Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 48. (27.11.1878)
- Date
- 1878-11-27
- Page
- Seite 191 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 191 — gid (Nr. 47 und 48) geschrieben. Er sag!: der Rema schreibt ב״ה feminineil בדרכו תמיד, was loch zu allgemein behauptet ist. Derselbe schwankt n cht nur in einein uud demselben Satze (Or. Ch. § 153, Sc 1' 71 zwischen fen. mas. und lern. (1 אחת אסור למכרו öd dasselbe chwanken im selben Satze von לסתרו und אחרת), sondern hat anderswo nur gen. masc. b. Ch. Vlisp. § 162, 7 ב״ה אחר, ebenso .1. Dea § 286, 3 ב׳יה 51טור. Dass man hier bei jedesmaligem Feminiiialgebn.uch an einen Druckfehler zu denken habe, möchte ich ׳»icht annehmen (sogar der im Laufe dieses Jalires ferausgekommene 6. Band von .1 e 11 i n e k's Beth hau.. lässt ohne allen Skrupel die Worte ״ בית הכנחת גדולה מפוארהn־ emendirt, 8. ibid, S. 146); es scheint vielm ihr ein wohl* bewusstes, obgleich schwankendes Sprach noment hier zu Grunde zu liegen.!Man pointirte bald das nomeii בית, bald das andere nomen כנסת';.man hielt dieses als einfache Uebersetzung des älteren in d in Targumim vorkommenden בנישה oder בנישתא, welcles auch ohne Vorsatz (בי oder בית) schon ״Synagoge‘‘ bedeutet (s vTarg. P8 48,12, ebenso Megilla 26b:החיא כגישת* עתיקא), | jetzt noch leicht 801 Zeuge m des Zeug! von זנאתו Geständn: nicht alte lieh nur abweicht fect sclire 861 man hielt sich daher nicht streng an die grammatikalische Norm, sondern folgte bald dieser, bald dem Gedankengang. der an כנסת dachte Es ve dient sicherlieh Beachtung, dass L. Heller, der doch so ungemein häufig über den Misehnagebranch des Genus spricht, Megilla’ 3, 1 s. v. בדמיו das Genus erörtert, dahingegen ibid. 2 und 3 statt אותו im Bartinoro schlechweg ohne alle Bemerkung אותה schreibt, als sei die freie Wahl der Genusbestimmung des ב״ה eine selbstverständliche Sache. 85) In den übrigen Schriften, dicht n dej Thora, sind dreifache Lesearten nicht selten, z. B. Jerem. 50,15 חומותיה, Ezech. 1, 13 ל הלפידים Ps• 84אל״אל 3 ל und öfter, wo entweder die Schreibart (plene oder defect), oder die Accentuation dreifach verschieden ist. Gleichwohl lindet sich auch in der Thora, doch gegen die Massora, eine solche Mannigfaltigkeit. Lev. 25, 30 las der Talmud (Erachin 32a) לךא , die Tos. ibid das Ketib לן und Heller zur Stelle (wie schon צאן קדשיס berichtigt) das Ketib לא. Was die Pleneschr ei hart ליא betrifft, so zählt die Massora (zu Lev. 5, 1) 35 Stellen auf, wo diese Schreibart vorkommt, wovon 2 auf die Thora kommen, nämlich Gen. 31, 35 111d Lev. 5, 1; allein gerade über diese Stelle heisst es im Trakt Soferim 6, 5, dass hier לא stehe. Es heissfl hier: An 3 Stellen schreibt man das Wort לא, liest 8 her לן, nämlieh Lev. 11, 21, ferner ibid. 25, 30 und אשר לא יגיר ibid. 5, 1; allein dieser Ausdruck kommt nicht vor, es muss heissenי אם לא יניד (״ Jalkut citirt gerade an dieser Stelle die unrichtige Lesart im Talmud, an den beiden underen Stellen citirt Jalkut richtig אם ל> יי׳יך Was soll aber hier das Keri לן bedeuien, da hier ja von Verneinung des Zeugnisses die Rede ist? Ich erlaube mir die Hypothese, dass unsere Talmudstelle den betreffenden Vers also auffasst: Habe Jemand trotz der Beeidigung das Zeugniss verschwiegen, so begeht er eine Sünde, selbst wenn er es hinterher ab• ltegt, er muss nicht nur den Benachtbeiligten schadlos erhalten, sondern auch das Schuldopfer bringen, deshalb das Futurum יגיד; das לן kann auf den den Benacht heiligten sich beziehen. — die Talmudstelle anders erklären, so wol liehst dies in diesem Bl. miltheilen, er w rd mich hierdurch zum Danke verpflichten. Ich will ijndessen schon Richter, oder Sollte Jemand e er freund- *) In der jüngst bei