Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 14. und 15. (5.4.1882)
- Date
- 1882-04-05
- Page
- Seite 58 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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*—י'•©ס organisch verwandelt bat; (adb) wonach die««• Wortde« (Post-JBoten, setbstbezeicbnen sali, vergleicht Herr Dr. Kohat damit auch das arabisch« ph! (davor), weiches ״Kreisxieher,Berumgeheru bedeutet, etwa wie das hebräische 3^10. 80 sind auch in diesem Hefte die Zasätze uad Bemerkungen des Dr. Kobat meistens Interessant, und ist nur zu wünschen, dass dieses aas• gezeichnete Werk flesseig fortgesetzt und von Literatur- ־freunden namhaft unterstützt werde. Dr. Hochstädter, Bezirksrabbiner zu Bad-Eiüs. * 1 Wtasebe, Licen. Dr. Aug. Bibliotheca Rabbinica. Blae Sammlung alter Midraschim zum ersten Male ins Deutsche übertragen. 13. Lieferung. Der Midrasch Echa&abbati. Leipzig, Otto Schulze, 1881. (Forts.) 8. 88, Z. 2 ▼. u. statt: ״Ebenso war es im 1011 ״., 1218 ״ und 14. Jahre" m. e. h. ״and ebenso war es am 10., 11., 12, 1a and 14. Tage.“ (Tw. וכן בעשור ובאת, עשר ובשנים עשר ושלש' עשר וא׳ע• Der Midrasch erzAhlt, dass di<־ Israeliten im 40. Jahre der Wüsten- Wanderung nach der bisherigen Gewohnheit am 9. Ab ihte Gräber gemacht und sich in dieselben gelegt hat- . ten, aber sammtlich wieder gesund sich erhoben hatten. Eben80 sei es ihnen am 101 ,.12 ,.11 דa und 14. Ab ergangen. In Folge dessen hätten sie nun den 15. Ab zam Festtag eingesetzt.) _ 8. TO, Z.2 v. u. statt ״(babylonischen)“ und 8. 71, Z. 1 statt ״(von Palästina)“ m. e. h. ״von Palästina“ and dann ״von Babylon“ (Tw. רבנן דרגא und dann רבנן דהחם. Der Uebersetser ging von der Ansicht aas, dass ,,hier*' Palästina bezeichne, weil der Midrasch in Palästina seine Heimath habe. Aber Math. Heb. zeigt darauf hin, dass die Sache umgekehrt sei; ferner ist die sprachliche Form םבייי gegenüber der von סכינוהי in einer und derselben Sentenz wohl als correete Les- ן an anzugehen and dann ein Beweis, dass die Rabbinen wfelche סכחד sagen, ‘in Palästina leben, die, welche סכנוהי sagen, in Babylon lebeD. Dass ר die paläsiiaeasische Form für das 8ufHx 3. P. plur. in. ist, be- Weisen Gen. 42,4 Targ. jer. אחוי; dagegen Targ. Onk. אחוהי; Gen. 43,29 T. j. רחמוי nir T. O. רחסוהי; das. v. 30 T. j. אפר für T. O. אפוהי u. a. m. 8. 71, Z. 4 statt ״an trüben Tagen“ m. e. h. ״wenn die Braut begräbt“ (d. b. ihren Bräutigam) oder ״wenn die Braut trauert“ (d. b. um ihren Bräutigam). (Tw. T»0r כד. Mat. Keh. mehlt ״wenn ihr (die Braut) schlaget“ und leitet das Wdrt von ״ םפיsehUgen‘• ab. Da diese Ableitang nicht ganz zutrifft, der Sinn dabei sehr schwierig bleibt, hat der Uebersez׳-r die Steile umschrieben ״in traben Tagen“. Es sind aber zwei Wege zur Lösung möglich, entweder ist תספון zu lesen uad 3. P. a. f. ▼״ םפ1 ססbegraben“ (siehe Aruch ed. Lemberg 1870 p. 67 und Levy Tar. W. II,‘ 180, 2), j oder es ist תספור zu lesen. 1 8. 71, Z. 7 statt אבוי im Texte ist wohl אבוהי z. 1. | 8. 71, Z. 8 ▼. u. statt ״worin sieben Gemächer sich betenden“ m. e. h. ״im innersten der 7 Gemächer“ (Tw. יצלם חלול היה שם נחון לפנים מ׳ קגקמן• 8.172, G. 9 statt ״der Priester sprach: 8ind diese eia Gpschenk für mich“ m. e. h. ״Er (der Mann, nicht der Priester sprach: Warte nur11 (d.b.: Qedulde-dioh noch ein wenig). (Tw.8 •אמר לו המתן ליiehe auch den M. Keh.) 8. 