmlinge der zehn Stämme seien, und haben die Mormonen diese wunderliche Hypothese sogar als einen! Theil ihres Glaubensbekenntnisses autgenommen. In neueren Zeiten sind es die Kaffem im südlichen Afrika, welche! ״ י . ״ ״נ .• m״ נ"" , •*. jüdisches Blut in ihren Adern haben sollet!, Es dürfte £ fL 4™,rLh«71 ״.% ״ ZatabemfluMes. Er beaohreibt fdieae,' th^üa aaT einem Berge, theils' in der Eibene belegen«« Bainen näher undvindizirt ihnen einen phönizisehen öxvprung, indem er hieran die, allerdings nicht neue, iwimlif schon recht alte Hypothese hnüpffc, dass Sofela oder Sofara mit dem biblischen Ophir identisch sei. Er erzählt, dass er ▼on einem Manne, ah den man ihm wegen Auskunft über die Bedeutung der Hainen gewiesen hatte, erfahren habe, dass man in den Rainen auf dem Berge bete, und dass die Ruinen in der Ebene ״ mumba huru“ d. h. das Haus der Groutfraa. oder der Königin genannt werde. Sodann theilte ihm ׳ dieser Mann das Nachstehende mit: ״In dem von Zimbabye aus von Gott (mali oder mambo — Vater) bestimmten Zeiträumen von 2, 0 oder 4 Jahren versammelt sich nach der Ernte ein• grosse Menge von Menschen, die von allen Seiten mit Vieh herbeikommen, am Fasse des Berges ausserhalb der Ringmauer, um ein Fest zu feiern. Ein solc" die Leser dieser Blätter interessiren, eifuge Proben dieser neueren Conjectur kennen zu lernen. In dem Buche des Missionsdirectors I|>r. Wangemann: ״Ein Rüsejahr in Süd-Afrika“,;in welchem dieser über die in 1866 und 1867 ausjjeführte Inspection der südafrikanischen Stationen der Berliner .Missionsgesellschaft berichtet, sagt derselbjs Folgendes: ״Die Muthmassung, dass die Kadern von den Juden abstammen (etwa als Mischvolk von Israeliten und Negern) findet nicht nur in der Sprache und in den Sitten, sondern auch in der Physiognomie der Kaffem ihre Bestätigung; etliche Gesichter, unter anderen auch das von Sandila (eines Kaßemhäuptlings, sogenannten Königs), haben ausgeprägt jüdische Züge. Einen Kaffer sah ich, den, wenn er europäisch gekleidet, in Berlin ginge, Jedermann für einen J uden halten würde; derselbe hat selbst von seinen Landsleuten den Namen ״Jod“ erhalten. Das singende Lispeln :, der Sprache erinnert ebenfalls vielfach an das Mauscheln der en fämille redenden Juden. Das Nilchtessen der Spannader, die lobola, die verbotenen Veryandtschaitsgrade bei Ehen, die Beschneidung, das! ausgeprägte Familienbewusstsein bestätigen die Vermjathung“. Carl Mauch, ein deutscher Afrijtareisender, der sich um die Erweiterung unserer geographischen Kenntnisse der Transvaal-Republik sehr;verdient gemacht hat. hat über seine Reisen im; Innern von Südafrika einen sehr interessanten Bericht in den Petermann’schen Mittheilungen veröffentlicht.: In diesem Berichte kommt folgendes vor, was mit dierselbenjldee in Verbindung steht. Zunächst will Mauch in den Gesiclftszügen des Makalaka-Stammes Spuren israelitischer Abstammung finden, noch mehr aber bei den Balompa, von denen er erzählt: ״In ihren Gesichtszügen spribht sich eine auffallende Aehnlichkeit des israelitischen Typus aus, selbst die scrophulös entzündeten Augen ]fehlen nicht“. Wie Manch das Letztere als einen Bestandteil des ״israelitischen Typus“ bezeichnen kann, ist , übrigens vollständig unerklärlich Maucli’s interessanteste Entdeckung] ist die der Kuinen von Zimbabye, 41 deutsche Meülen westlich von der portugiesischen Station Safaloj oder Sofara *n der Ostküste Südafrikas, südlich von der Mündung *) Auch wir gedenken bei dieser Gelegenheit j der vieleD anregenden Stunden, die wir während unseres fünfjährigen Amtiren» in Thom (1862—1867) in freundschaftlichem Vierkehr mit dem Verstorbenen verlebt; seine bis kurz vor seinem Tode mit uns gewechselten Briefe enthielten stets geistvolle Poinjben and kritische ürtheile über Zeiten und Personen. Segen seinem Angedenken! Opfer verbunden. Za geeigneter Zeit erscheint Hohepriester mit seinen Gehülfen, nämlich 2 Ju fraaen, 2 jungen Frauen und einem Manne. Schweig geht er zwischen den Angekommenen hindurch, eil Stab in der Hand, von allen gegrüsst durch klatschen. Er begiebt sich sodann auf den Bax&f zwei junge Ochsen und eine junge Kuh, alle dxm schwarz und fehlerlos, werden nachgeführt. Oben aifr gekommen, wird die Kuh auf za vor aufgesteilte* Brennholz gelegt, festgebunden und lebendig VerbranntJ, der eine Ochse wird geschlachtet und an Ort una Stelle verzehrt, der andere wird den Berg hinab; geführt, ausserhalb der Ringmauer in ziemlicher Entfemung getödtet, sein Fleisch aber den Dieben and Aasgeiern überlassen. Der Hohepriester begiebt sich nun allein in die Höhle, wo der Topf (eine früher y Mauch erwähnte Steinschüssel) sich befindet, sohüt Bier darüber und betet. Er betet, dass Mali Krankheiten unter den Menschen wegnehmen and < gesunden nicht krank werden lassen möge. Wer dies vorüber ist, erscheint er wieder. Alle fallen ihr Angesicht nieder und rufen: ״gara huru Kat pasi“ d. h. der Hochthronende hat Alles hieniedeai 7 recht gemacht“. Seine Rückkehr aas dem Innern wird der harrenden Menge angezeigt durch Singe• und Jubeln, begleitet vom Spiel der tsimbera (Cymbeln), tnli (Pauken) und manda (Hörner). Alle sind mehrere Tage fröhlich ־und ziehen dann wieder naolj' Hause*. (Schluss folgt). Litteraturbericht. Recension. Lattes, M. Dott. Rabb. Nuovo Saggio di Ginnt > , e Correzione al Lessico Talmudico (Levy —• Fleischet); Memoria Reale Accademia dei Lincei (1880—»18@l m1r Roma col Tipi del Salviucci 1881. -ן . Der gelehrte and darch seine bisherigen Arbeitet! wohlbekannte Verfasser von Zusätzen und Bericht!־ I gungen des von Levy — Fleischer edirten talmadisohez. Lexicons hat in der vorliegenden Arbeit nach sein«: bereits früher schon .angewendeten Grundsätzen eine nicht unbedeutende Zahl von Zusätzen zu den Buch-»■ staben א bis ל des genannten L. F. Lexicons gegeben, welche fast durchgängig von grosser Belesenheit, fleissiger Forschung, genaaer Textvergleiohung, scharfe nj grammaticalischen Urtheile Zeugniss ablegen and J־~ Lösung der Riesenaufgabe einer lexikalischen C

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