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Das jüdische Literaturblatt · 1879-10-08 · No. 41 u. 42. (8.10.1879) · p. Seite 166

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 41 u. 42. (8.10.1879)
Date
1879-10-08
Page
Seite 166 (sequence 6)
Language
German
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*efe•“, ao tprißW׳ ve**w«ifteh>d Job Aber die Vessehut^ nb)4m nrrt'תס (j*k a, 3a). —(Wir fügen hinan: ״Viel Geschrei «1d wenig Welk“, 0 :אוןr:V,mT!נשיאים, oder:כשופר גדול מזקע — וקול דססחדקדדישסע; Nichte *•t 80 feingeaponnen u. 8. w.דאין 3םתר מחמתו. (Rd.) literatttfbericht lecensiene■. Muh, De. Philipp, Die Willensfreiheit (מש0מ rri'fUf!) ron Chasdai Kretas. Fünfter Abschnitt! de» «!reiten Traktates aus dessen Gottesücht“ Nach handschriftlichem Material revidirt, übersetzt und erläutert. München, Theodor Ackermann. 1879. Za Ehren der am 10. August d- J. stattgefeAbtea Jnbüäumflieier des Breslauer Seminars wurde von Hrn. Ihr. Bloch in Posen eine kleine Festschrift herausgege- Len, von der man mit vollem Rechte sagen kann, dass das ihr gebührende Lob ״ : רב האיכותder inbaitreichen Gediegenheit“ nur beeinträchtigt wird durch das jenem gewöhnlich vorangehende Epitheton ״ מעט הכמותder geringen Quantität“. הכחידה &C7S oder ״die Willens- 1 fneiheit von Chasdai Kreskas“ ist der!Name der kleinen Schrift, durch welche der.Verfasser einen hinlänglichen Beweis geliefert, dass das Buch *אור ה(, verfasst von dem grössten und tiefsten Denker auf dem Gebiete der jtidiaehen Philosophie, in ihm den geeigneten Mann ge. fanden hat, der durch genaue und gründliche Kenntniss des Gegenstandes, durch Handhabung; einer leicht fass- Heben Sprache und eines gefälligen Styles, wie durch die verschiedenen handschriftlichen Mittel, die ihm aljein zu Gebote stebmi, ihm Stande ist, endlich einmal eine correcte Ausgate dieses-Werkes mit einer meisterhaften Uebersetzung und gelegentlich notbwendigen Erklärungea den Forschern auf diesem Gebiete und des Freunden dieses Wissenszweiges za bieten. Wer einmal mit dem Buche איר לד sich befasst hat, um mit seinem lehrreichen Inhalte sich vertraut zu machen, der kennt die Schwierigkeiten, die dem Leser fast bei jedem Passus eatgegeptreteo, sowie dje Hindernisse der sprachlichen .Uaebenhaitea, welche er zu bekämpfen bat, ehe er in den Stand gesetzt wird, auf diesem vjerwabrlosten und unzugänglichen Terrain Fuss zu fassen. Vor allem ist die originelle Denkweise des Chasdai, die sich durch das <־ ganze Buch hindurchzieht, schon allein hinreichend, die 1,.Geisteskräfte des Lesers bis auf ein Maximum anzuspannen und vollends zu ahsorbiren. Denkt man sich Aber noch die bis zu seiner Zeit ungekannte und ungewöhnliche Schreibweise hinzu, deren er sich bediente und deren Eigentümlichkeit darin bestand, dass er sehr häufig arabische Redewendungen und einen dem lateinischen Spracbgebrauche eigenen Satzbau hebräisch wiedergabund in möglichst gedrängter Kürze und Präciaion seine Gedanken zu kleiden bestrebt war, so wird man ־wohl begreifen, dass es nicht mit Leichtigkeit Einem -gelingen durfte, durch dieses Labyrinth von Schwierigkeilen sich hindurchzuwinden. Und nun erst die corrupten Texte.! Sehen durch die correkfce Ausgabe dieser originellen Abhandlung von der Willensfreiheit inKreskas' .Gr 'Äcfctnaj, abgesehen, von der meisterhaften .Ueber- Setzung hat Verf, unserer Schrift ein hervorragendes Verdienst-tnch erworben, und er kann mit Gewissheit Von Seiten Derjenigen auf Dank rechnen, die eine so ־irordienstvolle Arbeit zu würdigen verstehen. Ton den viele« Steilen in der Uebersetzung, die dusch (Oorrekthgit und .Kürz? sich auezeishnea, und die mitunter einem einzigen Worte die richtige Wiedergabe des