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Das jüdische Literaturblatt · 1882-09-27 · No. 39. (27.9.1882) · p. Seite 155

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 39. (27.9.1882)
Date
1882-09-27
Page
Seite 155 (sequence 3)
Language
German
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Die Jäöhne der Berge“ sind*־ Götzendiener. Ihr Gölte weist ׳eine entfernte Aehnlichkek mit Brahma auf, insofern, als er wie dieser mehrere Gesichter hat. Der 1 Götze1־ ruht in einem archeüartigen Kajsten, der in sei- ־' ner Copstruction 0er altbebräischea Bundeslade auf• fallebd ähnlich sieht. Ah gewissen FesttagC'n, die nicht Ühit 'den Festtagen anderer orientalischer Völker zueammenfatlea, wird der Kasten sammt dem Götzen in einer PrQceano» herumgetragen. Dem Kasten voran schreiten Priester, welche durch die! eigentümlichen Töne der langen, dem Schofar der Hebräer ähnlichen Wid^ftrhörner dem ,'Volke die Ankunft desHeiligthums ankündiden.‘ Im Tetbjwl .stehen 'Altäre,'auf1־ weichen lebende• Vieh geopfert wird |;das Öchiachten der T^hiere gemahnt stark an den althebräisciien Ritus. Das i^ligijJse, Gesetz ^oförecheidet zwiächön reinen und unreihen Thie,ren.J Als unrein werden merkwürdigerweise aUe j^äugethiere,' Fische und. verschiedene VogeWtten b^j^hpet und demnach nicht ‘ jgei|.Q88en, wogCgeo' manche Yo^|iaur^en, wie WJ^dgknse, wilde Rahner und wjldeTauqen, rituell geniesspar sind. Die ^äöhna der Beige“ stehen im' Allgemeinen auf einer ziemlich nie-1 ״drigen C^ltursliife. Inr'e'Istelligenz ist nicht bodeutepd, für nietaphvsisch-religiöee^öegr^fife sind siemcht gut zugänglich. Sie sind'Acke rbnuer, tragen eine Ahahebe Kleidung wie die niedrigen JBindukasten /1 und unterscheiden (8ich von d^h lel^terep hauptsächlich durch den Typus, der wie gesagt, 'entschieden semitisch isC*. 1 1 '־־־ Ihas ist .das Bild, welches Hprr Dr. Prochnow von der ^ÖlkenschdU entwirft,^ in welcher er die Nachkommen' (der Zehhsiämme verinuthejL Seihe Beweis-1 mittel — wenn inan ^berhat^t, fron solchen sprechen kann ־— find, das' ^Aussehen, der £j^1en• cult, die pde&unenbtfrner Und 4‘e der Opföriing. Wenn ipaa ^nuh diesen ,Vermuthupgen alle Übrigen Punkte' ej%^enstelJt, nftmlicfi , deB Mangel jeglicher Traditipa-j und 0jäder religiösen .׳Öcbipft, ddn “Götzendi^pirt, ^er yeder^n 0eh Baals‘-; naafjionnc^iei^'t' .iigehdjriie ^innert, ',‘die^im Orient ji^Knige Erscheinung der pQlyafndpe, 0ie indische. Sprache und1 Schrill, |l^u־ner die Aiil^chkeit d^ Göteen init Öott,' Brahma, so gehört schön viel guter Wille dazu, dieses Volk als das verlöreriö W yecpgnOe^ireb. Wfe Viele"• YSlkhr wotdöipi hiebt schon als die Nachkommen"0er Zehnstäthme bezeichnet! Wenn sich im M^iedÜlter' muihigö'Reisende ip'Jdie1 weite, fremde‘ Welt;hinauswagten ond ,auf Nätiönen _ stiessen,;die noch ־di^ht^genkb bekannt whieh,, tauchte_ bn|d_diel Vermuth'ü‘ng“ähf, dksTinan die Verlorenen gefunden' habe. 7Neue'lftihrung erli!elt~<fer 1;Glaube an die Exi- StÖftz 0er ihjtliÜthmme''durch* die'Blüthe desr־gr08sen tnitteialtöHichen ChäZacßbföicbes, ..das lange Zeit'von jMißch'en1 Köpigen regiert' w öl den. "DiejKrnke^kam, selbst ln der neueren Zeit nicht zur Ruhe, 1)a sie häbm sogar einen neuen Aufschwung. -Ger iiöa 16, Jahrhundert lebendersJrtTn(Sch-jÜ0i8che Geograph Farissoh bänh'frtef sich nactyiiweised,1 dass die iu Vordenn'dien ezSstirenden Weiss©n Jluden aiit den Zehr^tämmeh identisch ‘Seien. Fast za' derselben Zeit ,behauptete ein spanischer Flüchling, Antonio Montezamos, in einhr abenteuerlichen Re18öbe8chreibung,;^as8 di« Rothhäute Nordamerika,’s Nacnkömthlmge Israels ®ejeu. ' jlieser HypöthCse machte plniB ändefe wirksauie Concurreh*, 'Welch