Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 14. und 15. (5.4.1882)
- Date
- 1882-04-05
- Page
- Seite 57 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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89 förfnutift hüben', dgas eia Wort qar^n den AcOfiiit *arüpbt'.ühß. pbd, penhllitna wi^id, wenn elfl einsilbige* * o<Jbr_ ein_ an. vorletzter Stelle betontes wort darauf folgt־ so "»ei dies, 86 füfirt der Autor "ai|1s8)<־.i9 ff)־ nightsticlihaltig, weil dabei die Ausnahmen die >Zahl d^f^Aegelgeiqässbetooten uni ein etrfichtlichas über• steigen würden. Ebensowenig haben <}ie aus den Werken El. Lerila’s, Sal. Coäen’8, Luzzatto’s, Heidenbeug». Btuer’y und Ewalds sich ergebenden ld Regeln für die Zurückziehung des Accents in der hebräischen Sprache auf Vollständigkeit Anspruch, dla, einerseits, wie der Veif. sehr lich'.voll ausfuhrt, bei genauer 80ndirung und kjytigcher Beleuchiung diese 16 ,Regeln auf bloss 6 unantastbare Regeln zusammqnscbrurapfea, wfthrend andererseits noch die immerhin stattliche Anzahl von Ober 1000 können erklärangsbedürfliger Anomalien auräckbleibt. Verf. schlagt also ein neues System für die Zurückziehung des Accents vor, dessen wesentliches Hauptnionieot darin besteht, dass, entgegen den bisherigen Annahmen, vor Allein die syntactisehe and orthographische Stellung von vorwiegenden! Einflüsse auf die Zurückziehung! des Accentes ist. Das Resultat dieser Theorie ist insofern ein überra sehend es, als die Anzahl irregulärer Betonung durch sie auf eiu kaum nennenswerthes Minimum reducirt wird. (Verschweigen wollen wir nicht,! dass wir die Griindzüge dieser ueueo Theorie auch in Ewaid's Lehrbuch der hebr. Sprache angedeutet fiodeo.) Ein uobestreitbares Verdienst hat s ch der Verf. dadurch erworben, dam er dem Forachergeiste unserer modernen Grammatiker eine neue Bahn erschlossen ha׳, und sollte es uns sehr wundern, wenn eicht schon in kurzer Zeit eine dasselbe Thema behandelnde Schrift von berufener Feder nachfolgen würde. Ide durchgeheuds elegante lateinische Diciion leidet an einer etwus ängstlichen Prägnanz; so wäre z. B. 8. 11, Note 4 das ״miruin“ wegen seines fast eliptischen Charaotcrs zu beanstanden. Das Wort; ״hercle* S. 13 sollte, in Hinblick auf seinen mythelogischen Ursprung, in der Arbeit eines jad. Rabbiner« lüg lieh wegbleiben, zumal profecto, sane oder vero ganz dieselben Dienste leisten würden. Der Schluss S. 16, däss R. Isaac nur 4 Ausnahmen auf die alte Ragel gekannt hat weil er das Wörtchen '11כ hinzuzufügen unterlassen hat, erscheint doch sehr problematisch, da er׳ sich auf Levita, der doch das 'וכי hinzugefügt hat, beruft Zu den 12 Beispielen, in denen bei ויאמרו in der! Verbindung mit לן die penultima betont ist, wäre noch Richter 15,12 als dreizehntes hinzuzufügen. Wir möchten bei dieser Gelegenheit die Fachkundigen noch zuj einem Vergleich auffordern, von 2. Kön 8,9 mit Richjt. 18,9 und Esther 6,13 und auf analoge Verbindungen in Ruth 2, '11 und 2,14, ferner Ruth 2,19 und 4,9, hinweisen. AUe Druckfehler wie 8.50, Gen. 5,8, statt Gen. 6,8; ibid. Jerem. 31,2 statt 31,1 u. 8. w. zu vejzeichuen, gesiattet hier der Raum nicht; aus demselben Grunde müssen wir noch andere Bemerkungen Und Beinängelungen unterdrücken. Wir wären Splitterrichter, wollten wir wegen solcher unwesentlichen M&ngel den Werth des ganzen Buches in Frage stellen! oder auch nur irgendwie beeinträchtigen. Wir erklären vielmehr rückhaltslos, dass, seit dem ßaer’schen Metheg-Aufsatz in Merk’ Archiv, keine in diese Fachliteratur einschlageade Arbeit jüdischerseits erschiene h ist, die an Originalität und Selbstständigkeit einet■-, und an liefer Erfassnng und klarer 8ichtung des! abstrusen Stoffes, andererseits der Arbeit des Hrn. Wynkoop auch nur annähernd gleichkäme.