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Das jüdische Literaturblatt · 1879-10-01 · No. 40. (1.10.1879) · p. Seite 160

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 40. (1.10.1879)
Date
1879-10-01
Page
Seite 160 (sequence 4)
Language
German
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160 — 108) Man bat 80 viel über das bekannte Verbum תרם in der Mischna geschrieben. Ich will nur hinzufügen, dass icb nicht .absehe, weshalb Maimuni (zu Ternmoth 1,1) es als einen schon vor der Mischna vorbanden gewesenen Provinzialismus erklärt und nicht einfisch an die Freiheit der Bildung von Verba Denomiaativa denkt.. Er dblbet erklärt (zu Pea 7,3) mit den Woften: עוקץ הוא קצה הבר.ועשו ממנו שמיש ספל ואמרו עקץ ר* ל כרת העוקץ, das. dort vorkommeude Verbum ^jSXfr'waf^r in der Ri hei ילצץ gebraucht wird. Die Mischna bildet statt der bibL Radix ein neues Verbum (aus dem Nomen), ebenso dürfte neben dem bibl. רום das Verbum תרם ans dem Nomen gebildet sein. 109) Elia Rabba ($187 am Ende des ם*קא) sagt: אשא בנממדיא■ אהי״ה אש׳ר אדזי״ה, was völlig unverstündlich sein muss; ich glaube, dass hier נוסריקין stehen sollte und an die Abbreviaturweise gedacht wird. Wäre hier an Buchstaben berechn ung gedacht, so könnte ja. ebenso gut אקרא .pointirt -wardcm. 110) Fast alle späteren Decisoren citiren zu Or. 1T_Chajim-I^6t0:flie אגרת הרמב״ם, wonach ein Proselyt Won ,f>h b*»״» der Ghannkalicfitet verrichten kannund entweder נ0ים לאבותינו oder לישראל sagen darf. •Esist mir auffallend, dass diese Alternative nicht schon bei früherer Gelegenheit (Or. Ch. § 218,1, oder, , aocji späler-ibid. $ 682, 1 im Rema, -oder noch später §!692, 1) ' erwähnt wird. Gleichzeitig bitte ich, fälle Jemand eine correetere Ausgabe des, Elia Rabba besitzt' dessen Worte zu .$ 676 lit. ב zu vergleichen Er sagt nach dem obigen Citat aus Igeret Rambam *ועי סי דד ס״ק דל; ich weiss nicht, welche Stelle hier gemepit ist. Es wird wohl ein Druckfehler sein. — Ith will schliesslich auf Rema $ 682, 1 aufmerksam machen; hier -wird eine Gebetsforaiel erwähnt, die das im Tischgebet vergessene על הנסים suppliren soll, und auf $ 187, 4 verwiesen; hier lautet aber die Formel wesentlieh verschieden von der ersterwähnten. Literaturbericht — lecradssra. Lautveränderungen im jerusal. Talmud jeder Begrenziing durch einheitliche Regeln spotte. Er sagt wörtlith (p. 19): ״Eine gewisse Norm, ein Gesetz, nach welchem sich der Lautwandel mit bestimmter Conseqüenz hätte vollziehen müssen, ist darum in dem jerusalem. Talmud nicht zu erkennen. In ihm herrscht der Zufall.“ Damit hat der Verf selbst das Verdict.über sejine Arbeit gesprochen. Die Wissenschaft ist ja eine ptindpieHe Feindin des Zufalls. Wo der Unkundige lUgOllosigkeit und blinden Zufall erblickt, entdeckt sie systematische Ordnung und gesetzmässige Nothwendigk©it. Bei einer literar- und culturhistorisch so wichtig©11 Piece, wie der jerqsalem. Talmud ist, darf ma.1 nicht für die sprachlichen Erscheinungen den Zufall als letzten Erkläruugsgrund angeben. Dass es eminent schwierig ist, die hier massgebenden Regeln zu fixiren, geben wir gern zu. Der uns zu Gebote stehende phi- 1010g. t Apparat ist leider ein sehr dürftiger. Ausser der L'eydener׳ Handschrift verfügen wir Uber kein Ms. dös Jerusalem. Talmuds; denn das Ms. der Vaticanisehen Bibliothek kommt nicht in Betracht Die Aasgaben von der Venediger bis zur Krakauer und Krotoschiner uberbieten einander in ungeheuerlichen Incorreetheiten und monströsen Fehlern, berufene Commentatoren und Textkritiker fehlen gleichgfalls noch. E4 hält heute schwer zu sagen, wo eine abnorme sprachliche Erscheinung im Jeruschalmi aufhört und wo eine stenographische Abbreviatur eines Abschreibejrs beginnt. In Verkürzungen bei Eigennamen wie ר׳אסי רב ם, -ר׳אמי רב|סי und in typischen Wörtern, die ihrer Natur nach sehr häufig Vorkommen, wie אנא נא ׳אילץ=ילין,אמר מר etc• etc• sind wir se* neigt, den Ausfall des K viel eher für eine Abbreviatur des Abschreibers zu halten, als für eine Charaktere»- genthümiiehkeit des jerusalem.