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Das jüdische Literaturblatt · 1879-10-01 · No. 40. (1.10.1879) · p. Seite 159

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 40. (1.10.1879)
Date
1879-10-01
Page
Seite 159 (sequence 3)
Language
German
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wegs, wie Hr. H. meint, die Göttlichkeit cer mündlichen Lehre und ebenso wenig die Götti ich ke t der 13 Regeln als solche lehren will, denn unter ג״שלו׳ק״ו לו ״dieser ק״ו, diese ג״ש“ kann unmöglich die Regel יק״ו die Regel נ״ש verstanden werden, da es deren immer nur eine giebt, sondern einzig und allein diese oder jene angewandte Regel von ק״ו oder ג״ש, die jedesmalige Schlussfolgerung selbst mit diesen Regeln. Sowie der Satz hier steht, könnte er nur den Sinn haben: dass Derjenige ein ״Verächter des Gottes- Wortes“ sei, wer auch nur irgend einen der zahlreichen 1 לנ״ש“p, die sich im Talmud vorfinden, nicht als schon von Gott selbst angewandt : (.,gedarschent“) erachten wollte. Eine solche Zumuthung aber an unsere Gläubigkeit müsste auch der glaubensseligste 18raelit, selbst Herr Hirsch entschieden zurück weisen. Oder wollte Herr H. dieser Stelle zu Liebe und dem bekannten talmudischen Grundsätze אדם דן ק״ו לעצמו zum Trotz Gott selbst zum Autor aller ק״ו, die im Talmud sich vorfinden, machen? Ebenso wenig wird er die Göttlichkeit einer jeden ג״ש, die im Talmud sich findet, behaupten wollen. Denn gesetzt auch, die Regel אץ אדם דן ג“ש לעצמו אא״ב קבלה מרבו datirte nicht erst aus späterer Zeit, sordern wäre alt; gesetzt ferner, die Worte אא״ב ובר bedeuteten wirklich 80 viel wie זורבו מרבו עד הלמ״ם wie Raechi'J und andere meinen; gesetzt also, der Talmud hätte wirklich an die Existenz vom ״Sinai tradirter נורות שוות .überhaupt“ geglaubt, so giebt es doch auch ganz entschieden zahlreiche ג״ש, die nicht vom ״Sinai“ stemmen, wie der Satz אדם דן ג״ש לעצמו לקיים תלמודו (Jerus. ,Pessach. VI, 1) beweist. Wer will nun für jede einzelne נ״ש feststellen, ob sie מסני ist? Sonst wären ja 'בולי דבר ה all diejenigen Tanaim, welche ungeachtet der ג״ש ihrer Gegner auf ihrer Ansicht beharren!! ״Gotteswortver- Ächter“ wären die לקני בני בתירא, welche sich aus Hillel's ג״ש wenig machen (Pessach. jerusch, a a. O.), ferner R. Jehuda ben Bathyra, der sich um die נ“ ש R. Akiba’s nicht kümmert (Babli Sabb. 97a, vgl. fjiifre Numeri 27,3) u. A. m. ' Ein arger ״Gotteswortverächter“ wäre ferner der Verfasser des קיצור כללי הש״ם (beigedruckt dem Mebo Hatalmud von Samuel Hanagid), der alle נ״ש, wie die Pesachim 7b, für blosse אסמכתות erklärt, und ein Verächter des.Gotteswortes auch der, welcher die beiden ג״ש von כנ אהרן, die H>. ^ikiba einmal 1111 Sifre (zu Numeri 10,8) und das anderemal: b. Sebachjm 13a anführt, nicht als von Gott herrührehd glauben wollte, obwohl die Antworten R. Tarphon’s sie ausdrücklich als selbstständige Deutung R. Akiba’s bezeichnet, was zugleich beweist — da es sich! hier nicht ujn לקיים תלמודו handelt, — dass R. A k i|b a den Grundsatz אץ אדם דן ג״ש וכי noch gar nicht kennt. Auch die Warnung mehrerer Amöräer(Kerithot5a), ״die ג״ש nicht gering zu schätzen“, will kauin zum Glauben an die Göttlichkeit der Regel selbst, noch weniger aber an den sinaitischeji Ursprung passen. In Wirklichkeit kennen auch andere [Erklärer gar niaht ״vom Sinai tradirte נ״ש“. Wif verweisen auf die 10 Grundregeln, weicht Maleachi Cohen (Jad Maleachi *) Dass diese Ansicht Raschi's nicht rij&tig, beweisen schon solche Frsgen im Taimnd, wie ונילה נתעה נתינה ומתרומף <b. chuiin 186a), oder סלקא דעתך קאמינ^ו ויליף ר ימים וכר (b Sabbath. 