Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 46. (15.11.1882)
- Date
- 1882-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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H era u «gegeben ▼OS Moritz Rehmer. Rabbiner l)r. D<iiei> in iktd er Jwm«lJli*eb«d Woeheaechrtft* <p«vferfeUSh&*feälfeiN*1(«d4N■» (v ItlNikta! *Her Mw■ IhhMlM« Ueiaerteeli >»1*m«nn■ *■f 4tm MMt 'lar FUM>U•, <i11Me1*ta»hi«gM>1n«,Tau aO^ Utarsl*,lK4a6»Stk. ׳^ii'wmiA . . j.!,״. .״..,....... ,״ DuhJIMmIi• mteretwrhl•««** «nebaiBt wöeh Lei pzigMrKoMnP rierroro 4611*% atIc’ilSllz. Aho««1B11t#D w4 lwehUn1änBfn> Mk.kp»te*)eHul»n dae!»JttfUec>e Li» spatene PetiU£Ue.bereeh11et~and uuaehllamUca emgegengenomi JfcCo., Fr*1ibr0rt «, Ä^ l£agt*0bnrg־, *erli», B!•tabi 5 «־i* 5££ד&&®* tt.C6lB^ Hanet1aB, 2ari«h,'Wl*B, farit.!: ■!«־ח >*»*»•* . _ | W if ee nf eheft li che Aa feAtze: - Zar *ntUemitieohen PseudowiMenaehaft.' VoifDiy Baefaholx — Die BUsMaiecht bei de■ Hefcrftera. } (Forteeteaag,) ,,.׳. Literatarberieht: BeeeneioBen: n!3K Die Sprüche der ViUr. — Du Böreen-Raabrittertham! io Verbindang mit dem Antiiemiteotbam uneeref ZOl. Mo ti*«a. 1•׳ f;>! Naish'drack liarWVottoif •deMMat!1 Zar antäscmitiBeheu PseadowimeB8elul!l,i Von Dr. Bachholz. ,Siehe, du hebe lebt gebenden, due äoti den Meneehea!grade geeehaBen, eie aber rächten riefe Klügeleien*. Pred. 7,28. Wie jede tiefer« Geisteaströmung im Volke bleibende Niederschläge ia, der Literatpr zurücklässt, so pflegen auch vorübergehende Verirrungen, literarische Produete zu ,eraeageo, in welchen Befangene oder Betrttger für ihre Hkngespinnete einfreten und Propaganda an mache■ suchen. Auch der Antisemitismus, an dem unsere Zeit l&boririj hat eine Menge, von Schriften hervojrgebrapbt. Abgesehen von eiaer FJutb periodischer Erscheinungen, welche zum grossen Theil nach einem kurzlebigen Dasein versehwanden, sind auch Publicpionen. in wissen• schafllichem Gewende zu verzeichnen, die um so gefährlicher sind, je mehr sie mit scheinbarer Objectjivität rein nad allein die Resultat(} wissenschaftlicher Forschung danubieten vorgeben. Denn bei der allgemein aacb unter den. gebildeten Nichtjuden verbreiteten Neigung antisemitischer Bestrebungen ein williges Ohr zu leihen, finden, solche pit dem erborgten Schein der Wissenschaftlichkeit auftretende Bücher ein grosses W irkungsjeld. und. :tragep bei der weniger allgemein verbreiteten Urtheilsfähigkeit, das Gift in weite Kreise. Semper aliquid haeret! Drei Gebiete sind es nun besonders, welche von den antisemitischen Schriftstellern ,angebaut werden: 1) der Glaube!und das religiöse Schriftthum der, Juden. Hierher gehören vor Allem das berüchtigte Pamphlet Rohlings:' Der Talmudjude; J. Rebbert: Blicke los talmudtsche Judenthutn; u. A. 2) Das so- «ial^< Lqtpn uiu^fyp&en ‘ äer Jujileb., . Treitscbke’schen Aufsätze iu den!,Preussischen Jahrbüehem“, die 8cb*rißen ▼pn Glag<p ®uj A! m Gegen-" Stande ihrer feindseligen Betrachtungen machen, aa^' endlich 3) Das ,Voikstham oder Üie Rasse'Iler Juden, Hiermit beschäftigt sich ein Buch von Richard: AndrOe, dem frübere^tieirausgeberäer Zeitschrift: DerGlöbus. das Ausland, welches t den Titel hat: ,,Zur Volkskunde der Juden;“*) Obgleich der;Verf. sich den Anachep& vdlliger Unbefangenheit, oijociivster WiasenschafttlcBfceit zu geben versucht, blickt doch aus seinem Badhe Öle antisemitische Gesinnung' und dieAbsicht, dfeselb^zu vpbreüen, überall iiervor. VreBich offenbart scjkpn <ler Titel ate Tendenz, indem derselhie die jadea^aas Mitte der Völker, unter welchen sie zerztretji leben, mit welchen . sie gemeinsam' aufaüeoiöebieteq mepscl^ lieber Tbäligkeit wirkenund leiden,' als einbesonderes,, noch immer für sich bestehendes, von ■'dem ender^ sich unterscheidendes Volkheraushebt. Iddeaepnw&re ja selbst auf diesem Standpunkt eine,' weph nach 041schränkte WusenschaftBchkeit in' der' Behaadraügpo Stoffe» noch immer möglicbj inäem'Lichk und Bctiafc» ten einander gegen(!bergestellt 'und das'Uriheil' ׳ MOi Leser überlasse^ wird. Von solcher* Objectivität ist aber der Verf. weit entfernt, so sehr,er «ick offenbar auch bemüht, den Schein zu wecken, als ob־ *er mH der Wage der Gerechtigkeit wäge* und nur die Uftheile von Autoritäten und die statistisch feststehehdon ThatSachen sprechen lasse. — Eine Compilation ist es allerdings die wir vor uns haben! Der grössioThleh des Buches besteht aus, Excerpten und Citaten. Aber •' 1 ,1 *.*»,» 11’•'■'־ k tv schon die Auswahl der letzteren, sowie die eingdstreuten eigenen Bemerkungen des Verf. machen’sein Bach zu einem antisenpiitischen und dessen Charakter. zu einem pseudowis8enscha,ftücheD, tendenziösen. Der Verf. scheint den Titel: *Zur Volkskunde* gewählt zu. haben, um Alles, was alte und neue Jude■- feinde jemals vorgebraeht haben, in seinem Baphe' sosammenstellen zu können. Ali Grund äber' alifei1־ Be- Sonderheit der Juden erscheint ihm deren stets jeih und unvermischt erhalWhe Race!’ Trbtedep erktäft er gleich'äm Xnfang 'der Binleituiig.^'ep'lifth'uadF üii’d Anhänger1 der'Lehre *' von1 der Arten^itpH. ״^| ,Mh»־ schengestdilechts, zu sein und gelangt,zü”4«v( AnSaÄfiä, .Ju-i_i--־. ■tii:■:• ,’¥■ : »״I; J* ,SIM(l-ivMlL *) Bielefeld und Leipzig, Velhagen * KUelriglÖSL