Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 20. (17.5.1882)
- Date
- 1882-05-17
- Page
- Seite 78 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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sein• Clpssaidim, gleiche als unsre h^üige Owaus, ge• bolfiM kW, aa' 1# sie .grosse Nissim^geta»., dadurch )erat der rnensch^ di|s >r Got 801 adl äb haben uh" 801 sich ferchten vor im . ... Un’ ■)er grose *uzen, da-iaa» dar ▼un kan lernCa, es sei ia üferech Erex es sei in andere Sachen was den menscK ▼orkamt. So er geleient hat was ▼or alte zeiteu geschehn is, den kan er sich ein exempel der ▼un nemen* . . . Der Epilog lautet: ר Ein Choehom godanl bst in alten Zeiten tan sagen, Om mir tat ser wol behagen: , Es 48 mit ein Seier oder ein buch aso gestelt,!eich mit ein groa bewachsen ofen feld, ea der. ochs tat das gras za sein speis draus reissec, die binen ,tonen bonikan' wachs ▼an die blamen beissea, das r.h»«ir cUs Walt (wählt) an’grabt de wo:•* 13 aas — die storch krigt drid den egdis (Eidechse) an' die kaz die maas, der menscb klaabt draos kreitich am dermit zn heilen ein wand, An' die spin sagt (soagt) draas gift das ▼il mal den menschen macht nm gesund. SO orteilt ein!der mensch der ein Sefer tat lesen, gleich sein art is an' sein notaerlich ▼erstand an’ wesen. Da las der Jude ▼on Hohamed. Auszüge aus Beajamin ▼on Tadela's Reisebeschreibungen lehrten ihn die Welt kennen; in sagenhafter Gestalt traten ihm die grossen Gelehrten, Jebadah halevi, Aben Esra, Maimonides ▼or Augen; Manasse ben Israels Eintreten für die Juden und die mittelalterlichen Disputationen würden ihm kund. Die eigentliche erzählende Unterhaltungsliteratur knüpft Herr Dr. Grünbaum mit sehr richtigem Takte an deutsche Bearbeitungen der Apokryphen: Judith, Uackabaeer, Tobias, und skizzirt sie im ״Maassebuch,“ von dem ihm 2 Ausgaben ▼orlagen. Ausser den wirksamen talmadiscben und midraschischen Erzählungen finden wir die Geschichte der Matrone zu Ephesus, die Erzfthlung ▼on Bias, der in seinem Wissen all’ seine Hafie in sich trägt — deutsche Märchen, einem R. Chanina angepasst, die Fabel vom Manne und der Schlange, die Erzählung, welche Shakespeares Cymbeline zn Grande liegt and Anderes mehr. Hat Herr Dr. G. durch seine, ▼ielseitiges Wissen bekundenden, Untersuchungen der allgemeinen Wissenschaft einen Dienst geleistet durch den Nachweis, wie durch die mannigfachsten Kanäle solche, zum Allgemeingut der Menschheit gewordenen Erzählungen, Fabeln und Dieblangen sich ▼erbreitet haben, 80 hat er zugleich der Welt gezeigt, wie irrig die Ansicht ist, welche in den mittelalterlichen (deutschen) Juden nur Schacherer er• blickt, die höchstens im Talmadstudiaui ein idealeres 8treben bekundet haben. Auch ▼on ihnen darf es gelten: Ich bin ein Mensch, drnm ist nichts Menschliches mir fern.“ Nar der Druck zwang ihnen die Isolirung auf, die widerwillig ertragen, immer und immer wieder durchbrochen warde. Um deswillen möchten wir es fast bedauern, dass 3ie Chrestomathie * durch die sonst so schätzenswerthea wissenschaftlichen vielseitigen Untersuchungen 80 dickleibig geworden ist, dass sie im Kreise der Gelehrten bleiben und nicht in die Massen dringen kann. L e w i n - Coblenz. Ueber die Ursachen der Landesplagen in Davids letzten Regierangsjahren. Von Dr. B. Hochgtldter, Beiirksrabbiner za Bad -Ems. (Schluss.) Wir müssen, ▼on unserem Thema abschweifen und dem Wesen und Zweck der Urim. und Tum mi in nachforsch ea. Wir halten uns zunächst an jene Stellen in der heiligen Schrift, wo diese Namen ausdrücklich tot kommen und. deren gibt es nur wenige (7). Die erste Stelle befindet sich i II. B, Mo«: 28, 30 — ▼gl. <$>afr.III.,&8 — und tadlet: ת־האורים«* bitren וגת^אליחשן ואת־החמים AUnd 4» soÜM ge b e.p. i nden Brustschntnck des Rechg|1rtteib'idie Urins aäd Tummim!