131a) u. v. a.; noch mehr aber die Diseassion zjwisehen b. ismagi in den ״ רבנןher ג״ ש מופנה מצד א' וכר (Niddah 22b t), verglichen mit Jeras. Jomit VIII, 3: אומר למדץ מנ״ש אע״ם שאינה מופנה- יבא דק* עקיו s. v. דרשות) aus dem Werke קנאת סופרים des *ו* חנני קאליז mittheilt*) Nach ihm reicht die Tradition der einzelnen נ״ש höclistens bis zum ב״ד הנדול שבדור, nicht aber bis zam Sinai Was wird der arme ר, חנני, קאליל mit der Stelle in Synhedrin angefangen haben?! Nun, er hat wohl den JeTuschalmi zur Hand genommen und aufgefunden, dass dje Stelle, wie sie dort (Synhedrin X,l) ausführlich mitgetheilt ist, weder von ת*מכ*עפ, noch von deiTfVPTO י״ג, sondern einzig und allein von der תודה שבכתב handle. Dort heisst es nämlich: כתיב כי דבר ה' בלה אץ לי אלא בלמן, שבלה דברי תורה. מנץ אפילו כפר במקרא אחד. בתרגום אחד. בק״ו אחד ת״ל ואת נעותיו הפר. במקרא א׳ ואחות לוטן תמנע. בתרגום א׳ ויקרא דל ער שהדותא בפ״ו א׳ כי שבעתים יוקם קץ וכר♦ Herr Hirsch hat entschieden Unglück gehabt mit 6einem einzigen Citat! Warum sucht er aber auch im Talmud nach Beweisen für die Göttlichkeit der: י״גמדות, wo sie nun einmal nicht zu finden sind. Literarische Notizen.- Von Dr. L. Le wysohn, Rabbiner in Stockholm. (Farjsetznng von Nr. 38.) 104) Menachoth 106a wird gesagt, dass der, weleher ein Quantum von Zehnteln (עשרונים) zum Mehlopfer gelobt, das Quantum aber vergessen habe, 1830 Zehntel bringen müsse undjzwar von einem Opfer von 1 Zehntel bis zu dem. von 60 Zehntel. Die Tosaphot geben eine weitläufige Manipulation der Rechnung an, sowohl für dieses Rechenexempel als auch für den analogen Fall von Festopfern, die von 7 bis 13 zu berechnen sind. Viel einfacher lassen dergleichen Exempel durch die Formel (a-|- n) x x/, sich berechnen. Also für obige beide Fälle: (a) 1 -f- (n) 60 X mit (x) '*/, 1830. a die erste, kleinste Zahl, n die letzte, grösste Zahl, x =* Anzahl der einzelnen Posten. — Für den letzten Fall (a) 7 -(- (n) 13 x */, d. L 70 נ/י. Frei* lieh waren algebraische Formen in der talmudischen. Zeit noch ungebräuchlich. 105) Nach Or. Ch. $. 552, 2 8011 am Rüsttage za Tische be-Ab bei der letzten Mahlzeit כשר עופות ודגים nicht gegessen ־werden. In einer Venelianer.Aasg. des Bet Joseph (8. Elia Rabba) stehtגדיים ׳ (Ziegenböcklein) für דגים, welche Lesart mit Recht vom מ״א verworfen wird. Es frägt sich aber, überhaupt, ob zur Zeit de» ית״ב ו also beinahe im Spätsommer בעזר גדיים vorhanden ist. Die Geburt der Ziege geschieht nach Angabe der Naturgeschichte im Januar oder Febiuar; das Junge ist alsdann um die fragliche Zeit 5—6 Monate alt und bietet gewiss nicht mehr den Genuss des כשר גדי. 106) Einem nunmehr verstorbenen Gelehrten, welcher einmal in seiner Zeitschrift behauptete, dass חנוכה nicht in der Mischnah erwähnt wird, wurde B. Kama 6,6 entgegengehalten;, das Fest wird indessen schon früher Biccurim 1,6, Taanit 2,10 erwähnt. ן 107) Ueber כעל החוטם (Tanit 29,a) wurde mehrfach in d. BL besprochen; ich will nur zum Sachverständniss die Vermuthung hinzu fügen,' dass der römische Hauptmann auf Echa 4,20 hindeutete; אפינו משיח fTTV S!י׳י נלכד בשחיתות könnten gar wohl eine Warnung für , en N a 8 i enthalten; ihm, dem Gesalbten, dem Hauche ■ der Nase, wird eine Falle gelegt. Freilich waren es nur Winkesworte. •) Diaeibst uatet Regel u wörtlich:כאותן י“ נ מדות ושאר .,לימודים היד דנים מעצמם חכמי הדורות. לולתי בג״ש עשו ןסיג וסדר (ונדר •«) הנון שלא לדון בו כל אדם מעצמו אא׳־כ קבלה מרבו ורבו םרבו עד הב״ד הנדול שבדור♦ . *j

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