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Das jüdische Literaturblatt · 1878-09-18 · No. 38. (18.9.1878) · p. Seite 151

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 38. (18.9.1878)
Date
1878-09-18
Page
Seite 151 (sequence 3)
Language
German
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disten, all ihre erkünstelten Deuteleien lesen, und man Wird erkennen, dass die Lesart der Tosefta ׳ die einzig richtigeist. Freilich nicht die Erfurter Handschritt, welche gerade hier stark corrumptirt ist.[ (Forte, folgt.) ' Literaturbericht. Reer ■steif■. 1) Jeiiinek, Dr., Ad.,קונטרס הכללים. 2) — - " * מ "' הרףב״ם Wien, 1878. 1^, Picker’s Buchhandlung, (Sjlchluss.) Das Heft unter 2) soll eine Bibliotheea Maimumana sein י— aber nur zur Hälite, da es pur die. Li• teratiir des grossen Halachacodex שנה,חורה® oder יד :ך.חזקה enthält. Eis ist Schade, dass sich der Verf. dabei strenge an die vorgesteckten Grenzen deriTalmud- Literatur hielt, da die vollständige Literatur des M. sich leicht hätte anfügen lassen. Der Codex des M., dieses hausier werk systematischer Technik, bilde( eine Erscheinung in denn gesammten jüdischen Schrjftthuin von so grössartiger Bedeutung, von so weitreichender Wirkung, dass sich daran die Geistesarbeit von ] Generationgn und. Generationen anschloss, wie der Lichtschweif an den Kometen. Abgesehen davon, dass dieses Werk a|s eine den Talmud selber ersetzende religionsgesetzliehe Autorität vormals angesehen wurde,[ und auch heute noch im Oriente den gebräuchlichen ״Codex Kh־, die 'P1^^i8 bil4eti' Ist es bekanntlich zur Haupt-Ver-' sijichsstätte der dialektischen Gymnastik geworden, indem man versuchte, ׳die Conformität der recipirten Bestimmungen mit den Quellen zu eruiren, oöei־, wo diese anscheinend nicht nachweisbar war, die Entecheidungsgründe des Coditicators aufzutinden und zu rechtfertigen. Die Literatur des י״ד hat daher ineis( einen polemischen oder apologetischen Charakter (השמק).; be- «pndcfs warpa es^die sefardischen Rabbiner, die in ihrgn ■5Responsen oder dedsiven;Schriften theoretische Untersuchungen über die Abweichungen Maimuni’s von der quellenmäßigen Reproduction anätellten. [Man nannte cueselben לשונות הךמבם• Ha der* M.’schej Codex in Deutschland und Polen von dein Karo'schen verdrängt wurde, war diese Art der Casuistik in diesen Ländem weniger üblich. Dem Verf ist es gelungen, von iH Autoren aus den seltensten und Wenig gekannten Hßchern sog. לשונות הרמבם zusammenzustellen, die Anihlr aller voüi Verf. angeführten Nummern von Erngen, Noten etc. zum י״ד ist 186. Ec hätte frei- £11 ebensogut die ganze leligionsgesetzlicne Literatur ich M. citiren können, denn sie isl von ihm abhängig Äd ganz und gar von ihm durchsetzt. Bei;צ&דל' ען 10. 92) wird eme Notiz von Asuläi über die unvotlständigkeit dieses Buches mit einem Versehen beigebraclit: es fehlt] äach אין גלדלנו das Wort בח״נ, wonach zu den 2 ersten iTheilen des יד alles vorhanden ist. Es fehlt auch in diesem Hefte nicht an interessanten' literaturgeschichtlichen!Bemerkungen, so über R. Manoach b. Siuion Bedarschj (Nr. 130), über den Uebersetzer der Kesponsen des 1M, der willkürlich Responsen zum Theil abkürzte, nebst einer Probe des arab. Originals eines Gutachtens, deir Uebersetzung des Sohnes) M.’s Abraharn und des (Jebersetzers Mordechai Tammah. — Dem Verf. war es darum zu tfiun, so manche!!) Pilpulisten der da glaubt, auf Entdeckungen im M. ftusgeheo za dürfen, die Augen darüber zu Öffnen, was schon vordem von Anderen hierin geleistet wurde -job damit die pilpulistisebe Spielerei. sich abweisen lässt, ist eine andere Frage. . ' Dem Hefte sind Zusätze zu den vorat angefügt nabqt einigen interessanten Ät iqer! aäi S. 23,׳ A. 1, ein Citat aus dem handschr. 