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Das jüdische Literaturblatt · 1878-09-18 · No. 38. (18.9.1878) · p. Seite 152

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 38. (18.9.1878)
Date
1878-09-18
Page
Seite 152 (sequence 4)
Language
German
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׳W יי ז — 152 — ,persönlichen Bemerkung* um dasselbe bitte, sondern weil es eine Prinzipienfrage berührt. Es ist n&mjich nicht das erste Mal, dass an meinen Predigten das Hereinziehen von Dichterversen tadelnd hervorgehoben wird. Gewiss ist־dieser. Tadel vollkommen gerecblfertigt, wo dies in ausgedehntem Masse geschieht, oder wenn der Vers bei den Haaren herbeigezogea wird. Warum aber 8011 ein Gedanke in einer Predigt nicht durch rythmisch melodische Verse illustrirt wedden dürfen, besonders wenn sich der die ganze Hede oder einen Haupttheil beherrschende Gedanke in kerniger, stb&rf pointirter Kürze darin ausprägt? Ist ein guter wohlangebraehter Vers weniger als jede andere rhetorische Figur? Soll doch sogar nach dem Midrasch die synagcgale Rede jede Wahrheit durch ein volksthümliebes 8prüchwort bekräftigen (Vergl. Duschak, Geschichte des .jüdischen Cultus S. 286). Ich meinerseits möchte vielmehr, gestützt auf mehrjährige Erfahrung, ein massvolles und'uogezwungenes Anbringen trefflicher poetischer Stellen als anziehend und zweckmässig empfehlen: anziehend, weil Sie die Monotonie der Prosa anmuthig unterbrechen, dem Zuhörer gleichsam eine schöne Blume auf dem weiten Gefilde der Prosa darbieteii und 8b die Aufmerksamkeit beleben und das Interesse an dem Vortrag fesseln; zweckmässig, weil sie der Fassungskraft und dem Gedächtniss bedeutend zu Statten kommen. Wird dies aber z ugestanden (von u ns nicht. Red.), so bleibt dem deutschen Prediger4mr die Wahl zwisehen eigenen und fremden Versen, und da nicht jeder Prediger zugleich ein klassischer Poet ist,.so wird er den -guten V ers eines Schiller oder Petöfy einem 8 c h l e c hten eigener Fabrikation vorziehen. Ich wüsste nicht, inwiefern der Würde und Selbstständigkeit der jüdischen Predigt dadurch Abbruch geschieht, dass ein Gedanke, der ira Texte wurzelt und organisch aus ihm herausgewachsen ist, und der überdies mit biblischen und hagadischen Stellen belegt ist, auch in dem Verse eines profanen Poeten sich spiegelt Eher möchte ich behaupten, dass dies den Univerealismus des israelitischen Ideenschatzes bekundet und hierauf das Wort anwenden יפת אלהים ליפת וישכן באהלי שם *die Kunst der Japhetiten ziere und schmücke die Gotteshäuser*) der Semiten.“ Buttenhausen (Württemberg). Rabbiner Stern. *) ״Gotteshäuser“? — das steht nicht, sondern ״Hütten“; gerede darauf kommt's hier an. Parallelen aus modernen Dichtern und Hidraschstellen sind ja sehr schön, aber sie gehören nicht auf die jüd. Kanzel, sondern in Anthologien. Etwas Anderes ist'saucb, ein geflügeltes Dichterwort oder eine kurze Öentens za ritiren, als ein langathmiges Gedicht 1. B. über den Frühling a. dgl. von der Kanzel herab declamiren, (Red.) jOon 1• JOttobev ab ®irb — »m den Sniprücfien be#!fiubltfum« in bet ooQfommenften Seife!u genügen — ba# Setlinft Sageblatt täglich ütt>ei1»qt, •MOftrl. ^1l <&egnnMrtt£t Xufla^r alt SRprgeaaaMtben bblatt erfdbeinen, 0|)>e btu ftbonnemeatfipr({• ju erhöben. iburch biefe *rttenmg wirb ba« ״Berliner 4, ntittef# 9 Ute eintreffenben politif den Xa#e*U11" in bet 8a«e fein. nicht mit mir bi* $ mu> einem «tttföhrUdiet« her sst güBe unb SiWerVi* her 3nfotmatia־ nrn, fonbem auch an Sekwctligfrit, mit ben erflen Organen ber bentfehm Xageipreffe er> fslgreich in bie Schranfrn |u treten. Such in bt* entfernteren Zbeile be# beutichen Seiche* Wirt H fortan bie SsIitifA<*> fowie £att* < Bei#• nnb 8#rf****4tt4tten au« Berlin, wie an« allen Scntralpuntcrn ber Bolitü unb be« Settoertehr«. mit einer •eflpDiUbigfeit tu tragen aerwbgen, wie iaum etn andere« Blatt Set grab« Otti# ¥0u Dpe|Ui«f»0m* IlWSttSft« an allen Sauptplägeii, fomie bie autgetehntefle Benugnüg be« Xrtegraphen ge• währen Dem ״SerUme« *Ageblaet* ben Boriug, bag •* burch bie ihm täglich nun gsilsnt!ugehenben iasfltyrli^enSpejiaüeUgranratt «Heu anberen 3eitungen mit feinen neue ft en politifchen Xachctchten ooraneilt. Sic älbcnbaufigabc be« ,Berliner Zaget Matt,* welch« bereit* am nächfien Wotgeu in «len X heilen Seutfchtano* ftch in Den iänben Sour« bericht ber Berliner 9Hitt«g«p#rfc, auch noch bie » n Dem eigen« errichteten Mrt«we11t«ttfd*1t dnttan be# ,©er« Ulte» Sägeblatt* rebigirte erfie välfte ber HammeroerhanDluugen enthalten. XHe bi«her in Beutfchlan) ungetannt grofse Verbreitung birfer gänjlich unaWjängigen, freiftnnigen geitung (gegenwärtig beftgt biefetbe mehr ot« 71,000 Bbonnenten) (»rieht mohl am XeuUichften für bie ®ebiegenheit unb Meid)hattigteit ihre« 3n־ halt«, unb berfleffuhtigt man zugleich Die aufjet« erbentliche Bidigfeit bei bet!fülle De« geböte» nen Stoffe«, fo lonn Da* ״Berliner»Xageb(att" > mit feinet täglich )toeitttaligen Kuägabe mit oollem Jlecht al« rci^ljaUigfte nnb biUigftc bcutfdjc 3citung empfohlen metben X>ie DettboofUtt Bei• gaben: Da« illttftrtetc SBihblatt ״Ult“, fo« wie ba« beUetriftifche SochfnbLtt ,©erliner ©attlttagiblatt*, erfreuen ftch einer allfei Soeben ift erfc^ienen unb 00m Sec• faffer ju begehen : [1334 מגיד ליעקב■ ®ottebienfUtye Öortrage oon 91 a b b i 11 e r Salaasn &ttg#fc(ber in 9teichrnau bei Kille nfchmert (öähmen). Obige Sammlung enthält g e ft«, © a b« bath« u. @eleg nheit#reben u. toirb gegen Ginfenbung oon 1 fl. ö. K. 00m SBerf. franco unter Streifband oerfanbt. Soeben erfchien: ״®rfolgreicfffte Behanblung ber B^ninbfn^t burch einfache, aber bemährte Wittel." — fßrei« 30 Big- — Ätanfe, welche glau־ ben an tiefer gefährlichen Jtranfheit ju lei« Den, wollen nicht oetfäumen, ftch obige« Buch anjufchaffen, e« bringt ihnen Xrofl unb. fomeit noch möglich, auch bie erfehnte Teilung, wie bie jahlreichen Darin abge» bruetten Xantfchreiben beweifen. — Slot« räthig in ber Bu$ha »Ölung oon C.©nattfO ftachf., Igt. $1>fbu<hh. in Wagbebutg, welche auch baffelbe gegen ®infenbung oon 35 Bf• franco pec B°ft überall hin per• fenbet. __ (1239־ ber Befer befindet, wirb, aufcer ben bi* 9t*df» tigen änettenmmg. 3mgeu!tte10n be« ,iBetlinet Xagcb(att* beginnt im Saufe be« IV. Quartal# ein neuer, jtoeibänbtger Sioman: ״ ^orftaietjlet" von $kltl)0ltl SuerblUt). Der!Käme be« gefeierten beutfthen <&rgät)lerd überbebt un« jeder Snpreiiung eine# Kerle#, roeUfie# ben dichter oon einer gau) neuen Seite jeigt. 9Jeb«n biefem übetau# f eff ein ben 9loman roirb im geufleton überbie« bem Xfceater, ber ffnnft unb 9Siffenf4>aft befondere Bnfmerfiamfeit geroibmet. Der Sbonnementepcei« für da« täglicp jtoeimal, SDtorgenä unb tlbenb# erfcheinenbe (Betliaer Sägeblatt' nebft 0W\“ unb _E «vn w »ierteljabrli4> «Scribur Switägfllglt" J|J|J 5 H!(, «Bf. für alle btei beträgt na<§ Die oor ” ’ Clätter jufammen. ÄUe Xeitbippftäater nehmen jeberjeit 9efteQungen entgegen, und toirb im Sntereffe ber Bbonnenten gebeten, redpt frfib)eitig ba# Abonnement anjumet■ ben1_bamit_bie_^ei«bunfl de# glatte# oon Beginn be« Quartal« an prompt erfolge, _ »O*äiw0etBeh«r^3äS«ür Pr. Rakae^ in JUgdebneg. Druck von C. 8charnke ln Barby. Y erlag von Robert Friese in Leipzig. .«1 •ג! »lt"e _> ג"®!!®*5 יויוןןו! ו « ill!ls« « S JO ש 3 נד ס ®י״ X ff״ S?8 5 כס O : 1״ מ . rv, *•מי» ״ »o § 2 21־ ״m •2׳5 ־ ö S c . .Ar ,

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