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Das jüdische Literaturblatt · 1879-04-02 · No. 14. (2.4.1879) · p. Seite 55

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
8 (1879)
Issue
No. 14. (2.4.1879)
Date
1879-04-02
Page
Seite 55 (sequence 3)
Language
German
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Kal nicht; zudem ist in jenem Verse den zurückgebüebenen Stämmen der Vorwurf des massigen Verw e i 1 e n s gemacht. Red.) 2) שימו לכם עליה (ibid 19,30). :}לבבם לס. 3) ויעט בם (Saume! 1, 25,14). ויבעט מעט. 4) ויחל מאר מן המורים (ibid 1,31,3[). ויקחל ויחל. 5) ישור כשך יקושים (Jeremia 5,26)) כשבך כשך (siehe Samuel II, 18,9). Dem parallel ist daher der zweite Vers: ככלוב מלא עוף. 6) עזב ככפיר סכו (ibid 25,38).סכו =f סבכו, Dickicht, Gesträuch. 7) כי גוי עלה על ארצי (Joel 1,6).| גובי גוי wie (Nachmכגוב גובי (3,17 ״. 8) בכל הארץ כשתם (Zeph. 3,19) בשבתם בשתף. 9) מוקש אדם ילע קודש (Spr. 20,20). יבלע ילע wie 4) כבלע את הקדש. r M. 4,20) [ Im talrn Sprachidioin sind derartige Verschlingungen des 'ב ebenfalls nicht selten; es seien hier drei Beispiele angeführt: רב חבא רחבך, ׳רב אבא רבא (s. Aruch sub voce מהטבין*מהטין את הפתילה (אביי (von הטבת הגרות) und כדיב= כדי (siihe Aruch). A. S. (Veissinann. Literaturbericljt. Receoslonen. Möller, Dr., Joel, מסכת סופרים,: eine Einleitung in das Studium der alt-hebräischen Gjraphik, der Masora und der altjüdischen .Liturgie Ijeipzig 1878. J. C. Hinrichs'sche Buchhdlg. XLIV uni 304 S• gr. 8°. Buffon sagt irgendwo: le style c’est l’hoirime Vielleicht darf als eine Ergänzung dieses Ausspruches der Satz gelten: die Literatur eines Voltes das ist seine Geschichte. Wenigstens spiegelt sich fn der Geschichte unserer biblischen Schriftdenkmäler getreulich die Geschichte unseres Stammes. Wie unser eigenartiges Volk im Wechsel der Zeiten sich seine Integrität zu wahren gewusst, genau so ist es unserem biblischen Kanoü ergangen Was wäre aus dem Texte der heiligen Schrift geworden von den Velleitäten der symbolisirenden Alexandriner, der in christologischer Tenden.s die gravirendsten Schriftstellen eigenmächtig entstellenden Kirehenväter bis zur Conjecturalkrilik der modernen Bibeloxegeten von radicaler Richtung, we in nicht in den ältesten Zeiten schon die Pietät, die sorgsame Schützerin unserer werthvollsten Heiligthüiuer, der exacten Wissenschaft in den Händen gearbeitet und. in der Masora ein Bollwerk errichtet hätte, (wogegen die subjectiven Einwirkungen vieler Jahrhunderte auf die Veränderungen des uns massgebenden Bi behextes vergehlieh anstürmten? 1 ■מסורת סיג לתורה Diese beachtenswerthe Wahrheit bringt uns des gelehrten Hrn Verf.’s gediegenes Werk, eine Leistung von( eminent wissenschaftlichem Werthe, ins Bewusstsein j Der textkritisch ziemlich vernachlästigte ״Traktat der!Schreiber‘1■ macht uns mit den wesentlichsten Regeln der althebräischen Graphik, mit den bedeutsamen Emanationen der altjüdischen Liturgie und, was am meisten in’s Gewicht fällt, mit den wichtigsten Notirungen der Masora bekannt. Hr. M, dessen Vorarbeit zu d iesem grossen, an Inhalt und Umfang gleich bedeutenden Werke, הלוף מנהגים בין ב״ב ובני א״י, wir bereits früher gebührend gewürdigt, bewährt sich hier ebenso sehr als tüchtiger Kritiker, wie als feinfühliger Exeget und besonnener Forscher. Das weitschichtige Material und den hierzu erforderlichen gelehrten Apparat beherrscht | er mit solcher Meisterschaft, dass er ausser einem cor- recten Text mit gewissenhaftem Quellennachweis der! einzelnen Hälacha’s eine Geschichte dieses Tractates und seiner Auslegung, einen weit«chichtigen