Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 43. (23.10.1878)
- Date
- 1878-10-23
- Page
- Seite 171 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Amoraim 2× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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80 wird es im Talmud ausdrücklich in diesem Sinne gebraucht. B. Kama 50a heisst is: ..החופר בורות־ כנץ אלו החופרין לאושין •״• Was Raschi selber übersetzt: יםוד לחומת הבית er gräbt den G־und für die Mauer eines Hauses, und als wäre es-damit noch nicht genug, erklärt •Raschi im nächsten Satze אויצין geradezu mit בור Grube — והיינו נמיו בחופר בור —( wer אושין gräbt, gräbt Gruben. Wenn nun .אשיש ,אשיר, chald. אושץ auch Stütze, Grundfeste!bedeutet, so ist das Wort doch später als der gegrabene Grund — Grube — gebraucht worden.*) Bedeutet nun אשש graben, als nomen אשיה die Grube, so war, bei dem schwach anklingenden א^^ Lautähnlichkeit mit ששי gegeben. Bedeutet das Eine Grube, so muss das Andere dasselbe bedeuten,**) der Talmud erklärt daher richtig ששי mit שמשים שחתות, er macht Gruben in der Erde, ähnlich wie Talmai ״ תלמיםFurchen“ ziehjt. An שיש Marmor ist dabei nicht zu denken.***) So [wären denn die drei Helden ihrem Range gemäss äufgezählt. Achiman ist der Rechte (auch der Rechte, der Stärkste) unter seinen Brüdern. Ihm :folgt Schesahai, dessen Tritt Gruben gräbt; der Dritte ist Talmai, der Einschnitte, Furchen in die Erde macht. Einiges ül)er die Stellung der Tosefta. Von Dr. J. S. Bloch in Brfix. XIII. (Fortsetzung jvon Nr. 39.)! In ßerachoth 20 a. und ti. Mischna נשים ועבדים וקטנים וחייבין < * י בברכת המזון referirt der Talmud eine Discussion zwischen den Amoräem Rabina und Raba:?בהמ״ז דאוריתאיאו דרבנןi א״ל רבינא לרבא נשים למה נפקא מני׳ לאפיקי רבים [אחרים .1] ודי חובתם Nun lesen wir in Tosefta Berach. 5,18 (Z. 5,17): נשים ועבדים וקטנים('פטורין ואין מוציאין הרבים [אחרים.1] י״ח •באמת אמרו אשר. מלרכת לבעלה יבן לאביו יועבר לרבו Zur Beantwortung der von Rabina aufgeworfenen Frage citirt ihm Raba die Tosefta, aber, wohlgemerkt, nicht den ersten Theil derselben, wo die Frage klar und bündig, entschieden sondern den zweiten Theil באמת אמרו, den er ausserdem( noch missverstanden. Denn אשד. מברכת לבעלה oder ב שברך לאביך bedeutet *) So wie man sagt: ,,Han gräbt den Grund,“ Worunter man die unterste, feste Stütze für einen Bad versteht, obgleich man nur die Gfube gräbt, in welche diese Stutze gelegt werden soll. **) Auffallend ist die Aehnlichkeit des Ungarischen asni (lies aschni) Stamm 48 (äsch) graben — 484a das Graben, Asiat die Grube. ***) Nimmt man אשיותא 04 אשיה in der Bedeutung von Grube,' Graben, so erklärt sich die Stelle Berach. &6.a viel einfacher als mit der Uebersetzung Aruchs. Daselbst heisst es: אמר לידן חזאי אשיתא דנפל יא׳ל־ נכסים ׳בלא מצרים קנית• ueber setzt man mit Aruch אשיתא m't Hauer — Raba würde also gefragt: Was bedeutet der Traum?: ״Ich sah eine Hauer einfalleu“, so steht die Deutung die Raba gibt: ״Du wirst Guter (Felder, Aecker) ohne Grenzen erwerben“ nur im losen Zusammenhänge mit dem Traume. Han muss dabei annehmen, dass Hauern als Grenzen der Felde(־ gezogen wurden, was wohl möglich, aber nicht wahrscheinlich ist, weil dieses Verfahren sehr konspielig gewesen wäre. Ueljersetzt man aber 1י® אשיתא Graben, sb-^eist das auf den Umstand hin, dass man damals wie jetzt als Grenzen der Felder Gräben geschnitten hat. Die Frage lauten also: Was bedeutet der Traum; in dem ich einen Graben einfallen (sich ver- ,schütten) sah? Da' die Grenze weggefallen, lautet [die Antwort richtig: Du wirst grenzenlose (weit ausgedehnte) Güter erwerben. *) In der Z.'scben Ausgabe fehlt פטוו־ין und in den Anmerkangen vermisst man einen Hinweis auf diese Lesart der Druckausgabe, welche, wie die Parallelstellen Tos. Heg. 2,4 (Z. 2,7.) Roschhasch. 