Hinricha in Leipzig erscli Jo •1 MilDe,־ narb Handschriften besorgten und von vortrefflichen deutschen Commentar versehenen Soferimiat S. 9t Note z2 bereits auf diesen ״Schreibfeh! gemacht; e8 muss אשר לא יעדה heissen und Exod. 21, 8 gemeint. (Red.) . .5' lenenen, von Dr. ihm mit einem ition des Tract. er'׳ aufmerksam ist die Stelle in eine andere. Vermuthung hinztifügeo. Viel-״/ te das Keri אם לו ’גיר änderten, dass der£* ittheilen müsse, ob er materiell vom Inhalt * 1 isses berührt werde; לן etwa in dem 8innej (wie Raschi zu Gen. 12, 1), da ein solches[: nach Ablegung des Zeugnisses, das Letztere! ׳ ■irt, (s. Ch. •Misp. 37, 3). — Ich will 8chliess-| bemerken; wie der Talmud von der Massora und bald plene schreibt, wo die Letztere de*’ bt und bald umgekehrt. Vrgl. noch Notiz 64. 1 )3 Labbathai Cohen fügt zu Kuro’s (ursprünglich] Maimuni’i) Wor!en (Jor. Dea § 267 S. 47):י אנו •לסדים ״ מה:; לצדוקים im ש״ך jiit 59 noch:יוקראין שבזמן הזה׳ hinzu, als wenn קראין und אדוקים zwei verschiedene י Secten bszeichne. Allerdings ist dies historisch der;- Fall, da bekanntlich die Entstehung der Sadducäer im 2., die der Karäer ilm 8. JahrhJ angenommen wird allein hei den RabbinCn werden beide Secten als idea tisch betrachtet, Bartinoro zu Jadajim c. IV m. 6 erklär r die Ka(ftpf geradezu als Ueberreste der Sadducäer •;! ihren j! ten; s. das gedachte bemerkep was Bet המלכיות! gen Namen nur von den Rabbaniten erhielp; Eis fällt übrigens auf, weshalb Sabbat hai Stelle und nicht auch dor. D. § 2, 8. 9 Zusatz njiächte, da er auch “ hier lit. 24 auf Bezalet 11 Response 1 recurrirt. — Wir möchten noch folgende 1J Tur führt zu § 267 nichts von צדוקים ״foseph erklärt:רבינו לפי שלא היו m כתב לצדוקים מצויים באותם allein dann sollte ei Tur aucfi nicht zu .§ 2 anlühren. Schliesslich wolle wir noch auf-das auffallenee Schwanken des הילל r. in eiesetn Punkte aufmerksam machen. Zu' J. D. § lit 4 ni nmt er eine sitrengere Norm für die קראים als^ für die צדוקים an; ibid § 267 lit. 8 sagte er dagegen" geradezu הצדיקים היינו הקראים בזמן הזה, dahingegen י sagt er zu Eb. Häs. § 45, s. 10 .: קראים כזמן הזה דיש להם דין כיתום קודם שעשאום י כעבו״ב גמורים also die leichtert! Norm, er adoptirt also bald, und bald gibt זן0ן die rigerose Ansicht Bezalel’s auf. 1 ' 87’ Zuweilen bezeichnet בן אי schlechtweg ״Levil^ z. B. Tirumoht.C. IV. 2, weshalb aber erklärt Rasdlii “ zu Jomi 38a in der Mischna בן! לוי mil מן הלוים üid ־ nicht al 3 Eigenname ,,Sohn des. Levi“? E,s wäre vi il-"[ leicht auf folgende Weise zu erklären Die häufig m; Talmud vorkommenden Namen mit Vorgesetztem p sipd; Eigennt ,men, z. B. ב' קטין. ב' ע1אי s. insbesondere Seite-1 kalim 0. V. 1, uud so erklärt Raschi ausdrücklich Git-:. tin 05, 6 בר קמצא als nom. prop. Sollte nun in in-[ serer M-scIma Joma לד p n pr. sein, so hätte Hsgro-־ nos zw5i solche Namen, was unwanrscheinlich ist; R.־: will aler auch nicht ,,Sohn des 1 Levi“ übersetzen, (da ii solche nähere Bezeichnung nur bei häufig vorkommjenden Ni nnen, der Verwechselung halber, Bötliig ist, 8. z. b. 1. mez. 36b zu Ende בר יהודה שמואל V; da Ha;ronos jedoch an. sich ein seltener Name! ist (er komm im Talmud nur in einer und derselben ftelä iää׳ in Jona und Schekalim vor), iso wäre jener Zu «Er überfli ssig, weshalb Rihn patrqnymisch erklärt. 81) Levy erklärt in seinem [so vortrefflichen Neab. mld. Wörterb s und C dunkel, schwarz sein, V. ״ דיהGeier‘‘ das Wort von,ך*יך; muss dann! aber in לבנית ,THfden/j schuutzigweissen Storlch verntuthen. Ich sehe mobt] ein, w arum er die von allen Lekicographen angeijommene Nach Ableitung von ״ ךאהschnell fliegen“ fahren lässt■?, iieser allgemeinen Ablehung ist חפילדל זו דיה לבנה £ so leisht verständlich (s. m. Zoo[, d. T. co 1