fofcsierec^ufblgä' man üdie Zehnstämmef in denf0reiuwohnern 1־ achtens UndMexi- SÄ» ehest selbst die Vermissten seien! Alle bisher aufge• stellten Hypothesen waren denn doch tu unwahrteheinlieh, und so fing man 8m, ln Gegenden zu suchet^'wo wenigstens der semitische Typus vorherrschend War. Das kritische achtzehnte Jahrhaadert ging mit gutem Beispiel voran. •Das erste Objeet der heuen Anschauahg waren die Abessynier, bei denen msm einige alttestametttliche Sitten und Gebräuche vorfand. Inzwischen war die Last, die Vermissten za entdecken, immer mehr im StSeigen begriffen; Missionäre, Orlental,i8teD und gläubige Juden' wurden hiebt mode, die :Zehnstämme za suchen, und, Hessen sich in ihrem Bestreben selbst von'den ärgsten Misserfolgen nicht־ Abschrecken. .80 machte zh Beginn unseres Säcalama der Orientalist Jön&s däraaf aiiftnerksatn, ־dass'die Afghanen möglicherweüe israelittscber Herkhhft־'sein könnten. Die, AtgaÜhen nentteh1׳ sieh söHWt ^Psaänie 1Israel“, Söhne IsÄtela, and'’theflen sichla Stämme, die sich'Stanrin Joseph, Stamm David,1 ',BlMmtn1 8®omoa, f^tam1R Ismael ־U."8. w. nennen. ,Eisig« FaarfKeflge- 1OTfthche'stjinmeh mit dein bibßschetf Gesäte aböthin. Aber die Afghanen sind bekanntlicai gljthbige ®ahamedaner und erfüllen nicht den Au880ri1cb deV 1Propbeten, dethkafblge sie im alten GHaabeq beharren, sie konnten also schon aus1 diesem Giundft afölrt hMt den traditionellen Israeliten identifleirt weifdeai. Einige Jahrzehnte später ttat der amerikhnWchÖ Missiohä^Dr. ,Grant mit der Behatiptuüg hervor, 1dass d(ä iW fQkin• asie□ wohnendenNestorTsmerlsraeHtistÄe■. Deaceaäea- (eh seien. DrC Neslo^fan^1 bezeidiHehi si^i ’SelUt als ',^tipder Drael^“־, sie haben nöehc Eeate> Viele alihetWäip0he GebiAnche, und Ihre Gesetz^ ünterach'dden ־lieh hur ln Öihighn wfenigen Punkted von deheh'r0tesvbib- Hscheh Jndenthums. Vielen Ad&ebeh errÖgte ka An- Hing der vierziger Jahre dkr Nachricht Zweier jhdi- Wider BlechnhH SilbcrWsbthiede, die auf eaharWande* rüng durch Arabien Staminesbrüder gefunden h^>en 1 wOllteh. Es sollen aas die vrelbesprödidnen ^Miud '־י Chettr“ gewesen sein. Die wirklfcheEkÖföu■ der^ehod ' Ciiebr‘4‘ m aber ’ bis ־heute noch läeht cöhstatiri Wordepl Allbekähnt ־'darrten schliessliöh die etwü’ADe & Jahre wiederkehrende» Versuche Mihi das engliicbe Volk als' Na^hkoaimen 1 d£r1 ZehnstAlnme Ad neu, und endlich ist es wohl noch' daft tungslcsem in Erinneruhg, dass vöftmgeflUir-4 Jahres 'gar eiti holländäCher Schwärmer den Beweis erbritöhta, dass s^ihe Landsleute ,'die‘ wahren vermiissteii Söbae Jacobs seien. .11« GOlzen _HO sehr' ge- T^s^hSr.^'e'Welt die StämnK ähnelt haben.. Huaäert Jahre ״?h *• ihötepischöi11^‘Srtsehaeb, 1}liJnrs;- Hו m<u>H a?v 5׳■’*vV •*׳tuiä]1.׳ d>4> (/יי 0 ד LiteraUrbericAt Iwtiilww. i i Kurl Ueinrteh Chrlettea.PIaU1y Lic. theol. liis• Insp. und Pnv. Doc.!>■ f Die Juden hetze fängt an langweilig sa werden, die Clowns höben ihre Spässe etsohöpfl, die Akteur« haben sich geprügelt,' die Hintermäsadt werdeaj^izig, das‘ Pablikäm ist müde. ,Ein eener SpasscBpaehdrsieht auf! er trägt zwar’dös sittige Göwaed «iae*Gtäehrtea and spricht wie ein MissfonMnspektöf, doöh’ikn Gründe erheitert" er sein Pnblikutn nöch &rtiger ata jeoeMrehen Gesellen, die vor ihm debadriee. ü'״1 "'־ b ־"' Herr Karl Heänrich Christian P lath ist Lie. theoL, ist inti Dienste ’ der soelenfängerisehea Mitsiön Privat- Docdht “geWörden, lar‘!iBih0?veritahtee CöHegiwii'1 des Antisenntönspprt•. and' liesa Mi^ Hett dann ärookda. 171 ״WAstalfcöiienWPr Ohrlstea öiit uesares judea?“ lautet der Titel des Was 15 WbaiWWda« TasohanspihlteanWsWckQhaw jUwM« wies ein

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