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Das jüdische Literaturblatt · 1878-07-17 · No. 29. (17.7.1878) · p. Seite 115

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 29. (17.7.1878)
Date
1878-07-17
Page
Seite 115 (sequence 3)
Language
German
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י niss ausgeht und letztere diese durch die Darreichung der materiellen Gesetzeskunde zu gewähren bereift ist. Die Antwort erfüllt so nicht die an sie zu knüpfende Erwartung. Den רשע anlagend stimmen alle Relationen j dem Inhalt nach überein, von der verschiedenen Pormiwird später, sobald die formale Seite zur Behandlung gelangt, die ־Rede sein. j Nun kommt die grösste Schwierigkeit, verursachtdurch den טיפש im Jeruschaltni. Aber auch dieses ftäthsei hat seine Lösung. Der טיפש vertritt die Frage מד. זאת. Ihr legt R. iChija wohlbedacht die Bedeutung bei — um sie gerade injhrein innersten Kern von der dem חכם zugeschriebenen zu hnterscheiden — dass sie sich auf die Erkenntniss, auf das Meritorische des Relgionsgesetzes bezieht. Die erteilte Antwort bewegt sich in gleicher Richtung: אף אחה למדו הלכות דפסח• besondere Hervorhebung der in der Mischnah enthaltenen Tradition: אין מ{£טירין אחר הפכח אפיקומן hat zu mehrfachen Erklärungen Veranlassung gegeben, die sich jedoch als unhaltbar erweisen. Auch die allgemein verbreitete Auffassung, dass das ganze Pessachgesetz inclusive des אין מפטירין,! welcbes den Abschluss bilde, gelehrt werden sollj hält nicht Stand aus dem allereinfachsten Grunde,! dass אין מפטירין eben nicht den Abschluss bildet, es folgen noch mehrere das Pessach betreffende Halachi’s in der Mischnah Man müsste denn annehmen, dass diese H&lach&'s erst später hinzugekommen, was jeden Anhalt entbehrt. Durch den Zusatz: שלא *הא עומר מחבורה זו ויכנס לחבורה אחרת, der sich bios im Jerusch. befindet und die Erläuterung jener Tradition bildet, löst sich die Schwierigkeit. Mit der Heraushebung ׳jener das Pessach betreffenden Tradition war ein Doppeltes bezweckt. Der Sinn derselben war Gegenstand der Controverse, wie aus Jerusch, und Babli ersichtlich, darum soll bei der in Rede stehenden Belehrung aus der Gesetzeskunde jene dunkel gehaltene Tradition besonders hervorgehoben und erläutert werden.! Das Hauptmotiv liegt jedoch anderswo Von der Unwissenheit, Beschränktheit und Dummheit des טפש die Verletzung einer solchen Vorschrift war zu befürchten, die mit der Würde und Feijerlichkeit der Feste zusammenhängt. So wird denp aus Vorsorge die traditionelle Verhaltungsregel des אץ מפ(פירין mit der Erläuterung des ♦ ♦ 4 שלא יהא עומד יn d'e Hand gegeben, wodurch der in der Mischna enthaltenen Forderung: ♦ p ולפי־דעתו של zugleich in weSterem Umfange Rechnung getragen wird. ן Das diese Tendenz entscheidend vorgewaltet hat, zeigt folgende Zusammenstellung. Im Babli (Pesiachim 119b.) wird gefragt מאי אפיקומן? darauf beginpt die Controverse mit: אמר רב שלא יעקרו מחבורה?הבורה Diese Erklärung gleicht vollkommen der in dqr vorliegenden Boraitha des R. Chija gegebenen, und Rab. mag sie auch aus dem Lehrhause des R. Chija, {dessen Jünger er gewesen, gehabt haben. Nur ein!Unterschied in der Form tritt hervor, und der ist sehr bezeichnend. Rab wendet in seiner Erklärung den Plural an entsprechend dem Plural des אין מפטירין( in der Mischnah; in der Boraitha jedoch wird trotz des Plurals die Erläuterung in Form des Singular gegeben שלא יןיא ׳.עומד*,* Aus welchem Grunde? Weil hier die Krläuterung an den טיפש als wohlbegründete Verhaltunjgsregel gerichtet wird, weil jn blosser Rücksicht auf sei n!Wesen das Ganze besonders herausgehoben ist. Unter diesem Gecichtspunkt gewinnt die Stelle der Boraitha ejrst die rechte Bedeutung. Auch ein anderer Unterschied in der Form verdient Beachtung. Während Räb sich ganz unbesimmt ausdrttckt ימחבורה להכירה Heisst es | in der Boraitha des R. Chija mit demonstrativem [ Pronomen * * * מחבורה זו, denn hier ist das Augenmerk auf die חבורה gerichet, an deren Tafelrunde der,טפש Theil Dimmt. Aus der ganzen Ausdrucksweise ist die Tendenz ersichtlich. (Vergl. den Commentar des Moses Margolioth.