Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 12 (1883)
- Issue
- No. 2. (13.1.1883)
- Date
- 1883-01-13
- Page
- Seite 7 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Hegende anf ׳ die frühere Verkündigung des König• thüms an Jerobeam bezieht , die im ’Fra pnent nicht vorkommt. Aach die entsprechenden Wo! te enthalten keine Andeutung davon. Hiernach da! f man annehmen, dass dem Uebersetzer ein Urtexi Vorgelegen hat, in welchem sich die Stelle 14, 2, in der auf die frühere Vnrheissung Bezug genommen ist, nicht befand.“ Für siche'r behauptet L. v. Banke diese seine Ansicht über das Yerhältniss beider Teste nicht, er bescheidet sich vielmehr damit, dass < 8 ihm nicht ensteht, ein Urtheil darüber ansznsprechen, und bemerkt noch zum Schlüsse, dass es die .Absicht seines Bruders Ernst Banke ist, das Gesammtv* rhältniss des Codex Yaticanus zu dem recipirten Text« zum Gegenstände einer eigenen Untersuchung zu nachen. — Litteraturberieht Recensionen. Tödoh Wesimroh II. von L. Lewandowski. M. Rogenhaupt, Obercontor in Nürnberg. (Fortsetzung.) Wir gelangen nun zu No. 14. לשמחת תירה. Diese ernste Piece mag wohl beim ersten An! lick frappiren und mitunter den Intentionen mancher Dollegen nicht ganz entsprechen. Der Jude gedenkt bei fast allen freudigen Anlässen auch seiner trüben Tage und das drückt sich vielfach in seinem Cultus; us, wo Freud und Leid nicht selten Zusammentreffen An unserem Torah-Freudenfest feiern wir zugleich d׳ -n Tod unseres erhabenen Moses und als solle gleichsa n eine gewisse Trauer hierüber im Gesänge sich ausd: ticken, lässt L. (Jantor und Chor bis zu רדי בנסע in l'-moll singen; was demnach gerechtfertigt erscheint. 1 Wenig erwärmen kann ich mich für אנא No. 15 in welchem dem Cantor, der hier besond!rs hervortreten sollte, eine höchst bescheidene Bolle in sanglicher Beziehung zugetheilt wird, während sich nur der Chor in schönen Passagen bewegt. *־ Mit No. 17 (האל בתעצמית) beginnt der Morgengottesdienst. Man muss wohl betonen, wie kunstgerecht und ausgezeichnet hier eine unserer traditionellen Melodien ihren Ausdruck fand; doch habe ich vergebens eine gleichnamige Composition gesuclijt, die Herr L. s. Z. wahrscheinlich speciell für dep hi es. Cultus anfertigte und die insofern von praktischerem Werthe, weil sie gefälliger und zündender ist. ן Das zu dieser No. gehörige ״Schochen ad“ ist trefflich gehalten. Yon nicht minder grossem Werthe siüd die folgenden Nummern 18 und 19 ״Al horischonimi“ und ״El no“, deren traditionelle Melodien mit solch künstlerischer Harmonisation, zu wahren Perlen unter unsern liturg. Gesängen sich gestaltet haben. Dies«' und so viele ändere Tonstüoke, auf die ich theil weise ziirückkommen Werde, sind nur für den Cantor geschrieben und bestimmen uns desshalb zu aufrichtigem Danke gegen Den. der sie uns gab. — ln dem ״Halflsl“ sind lediglich die No. 22, 23 und 25 zu notiren. Die vollständige Aufführung eines solchen, theilweise in grossem Style 811gelegten Gesanges würde doch etwas zu lang währen, i Aus dem ״Ausheben“ möchte ich vornehmlich No. 31 ln G-moll besonderer Beachtung empfehlen. No. 34!הוכרת נשמור (Seelenfeier) ist ganz ihrem Texte ange- J ► ״ - t׳ts»r messen gehalten, i . Schon die Einleitung des•׳: QfgeF^ weckt die feierliche Stimmung and mit dem Unworfo- י einsatz des Chorea in Pianissimo fühlen wir gewisser- > messen, ״dass des Menschen Tage sind wie Gras, Feldesblumen gleich.