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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-01-27 · No. 4. (27.1.1883) · p. Seite 16

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 4. (27.1.1883)
Date
1883-01-27
Page
Seite 16 (sequence 4)
Language
German
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8Wi» and biar di• eineelnen Inatrumente •o trefflich and wi• waltet trotm der mächtigen Ton• doch 80 groeee Qemüthliohkeit in jeder Strophe, * jedem Takte. Mächtig klingt auf dem H-dur-Aocord in 201 das ״Hallehij&h“ segje daß darauf folgende: ״lobet ihn mit PosampmituiaU, hallelajah, lobet ihn mit Psalter and Zither" and je nach dem Character des Inatramente mit welchem Gott gelobt werden soll, werden die Töne weicher oder feuriger; ein herrlicher Chor Ton musikalischem und praktischem Wert he. Der zweite ״Hallehjjah“ No. 262 ist hinsichtlich Seines Styles and seiner Stractur noch gewaltiger angeals der erstere und überragt ihn an Lebhaftigkeit, gewisser Schmelz liegt in dem Mittelsatz, wo Fis• und II-moll sich stets begegnen, der aber ex - ־ ifbrnpto mit dem ״ff. Hallelahn“ anf E einer Erhaben-!Mit Platz macht, die sich derart bis zum Schiasse .immer steigert, dass sie den denkbar höohsten Effect;farvorbringt. Abermals begegnen wir 203 in E-moll einem ' ״Hajom haras 610m“ der hinsichtlich seines musika- ׳ liacben Gehaltes Beachtung verdient. No. 205 schliesst das ״Söder Duchan“ mit den bekannten, cbaracteristisehen Motiven in sich. In Schacharis lejom kdpur sind unsere alten Wei- - een wiederum schön znr Geltung gebracht worden. Vornehmlich zu bemerken sind ״Hoaderes 213“ and ״Ki omi amcho 216.“ — Mit einem kunstvollen ״Ki keschimcho“ beginnen die Piecen zu Mussaff. No. 221 und 222 sind cultaell;ziemlich eng zusammen verbunden.; ,,Wechach“ ist sehr feierlich, aber in ״W«hak6h*uim“ erscbliesst sich uns eine ebenso grossartige als interessante Composition, in welcher die reizenden Awödo-Motive in artistischer Form von der Orgel ausgefüllt werden. — Der würdige Priestersegen No. 226 darf hier nicht unerwähnt bleiben. In 227—229 haben wir abermals Chöre zur Seelen-1 feier. Schon die andaehterweckende, in gemässigtem Tempo sich bewegende Introductioa der No. 227 lässt uns den im Folgenden za behandelnden Gegenstand herausfühlen. Im düstern C-moll fallt der Chor ein, modalirt nach Fs-moll, behält diesen Accord anf die einen Takt ausfallenden Worte: ״mach owroh“, worauf an vermittelt anf ״bö“ der D-moU-Accord folgt, indem die beiden obeftu f Stimmen hegen bleiben and der Baes znr kL 6 hinaufspringt; ein frappanter aber doch wohlthuender Uebergang. (Schloss folgtt Der TaJmadjnde. Beden von Dr. Ad. Jellinek. HI. Bede: Wozu and von wem wurde der Talmud 8tudirt. Wien 1882. Verlag von D. Loewy. IL Prater- Strasse 15. 15 S. 8. Josef und der Talmad, mit dieser geistvollen Parallele leitet Jellinek diese Bede ein, welche die wahren, aber leider ausserhalb des jüdischen Kreises unbekannt gebliebenen und im modernen Israel der Vergessenheit geweihten Gedanken kündet: ״Den Talmud stndirte man nicht, um Arzt, B&bbiner, Bichter, Bechtsanwalt etc. zu werden — sondern aas Liebe zum Studiren! Der Talmud war die Geisteskraft nicht einer Gelehrtenkaste, sondern des ganzen Volkes, der Vornehmen wie der Geringen, der sittliche Einfluss des