Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 20. (17.5.1882)
- Date
- 1882-05-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Zar Baleaebtaag all*r Jadentba■ aad Jaden betreffenden literarisch. Enchelaangcn an( de■ Gebiete der Philosophie. fleeehIehteJSthaographie,Theeie gie^Orlen Ulla, Exegese, Ho- ■lletlk, Lltargih, Ptdagoglk. 1 ־ Herausgegeben von Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. —-W+-K-.. llRjfdeburj{, 17. Mai lHSä. r Bisher der d1eeUl|l|■ Uteratnr, welche der Bedaettea nageeaadt werden, laden In diene■ Blatte eingeh.Beepreehnag. BelKlaseidaltg tos a w e I Receanioaeexevalaren erfolgt nach Erwähn. L d.Waekenaehr. 4 Da* ״JttfHaelie Lileraturblatl‘1 erscheint wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen BaeUMMlaigM 0* Leipsig bei Robert Friese) pro Jahr g an g: 8 Mk. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift" (die vierteljährl. bei allen Postanstalten and Buchhandlungen 3 Mk. kaatot) erhalten t^as ״Jüdische Literatarblatt“ gratis. — Inserate werden mit 25 Pt OLr die drei ge• spaltene Pelitzeile berechnet und ausschliesslich] entgegengenommen durch die Central-Annoncen-Expedition von <3•• fä. Daube Sc Co>, Frankfurt a. 1t., Magdeburg, Berlin, Hamburg, Cöin, München, Zürich, Wien, Paris. Inbalt■ W issenschaftliche Aufsätze: Eine jiid|isch-deutsche Obrestomathie. III. — (Jeher die Ursachen der Landeapiagen in Davids letzten Regierungajabren. Von Df. B. Hochstödter, Bezirksrabbiner zu Bad-Ems. (Schluss.) j Notizen. Nachdruck nur mit voller. Quellenangabe gestattet. Eine jüdisch-deutsche Chrestomathie. III. Au das bekannte Gleichniss desj Menschenlebens mit dein Herrschen eir.es Schiff brüchigen auf der fremden Insel sei gelegentlich mit erinnerl. Das Dritle ist das befer rhaje olam ״Buch des ewigen Lebens“ (gedruckt in Breisgau 1583). Es ist gereimt. ״Gut un' selik is der man, wen er wil träger das joch von der Thora in seinen jungen tag;n. Dass ihn sein Rabbi hat geschlagen, das sol er nit klagen. — alt, der wol gestalt. — Sprich za wer dir begegnet er sei jung oder Un' sei gegen im nit hofarlig er sei heslich 0 Kein soltn verschemen (beschämen) un* mit mmant kriegen, nm Silber un' am golt soltn kein bctrigen. Vorcbt des Boreh sol er auf ihm tragen, un' von seinem veint sol er kein boes sagen. Küttig gen, das ist za keiner lei gut — den du mogst leicht gedenken boes in deinem mut. — Mit lernen an’ mit schreiben, aoltu die weil vor treiben." ,Ein schön Frauenbüchlein* odek־ hanoschim (gedruckt Krakau 1 5 7 7) t mit den 3 Frauenpflichten, sondern w giöse Tugendleben in allen Einzelheit Seder Mizwoth begnügt sich nicht eist auf das relien hin: ״Got den welen mir loben, j wen er is loben wert j Es 18 geweltlg unten un' oben un’ er alle beschefnis dernert. — ״Un’ wen du hast nun deinem vijeh zu esen geben, so kehr dein Haus den aus, tu du dein kinder an un’ wesch sie ir hend un’ lern sie die Brochoh über die Hend un’ die Psukim, die man pfleg!) den kindern vir (▼or) zu sagen. — Den der vater is den ganzen tag nit in den Haus der heim un' kau sija nit strafen, neiert zu Zeiten sehen, aber die muter (8 imer darin derheim, un’ sicht als un' hört was die | kinder tun. Un’ halt sie die muter nit die kinder zu[Thorah un’Maassim towim un’ macht in nit zum Rabbi gehn lernen, so is es als verlort! un' tut nimer gpt. Un’ das is ir. beiden vater un' muter Ion, das map mus die kinder «ihn un’.strafiea un’ Dhrech-Erez leijuen, die weil sie klein un’ jung ,sein, da bleiben sie 41 ir lab tag derbei.“ Dg■ häusliche Leben wird von dem Grundsätze bestimmt: ,Un wil der man ein Melech sein, so 801 er sein weib lasen ein Malkoh sein.“ "An Stelle des unter Nro. 5 auszugsweise mitgetheilten, 1860 zu Josefow gedruckten, Auszuges des Sefer Hachassidim, hätten wir ältere und bessere Moralschriften angegeben gewünscht, z. B. das Mnoras hainoaur von Isak Aboab, von welchem schon^1544 . in Venedig eine deutsche Uebersetznng erschient ist. Eine Darlegung des Inhaltes dieses Werkes, welches die Ethik des Judenthumes voll umfasst, dürfte auch heute noch mehr, als historisches Interesse beanspruchen dürfen. Schon im 14., sicher im 15. Jahrhundert waren Uebersetzuogen der Gebete (Machsorim sowohl wie Tefillah) im Gebrauche, selbst solche ohne Text wer* den gefunden. Die älteste Techinnoh (Frauengebet־ buch) ,nennt der Verf. die 1723 in Frankfurt a. M gedruckte. Weitere• Forschungen dürften auch hier aoeh Aelteres ergeben. Wenn auch die Sitteobücber gelesen wurden — und nicht etwa nur zum NachschlagÄh oder zum Du-!errichte dienten, — so wurde die Lieblingslektüre doch von den Büchern gebildet, welche den erzählenden Ton zu treffen verstanden hatten. Das unerreichte non plus ultra darin war die Zeeno u’reeno :— in vielen* Gegenden trat das Mnoras hainoaur ihr zijr Seite. Da*־ neben aber staud eine nicht arme Literaturgattung, welche das Erzählen zum Hauptzwecke hatte. Wur־ den in Italien und Spanien im 10. Jahrhunderte etwa der Pseudojosephus und,besonders das Sefer hajaschar von Frauen in hebr. Sprache gelesen, so war es .natürlicb, dass die-e Bücher für denselben Leserkreis möglichst früh übersetzt wurden. Schon 1556 erschien in Zürich eine deutsche Uebersetzung. Die CbrestOmathie bespricht die Amsterdamer von 1661g Recht viele historische Ereignisse, nur wundersam mit Sagen, Mährchen und Fabeln darchwirkt, wurden da den Le* sern geboten. Jedenfalls weitete es deu Horizont, hin* derte die Verkümmerung zü bomirtem Spiessbürgerthum, das über die Stadtmauern nicht hinofiuablmk,•* vermochte.' Daran schloss sich das ״Behebet Jehaaah*, die LeidenBchronik von Ibn \Urga, 1648 in deutscher Uebersetzung zu Amsterdam erschienen. Etwas ausführ* lieber müssen wir auf das Sch’erith Israel eingehen, das unser Verf. ״eher Originalwerk• ־nennt.; Es er*- schien Amsterdam 1743. Un freg dein eiste (Aeltesten) das Beinen, die gelernte, die wem es dir sagen, den das ttberdenkung vun die alte Zeiten brengt den menach gipse nuten zu. Den zum ersten brengt es an den measepen pt Jirob an’ Ahawoh'; den wen man leient wie das Gott