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Das jüdische Literaturblatt · 1882-11-15 · No. 46. (15.11.1882) · p. Seite 182

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 46. (15.11.1882)
Date
1882-11-15
Page
Seite 182 (sequence 2)
Language
German
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Ursach die Unte — IM — leidung der Ra- ||p1an bedÄkt, welche ^Qlle von MÜi^S und^SokaÄinn i^hjo, lBaa^. k?i*1Jjfewer|jbt w^<!p4»1 «b genashaffcitch neu^u jiMefl- .... Jt tl*st>eifQM,B*j I ״ י^ייי״נdafc *®NI1*״ «Mv**## p*,wjs (^°ii¥?w widHM' *•w die ־vorgeschichtliche Zeit ist ein wahres Glück für 1m alle- •kühnen Hypothesen }.--wäre sie nicht vorhanden, sie müsste• wahrlich erfunden werden, denn was man ni«ht erklären kanb-, das sieht man als vorgeschichtlieh aal Üad doch haben die 1835 untersuchten Ctfnnstäj^er Fände ans־ dem ■Jahre 1700, sowie die 1867 Keanderthale bei *Mettmann gefundenen fossilen ■ehearooto, welebe -das Ahftretep des Menschen in dpp ,^Pfs^ag 4$ יr quaternären nnd selbst noch in die tertiäre Zeit zjurückvsrlegea; ferner die ira Vdzerthale fJrOyMa^non, die in de/’HWft־ ton Paris and in Belgien in verschiedene■ Lagerstätten gefundenen Men- 8cEenresle, weIcü'e 6benr8118 in die ‘?קäferitBrerEpOCftS aarüc&weisen, ^gezeigt, dass rder Mansch" schön in' jener Zeijt im 41|^eDitemeh derselbe nn<| tnitalfen den Pähigkei^en versehen war, wie der v'6n heute, wenngleich «Bleiben noch nicht za der Entwickelung gelangt warep, za welcher sie, aus der Haod <IeK Erfahrung von iahrtaasendeq bei den Caljurvöfkern äer Gegenwart iet worden sind*, 'Indessen, die vorgeschichtliehe Zeit Ist es ja incommensurabel; imd die Descen denzlehre, die mit Jahrmilliarden rechnet, muss ja auch consequenter Weise auf die Emboit des Menschengeschlechts Innauskommen. Kragen möchten wir nur: Datirt der Von dem Verf. so stark betonte Racenunterschied der Jaden auch aus rorgeschichtliclie'r Zeit? Raben dieselben schon damäh ein Gesetz besessen, welches sie von den, Völkern absonderte, die Vermiscbup^ mit den' letztern untersagte? Aber dSese Einleitung — *bis auf ein^längeres Cilat aus Gjiwolsan, Eigenthqm des Veir&’s —; ist überhaupt ein ||ut^r scharfer Logik und eleganten ,Stils'' ״Zli jenen abändernd wirkenden Ursachen**, Tfllwi: Herr Redner foit, ,sind u!| erster Linie die Bodenbeschaffenheit, .das Klima, die Nahrung alle jenen wichtigen Existenzbedingangen des Menschen za rechnen, jene ganze Umgebnng, welche der Franzose treffend als •Ie ruilieu bezeichnet. Denn (dieses denn ist classisch!) die Artenmerkmate, welche heute in flüssiger and nach den Grenz«! zn übergebender Art die Racen and Ztämme der Menschheit ebarakterisiren, sind keineswegs anerschauerlich und unveränderlich, wenn dieses auch bei verschiedenen Racen in verschiedenem Grade, doch müssen die Bedingungen zur Veränderung gegeben sein, um letztere, hervorzurufen.