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Das jüdische Literaturblatt · 1878-08-28 · No. 35. (28.8.1878) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 35. (28.8.1878)
Date
1878-08-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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-1■ י1״> -י«W4 h |״»י.יו HJJ»,!P4l*1pp!1«|ppp^p^ppi^| UTo. 85• Das •I ahrg. V JLl. Jüdische Literat -׳/ \ Herausgegeben C ץ Zar Beleuchtung dler Jaden- Bäcker der einschlägigen Lithun and Jaden betreffenden termtnr, welche der Red. des literarisch. Erscheinungen auf Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. ״Jüd. LltemturbUtt“ ln Mngdem Gebiete der PhUosopbie, deburg (oder der ״Israelit. Geeehicht6,Ethnographl6,The• —־-— ... Wochensehr." ln Stettin) zngeologfo,Orlentalia, Exegese, Ho• 1andt werden, flzda in dieeean atlettk, Liturgik, Pädagogik. Mngdebnrjf, 38. Augpiat IST1®. Blntte eingeh. Bespreeknng. Das ״J&dlaeHe I<tterat11rbiatt“ erscheint Wöchentlich; Preis bei allen (in Lei pzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Hark־, bei der Expedition der ״Israelitischen W! firankirter Zusendung: 8 Hark. — Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die viertcliä handlungen 3 Hark 30 PC kostet]־ erhalten das ״Jüdische Literaturblatt“ gratis. — Insel spaltene Petitzeile, büchhändlerische Beilagen mit 13 Hark berechnet. Oie Expedition ostanstalten und Buch handlangen 1 ichenschrift* in Hagdeburg mit directer irlich bei aller Postanst&lten und Bachte werden mit 20 PC für die dreige- Israelitische) Wochemehrift“ 1er Inhalts Wissenschaftliche Aufsätze: Saadja's Glauben und Wissen, auB dem Hebräischen übers, v. Dr. Phil. Bloch (Posen). — Tarschisch. Literaturbericht: Recensionen: Hüller, J. G, des Flavius Josepbus Schrift gegen den Apion. — Adler, Dr. L., der Jabel des deutschen Volkes. — Adler, Dr. L., Das Märty rerthum unseres Kaisers. — Notizen. — Berichtigungen. Saadja’s: ״Glauben und Wissen“, aus dem | Hebräischen übersetzt von Dr. Philipp Bloch (Posen.) (Fortsetzung.) Nun diese Vorbemerkung klar gestellt ist, sage ich» dass unser Gott uns kund gethan, dass alle Dinge geschaffen sind und dass Er sie aus dem Nichts geschaffen, wie es heisst: ״Am Anfang schuf Gott Himmelund Erde“ (I. B. M. 1,1); ferner: ״Ich, der Ewige, habe das All geschaffen, spannte allein den Hifnmel äus“ u. 8. w. (Jes. 44,24). Dies hat uns Gott durch Zeichen und Wunder beglaubigt, und wir haben es angenommen. Alsdann habe ich diesen Gegenstand untersucht, 01! er sich durch Spekulation ebenso bewährt, wie ds auf orophetische Weise geschehen, und habe aus vilelen Günden gefunden, dass es der Fall ist. Aus ihrer] Gesammtheit will ich vier Beweise darzulegen michlbegnügen. Der erste unter ihnen beruht auf der Ejndlichkeit. Von Himmel und Erde nämlich ist es klat, dass sie endlich sind, da die Erde in der Mitte sich befit.det und der Himmel um sie herumkreist; hieraus ft lgt, dass ihre Kraft ebenfalls endlich ist. Denn es ist unmöglich, dass die einem endlichen Körper angehöreade Kraft unendlich sei, es würde dies den allgemein bekannten Satz Aufheben. Wenn nun die Kraft, die jene erhält, aufhören kann, so ergibt sich hieraus[ dass jene einen Anfang und ein Ende haben müssen.1)[ Als dieser Beweis sich mir erschlossen hatte, habe ich ihn teiflieh erwogen und wollte nicht früher das entscheideide Wort darüber aussprechen, als bis ich ihn wirk ich klargestellt. Ich sagte mir, vielleicht ist djie Erde nach ihrer Länge, ihrer Breite, ihrer Tiefe pnendlich; ich antwortete darauf, wäre dem so, könnte idie Sonne sie nicht umkreisen, so dass sie ihren Umlauf in einem Tage und