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Das jüdische Literaturblatt · 1882-06-07 · No. 23. (7.6.1882) · p. Seite 90

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 23. (7.6.1882)
Date
1882-06-07
Page
Seite 90 (sequence 2)
Language
German
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ohne, dass Weisheit oder irgend ein andrer Gtflkd dab«i erMfchÜicfa ist. Es i*t Äles* vollzogen and unAfscflAtMtlkb.' Oie Chtenbaa h«M61u diram diesen hdttsMin flfet OiUiieitea UtfMrlei Verdbrultg and Anbetüng zagew endet, weil sie UMTbiiHhü, and rtbs' weg bar ihnen gegenüberstanden, and man ihnen nicht fts» konnte; sie blieben den Menschen fremd, and wurden deshalb dicht weiter beachtet, und bald rergdseeri. ln seinem Gdiste, tdcht in der Natur, erkannte and fisad der Minsi1־ bald jedoch seinen, den wahren (fett. Wie er in seinem einheitlichen Geiste, des Versahtedcneriige, Mannigfaltige in einen Embeitoqedankett xaoankenfssstLi, für die unermeesiiche' Fülle der Näfur und die unendliche Reiheafölge der Ursachen, Mb eiäheitlishes Weaea, einen Gott sieh dachte und Jhn erkannte, so suchte, dachte und fand er eia einbaitÜrhas Wesen in den unzählbaren Geistern, die da O entstanden 4tnd entstehen, ia weichem alle sich einen 'iwd.bestebea, und welcher ia allen ist and lebt; es ist der Gott dar Geister. Er ist der allgemeine ״Ort“ (0טקו> für das Paar in aller Geister, dem jeder Ein-: ■Mae gegeaAberstabt; der sie umfasst; durch sich selbst entstehen und mit freiem Willen walten lässt; die sich selbst in Zeit and Raum bestimmen und sich ihrer selbst bewusst werden. Der gemeinsame Boden, in dem säe sich entfalten und gedeihen, ist, wie er selbst •einer selbst bewusst mH freiem Willen schaffend, Al- . les bedenkend, der wahrhaftige Gott, in dem die Gei• ater leben aad bestehen; der Herr der unendlichen Welt, in deren einzelnen Pancten er sich manifestirt. (Fortsetzung folgt.) Literatur beriefet Keeemtoaea. Kahn, David *דוד והוא פסו p 1) ם׳ פחקרי קהלה 1׳ קהלת הלוה אלוי מאסד אמדי תפיפי חיך&_w11na 1881, 83 8. 8• — •0 פ׳ דבר אפחד וידא מבוא לסגלה אסתר Warschau 1881. 8. 48, 8*. 9M Was die Tendenz dieser beiden Schriften charakterisirt, l&sst sich zusammen fassen in dem Satze: מסורת סיג לתורו*.• MH der Kenntuiss der isagogischen und exegetischen Arbeiten der modernen Kritik ist der viel belesene Vert hinreichend vertraut. Bleek, Schenkel und die ganze Reibe der modernen Exegeten aus der radicalen kritischen Schule, sind/4tiib sehr gel&ufig. Am Eingehendsten scheint ihn Gmetz mit seinen exegetisehen Leistungen und kritisehen Ansebauangen besehMtlgt na haben. Dass ihm di^bibliseh-talmudischmidrascbische nnd die einachlageode exegetische Lite• ratur des Mittelalters zu Gebote steht, braucht kaum .'־noch besonders hervorgehoben zu Werd6n. Alle diese Vorzüge hatten ftm el|ehil?eh tienSiigen sollen, seiner TMmnz, die för dib Autorität *Md Anthentie der : Mas- •ton Und. der maSogebenden Thadttion mit aller Eaer• gie •tatr^U, zu .dienen. Wenn er ■seinen Zweck nur ■taagelheft erreicht, so liegt djenaaran, dass seine Ar• araahptatiäsi nach anserehi Diforbälteh KnfaWei B&üpt• &#£0f«h le)d*ft. Sk gebt tyln «eMMi» Eifer, die 4־NMMÜ VtMütMtf «*»־*ähakflitiM■-da! •reift «ad ’ en aMae kritiseihm.GaE■^ n»ichtrwnt4hten Waffen. Es fehlt ihm noch an otyeotiver Rphe, die BedenkeM gegen die ■von der Massora verMkdMea׳ Ansiebten gabübread zu Würdigen. Er glaubt Miner flache einen recht guten Dienst za «• weisen, wenh ef dle von der Krißk argirte«!Schwierigkeiten längaet. Er