*) Das ist d$r Geleitsbrief, den unserer MsjanakriptearMappB ein« von dam auf dem Gebiete der ndert0 leimbchen Rnüer B*• 6,. (״«*♦ Zeif. l*egt in w Ahhan.iUong über das **theg. ▼a laadn and hebr. Graihmatik beso: wir'diesem Buche 'auf seine diülüMR&b J Wand durch die ßefebrtenstubon unserer ÖtirajiMtefelr 'nt geben. Und möge dfe allseitig frenttdlletti AnfBaHdSÄ ׳ dieser Erstlingsarbeit de* Hm. WijnkoOp für ife* «f* Sporn sein, auf dem so schön begonnenen Wege for*• zufahren, um den Vorwurf des geistigen dolce far nieote and des jüdisch-literarischen Braahliegeaa, der dem geistigen Leben der bolländiseben indätabeit jüngst in einen! andern jüd Bi. gemacht worden, zurück■■« weisen und wettzuinaohen, was seine Landesand Glaubensgenossen, bis auf wenige Ausnahmen — Tal, Soest, Börstel, Cobea, Mosboviler, Prina, HsdMfceim, Wagenaar u. a. — verschuldet haben, damit die bolländischen Israeliten sich jenen Ehrenplatz in der jüd.. Literatur zurückerobern, den sie Jahrhinderte lang, unbestritten and glänzend behauptet habin. TüehU$fc grammatische Vorarbeiten sind die Vorläufer einer gesunden Exegese, und es ist hohe Zeit, dass wir Jude■ dieses wichtige Gebiet nicht, christlichen Gelehrteo allein überlassen. ערוך השלם*) Aruch completuin, d. i.tal saudisches, targumisclies und midraschisches Lexicon, dritte Abtbeilung, von Dr. Alexander Kohut. Oberrabbiner in Fünfkiruhen. 1 Von der Kohut’schen Aruch-Ausgabe sind! bis jetzt zwei Abtheilungen, jede in 5 Heften, enrachieBen; mit dem 11. Hefte beginnt die dritte Ablhe^ung. Wie gründlich der Herausgeber den neuen Aruch bearbeitet und wie ihm dabei besonder* seine Kenntniss des Persischen, in dessen Sprachgebiet ja das talmudische Idiom entstanden ist und sich weiter entwickelt hatte, zu Gute kommt, wollen 1 wir für diesmal nur an einem Artikel naebweisen. Nämlich: דואר, welches Wort seit Einführung der modernen Posten (1516) für dieses Verkehrsamt•־! im Jüdisch-hebräischen gebraucht und gewöhnlich, jedoch fälschlich ד1אר statt . ד!אר gelesen wird; während im Taltnud (B. Tr Schatebath 19a, Kabakama 114a, Abodasara 26a) auch דמר geschrieben steht. Der alte Aruch {erläutert dieses Wort, basirt auf jene ,TulmudsteUen 4) mit ״Richter, Beamte, Orts Vorsteher‘‘ pp., welcher die Briefe p. der Einwohner in. Empfang nimmt und solche aa die Adressaten besorgt; und b) mit ״Postbote, Briefträger*4 pp., welcher den betreffenden Kreis dUrebziebt und die Briefe abgibt. Denn ähnliche Einrichtung«^ bestanden ' schon in alter Zeit lange, bevor die moderne Po« ein- . geführt wurde. Dass nun das Wort | ואר% oder דוור nicht aus dem Hebräischen stammt, w«is8/jederSchriftkundige. Herr Dr. Kohut leitet es nuü (ad a) aus dem Persischen davar, was eine Abkürzung von dadavarי ׳ sei und (Post-) Beamte p. bedeute(; ähnlich dem ,. cbaldäisehen ן־תבר (Pfural. ךווב1;א i. Daniel 3,2), wobei sich das zweite persische Dale'th in dat chaldäiscbe Ta▼ zirhsrabbiner Dr. Hochsteedter, die wir wegen des *chwieiigeu hebr. Satzes mit Accenten, und eaa Raeksicjit auf viele eusersr Leser, die solche specifisch gram malische Stadien denn doch za trocken■ finden wUnten, noch nicht vertifientHeM hebe».-' VieHeleht schlügt jedoch nach dieser. Jkbfaandlaag die RrtOsuagsrfeadti *i £a sind — von Weiss im Beth-Talmad — Maweadangm gegen den Titel 3 השלםp״\V gemacht worden, daee eSiellck der J Aaadruck ״vollkommen*1 nur aof Gote aauewenden sei. ׳ Dm ist nickt stichhaltig, de im biblieckea Hebräisch des Wort שלם nirgends diese Bedeutung hat, sondern ״vallatl n 4ig“, gisirkMin ״verbesserter Aruch" bedeutet. VgL Fürs!'!* bihlisshrn Wftr"*T־ buch. Jedoch m&chtsn wir hierbei sp ra^£tri<31 Üger 'den. Titel eat-. .־; weder ערוך שלם ^ein vollständiges Lexico•*, oder qV8T| . הערוך ״der vollständige d. k verbesserte Aruch* wilden.. Die, sonstige» Einwehdnngen des Herrn Weis■ hat Herr F. SäölhiiüV' ta «14 scharfen Htflgegnang ftrpürgfr BflVD) - ’ ״