-talmudischen Idioms. Beji Eruirung der Gesetze über Lautwandel müssten derartige Wortformen als zweifelhaft vorläufig ausgeschlossen werden. So vereinfacht sich das Material und man gewinnt festen Boden unter den Füssen. Aufgefallen ist es uns, dass der Verf. die Erweichungdei־ Zischlaute, namentlich׳ des צ hebr. Wörter in den Kehllaut ע nicht erwähnt. Wir erwähnen nur אעא “= עץ׳ Rülf, Dr. G. Zur Lautlehre der aramäisch-talmadischen Dialecte. I. Die Kehllaute. Leipzig, .1879. J. C. Heinrieh. 855 ״ S. H. R. hat in Seiner Abhandlung schätzbares Material in übersichtlicher Klarheit zusam menge trägen , so dass Orientalisten, die sich mit der Formenspeciell mit der Lautlehre der lälmud. Idiome befassen wollen, sich-mit Hilfe der von■ ihm eruirten Gesetze nunmehr leichter orientirea rkönnen. Auah der, Fernerstehende erhält eine Ahnung von der MnssenhafUgkeit und Sch wierigkeit des hierbei za bewältigenden!(aterials, wenn er erfährt, dass der Verf. sich nur übef die Ersehetnungen resp. die Veränderungen der Kehllante innerhalb der aramäisch-talmudischen Dialecte verbreitet, nicht ohne selbst mit einem gewissen. Zagen za bekenneu, sein Versuch dürfe keinen Anspruch auf Vollatändtgäeit machen. H R. hat mit Gewandtheit und Geschick - die -auf -sein' Thema sieb beziehenden Notizen im Araeh, bei' Bmztorf, Jaoob Levy (in seinem chaldäischen Wörterbaebe) •and nsmentlich die trefflichen Bemerktia- | gen Frankelä (m seinen Vorstadien za LXX und׳ in , seiner Einleitung in den Jerusalem. Talafud) gewissenhalt 2a Rathe gezogen, und gut verwerthet. Bei der , näheren‘ Wärdignng der sprachlichen Verhältnisse des babylod. und Jerusalem. Talmuds gelangt H. Rc za dem i Resultate, dass der Lautwandel im bahjylon. Talmud | nacb ejganisebaoC11*etzen^8ich vollziehe£währead die^ ארעא — ארץ und das vom Verf. gehrachte ]ערךץ Frosch enist. aus צפרדע mit Eliminirung des 6■ Hat auch H R., wie wir glauben, was die Erklärung der LautveiSchiebungen im jerusalein. Talmud angeht, noch nicht da«! letzte Wort gesprochen, so halten wir doch seine spcciellen Angaben und das von ihm 80 übersichtlich zut atnmengetragene Material für so werthvoll, dass wi! nicht anstehen, in seiner Arbeit einen sehr schätzbaten Beitrag für die Laut- und Formenlehre der talmujdischen Idiome zu erblicken. Es verdient Anerkennang, dass die notorischen Schwierigkeiten, welche der Text des Jerusalem. Talmuds bietet, ihn nicht abgeschreckt haben, sich in seine anscheinend regellosen Wertformen zu vertiefet. I. Deutsch. | Notiz. In d! ni Artikel: ״Wie ist Saulus zum Paulus. geworden?“ (Nr. 28 u. 29 dies. Bl.) verwechselt Hr. Wenssmann den R Gatnliel I. mit R. Gamliel II. von Jabjne. Dieser Letztere war es, der Thürhüter anstellte, um alle Diejenigen, die eines zweideutigen Charakters bezuchtigt wurden, fern zu halten; er war es auch, der wegen der überhandnehmeoden Veriäumdnngen von 8eiten der Judenchristen den Samuel hakatan mit der Abfassung der ביכת ולמלשינים beauftragte. (Vgl. Gr ätz, Getjch. d. J. IV, p. 35, 114, 117, 188 ff.! Osterode Q.-Pr.Sturmann, Prediger. twortGSerTEfifiisssr I>r. itahmer io - ׳ ner י Dieser Nr. liegt eine Ankündigung der Baumgärt-?eben Buchhandlung inXejpgig (Jüdischer ygglojfchei. Magdeburg. Uraek von H. H - r orbseh in Bsrbj־. Verleg von Robert Friste in LeipzigT I f f i

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