Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 12 (1883)
- Issue
- No. 4. (27.1.1883)
- Date
- 1883-01-27
- Page
- Seite 15 (sequence 3)
- Language
- German
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12הונה הם אהם הם״ sie buhlen, Sie lieben leiden- ■ch&fUioh. 1 i Hosoh. 4,18. •* j 13. sn למה תדיעי warum schreist (klagst) du so laut? Micha 4,9. 14. פקדדקוח voffe Befreiung oder Erlösung, Jesch. 61,1. Wir ziehen also die Auffassung der Vulg. und der Pesch, derjenigen des Jps. Kimchi, der rfip in der Bedeutung ״Kerker“ nimmt vor. 15. מקרקר קר gänzliche Zerstörung, Uesch. 22,5. Es dürfte wonl zu beachten sein, dass קר hier ohne י steht und höchstwahrscheinlich nicht •Mauer oder Wand heisst, sondern die ohnehin in dem reduplic. ^מק (von קור graben, untergraben) liegendje Steigerung eine allerhöchste hinstellt.! Wenn wir ührigens statt 4 וקרקר M. 24,17 im cod. sam. וקרקר finden, so sehen wir uns zur Vergieichung dieser Stelle mit Jirm. 48,45 und P8. ti8,22 aufgefordert. j 16. דעי צדה und erkenne wohl, Gemeinde! Jirm. 6,18 .Invertirte Reduplication mit dem doppelten Effect, den Begriff des Erkennens zu verstärken und zugleich ein selbstständiges Wort JTTS (Gemeinde Israels) zu bilden. Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass der vorangehende Vocativ זןעויס, sowie der nachfolgende האריץ den bestimmenden!Artikel hat, nicht aber עדה, wodurch sich die Absichft der invertirten Reduplication entschieden kundgiebt. 17. היודע הל der Wissende und Zeuge, das, 29,23. Gleichfalls invertirte Reduplication. 18. מם־ תצרני תי וני׳ Ps. .32,7. Im Einblick auf 'Raschi wäre zu übersetzen: Vor dem Dränger wahrest iDu mich, mit Rettungsjubel umgiebstDu mich. Fürst;findet indes« רבי פלט schon wegen dfr Trennung :von תסובבני durch Atnaeh, sowie wegen ides fremdar-; tigen c. pl. רני verdächtig, weiss die Stelle aber nicht!'anders als Raschi zu erklären. Auch d|en LXX er- :schien רני פלט verdächtig, wesshalb sie רני פלטנו!Du :mein Jubel, rette mich!) gelesen haben.*() Wir halten den betr. Vers für ein ׳ Tetrastichon, theilen ilm nach seinem Inhalt und defi diesem ge- ,!nässen distinctiven Accenten, Sarka, Merca mahpacha- ,tum, Atnaeh und Silluk als: Du bist mein Schirm. *אתה מתר ל Vor Gefahr bewahr’, ';־Ijtfl מם־ O wahre, rette mich, רני פלמ Umgieb mich schützend! Selali. ,תסוכבני) סלה Die kostbare Paronomasie מצר תצרני und die Rer duplication תצרני רני haben wir in der 1 ITebersetzung ):wiederzugeben wenigstens versucht. פלט ist (mit den LXX) als Impefjativ das Piel Laut Ergänzung des vorhergehenden und folgenden |Abjects 0נ) aufzufassen. Dass das Piel. II. סובב auch schützend umgeben heisst, erweist!unwiderleglich * M. 32, 10. Litteraturbericht. > Recensionen. Tödoh Wesimroh II. von L. Lewandowski. M. Rosenhaupt, Obercantor in Nürnberg. (Fortaetaung.) Unter den nun folgenden Recitativeü ragen No. 155 *hd 156 in B-moll hervor. Diese ganz Besonders popu- ר S. R Hirsch in seinen ״Psalmen*^ übersetzt: ״Du *sibst bist Schirm mir dann, bewahrst vor JJToth mich, lassest “küungs Jauchzen mich umgeben.“ G rütz (erklärt in seinem Jmen, dessen Besprechung wir in רני Ihr unerklärlich, er schlägt Rettungs Jauchzen mich umgeb *nt. Cemmentzr zu den Psalm! nächste« No. beginnen, י #לט läre Melodie ist fast jedom Laien geläufig.nnd deee-?»5 halb desto schätzenswerbher. No״ 160 ״Melech eljon“ ' and 161 in der alten phrygischen' Kirchentonart ge- ' ־ schrieben — die L. wohlweislich, nur . selten für die 34! Synagoge an wendet —, sind sejir? gefällig, aber wirk-‘.