*) Wie ist nun der Passus, der doch dem טי0ש so gut steht, auf den חכם übertragen worden nach der Fassung der P.-H. und ilech.? ן Folgende Stelle der Mech., die sich in unmittelbarster Nähe des hier besprochenen Referates befindet, giebt darüber Aufschluss**). Dieselbe lautet: ד״א נ!ה 'העדות ר אליעזר אומר מניין אתה אומר שאם היתה חבורה של ד כמים או של תלמידים שצריכין לעסוק בהלכות פסח לכך נאמר מה העדות * *. Nach diäser midraschsehen Auslegung, die R. Chija nicht kannte oder nicht berücksichtigte, bezieht sich Deuter. 6. 20. auf die Beschäftigung mit dem Religionsgesetz des Pessac 1,' der die Gesetzeslehrer und deren Jünger in feierlicher Festeszeit sich widmen sollen. Was hier Iden ח3סים und תלמידים gilt, wird nun dem חכם, der siclj doch auf Deuter. 6 20 stützt, mit um so grösserer Bereit- Willigkeit zuertheilt, als man dafür hielt, dass <lie Gesetzeskunde an der Seite des חכם sich an viel geeigneterer Stelle befinde, als an der Seite der קפש oder תם. Auch die Harmonie zwischen Frage und Antwort ist hergestellt durch den Wechsel des Sinnes in der Bedeutung der Frage. [ So ist die Umbildung dieses Punktes vor sich gegangen, bjei der der תם immer noch höchst glimpflich davongekpmmen — ein bekanntes Sprüchwort kommt unwillkürlich in den Sinn — indem er der einzige Vertreter unter den Vieren ist, dem ein ganzer Schriftvers aus Frage und Antwort bestehend zuerkannt wird. Beim שאינו יודע לשאול keine andere Differenz hervor, als dass im Jerusch, der Vers והנדת לבנך fehlt, was, da nach der Einleitungsformel did Thora von vier Söhnen spricht, den Abschreibern zdr Last fallt. Sollten nach voranstellender Auseinandersetzung noch immer Bedenken bezüglich der ursprünglichen Gestalt haften, auf welcher Seite sie zu fincen, so werden sich dieselben angesichts des aus der BBtrachtung der Form, der wir uns nunmehr zuwenden, neu gewonnenen, mit dem trüherh in eflgSte Gemeinschaft tretenden Beweismaterials'vollends verlieren. H Als Einleitungsformel hat die Mech. eine!eigene Wendung, welche durch die exegetische Richtung dieses Werkes vollkommen erklärt ist. Im Ganzen Tist die! Form der Boraitha eine breiter angelegte, das tritt namentlich beim Punkte des ר*שע augenfällig hervor. Nach der gewöhnlichen kritischen Messung pflegt innm der Breite ein jüngeres, der Kürze ein früheres Alter za vindiciren. Dieser chronologische Massstab hal indess nur dort seine Berechtigung, wo sich in der breitem Anlage Entbehrliches, Uebcrflttssiges vorfindet. Anders verhält es sich in dem Falle, wenn die grössere AttsfätKrlichkeit und Weite sieh als unentbehrlich erweisen, und der Fall tritt dort ein, wo ein neuer Stoff zum ersten Mal zur Verarbeitung gelangr. So bedurfte das: מה *) Sämmtliche in den Talmuden zu אץ מפטירין gjegebenea Erläuterungen befinden sieh im Einklang mit dieser Tendenz der Boraitha, denn nach allen wäre eine Anweisung für das Vorhalten des טיפש geboten. Die Leseart des Jalkut, die Wiederholung des אמור (■!ן vor אין מפטירץ i8t 8,*br passend, kann aber eigene. Erfindung des Verfassers sein, wie-z. B. die Reihenfolge dies טיפש nach dem חבם eigenes Product zu sein scheint, um einen natür-’ licheru Gegensatz hervorzubringen. . 1 **) Das יד״א far dessen Streichung Friedmann keinen Grund zu finden weiss, ist mit Recht zu streichen, da doch mit Aemselben nichts Neues geboten wird. In der Aufführung aes n—— ist ja die Deutung des R Elieser impiieite enthalten Sb die Stelle, die dieser in der Hechilta angewiesen, gut gew 1 * I

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