“ Aus diesen gewundenen Sätzen erkennt man das schwankende Fundamept, an( welchem d$r Verf. seinen Bau aufrichtet. ,Grandstein die Arteneinheit des Menschengeschlechts, djunjujf _ die Verschiedenheit der Racea nnd Stämme, bervorgebracht durch Bodenbeschaffeaheft, Klima nnd andere reis äasserliche Ginge, zwischen beiden den vorgeschichtlichen Leim, die widerstrebenden Elemente zgMmmenxukittea, nnd endlieh als Krönung des Gehjfedni die Raoearigeathümlichkeit der Jaden, um den Jaden hass, den Antisemitismus zu begründen. — enn Schädelbildung, die Form des ÜVofils, *die Stauung "Ses Kiefers und die Zähne als Racenmerkmale hingestellt wnfden, ohne dass es gelungen ist, bestimmt ab ge• grenzte Gebiete für die eine und die andere Race zu unaY&iren. muss man in der That die Nuivetttt bevvun- ״ * ■ ■ *AI dem, mit welcher in unseaem Buche eine besondere Rape auf kleinerem Körperbaü^Läägb oder Kürze der Nase "bei 4*eine? 'aus der Menge herftusgegriffenen Anzahl von Individuen mit w!88eh8cTiäfl1rcfför BiSbe" Äü begründen versucht wirdT 1 Äl^er Wkait w&reriyVorurtheil, Neid, Ha89, Habsacht und ähnliche Leideasehafr ten wohl je in Verlegenh^ij^ge^esen, sich selbst, ihyp ־TliaTBB־ ״Tind—Bestrebungen m boeehönigea? - Die Lehre von den verscfliödtffelf *Racen der Menschen musste schon oft zur Rechtfertigung, djeneuj,'.um Alensehen Dicht nur als Waare zu kaufen and zu-verhaufen, sondern Vmch' unter den sehCusslichstfen Grausa mkeiten, wie Wild Zu jagen, za Tangen und zu rauben. Die Sklavenbarone der nordamerikanischen Südstaaten waren die'eifrigsten Anhä$g$t~lT£? Lähre ren, ZumLastand■ ATbeitathier bestimmten, -004 von hdhCreo •llonachenräceetr,' fiese» mH der ttarifeataaft über die anderu auch die Gewält ’ und' Befugniss zur Ausübnng jeglicher.Willkürüber dieselben verliehen wäre. — Diese ׳Herren hatten dooh aber wenigstens die von der Wissenschaft nnd auch׳'von der Kirche als feststehend angenommen« Thatsaclle für sich, dass die Schwärzen eine 'niedriger 1«teheadeRace als die Wösaen seien. Sie hatten es mit einer rohen, nicht blae uncirilisirten, sondern in ■vielen Dingen >8 fast thierächem Zustande befindlichen Masse za thon, welche'aller geistigen BedUrfnisse baar erschien und bis dahin wenigstens keineb Beweis ihrer Cnltnrfähigkeit geliefert hatte. Wenn die Sklavenhalter' auch für die unmenschliche, grau- Same Behandlung dieser Unglücklichen keine andere Entschuldigung als ihre eigene Brutalität angeben konnten, so durften dooh die milderen unter denselben für die Rechtsberaubung, für die AnssehHessnng aus der herrschenden Ctaese die ganze geistige and körperliche Individualität der Unterdrückten geltend machen. 1 Woraaf begiündet aber der Verf., den־’ wir als einen Wortführer derer bezeichnen dürfen, welche den Antisemitismus als eine Rttepn frage behandeln, die Berechtigung dieser Frage? (Forts, folgt.) Die Bienenzucht bei den Hebräern. (Fortsetzung st. Schluss.) Indessen giebt ans die heilige Schrift auch einige Stellen an die Hand, die uns berechtigte Conjekturen eines geordneten Bienenzuchtbetriebes bei den alten Hebräern aufstellen lassen. Wenn der Patriarch Jakob seinen Söhnen Honig mitgab, den sie dem ägyptischen Statthalter über bringen sollten, als sie während derTheurang (1. Mos. 43,11) zum zweiten Male Getreide in Aegypten aufkaaften, so kann doch wohl angenommen werden, dass der Patriarch dem von ihm

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