Talmadstndirens im Erhalten des idealen Sinnes, im Tilgen des Gebnrtsand Vermögensstolzes, im Mehren nnd Stärken der Entbehrungsfähigkeit wird mit wenigen, aber deutlichen Strichen gezeichnet. Coblenz. Lewin. Notiz. Das Juliheft 1882 der ״Deutsche Heyne*‘ von Richard Fleischer“ enthält einen Artikel ״Aus dem Altenstein’schen Cultusministerium, L Der Kronprinz und Altenstein־‘, aus welchem für die jüdische Zeitgeschichte bemerkenswerth ist die besonders rege Sorgfalt Friedrich Wilhelm’s IV. für die Juden- Mission. Im Jahre 1838 hat die schlesische Juden-Mission einen gegen sie gerichteten Erlass des Ministeriums, wie des Berliner Consistonums hervorgerufen, durch welche sie, nach dem Ausdrucke des Kronprinzen , prostituirt worden ist.“ Der• Minister weist darauf hin, dass eine königliche Cabineteordre vom 31. März 1833 die Missbräuche der Missionen gerügt habe, dass aber der Zweck der Judenbekehrung bei allen Religions- Parteien sicher Aufnahme findet.“ Diese Protection der Mission und doch kein Erfolg! Solche Hinweise sind oft gut, um uns das berechtigte Selbstgefuhl zu erhalten. Soeben erfdjien in 29. oetmegrter nab nad) her neuen Äecgtjcgreibung oerbeffeiter Auflage: יסודי המירה T - » ״Jegode ha-thora“ Slaubenft־ und ®flicgtenlcgre für 3Sraelitifcge Schulen non Dt. 8. Herxheimer, fcerjogl. Sanbeärabbiner in Sktn bürg. Äit einem furjm Übrig ber biblifcgen «nb naegbiblifegen ®ejegiegte ber 3«ben bis ouf linfere jjeit. frei« ־Broch. 1 ®t-, geb. 1 W. 25 ff. . Tiefe neue Üujlage ift nur bureg einen jjufag bfjüglicg ber jübijehen •eftic$e unfercr 3eit bermegrt ®erben. Herren Segrern, »eiche Me ®nfügrung biefr* »eit nerbreitefen — auch non bem ftünigl. preug. ®ultu?־Wmiftrrium jum ®ebraueg an ben ®pmnafteu 1t. *ngelafjencn — Hdigioudb11®fi bcabjicgtigen, ftegt anf ®erlangen gern an grei» *jcinplar ju Tieafien. Im Commissions-Verlage von Fr. Llnts in Trier ist erschienen nnd durch alle ׳Buchhandlungen za beziehen: Supplement 29 Tossefta von Di׳. WL S. Zocker»andel, Oberrabbiner der Syn.-Gemeinde Trier. Lieferaug II. 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Cur: rentiegrift. 4 ipefte, ftufcnmftgig eingerichtet. $cft ä 12 ®f. Schtnari, Dr. 3•;Rabbiner, ®taube unb $ fliegt, firgifmcg ber i«t. 9lcli־ gion für Scgulcn. 3. üuft. geh. Warf 1,40 ®f. [4046 Stern, ׳£. (Tiivctor ber iSraelit. Schule in Sürüburg». Oie bibl ®tfcgUgte für ihr. Scgulcn erjäglt. ®it jur 3erft'*n*nfl bet )»eiten Tempels fortgrfegt. 6. oerb. Üufl. geh. Warf 1.4CJ1. — Tie ®oriegriften ber Tgora. ghej £cgrbucg Mr;Religion für Scgdq unb fjamilie. Warf 2,50. Otabmrr, Dr. W. $«bräifd ®chreib«£efe*^ibel mit litgb jüb.־beutfegen ®orjegriften ncl Schreib־ unb ßefcregelu. •. ve mehrte üuflage. ®reis geb. W« — 50 — Tefilla kessra, ^cbr. ®eb bücgleiu für bie iaraclitifcge Saga )um erften Unteiricgt im lieb fegen metgobijeg eingerichtet , Sofabularium unb gramn1atif<(| ®orbemerfungen. Crftcc (lurfP Secfifte, ftarf vermehrte n> verbefferte VnflaO(• geb. Wart — t>0. — Telllla Kezara, )loeitccl CurfuS für bie oberen fünfte oermegrte üuflagc. geb. 1 ^1 Telllah, mit mänliegcr jü beutfeger SinearüMrjegüng 3. W. 30Ph«■ 4. nerbc «uflage. $tei* Wart 1,70• gqr Sei «infahrung fligfte »ebiagaageii. bemefiaftn Äebett. Verlag von Roheit Friese,.

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