2,4 (Z. 4,1) zeigen, einzig richtig. Vr!'L auch den fehlerhaften Druckbogen I. das. Ich vermuthe, dass such die Er-, fhrter 14 S. hat and bloe ein Druckfehler die Auslassung bet Z. verschuldete.[ Vielleicht ■ieht ■ich der gelehrte Herausgeber veranlasst, hiarttber Auskunft ad geben. 1 .1-1 . offenbar nicht, die Frau oder der Sohn sagen statt seiner die Benedictionen. Das~ wird ja im .T, Theil für unstatthaft erklärt: sondern die Benedictionen werden ihm von der Frau, dem Sohn, dem Sklaven laut vorcitirt, damit er, wenn er es sönst, nicht versteht, leise nachsagen kann. Aehnhch heisst es Succa 38 a: ^;שהי* עכך או אשד. או קטן מקרץ אותו עונה אחריהם מה שהם אומרים אלא תבוא לו מאירה. Mit Bezug hierauf citirt auch dort der babyl. Talmud unsere Tosefta, d. h. den 2. Thl., als Parallelsteile. Der jerus. Talmud erwähnt dieser Tosefta, d. h. auch blos des 2. 11118., an drei verschiedenen Stellen Berach. 3,3, Succa 3,11, Rosch haschana 3,10, und fügt die Erklärung dazu, indem an die genannte Mischna erinnert wird, die־ dasselbe klar und deutlich sagt. Darum wird dieser Tosefta hinzugefügt: •תבוא מאירה לאדים שאשתו ובנין מברכין לן Man nahm Aerger daran, dass Mancher in den Gebeten so wenig bewandert sein soll. Raba citirte, wie bemerkt, den 2. Theil der Tosefta, den er missverstanden, zur Entscheidung der von Rabina aufgeworfenen Frage und zwar dahin, dass es gestattet sei, die Frau statt eines Mannes die betreffenden Benedictionen vortragen zu lassen. Sein Gegner wendet ihm ein, der betreffende Satz der Tosefta beziehe sich blos auf einen Mann, der sehr wenig genossen und so- Zusagen hungerig vom Tisch: gegangen und die Benediction eigentlich gar nicht zu sagen hat. Diesen Einwand fand man einleuchtend und die aufgeworfene Frage blieb im Talmud ohne En tscheidung, weil man keine tanaitische Halacha fand, die dieser Frage vorgesehen hätte. Allein steht es nicht ausdrücklich in der Tosefta? An der von Raba selbst citirten Stelle? Heisst es nicht ausdrücklich נשים פטורין ואין מוציאין אחרים י״ח?’ Woher kommt es, dass Amor&er hierüber Contröversen führen?! Rabina wirft die• Frage auf als ein neuentdecktes Problem, er wendet sich an Raba, ob dieser aus ihm bekannten Halacha's Uber die Frage etwas za dedaciren wisse; in der Tosefta aber steht diese Halacha klar und deutlich ohne jegliche Controverse als ein altes anerkanntes Gesetz. Warum citirt nicht .Raba diesen The.il der Tosefta? Warum weiss Rabina nichts davon? Die Antwort kann nicht zweifelhaft sein: Dieser Theil der Tosefta ist eine spätere Interpolation,־ ist amoräischen Ursprungs. Es ist unzweifelhaft, dass jene Amoräer, welche .über diese selbe Halacha im Lehrhaus eine gesetzliche Entscheidung zu ermitteln suchten, weil in ihren Gesetaesüberlieferungen aus ta-' naitischer Zeit hierüber nichts enthalten war, dip citirte ־ Tosefta nicht in diesem Wortlaut vor sich gehabt haben können. Der Einwand, dass nicht jeder Amoräer sämmtliehe Halacha’s der Tosefta zu kennen brauchte, was sonst vielleicht sehr begründet und berechtigt, geht hieiP nicht an. Wir stossen allerdings sehr oft auf Toseftastellen, welche den Amoräern entgangen. Josua ben Lewi Meg. 4 a legt den Frauen die Verpflichtung des Megillalesens auf im vollen Gegensatz zu Toä. Meg. 2j4 (Z. 2,7); R. Jehuda Jebam. 17,b erklärt: יבם n*־»W שמתה אסור באמה, auch Rab, Samuel und Andere- Daselbst und Jerusch. Jebam. 2,1; 4,8, betheiligttA sich an der Discussion über diese Frage, während dB? Tosefta 6,2 (Z. 6 3) ausdrücklich bestimmt: מייסרת יבם שמתה פווחר באמד.. Desgleichen circulirt Nasir 4 a eine Halacha im Namen Raba's, die schon in der Tosefta 4,3 uns begegnet. AehnJiche Beispiele sind noch mehr aufzdführen. Allein! abgesehen davon, dass wir vielleicht auch* hier spätere Interpolationen tor uns haben, so itft die די ר י ■׳־׳ 'rl ■o •׳3h•־, I jg?■* ־ ■ift <־.?•