Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 40 u. 41. (4.10.1882)
- Date
- 1882-10-04
- Page
- Seite 161 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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*In d«r Thüt -benähtet (laut MUthoilang des Herrn E. Laad*h1׳t1 in seinem liturgische» Werk עמודי עבודין!sab ▼ooe Kalir 8. 71, oben) der», kundige{ ׳Steinschneider nachträglich, das« er in der* dort «ohriAlich ▼orhandäneonGebeteoxdoung (־m?0) des .Qaon . R Saadla keine 8pur.von einer Erwähnung Kalir’s gefunden habe ן ., E« können also .eile Hypothesen ober eine frö. here oder.spfttere Lebensneit, als die angegebene, gegenüber KalirV eigene Worte, wonach er seit[ der Zer- ,Störung. Jerusalems aber 900 Jahre (חשע סאיח ועוד) zählt, also mindestens. 870 Jahre nach der jetxigen Zeitreck• nuog gedichtet haben muss, nicht wohl aufkommen. .;1 Schlussbemerkung. Wohl!lässt sich eine ähnliche Angabe von 900 Jahren, die Kalir. in einem - seiner-Trauerlieder macht, welches mit den Worten *לך.יי. מדקה für. denselben Fasttag beginnt, durch einen Midraaeb (R&bba l III. M. anfangs der Parascha צו und. Jalkat II 946 .§׳ zd. Sprüchen 10,12) anders den ten;'wonach* ״der göttliche Unwille gegen Jisrael 900 Jahre, nämlich: vom Aussage ails Egypten bis in die Lebenszeit des Propheten!Jecbeskel (Sgl. das. 20,7 a. 30}~ zurückgehatiea wurde!“^ Allein <die oben eitirte erste Stelle!lässt. 1 keine . derartige! Deotang zu; auch aicbtdisjbnige -des seh R־״ Akr0n Fald (in Jost's Annalen!▼841! ת •Hr. 87); wonach sich ״diese' 900 Jahre ־ auf die Zeitdauer der Pto!ihetietf, also von Mose’s Berufangn(c, 1500 vor di j.lZr.) bis nach der Vollendung des zweiten Tempels reicht, welcher!Ausbau auf An״ trieb ׳der letalen Propheten (s^Gbaggai c. I $ 2, Und ▼gl danni Esra &,><! u. 2) geschah, Bezug haben sollte. Da!.n das würde, mit׳ Ehirsehaung ' des allerletzten . Propheten Maie&cbi, mehr als 980 Jahre ^mmachen; und wenn rhäo laut einer talmudischen Behauptung (8. B. Tr, Megilla 15a) diesen letzten Propheten indenlisch mit dem Schriftgelehrten Esra 'hält, *ö würde' die betreffender׳ Zeitdauer sogar 1030—1040 Jahre betragen I f Hochstädter, Bezirksrabbiner. (I Literaturbericht Beceastsaea. ־* Bloch, Dr. J. S. Der Arbeiterstand bei den Paläsiiuensen, Griechen und Römern. Vortrag vor den Arbeitern der Lokomotivfabriken in Floridsdorf, sowie vor den Eisen-, Metall‘ nnd deren Hilfsarbeitern Wiens und Niederösterreich«. Wien 1882. Verlag der Buchhandlung D. Löwyv Der Inhalt dieser kleinen Brochtirc entspricht nicht ganz dem Titel, da der Verfasser Ober den Arbeiter• siand bei den Griechen und Römern sich nur mit wenigen, allerdings vollkommen zutreffenden Bernerkungen auslässt; während^ der eigentliche Kern der Abhandlung den Arbeiterstand in Palästina zum Gegenstande hat. Der Verfasser zeigt, da9s die paiästinensischeo Hebräer von ״Sklaven“ nichts wussten und wissen wolitten, sondern nur f reie Ar bei ter hatten. Die hebräische Sprache habe nicht einmal eine Bezeicb. nung für den Begriff 8״klave“. Denn ״ebed“ bedeut®, nicht Sklave, sondern Arbeiter. Mit Recht hebt der ': Verfasser hervor, dass die Arbeit dBr Sklaven eine Erklärung im Namen Kalir« Ober eine ähnliche Stelle im Büche Jeaira (ale: ר וםי«ור BOI ,“IBOJ an; and e• ist ja bekannt, dass EoUrel «in Interpststor.׳ etc. war. Konnte nicht ehedem eine ahnliehe Interpolation in den schriftlichen Commentar Saadias za dein erwähnten Bache, welcher nach Rappoport'a Behauptung vn seiner Biographie Seadia's) ohnehin fälschlich dem R. Saadia inaesehrieben' wird, stattgefunden haben? (vgl. auch hrbr. die ®•®•renng in Paket VTerk ״über die'bebr. EzSgeten etc.