einer Nacht Einmal vollendet und j von demselben Orte wieder aufgeht, an dem sie gestern aufgegangen und an demselben Orte wieder untprgeht, an dem sie gestern untergegangen, ebenso der Mond und die übrigen Sterne. Alsdann fragte ich mich,! vielleicht ist der Himmel unendlich; ich antwortet^ hierauf, wie könnte dies sein, bewegt er sich doclj in seiner Gesammtheit und rotirt beständig um die Erde her1|m. *) Der erste Beweis geht davon' aus, dass dit Welt dem Raum nach nicht unendlich ist, mithin ist sie auch defZeit nach endlich, d. h. geworden und geschaffen• igl ■fiaUan *LH Wir können schlechte ־! nur die in unserer Nt: dings nicht annehmen, dass es ,ho befindliche Sphäre ist, welche rotirt, das Uebrige jfedoch zu gross sei, als dass es rotiren könnte, weil wir mit kennen vermögen, was unserer Vernunft nur das zu ereben rotirt, darüber hinaus aber uns Nichts mehr denken können, geschweige, dass wir _ 1 TTi - A 1 1 » .. » - a 1 1 A a « «״ a 4 aa /•a« iin oa AA es als Himmel glau nicht1) rotirt Ich 1en sollten und sagen, dass. es forschte weiter und fragte, vielleicht gibt es noch vie le Erdsysteme und viele Himmel, _ 1 _L J T : 4 וaa :k^A »a immel das ihm zugehörige Erdiss unendliche Welten existiren dass dies von Seiten der Natar is Erdelement kann sich der Nades Feuerelements befinden und auch der Natur nach nicht die Luft unterhalb des Wassers, weil Feuer ind Luft beide leicht, Erde und lind. Ich weiss demnach, wenn 1 .usSerhalb dieses Erdsystems vorvon welchem jeder I System umkreist, so d würden; ich sah aber, unmöglich sei, denn d tur nach nicht oberhalb Wasser beide schwer etwa eine Erdscholle handen wäre, so würc e sie den ganzen Luftraum und den ganzen Feuerraum 1 den Boden dieser Erde { durchbrochen haben, bis sie auf gelangt wäre; ebenso wenn eine Wassermasse sich auss3rhalb unseres Wassers befände, würde sie den Luftuid Feuerraum durchbrechen, bis . sie zu diesem Wasser gelangte. Ich habe es also vollständig festgestellt, das 1 es keinen anderen Himmel gebe, als diesen und keine andere Erde als diese, und!dass dieser unser Himmel endlich, und dass diese unsere Erde ebenfalls endlich sei. 'Wie aber ihre Körper eine - Grenze haben, so bat auch ihre Kraft eine Grönze, sie gelangt schliesslich zu einem Endpunkt, über welchen sie nicht hinaus kann; sie k innen nun anmöglichweiter bestehen,wenn diese Kraft g!schwunden, und bevor diese existirte, können auch jene 1 licht vorhanden gewesen sein. Ich fand auch, dass die heilig e Schrift die Endlichkeit derselben bezeugt: ״Von einem Ende der Erde bis zum andern, von dem einen Ende des Hin mels bis zum andern“ (V. B. M. 13,8); und ebenfalls bezeugt sie, dass die Sonne um die Erde rotirt und jeden Tag wieder zurückkehrt: ,die Sonne geht auf, die Sons e geht unterem s. w. (Eccles. 1,5). Der zweite Beweis beruht auf der Zusammensetzung aus Theilen und der Verbindung von Gliedern. Ich sah nämlich, dass die Körper verbundene Thetle ■ und zusammengesetzte Glieder sind; hierin aber liegt mir ein deutliches Anzeichen vor, dass sie das Werk eines Wirkenden und einer Schöpfung sind.*) Alsdahn. *) Der Gedankengang lässt ־keinen Zweifel da!|über, da88^ im Text לא ausgefallen und wiederhergestellt werden Jnusa, daha(£Q. lesen:. . ... . ״ , •ושהוא לא סובב ג) Der zweite Beweis feht davon aus, dass A.116S״ w der Welt zusammengesetzt ist. Kur das Einfache kanh ursprünglich. sein, das Zusammengesetzte muss einen Urheber hfben, der die Verbindung herbeigeführt nnd eine Zeit, in der d'e Verbindang eintrat; mithin ist die Welt geworden und geschaffen. t^lbäuaihMliki^di

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