* sam er finde ich No. 162 in F-m6ll. Diese Responsen. ׳ mit dem practischen Unisono des Chors und •der. Gemeinde versetzen uns so ganz in die characteristisohe ־ '■׳J! Stimmung der נוראיס D’tt'-Feier. — Unter den anerkennenswerthen, schönen Recitativen von 165^-172■ •'. gebe ich dem letzteren ״melöch al kol boölom“ 'die Palme. — Dass L. ein Meister im Orgelsatze, ist, wissen wir schon lange; es lassen ihn aber auch;'J! die Nummern 173 und 174 als solchen im hellen Lichte ׳-, erscheinen. -K Von besonderer Bedeutung sind der Mus&f-Kadiacfai 180, der Boruoh atoh 1,81 und nicht minder die beiden ״Mechalkel chajim“ 182 und 183, durchaus Piecen, v״ . die von einem edlen traditionellem Hanche belebt sind und denen ein bedeutender musikalischer Gehalt innewohnt. Der Unisono-Chor: ״Unsane tükef' 187 in F-moll ist feierlich und höchst wirkungsvoll. Diesem reiht sich 188 ״KVakoras‘• würdig an.. — No. 189 ״Emes und Odom“ in Fis-moll für den Cantor, ist ein dem Inhalte des Gebetes angepasstes vorzügliches Ton- י.!stück, das ebensogern gesungen als gehört wird. — Die beiden Chöre ״Ase lemaau“ 190 und 191 sind gute mnsikal. Arbeiten, aber von weniger practisoher Bedeutung. Dagegen׳ enthält Xo. 192 האוחז ביד eine .■ förmliche Mustersammlung von gefälligen Melodien 1 F-moll) die responsenartig von Cantor und Gemeinde* vorgetragen werden. Ohne Zweifel werden sich dieselben bald weithin einbürgem. Das hierzu gehörige ״Kodösch atoh“ ist mustergiltig. — Eine der schönsten Nummern des Todoh Wesimroh ist No. 193 ראהיו in F-dur und legt dieselbe Zengnissab von seines Schöpfers Genie. In No. 194 wird uns die ״Awödoh“ nach der uns bekannten Weise vorgefuhrt. Das so einfach scheinende erste Parlando wirkt ganz grossartig, wenn es der Cantor richtig vorzutragen versteht. Die Bearbeitung des ״Hörern m« etc.“ in 195 steht wohl einzig in ihrer Art da und bietet in dieser Form ein schönes contrapunktisches Tongemälde. Diese Melodie za Hörern ist jedoch in Süddeutschland sehr wenig bekannt. —׳ Munter und frisch bewegt sich Chor No. 196 ״Sjm scheorim“, welcher auch|bei manchen andern Gelegenheiten verwendbar sein dürfte. Eine dem Gebete ganz entsprechende Compositian mit sehr wirksamen Mittelsatz vom Männeronor ist 197 ״Hajöm haras ölom* in G-molL Ebenso haben wir einen gefühlsiimigen Männerchor mit vorausgehen- * dem entsprechendem Recitativ in ״Socharti etc“ No. 198 »' (G-moll) vor ans, welchem wieder ein hervorragendes- ,v‘ Recitativ ״Sochreuu etc.“ No. 199 folgt Ein zweiter"^. ״Hajöm haras ölom“ Nr. 200, eine sehr gediegene Com- Position in G-dnr, lässt uns noch besonders die Weihe des Tages in Tönen heraasfuhlen. No. 201 und 202 sind zwei divergirende, aber gleich grosse Bearbeitungen des Psalmen 150 in D-dur. Hier war der Componist nicht an bestimmte Motive gebunden und konnte desshalb so ganz den Empfindnngen seines Herzens den Eingebungen seiner . Seele folgen, die ihn* in der That glücklich leiteten. Dieser Psalm ist an and für sich so recht geeignet״ die schöpferische Phantasie eines Autors anzuregen. ein• unannehmbare Gorrectur vor. Hitzig will רני als dittographirt ganz streichen; wir haben ea vor vielen Jahren schon mehreren Freunden als Rebuplioation von חצדני erklärt, wi» es Herr Dr. Kroner aus Brandenburg im Obigen ganz vortrefflich erweist und treffend im Deutschen wiedergmbt. 7־ (Rad.)