“ S. 14 *Wi•״* ß. -4«•!., •»!unehrenhafte war, dass überall da, wd der arbeite, die Arbeit, zur. 8k 1• rer ei -herabsiat so grosse Geister wie P'ato . und I Aristoteles so Arbeit eines freien Mannes unwürdig hielten.*», lästina aber war die Arbeit als eia׳ Yontagy dine Auszeichnung, ein Ehrenzeichen des Meatehaa sskasnt und gepriesen. Der Verl, citirti eine Reihs Mb Belogstellen aus dem 1״bösen“ .Talmud, in welchem die Arbeit gepriesen and gepredigt jwitd. ״Arbeite« nnd beten“, batten in der Sprache; der . Palästinenser eia und dieselbe Bezeichnung.; die Vierriektaogidas Habenpriesters im AHerheiligateo des Tempels anddas Tagewerk des niedrigsten iTagetöboera (ährte ein und. desselben Namen: עהודה; Abraham, Moses und: David schmückten sipb.mit dem Namen ״abed“. «n> Arbeiter. Noch hat kein Volk eine .aotehje Arbeite« freundliche, Arbeiter beglückende That vollbracht, als die Hebräer durch das Gesetz über den siebenten Ruhetag, damit aitpruhea soll der Arbeiter, die Arbeiterin;, ״denn gedenke, so tügt der-Geaetzgeber!hinzu, ״ata Sklwze Inst Du gewesen , im EgypterlaodV Wenn .dar Verfasser jedach des Weiteren dagegen proteetirt, dass der Sabbath ursprünglich ein Bettag gewesen sei, so können wl« ihm darin doch aicht bejpncbtoo. Däa &uhe akne sittliche Sammlung,! ohne Eiakehr^ koaate das Wühl des. Arbeiter*, das Wohl dea.V0U1as1 nieht befestigen und den Ruhetag bloe um d«r körperlichen VoMKhrt des Arbeiters willen schaffen, war sicherlich aicht Sache eines so tiefreligiösen Gesetzgebers; Wie lfeses. Parum geht der Veil entschieden su weit, ׳weak er dem Sabbat hgebot ausschliesslich dea seciade• Obsrakter beilegen will, damit!mag. man dem Arbeiter schmeicheln, der Geist dieses so! edlen, abasaus messebliehen Sahbathgesetzes ist jedoch entschieden ▼erkannt, wenn man ihm die religiöse Seite absprcchen will. Zum Schlosse benennt der Verfasset "noch eine Ebihe der hervorragendsten 8chriftgef ehrten,-welche 'dem Snfachen Arbeiterstande angehört hatten.,־־-־ " Wenn wir Bloch auch das Verdienst nicht abaprechen wollen, namentlich unter der weniger gebitdeten Schicht Irrtbümer au zerstreuen and Aufklärung über den Arbeitand Arbeiter freundlichen 8taadpaakt der Hebräer zu verbreiten, so ׳ können wir auf der an• deren Säte ihm doch nicht verhehlen, dass uns das mehrfach hervortretende Coqaettiren mit ArbaiterffMadliohkeit nieht grade sympatisch berührt Wir verlerntnein dabei durchaus seine Position und gute Absicht nicht; doch ein wissenschaftlicher Vortrag darf nicht tendenziös sein. Im Uebrigea halten wir darartige Vorträge in jetziger Zeit für sehr erspriesellbh; auch für die sogen. Gebildeten und besitzende Klasse. Wir möchten nur dem Herrn Verf. eine etwas grössere Feile des Sa!zbau£s aq's Herz legen, was wir um so mehr hervorzu heben uns verpflichtet fühlen, als die Sprache im Uebrigea durchweg markig und gehaltvoll ist: die Brochttre• sei allen Freunden der Volksaufklärung bestens empfohlen. H. P. Waensche, Aug. Dr.Licen. Bibliotheea rnbbin i cs. Eine Sammlung alter Midraschim, zum ersten Male ins Deutsche übertragen.' 17. Lieferung. Fortsetzung von Midrasch Schempth Rabba. Leipzig. Otto. Schulze, tyüerstr. 11. 1892. Der fleiasige and strebsame Verfasser bietet aas hier die U eher Setzung der Par.. 25 von Sehern oth rrbba bis Par. 43 in über 100 Seiten, und erfreut uns hier mit einer Arbeit, die wie;ihre Vorgängerinnen and noch in höherem Maasse den uoermadiiehen Eifer des Uebersetzers zeigt und . ehte..Falte .dar erhabensten Gedanken in ,gefälliger Sprache zum Gemeiag^ .dM