“ Daraus Iblgt, dass ־;nicht, wfe 3er Talmud (rVTr•!’ Jonsa Vife Ende andPB. Tr. J0Ö1& 79b)meiat, das Brustsc hi Id selbst — mit seinen auf verschiedenen Edelsteinen ausgegrabenen 12 Namen der Stämme Israel’s und, wie der Talmud hinznfügt, damit sftmmtliche Laute des hebr. Alphabeths darauf standen, mit der Ueberschrift der Namen der Stammväter אברהם יצחק ויעקב und der Unterschrift כל) אלה שבטי ישראל) — darunter ▼erstenden sei, indem die Antwort־ mittelst der nacheinander hervorglänzenden oder gar hervortretenden Buchstaben des השן המשפט erfolgte; sondern es müssen die Urim und Tummim besondere Gegenstände gewesen sein, die man in die innere Tasche des Brustschildes erst hin-, ein legen musste. Das jerusalemiti8che (v. palästinäische) Targum nimmt darum an: Unter Urim und Tummim sei zu verstehen der ▼ierbuchstabige göttliche Eigennamen׳, welcher die YVunderkraft besass, dass der befragte Hohepriester die richtige Antwort ertheilen konnte. Allein auch dieser Annahme widerspricht erstens der articulirte Namen (״die Urim und die Tummim“ האורים והתמים), woraus folgt, dass der Gegenstand allgemein bekannt war, was doch bei dem Tetragrammaton und namentlich hinsichtlich der Aussprache des9el* ben nicht der Fall war; und zweitens die Pluralform dieser Namen, woraus folgt, dass es mindestens 2 Gegenstände gewesen sein mussten, worauf allgemein bekannte lnschrifea gestanden haben mussten. Indem ich nun von den Hypothesen über Urim und Tummim von christlichen und sonstigen Exegeteo, wie solehe Herxheimer zur obenerwähnten ersten Bibelstelle und Hamburger (bibl. Realencyclop. ad ▼ocem) anführen, absehen, glaube ich auf der rechten Spar zu sein mit der Annahme, dass die Urim und Tummim zwei von Moses selbst beschriebene kleine Täfelchen wareu, worauf die 10 Sinaiworte (Deealog) in Abschrift standen; damit dieselben nicht blos in der .ßundeslade verschlossen bleiben, sondern vom Hohenpriester (״ (כהן גדולso oft er in’s Heiligthum tritt“ (בבואו לפגי) und namentlich auch vom Fe 1 dpriester (כהן משוח פלחמה) auf dem Herzen getragen werden! Während nun der Talmud die eigentümlichen Namen אורים ותופים midraschartig deutet: ״weil sie erleuchten und vollständig urtheilen“ (שפאירין עומשליפין את דחריהן; möchte ich die Bedeutung dieser Namen anf die beiden Buudestafeln (שני לוחות הברית) en miniature anwenden, ״weil die Worte der einen Tafel beleuchten (אוי) unser Verhältniss zu Gott (Religiosität) und die Worte der andern Tafel die negativen Pflichten angeben zur Vervollkommnung (DT) unsere Lebenswandels in uuserrn Verhältniss zur Menschheit (Moralität). Diese Annahme stimmt mit dem eigentlichen Zweck und richtigen Gebrauch der Urim und Tummim wohl überein, denn diese mosaische Institution ist keineswegs mit den heidnischen Orakeln zu vergleichen, wenn auch eine Ansicht im jerusaleaii־ sehen Talmud (Tr. Joma VIL'Abschn. Ende) meint, dass der befragte Priester eine antwortgebende Stimme (קול) ▼on den Urim und Tummim vernommen habe! Die Hauptstelle in den Mosttischen Schriften über den Zweck und Gebrauch der Urim und Tummim befindet sich im IV. B. cap. 27 Vers 21, als Moses im Namen Gottes seinen Jünger Josua zu seinem Nachfölger bestimmte und lautet, wie folgt; ״Und v0r Elasar, den Priester, 8011 er sich stellen und ihn (den Elasar) nach dem Rechtsgrundsatz der Urim (״licht*