Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Literaturblatt · 1882-10-04 · No. 40 u. 41. (4.10.1882) · p. Seite 160

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 40 u. 41. (4.10.1882)
Date
1882-10-04
Page
Seite 160 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/5367336-6488244-8755994--2187-4855408
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

_-7vl6Q..—- . affe der Ina«l 8ardiäi«B,deo gierte» jüdischen Geleh^- tet» ▼erkaufte — ▼ieJleiph* den dortigen ihandeltyetbeadqn Jefaadim als Tauscbohjecte־ überlassen —.batte, eia# 7reU kürzere und ebenere JP'ahrt bi• nach Cor־ ‘dora machte!*) 1 Au* dem bisher Gesagten resultirea hau hinsicht- 'lieh de* ron dem »panisch-jüdischenGeschichtsschrei־ her ft. Abraham ben David nicht benanptenG«■ lehrte» folge»de Prämissen. ' ־i 'י! 1) Ham derselbe, gleich de• andern 3 beahhhfed gelehrten,־ ▼on Geburt einBabylpiMer^resp. ÖrieuL ] title •ein, tjod . um die Mitte des sahnten Jahrr ’bunderts j. Zr. gelebt habeu. ’ 2) Muss derselbe ▼on dem spanisch -m.oha medänischen Corsj^r^en bei Jessen Rückfahrt ▼on AOciffiss am Südufer ^e* mötelläa «fischen Meeres nach ־ Cordom, in 8paniea am 8üduTer '«fiipsea Re«**» M einer Zwisehensiatiön aaT'.biher der. betreffenden Infein, welche ▼on chrfsflicherjlevölkerung ümj (Vorherrschaft, bewohnt war, an eine dortige. Jüdische 'Gemeinde ▼erkauft worden sein.: ,3 ־.־) Dgrft^ ▼ob diesem christlichen Ei ha a de kein Verkehr mit den unter 1urohAmedani- J^h er Berrscfaafl stehenden ProVibten stattgefundea haben so, da« der Barnen uhd 'die literarischen Prof dpktco jenes'▼1er'len Gelehrten'bei‘ dhn Jehadim i* |^a»ien keinen Eingang fanden' und sogar.in Vergeh ‘. feaheit geefebes feien. : " . ^ach' «neeen geschieh*liehen Prämissen wisse• ‘.ipr für den ▼ierfen gefangenen und ▼erkauften Gef teerte» keinen Andern zu nennen, amden talmndr asd audraseh,kundigen Paitiidi R. Efeäsaf R.Jacob), welcher d«n ßöinamhn Kali( (ראבר׳י מן^יר) nach seinem neuen'Wohnsitze :Gag'tiari, am südöstliche» Gte^ der’ Insel 8ardiflie!1, führte and dort so Viele liturgi* rohe Dichtungen (Piatim) in barter, neuhebräiseher Spreche producirte, die aber bei «dien portugiesischen, spanischen und nordj afrikanischen Jehadim snr Zeit nicht bei k»ant wurden and später aueb keinen Ein* gangfanden,**) wahre ad dessen synagog&le Dich- **ungen in die italienischen, fransörischea und deutsehen Liturgien desto häufiger ausgenommen worden sind. Kalin dichtete etwa am das Jahr 970, j. Zr., den *) Rbeaso ist ei»« andere Hypothese, wonach der ▼ierte an- . grasnnt* Oelshrts R. Mpse hadarsehan r.u Nsrbonne gewesss *ei, welcher bekanntlich der Lehrer des — •1• talmhdisüher Lexieograph — berühmten R. Methan ben Jcchiel wsr. and den der Jtagere Zeitgen0■«« de* Letstgenaantso <L i. R. Selömo Jix- «hski xas Troye* in Frankreich in •ein ein Commantar *ar Bibel .■M xnm Talmud, wie einen noch lebenden Eltern Zeitgenossen citirt — anhsltbar; weil, abgesehen davon, dassR. Mose hadaraebsn *in Prorso^ale war and niemals nie ״Baby Ionier“ be- •eiebnet wird, lebte and lehrte ja derselbe ein ganaes Jahrhnn- 4eet (e. 108• n) •pEter, als jene* Breignia• der Oefst^ennehmnog dar 4 babylonischen Gelehrten (e. 980 n.) •tsttgefanden hatte! (▼gl. Znns ״Gott radle ns tliehe Vorträge“ aber R. Moee 8. 387, deagl. 8. 381 a. 8g). **' An* letalerem Orende findet man auch bei dem jüdischen GearMtbtmchreiber in der moh»a*ariautarken Provinx Spanien* RJAhraham beo Daeid haleri aas Cerdora (in d«**an;,ר הקבל DO) 'hstos 8pnr ▼on einer Erwfihnnng Kalir's; was ge wie* nicht;ajasehehea Wäre, wenn Letsterer ▼or dem Gaoa Saadia and im . 4hrtent gelebt bttte. Ent der speniseMüdisehe Gelehrte R. Abra- *an ben Meier Ibn-Esr» an* Toledo, den jener Geschichtsachrei- Wr (ראב״ד)' am Schlosse seines Werke* (1* (0' הקבלה* *einen Zeitgenoeeea (e. 1160 a. d. j. Zr.) erwihnt, lernte mal *einen Rei~ ' i■" h*Ä« (a. Rosn ▼gl d. Riiueitang n •einem Co tauen tar 1. WbL Bachs Rnhslsth) dis Pintim de* lEagat ▼erstorbenen KaJir kennt, afe tsdslte dessen harte and dam Volkagebete anange- »»«wn« BpneHorm. Dfesgm erwEhnt 1אב*ד den ■papisehra. Jiidttk: b. Jewtda Ibo*GUä1 (Iaqom) 111 grotftfn .