gwunn Ideeagangea .verdanken, *£ieu hier /zur Bekj&ftigung unserer Behauptung nur einige Beispiele an' geführt. frn 2. Perek (Text S. 2 uad 3) beginnt Kreskas den 2. und 3. Beweis mit den Worten: p שהוא CftOl הידוע בעצמו ומוסכם עליו, lässt aber in dem 4. Beweise die Worte 01ו0כם עליו weg und setzt dafür 101 שנאמר Gewöhnlich wird "IDttMP כמו mit ״wie wir Beispiel», weise sagen“ übersetzt. Bloch weicht aber hier von der gewöhnlichen Uebersetzung mit Ahsicht ab und giebt die Worte כמו שנאמד durch ״wie wir es behaupten“ wieder, um den Leser aufmerksam zu machen, dass unter ״wir es behaupten“ Diejenigen zu verstehen sind, die zu einer Schöpfung und einem Schöpfer sich bekennen (8, Uebers. S. 7 Anm. 1). Dass nämlich Kreskas unter כמו שנאמר wirklich dieae feine Nttasce verstanden habe, geht aus den Worten (T. S. 5 Z. 7 v. u.) וזה שד&ענה הא׳ הב׳ והג' הלקוחות מסבות הדכרים והמניעים המוציאים p מן הכח אל הפועל •והטענה הד׳ ההנחיית נם unzweifeihaß hervor, wo üherdies das Wort ״hypotetisch“ in der Uebersetzung das Wort ההנחיית im Texte ganz genau deckt. ההנחיית nennt Kreskas hier das vierte Argument ebendeshalb, weil es nur nach der Annahme von. 1 הדוש העולם stehen bleiben kann. Auch die Uebersetzung der einleitenden Phrase אץ התרה ממה שיקשה (T. S. 7) bietet nicht wenig Schwierigkeiten/ die wir in unserer Schrift dadurch beseitigt finden, dass der Vf. in ihr die griechische Redensart >;05;.׳נ 5.( ׳x ira t״>v yataauv oder 05 /aur.m Xuz-.v wieder erkannt hat. Manche Stellen, die den besten Beweis für die geradezu klassische Uebersetzung zu liefern vermögen, dürfen hier nicht übergangen werden. So z. B. ist die Stelle (T. S. 7 Z. 2) 1113*יי יאשר לא תחייב חיזב והכרח בעצם הדברים Nicht« von Nöthigung und Zwang im Wesen der Dinge involvirt“ und ebenso die Worte (T. S. 7 Z. 11) וזה אמנם י לעצמותו dies überdies seiner Wesenheit nach“ (letztgenannte Stelle mit Rücksicht auf den Zusammenhang zum Vorhin gesagten) treffend übersetzt. Zweimal hat der Verf. den tief versteckten Sinn, den Kreskas in das Wort אלא hineinzulegen suchte, abzulauschen gewusst und beidemal gelang es ihm, durch ein einziges Wort in der Uebersetzung denselben Gedanken durchscheinen zu las6en. Uebers. S. 14 Z. 4 hat der Verf. durch das Wort ״indess“ angedeutet, dass Kreskas hier durch die Worte אלא שהפרסום הזה מזיק להמון eine zwischen die Zeilen zu lesende Frage beseitigen will. Die Frage nämlich, weshalb denn in der Thora kein Wort fittr die Ansicht spricht, dass der Mensch nur seiner Wesenheit nach frei im Handeln sei, nicht aber in Be* Zug auf die äusseren Ursachen und Veranlassungen. Dieser Frage vorzubeugen, sagt Kreskas אלא שהפרסום הזה. In derselben Weise übersetzt Bloch das Wort אלא (T. S. 7 Z. 2) mit ״indess“, welchem das Wort ״daraufhin“ des Nachdrucks wegen folgt, um schärfer hervorzuheben, dass die folgende Frage nur nach der ,eben vorhin erwähnten Ansicht aufgeworfen werden könne, die Ansicht nämlich, dass die Willensfreiheit vom Standpunkte der Thora auch auf die äusseren Ursachen sich erstreckt. Hervorzuhebea ist noch die Gewandtheit, die der Verf. bei der Uebersetzung lalmudischer Stellen •bewiesen bat, wobei besonders die Geschicklichkeit hervortritt, die autike Denkweise und Anschauung in ein modernes ,Gewand zu kleiden. Es sei hier auf die zwei Stellen aufmerksam zu machen. T. S. 8 Z. 8 finden wir .אלא שמנלנלין זכוה ע״י זכאי וחוב ע“י חיב und t. s. 11 z. 24!הרהורי עבירה קשים העבירה, wo die erste steile durch!״Indem man spielt ein Verdienst einem Verdienstvollen und eine Misshandlung einem Missethäter in die Hand“,!die zweite dnroh ״das Gedankenspiel mit der Sünde ist schlimmer als die Sündei‘ übersetzt ist.

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