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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-03-10 · No. 10. (10.3.1883) · p. Seite 40

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 10. (10.3.1883)
Date
1883-03-10
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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. 4m Sprachstoffee nach wiesen sohaftHohen 1?ftmäai>«>Udar. VoUendimg am «in grosse« Stück *Ahsf gebracht haben. Der Verfasser hat nicht nur Ml fast jedfflh dsr Buchstaben einseine nnsutgeführte Wörter, a. Thefl sogar solche, die ans einer ver- IriMnrtוזח, aber wissenschaftlich gesicherten Lesart stammen, flbr .welche besonders tahnndische Stellen attürt sind, er hat auch Beispiele, besonders talmadiscme, hBBB&gesogen, am das Vorhandensein der verschiedenen Iftrua^T* oaer Qenera oder Conjngationsformen in den *«>fT111i|Al1«n Schriften an erweisen. £8 wird dadurch klarer, bis wie spät noch biblische Formen in Gebranch waren, und in welchen grammatischen Formen das eine oder andere Wort sich entwickelte. Dabei bietet sich dem Ver£ sowohl Veranlassung mancherlei berechtigte. Correoturen an den Angaben dea Levy — FWischer’sehen Lezicons zu machen, als auch manche ־-* ׳*——g schwieriger Stellen der talmudisehen Litteratur Ml geben. Dadurch ist die Lattes’sche Arbeit eine ttnentbehrliche Zugabe zu dem bedeutenden Lexikon geworden, die allgemein zu empfehlen ist. < Einige Bemerkungen gestatten wir uns noch anaaschlieasen: \ / 1. אבטיתא S. 5. Verf. bemerkt den Mangel talmodischer Beispiele an L’e. Lexikon. Er hätte erwähnen können, dass auch der Aruch Beispiele aus Mlschnah b. eitert- 2. אבירים S. 6. Ln Midr. Ester rabb. ed. Stettin 1868 ist die Lesart אבירם- 8. ]האלי S. 9. Hifil ״far udire“ Verf fasst nach der Stelle in Derech erez S. C. 4. אזניך שלא שפלת בהם דברים במדים חם יקשיבו לך שלום מולם דאוינו לחיי הלזה״ב das דאינו als Hifil ״hören lassen“, aber ebenso wie dies יקשיבו ist, so ist es auch nicht דאינו, sondern es bedeutet wie überall ״porgere orecohio“ ״das Ohr hinstrecken, spitzen!“ 4. Die Erklärung, dass die in L. F. Lexicon vorkommenden Wörter אשינא. אמניירתיה, אלנוסין (Synh. 96b) zu Btreiohen sind, weil sie auf falscher Lesart oder einem Verkennen grammatischer Formen beruhen, ist trefflich. 5. ארונא S. 16 soll auch ״bara“ Bahre bedeuten. Als Beleg wird Jer. Berach. LL 8, 5a citirt,,ואשכחק ארורה נפקא. Dort bedeutet es aber wohl Todtenl&de nicht Bahre. 6. אש S. 17 8011 auch im Plural Vorkommen Tos. Parah I, 2. כאשים מפר שהן כליל. Dies ist aber der Plural von!אשד. 7. בי S. 18. Als zweite Bedeutung fügt Verf. ״perdere, smnrrire“ hinzu und bringt als Etpeel-Form <ne Stelle in ChnL 95b. איתבד ליה♦ Doch diese Form kann ebenso von *אם kommen wie איתמר von אמר siehe auch Levy-Targ. Wörterb. s. v. אבי . •8. P״n S. 23. Verl fügt die Afel-Form hinzu und citirt Chulin 112a. דאבריק b">Tl Aber Ed. Amsterd. 1647 und ed. Sulzbach 766 lesen!דאבריד und so hat anch Raschi gelesen. « ‘ ■ 9. חח S. 23. Verf. bemerkt, dass in L. F. Lexicon Beispiele für Kal fehlen und oitirt Machschirin HL 8. שידוחו לגליה aber ed. Stettin 1863 liess שיודחו. Dann mlart Verf als Inf. Kal die Stelle in Machschir IV. 2. ליףךךן aber der ist Inf Nifael gleich לא1ר “ Hiob 33,30. 10. דוסקמא Tanchnma ed. Frankf. a. O. 1792 liest L c. דומטקא- 11. ייה als Hifil citirt Verf Tos. Neg. IL DH היחמה שלל לב Die Lesart wird grammatisch wohl richtiger HTTTl zu schreiben sein. 12. דיר Zu den Beispielen für Plnr. citirt Verf auch Tos. Eraoh. V. 14 ־דיריים Gerade dort scheint ״stalle“ niohtganz recht zu sein, vielmehr ״agghiaoeis'4 ״Pferche“, ״Bürden“, die. oben offen sind, nicht wie ״Ställe“, die gewöhnlich bedacht sind. Denn דיריים steht zusammen mit ופררסות DIU entgegengesetzt denn *שובן und כורגגק מנדל und die Meinung ist getheilt, ob man sie für שרות oder PH? בתי halten soll Deutlich geht, aus Erabin 22a. hervor, dass דיר eine oben unbedeckte Lagerstätte ist; die auf dem Felde eingerichtet zur Düngung bestimmte Hürde. 