Commentar zu jeder einzelnen Bestimmung dieses 21 Abschnitte enthaltenden Tractates liefert. Die grosse Belesenheit des Verf., seine logische Anordnung und genau orientirende, durchsichtige Klarheit gestalten sein Buch nicht nur zu einer geeigneten Einleitungsschrift für junge Studirende, die sich, auf der Hochschule der jüd. Archäologie bedeissigeu, sondern sie bieten auch dem bereits gut unterrichteten Fachgenossen eine philoio* gische clavis, die den Wahrspruch selbst des strengen Kritikers nach keiner Seite hin zu scheuen hat, ^eine wahre Fundgrube für die mannigfachsten und friichtbarsten Anregungen, welche mit unserem Tractate in engerem oder loserem Zusammenhänge stehen. Aifgger den Glossen und Scholien älterer Ausleger des vorigen und des gegenwärtigen Jahrhunderts, wie des ־*רנלןישרה von Elieser Lipschitz, der הגהות von Elia Wilna, des ]ככר לאד von Chajim Joseph David Asulai, des נחלת אריאל ומעון אריות von a. l. Schapira, des נחלת יעקב von Jacob Naumburg, des כסא רחמים von Asulai, des מקרא סופרים ועטור;סופרים von J. E Land» hat er zur Herstellung eines correcten Textes nicht weniger als 4 Codices zu Rathe gezogen Ausser dera£ der Arbeit zu Grunde liegenden, aus dem Jahre 1508 stammenden Codex Halberstamm (so genannt nach seinem gegenwärtigen Besitzers, dem Bibliophilen Hrn. S. H. Halberstamm iiltBielitz) haben dem Verf die Varianten einer Münchener, einer Pariser und einer früher in Luzzato's, jetzt in Halberstamm’s Besitz sich findenden Handschrift (codex Assuphot) Vorgelegen. Eine surgsame Vergleichung hat uns übrigens gelehrt, dass der in den Dyhrent'urter Talmudausgaben sich findende Teil der Edition durchaus nicht so viele Abweichungen vom Codex Halberstamm aufweist Störend beim Lesen ist die vom Verf. getroffene Anordnung, die Varianten in den Text selbst aufzunehmen und durch verschiedene Klammern anzudeuten. Da die Textdifferenzen ziemlieh zahlreich sind, so wirkt deren Einreihung in den Text oft verwirrend. Es hätte sich als praktisch entpfohlen, den Quellennachweis parallel mit dem Texte und die Varianten am Fusse des Textes als Randbe-J| merkungen zu fixiren. Mit Recht entscheidet sich der r Verf. dafür, dass der Tractat in der uns vorliegenden \ Gestalt als organisches und einheitliches Ganzes aus der Feder eines Autors geflossen sei. Die Zusammensetzung des Buches, der in ihm wehende Geist und der Styl seiner Bemerkungen führen fast mit Noth- ■ wendigkeit auf die Annahme eines und nicht mehrerer Autoren. Spätere Interpolationen und Glossen heben sich dem kritischen Auge des fachkundigen Lesers mit Leichtigkeit ab Ebenso ist dem Verf. der Nachweis geglückt,, dass der Redactor unseres Tractates ein Palästinenser gewesen oder doch mindestens lange Zeit in Palästina gelebt. Wenn ihm auch derbabylonischeTalmad nicht unbekannt gewesen zu sein scheint, so lässt sich doch nicht verkennen, dass seine Bestimrnungen aus dem Jeruschalmi als Hauptquelle fliessen, eine Bemerkung, welche schon den älteren Glossatoren nicht entgangen ist. So erklärt es sich, dass er stets dem palästinensischen Ritus vor dem babylonischen den Vorzug gibt, dass ihm babylonische Gebetformen fremd bleiben, während die von ihm dtirten Bräuche den 8päteren. Gaonen in Babylonien unbekannt sind. (Schl, f) חיי עולם. Vie dternelle, publication mensuelle des Manuscrits prdeieux provenants des anciens docteurs isradlites'gpuc B. Goldberg et M. Adelmaa. I. Heft. Paris 1878. Lexf. 30 S. (24 8. Text) Ist’s wieder ein Versuch, die Ruinen zu vermehren, ,•

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