<פיס ניול)—׳*"“* P(at ftlr das Motgfingebet des 9• Aw, worin er aus• drockiich klagt: ■d ,.t, , . מיוס חןוד^מי,לא ח8גי ג! גרד ,P9m ״, אאגץich denke nach über 900 Jahfe (seit janer Zerstörung) und noch ist deg, Bachkomme Darid’s . von Boas aad Ruth abstemmend (▼gL Ruth!c. 3.) d h. der Erlöser nicht erschienen, der meine Feinde dreschen soll!“ Demzufolge lebte er um difeelbe Zeit, wie die 3 übrigen Gelehrten die neben ihm um das Jahr 860 j. Zr. in Gefangenschaft gerathen sind;, Auf die angegebene Bedeutung, de« Namens Ka- Jir , um die Zeit feipep Lebens und seiner liturgischen Dichtungen zu bestimmen, hatte schon anfangs des gegenwArtigeu Jahrhunderts (1800 d, j. Zr.) der 8®I• ft• ,WolfVeidenbei m ,in seiner erstpn Machsor-Ausgabe und nach fern der sei. R. Solomon Ra p »p 0 rx io der penddiachpn 8chriftmBickwe halttim y,rl838 aufmerksfen gemacht{ so,,dass die sonderbaren Meinungen fl־uherer rabhinifeher Geschichtsforscher, wouach dieser ^.Baitan R. Ejasar, dfesen Vfeer Ousserst •eiten in seinen tjI^atim genannt,wird, zu.de» T.pnaiten (aus der Zeit 80 bjs 200 p. d. 'jt ‘Zr.) zu zdhlea sei, gar keine Wi- Verlegung ▼erdtenenü ,• ך Dass Kalir aber in Gem&ssbeit seiner harten neuhehnkifohen 8prac!hforqaen gegenüber d1em gelftuter־ I terten Geschmack ,aef spätem jüdisolien Dichter in Spaoien, Italien und der Provenze ein Orientalef) und namentlich ein Babylonier, wo in Folge der! ehbld&iqphbn ,?olksaprfscbatda« |iebfe)* *cbc^iom Acht rient®^ ▼. 1845). einer neuern Einwendung gegen diese Zeitbestimmung des Lebens ,de« Paitan Kalir ,(c. 980 j. Zr.) za begegnen, nach V.elcher derselbe schon ▼or oder, mintjesteua neben dem Gtaon ft, 8aadia (c. 925) gelebt haben soll, weil in des Letztgenannten, nur schriftlich vorhandenem Commentar zu dem ältesten kabbalistischen Buche Jezira (80ר יצירה) Stellen aus Kalir's liturgischen Dichtungen (wie לסוככי לססכי, לנסיכי בנסיכי, בנסיכת קדש 1. קחבות Z. 2. Hüttenfesttage) angefahrt werden. Liierauf thefie ich Folgendes ndit: Der sei. ft. äalomon Rapoport war in seinem 70. Jahre hier zur Kur und öfters ia meinem Bibliothek-Zimmer. Bei dieser Gelegenheit theille ich demselben schon damals meine Coaibin&tioa mit, ״dass der Vierte ▼ou ראב׳ד nicht genannte orientalische Gelebt te, der zur selben Zeit nach Cagliari gekommene ft. Eleasar gewesen sein mochte^; worauf mir Rapoport bemerkte: ״dass diese Idee gut sei, allein nach dem in jüngster Zeit aufgefjundene Commentar Saadia’8 zum ״Buche Jezira* soll Kalir schon ▼or oder wenigstens gleichzeitig neben Jenem gelebt haben.* Darauf entgegnete ich; ,,Dass ja die erwähnte Citation in dem betreffenden Com- 1 mentar eine Interpolation ff 1 sein könne*, was 1 denn auch Herrn Rapaport als leicht möglich erschien! — t) Möglich auch, das* Kalir, wie einige j&dische Geschieht«־ forscher behaupten, ein Palästinenser — etwa aus Sebsste, demehemaligen Siebes* — war, welcher •ich als Spraehenknndigec den genanntes 8 Abgesandten angeschloesen batte. Oer spaniache Coraar kam qm dieselbs Zait mit seinem Raubsohiffe bis an das Östliche Ufer des Mittelmeeres, d. i. bis an die palEstineo• sisehen und •yrisehen Seehäfen, ▼on wo er amkehrte and nach den griechischen Gewissem schiffte. Als non die 4 jüdischen Gelehrten, welche inswischso bis nach B ari׳ in Italien gekommen waren, ▼on diesem Rsabschifle hörten, wollten sie wahrscheinlich nach Sebasie surttckreisen und kamen hierdurch anf den gri^chisehen Gewissem in die Gefangenschaft. '* 80mit Hesse sich in dem ־betreffenden Berichte!(des ראב׳ד) die MHtheUnng rechtfertige״, dass .diese Gelehrten.!▼on Bari nach, äepastin (»■ Sebaste) reisen ,wollten, noch beroc sie nach Spanien,. Portugal und der Pc״* ▼ense gekommen waren., ־HO 8b Ährt auch R' ■ose Botartl (c. 1400 n. d. j. Zr.) eine

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.