3£ן אברהם> des Abr. Farizol, worin er von einer Verbindung niielfe rerer' (getaufter?) Jaden in Spanien erzählt, dib däiiei midraschartige, von ketzerischen Ansichten erfülli* Schrift verfassten und darin die Namen der wirkliche!)’ Midrasch-Autoren missbj^uchten, was sicti aU lauter Fälschung herausstellte. &. 25 A. 1 Aus dem יורדים TJf eine Stelle über Andacht im Gotteshanse, wofür Christen Muster sein können, und über Thierse] 9. 28, Ä. 1 ein Citat, aus ימדרש נעלם woraus erei_ lieh, dass die Him mels-Mahlzeit der Gerechten auch Vüif den Kabbalisten bildlich aufgefasst und nür als CbJP cession an die Kleingläubigkeit der vergeblich d^r ׳felf lösung harrenden Masse die sinnliche Auffassung bep'־ behalten worden sei ,.Den Schluss bildet die VdrBÄäiV־ lichung der Erklärung des in Wien handschriflHetf > handenen ר׳הלל zura Abschn. צוחקתי des נ£סםרא ‘ wegen ijires Al.(ers und der kurzen, ' - Haltung wegen von Wert)! ist. l־i Notizen, 1) Zu T«r8chi&elv Her!• Dy. Grüpebgu im Literaturblatt Nr 35, dass das Genesis Cap• lQ,4u־— benannte Tarscliisch Tartessus in Spanien ist, das. grie-, chisch auch Oapsrjiov heisst, kann nach allen Stellen, wonach es jedenfalls im fernen Westen zu suchen, isfe. keinem Zjyejfal anterjj.eggn, Es, geht aus der Vöikertaf^r selbst hervor. Alle neben' Tprschisch ge1 nannte Länder und Völker sind westlich zp. sqcJbjpi., Dabei hjüsseu wjj gleich: bemerken, das» von. KiÖUO, Cypernj und Dodaniifl, dip gegen Westen, [liegen,׳ hach, Spanien eine zu grosse, weite Strecke ist, als. daäft man dieses mit jeinem in .Beziehung bringen könnfe. Dem Herrn Grünebaum ist es also mit Recht auffallend!* dass Tartessus eine Colonie der Griechen jheisst, währ, rend es überall und anch sonst in der Bibel, wie es scheint, als eine Colonie der Phönicier gilt. Herr G, ersucht nun Philologen ex professo um freundliche' Mittheilung, ob sie nicht auch in griechischen Schrift- Stellern eine Nachricht finden, dass Tartessus nrsprünglieh eine Colonie der Griechen war■ leb zähle nicht zu den Pnflologen, halte aber auch nicht Tar.r schisch für Tartessus in Spanien, sondern für T arsus in Kleinasien, eine grosse, Mühende Handelsstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Cilicia. Neben deiife Handel, der durch den Cydnus, heute Kgra-Sa, d. 1. das schwarze Wasser und das nahegelegene Meer mit einem guten Hafen begünstigt wupdeu!Nptynqft^wiir' : Jawan 1Ür Jonien, 8b ist diq Züsftmuprjtstqllurig’ iä dar Völkertafel ganz genau. Nach Tarsus haÜSalomon mit den Phäniciern Schiffe geschickt. Tarsus war auch eine Colonie der Griechen und wurde von den Phöni- ן־ eiern eine Zeit lang besessen. Plinius nennt Tarsüf ־ (VerS 22) eine civitas libera, meine Freistadt,* sowie Jesaias 23,10: ״Kein Gürtel mehr‘‘. Noch jetzt ist Tarsus diq grösste Stadt Ciliciens und der wichtigste, Ort; im Ejalet Adana mit 30,000 Einwohnern. VoM ilten Tarsus sind nur einige Ruinen, vorzügliciöh <fie (Jeber-. reste eipes Theaters vorhanden, die mit Grstrüpp über- ר wachsen sind. . Der ehemalige Hafen, von dem Strabo redet, an der Mündung "des Cydnus, ist gl sichfatls vfersch wunden. Als Hafen für das heutige Tai sus gilt eintj - schlechte Hhede beim Dörfchen Kasalu. ’ 7"י Krakau, 2..9. 1878, Dp. Duschak. 2) . Replik. Wenn dem שסע בין אחיכםauch in. der literarischen Kritik! ׳eine Berechtigung zugestandenJ wird, so: dapf ich vielleicht am so eher hoffen, dass Sie mir anlässlich der Recension meiner ״Eestpredigten" Nr. 14 djäe Wort, gönuen, als icb Sie mcht sowcSläu <fiaer :4 Mä mm 4

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