“ Indessen berührt es uns wohlthuend und ermunternd, dass dieser treffl G-moll-Chor mit erhöhter Terts, also in Dur schliesst' Na 35 J ,Lochen somach hbi“,folgt in Allegro moderato,, voll- ״ ständig die Herzensfreude über die Gewissheit dar \ Unsterblichkeit der Seele ausdrückend; ein ausgev. י Chor, voll der edelsten Gedanken. Welch herrliche :ü Wendung z. B. schliesst ״kl 16׳ sa^söw nafschi pp.“ in,- sich, dem ein kurzes aber liebliches Soloterzett folgt ~j und worauf der :volle Chor einsetzt, um dann im k sanftesten Pianissipio zu enden: — Ans No. 36 1ל. 10! אלם;^ in der Paralleltopart E-moll bemerke ich das 3010 r ״ki jodati“ dem ein kirchlich durchgefübrter Chor in *■ E-dur sich anreiht.. — Eine hervorragende Composition ist No. 38 (Ps. 24) contrapunktisch bearbeitet und eine \ Fülle mnsikal. Schönheiten enthaltend. Ebenso ist eine ל; Fuge in C-dur beigegeben, welche die Gewandheifc des Meisters dooumentirt. Wenngleich die Modulation einer Fuge insofern als einfach gelten darf, indem sie sich zumeist nur auf die verwandten Tonarteb ersten t; Grades beschränkt, so ist dieselbe doch wizkungs-.* voll und in unserer Liturgie dann nnd wann gut angebracht. L. kann sich bei seinem reichthum nur ungern in engen Grenzen bewegen. ■ Er schaltet und waltet daher auch in grösseren und ך] längeren Ton stücken oft scheinbar ohne Begeht, indem, er die kühnsten Uebergänge macht und bald in nähere, bald in ganz entferntere Tonarten geht. jEr folgt •: eben den Eingebungen seiner Phantasie und seines Geschmacks, wjslche ihn nie irre führen.! Die folgende No. 39 תורת ה in Es-dnr. wird hierin Nürnberg nicht vor, sondern nach de(■ Predigt, gesungen. Dieser kleine Hymnus ist höchst dankbar., für den Cantor nnd weiss ich denselben nicht besser zu charakterisiren, als durch Anführung der 1^bateache,י dass ich ihn s, Z. bei meinem Probevortrag hiemelbck) mit bestem Erfolge executirte. Nur ist zu bedsatm,? dass mit einer gewissen Conseqnenz jedesmal, wenn : "אדני" verkommt, ־das Chatof Pathach mehr als unbe-* rücksichtigt gelassen wurde, während unter Autor doch im Allgemeinen der Prosodie die nothwendige י Beachtung schenkt. Mit No. 40, 41 und 42 beginnt das Geschemnnd Tal-Gebet, (Kadisch nnd Boruch atfoh) in traditio-'^ neller, sehr gelungener Weise, ־mit entsprechender'' vorzüglicher Begleitung, die jedoch in einigen wenigen. Tacten, wo der Gesang a capella besser klingt, füglich, ganz ausbleiben dürfte. — Von No. 43—55 werdennur Becitative für Geschem und Tal gebracht: — Eigenthvimlicli ist es, dass L. den Nummern 56 und. 57־ vollständig die Ja*leh-Melodie von Kol Nidre ängepasst hat, welcher wir deshalb auch wieder in. No. 94 am richtigen Platze begegnen. Die Chöre der -Keduschahin No. 58 Bind schon, ziemlich bekannt und haben sich wegen ihrer würdevollen Einfachheit vielfach eingebürgert; von den neuen Becitativen ist ״Mimkömö hu jifne“ besonders beachtenswert!!. — Von No. 59 — incL 62 haben wir lediglich Cantot-Becitatäve zu verzeichnen, die durchweg sehr schön gehalten sind. Namentlich sind ימפני חטאינו- und מלך רחמז von einem t lind den Cantofen gewiss sehr willkommene Gab — Jn den Nummern 63׳— inet 66 finden wir den ptl “TO für sämmtl. drei Feste nach den herkömmlichen Melodien ganz vortrefflich bearbeitetjind No. 67 (P8. 36) in Es-dur als Wechselgesang 8v ' ~