htinet ו sieb ■Ml den wissaüsehaftiiohea Credit, wem» erüratt sagesteht, dass dem hohen Liede wie dem Buche Koheleth Constructionen eigen sind, die an das Sp&the* br&ische, an Ghaldaismeu und Aram&isinen erinnern. Dieses Zugeständaiss braucht noch nicht unter allen Umstanden die Verwerfung der massoretisebea Ansicht zur unausweichlichen Folge zu haben. Er sahiesst also über das Ziel hinaus und sacht sa viel zu beweisen und qui nimium probat — nihil probat. Er bek&mpft aber auch seine Gegner zumeist nicht mit ihren Waffen. Kr urgirt stets — wenn wir so sagen dürfen — den naiv dogmatischen Standpunkt und nicht den vom Aatoritätsprineipe emameipirteo, vornassetzungslos kritischen. Er l&sst sein Pulver nicht trooken werden, er verschiesst es nass und darum wirkungslos. Wob will es a. B. sagen, wenn er um dein von der exegetischen Kritik aufgeworfenes Bedenken, warum Morde• eftai sich beharrlich geweigert, gerade dem Ham au gegeUQter Sieb dem Hofeereraonien so fügen, zu begögnöa, auf den Midrasch hiaweist, אגגי deute auf eifien polHitche□ Antagonismus־? Wie wenn seine Geg- -a«r efnweade», der Midrasch selbst habe diese 80bwierigkeit gefühlt, nnd weif er des Merdeebai Verhalten, das der Gämixuntheit seiner Glaubensgenossen so rerh&ngnissvoll za werden drohte, oaeh dem harmlosen . Wortlaute des Textes aus der Situation heraus nicht erkl&rea konnte, griff er zu der etwas weitab liegenden Deutung, אגני »et identisch mit מלקי?? Diese Argumentation würde aber das kritische Bedenken nur zu versch&rfen geeignet sein. Viel dankbarer .hätte sich dem Vert. die Aufgabe gestaltet, wenn er die sich oft diamentral entgegenstehenden Ansichten der modernen Exegeten und Kritiker urgirt h&tte. -Wenn die Wahrheit nur eine ist, wer von allen Kritikern will sie eruirt haben? Einer weist auf die Schwachen des Anderen hin und das Facit in den weitaus meisten Fällen ist: Die uiassoretische oder traditionelle Ansicht bietet der exegetischen und kritischea Bedenken genug, allein sie bietet auch eine mindestens ebenso rationelle and oft sogar eine rationellere Lösung, als die Versuche der modernen Exegeten aus der — quand m&ne — kritischea Schule- Was die wissenschaftliche Akribie der Massora ewig zii danken hat, das ist die Integrität des Textes der biblischen Literatardenkmale. Mögen die von der radikalen Kriiik angehauchten modernen Exegeten das perpetauin mobile ihrer auf dem Papiere schier Berge versetzenden Conjecturea und Emendatiooen spielen lassen, alle ihre Bemühungen sind Nichts mehr nnd Nichts weniger als anatomische Secirttbungen theoretischer Natur, die einen Organismus nicht mehr zu schädigen vermögen. Mit dem historisch vorliegenden Texte, über dessen Integrität die Massora Jahrhunderte hindurch gewacht, weiss der sprachgewandte, objectiv urtheilende unbefangene Forscher noch immer viel mehr anzufangen als mit den sich gegenseitig befehdenden, oft Mängel an Göschmack und Sprach kenn tni88 verratbenden, pro blem atisoh'Jtjr po - tbetisobea Texten der radikalen fiikelhritiken Es ist *cbon durch die modernen Exegeten selbst dafür gesorgt, dass die exegetisches B&ume der kritischen Wal• düngen nicht in den Himmel hineinwachsen. Dass die Ausführungen des Verf. im Einzelnen oil sehr schätz־ baren, k!׳lÜsches Material bilde«, «all ■ Mer ausdrücklich am*k»«st'Werde«. Gekrage» sied .ihm dmPacaMelea äas Siraak• Au Äoheloth. Dass Süech au Kaheleth csieh. verhält wie. die Nachbildung zur QfriginalacbOpf'

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