13. דמהריא S. 34. ed. Amsterdam 1647 liest in Men. 81a. דמהור־א 14. דמי S. 35. Verf führt auch Beispiel• für den Singnlar an. Das that schön Kohut (Aruch S. 77. C. 1). 15. דרס Sehr auffallend ist, dass Verf. die Stelle Bab. mez. 23a. HDTTO als Etpeel von דדם auffasst. Es scheint dort nur Infinitiv Kal mit emphat א zu sein. Lengsfeld. Kroner. Notizen. 1. ׳מעין הברכות die ״Quelle der Segnungen“, ist noch nicht erschöpft. Bekanntlich herrscht im Talmud Tr. Berachoth F0L 28 b. darüber eine Meinungsverschiedenheit, ob täglich י״ח oder מלין י׳־ח gebenedeit werden muss. Nun lautet Maimoni’a Entscheidung (Hilchot Tefillah IL 2), dass zwar in jedem tigliehen Gebete alle 19 Benedictionen za sagen sind; indeas kann, wer überbürdet (“THD) ist, oder in einer Zwangslage eich befindet oder eine schwerfällige Zunge hat. sich mit den drei ersten und ברכה אחת מלין כל הא מצלות und den drei letzten־ Eulogien begnügen. Diese maimonidische Entscheidung wird auch vom Tur und Eparo im Codex rituam §110 acceptirt. Somit könnte der Sinn sein: Wir müssen täglich, — ausser den drei ersten und drei letzten, welche ausdrücklich besprochen sind — seinem Namen danken mit dem Inhalte der 13 Benedictionen. Und dass hier nur von dem מלין הברכות die Bede ist, liesse sich damit erklären, weil es von diesen sieben Beneäictionen keine Dispens mehr giebt. Indess mag diese Erklärung einem Pilpnlisten wohl genügen. In Wirklichkeit kann dies nicht gemeint sein. Denn wäre hier factisch vom ״Inhalte“ der übrigen Benediktionen die Bede, müsste dies מלין הברכות. vor dem ל&גיו נלבור und nicht nach demselben stehen. Denn das לפניו נלבוד ist ja als ברבת לבודה schon die erste von den drei letzten Eulogien, während die ברכה מלין יג zwischen den drei ersten and drei letzten gesetzt werden muss. Zudem ist es unerfindlich, wie der Verf. des מנן אבות in seiner ברכה מלין ד' auf das Alltagsgebet ohne leitendes Motiv zurückkommt Nach dieser Vorausschickung drängt sich schon dem oberflächliehen Blicke die Ueberzeagung auf, dass ,מתים ‘TID מנן אמת א״הק die ersten drei Benediktionen umfasst. Eben 80 klar ist es, dass das eingeschobene 'המניח ללמו״וב׳ auf 1 היום"Q“Q anspielt, welches zwischen den* ersten und letzten drei Benediktionen gesetzt wird und in לפניו נלמד ist die ,*ברכת למח angedeutet. Wenn mm gerade an dieser Stelle das לפניו!TTO1 מעין הברכות eingeschaltet wird, so kann es keinem Zweifel mehr unterliegen, dass hier auf eine Einschaltung hingewiesen ist, deren Platz ברבת לבודה ist. Dies ist nichts anderes als eine הודאה מליץ המאורע und zwar יללה יבא• Das scheint mir die einzig richtige Lösung des Bäthsels. — Gelegentlich dürfte wohl nachstehende Frage der fachmännischen Disoassion unterbreitet werden. Dass im codex rituam des ^D*TOÖ־Gebetes keine Erwähnung geschieht, darf, als männiglich bekannt, voransgesetzt werden. Nichts destoweniger hat sich an diesem nicht kodifizirten Brauche mancher r mit der Zeit herausgebildet. Dazu gehört auch der, dass an Feiertagen, welche an einem Sabbath treffen, dieses Gebet nicht gesagt wird. Auf welche Ursache lässt sich dies wohl zurückluhren? Trencsöu. Lf. Simon Wolffsohn. 2. Für die Pariser Nationalbibliothek ist nach dem ״Athenaeum“ ein Mannscript der Mischna und des babyL Talmud, Baba Baethra, Aboda sara und Horajoth auf 218 Blättern enthaltend, angekaaft worden. In schöner Quadratschrift, mit Bandbemerknngen, welche Varianten angeben, geschrieben, scheint das Manascnpt dem 12. Jahrhundert anzugehören. Tmatwortliehar Rtdacteur Dr. Bahmer, Magdeburg,. Druck von D. L. Wolff^ Magdeburg. Verlag von Bobert Friese, Leipzig. _

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