76, Z, 4 statt ״die ihr den Weg der Thora gabt“ m. e. h. ״die ihr die Wege der Thora abertretet“ (Tw. עברי דרכי של תוכה)• _ 8V 76, Z. 15 r. u. statt ״Obgleich mif-Gott befohlen hat, Kohlen zu nehmen, allein ich kann in deinen Kjrci״nichteiadrlngeu, so übe Gerecbti gkei t gegen 1 mich and gigb mir zwei -Kohle« von dea deinigen“ I m. e. h. ״Obgleich . . . hat,•so kann: ich doch ia deinen Kreis picht jeindripgen, und darum Obe Mildthätigkeif gegen mich u. 8. w.“ (Tw.אע”פ שגור עלן הקב׳ד, ליקה הגחלים איני יכול ליכגס לפניס סמחיציתר אלא עשה עמי צדקה).! 8. 77, Z. 23 statt ״Weiter steht das Wort ויאמר doppelt“ 1und Zeile 25 statt ״was will das doppelte ויאמר sagen?“ m. e. h. ״Der doppelte Ausdruck für 8״prechen“ (das zweimalige Sprechen) bedeuten“. (Tw. הכה״בא ואמרת u ודכוותה (ויקרא כא׳1 ויאמר ה, אל משה אטור שתי אמירות הללו למה לי. Aber von doppeltem ויאמר ist hier keine Rede): (&chlu8a folgt) Landsberg, Dr. Leitfaden für den Israelitischen Religionsunterricht. Kaiserslautern. Eugen Crusius. Wenn es auch an Lehrbüchern für den isruel. Religioasunterricht durchaus nicht gebripht, 80 dürfte das Erscheinen vorliegenden Werkchens schon um deswillen mit Freude begrüsst werden, weil der geehrte Hr. Verf. es mit Geschick verstanden hati, in kurzer, bOndiger Weise das Wissenswertheste in der hebr. Religion in einem leichten, dem zarten Verständnisse der Schüler vollkommen entsprechenden Deutsch darzulegen. Insbesondere ist die Behandlung der göttlichen Eigenschaften recht interessant, dann die für den Israeliten sehr wichtige Zeremonial lehre, welche in den gewöhnlichen Lehrbüchern fast gar nicht oder höchsteil8 nur nebensächlich berührt ist, sowie auch die Lehre über die Fest- und Fasttage sehr erschöpfend erörtert, 80 dass die Behauptung, dass ein gewaudter Lehrer bei Benutzung dieses Werkchens den gewünschten Erfolg erzielen werde, für vollständig gerechtlertigt gefunden «erden dürfte. Wenn sich nun Recensent erlaubt, auf die weaigen, mehr redaktionellen Versehen, die sich auf die mangelhafte Orthographie einiger hebr. Wörter bezieheu und die ohne Schaden für den Schüler vom Lehrer leicht zu verbessern sind, aufmerksam zu machen und damit zugleich den Wunsch verbindet, dass bei einer weiter nötbig werdeuden Auflage der auf 8. 26 Z. 14 angeführte Satz: ״Letztere Pflicht liegt den Frauen ob“ in: ״Letztere etc. liegt in erster Linie etc.“ umzuändern, dann 6. 35 Z. 10 das Wörtchen ״auch“ wegzulassen, endlich dass die wörtliche Anfügung der 10 Gebote wünschenswerth sei, so sei damit nur bekündet, mit welch’ regem Interesse Rec. obiges Werkchen gelesen und wie warm er dessen allgemeine Einführung in den Israel. Schulen empfehlen möchte. Joseph Klüthe, Lehrer. )) Brande(», Ulustrirter israelitischer Volkskalender für das Jahr ״der Welt 5643. Preis 36 Kr״ für’s Ausland 60 Pf. 2) Paschelea, J. W. Illusirirter tsr. Volkskatender für das Jahr der Welt 5643. Preis 36 Kr., für Deutschland 70 Pf. Beide Kalender dürften wohl ihrem Inhalt nach zunächst für unsere österr. Glaubensgenossen von Iateresse sein; Nr. 1 führt uns nach dem kalendarischen Theil eineu ״Ssilon für Unterhaltendes und Belehrendes“ vor Augcp, worin wir zuerst mit der Jabresrevue, bekannt gemacht werden. Dann folgt 8. Kohn mit einer histqrischen Erzählung: ״Ein Anderes“, die ans in die!ftegierungszeit Rudolt 11.(1578—1612) versetzt und dessen Beziehungen zu den Juden schildert. Die biogr Skizze: ״Albert Freiherr von Rothschild“, dessen Bild im :Eingang den Kalender ziert, entwirft uns ein Charaktergemälde des Premiers der österr. Finanziers. Das Folgende zeigt uns in Wort und Bild die 80biesky-8ynagoge zu Zolkiew. König 80biesky galt als grosser Judeafreund. Es folgt nunmehr ein 1