Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 24. (12.6.1878)
- Date
- 1878-06-12
- Page
- Seite 95 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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**mm fAT'׳r*n־ ■ ■«וזי len. Man sehe sich ferner den ganzen zweiten Abschnitt des Traktates Megilla an, und man wird finden, dass er mit blosser Ausnahe von H I. durchaus nicht in diesen Traktat hineingehört und in viele andere hätte vertheilt werden müssen. Wie viele Halacha’s begegnen uns doppelt? Man vgl. Schebuoth 8, 1 mit Baba mez. 7, 8; Babt, B. 9, 1 mit Keth. 13, 3. Jebam. 1, 1 mit Jadaim 1, 2. Gittin- 6, 5 mit Tebul Jom 4, 5. Auch diese Erscheinung kann gleich den! andern blos auf den Umstand zurückgeführt werden, dass der Redaktor bei Behandlung des einen Traktates den andern nicht mehr imGedächtnisshatte; er bepaSs aber nichts Schriftliches, um sich conlroliren zu könneh (F. f.) Literaturbericht. Recensionen. Lewy, Mischna des Dr. Ueber einige Abba Saul Berlin wenn er um sie Fragmente I aus der 1876. (Schluss.) Wir wollen noch zu S. 10 Anm. 13 bemerken, dass es Zeile 14 v. o. statt R. Jehuda heissen muss B.. Elieser. S. 12. Es handelt sich darum nachzuweisep, welche Bestandteile in der Mischna von R. Meir herrühren. Zu diesem Zwecke wird der 4. Perek in Ec(ujot kritisch untersucht. Der Verf. findet dort nur 22 (höchstens 23) Fälle, wo Beth-Schamai erleichternde und Beth-Hillel erschwerende Bestimmungen getroffen hat, wahrend in der Tosefta 24 angegeben sind. Um die Zalft 24 herauszubringen, giebt sich der Verf viel Mühe und will aus der Mischna 10 zwei Fälle machen, nämliph כלכלת שבת soll in zwei Theile geteilt werden 1) die כלכלה zu eigenem Gebrauch aullegt, 2 einem Anderen zu schicken. Es ist hierbei sehr auffallend, dass der Hr. Verf., der sonst die Tosefta so gründlich durchforscht, hier nicht näher auf sie eingegangen ist. Die Tosefta giebt allerdings 24 Fälle an, aber sie ist weit entfernt, diese 24 im 4 Perek von Adujot zu finden. Ein genaueres Eingehen auf die Tosefta ergiebt, dass die j 24 Fülle, in denen B. Sch erleichtert und B. H. ersqhwert, in folgender Weise zu zählen sind: 1 1) (5 נט ישן] (4 הכך (3 כיצד (2 אין אדם מדיר שני כתי שדיס וכ׳ <י כי^כלת שכת (6 המדיר את אשתו 8 שהיא נזיר) die 5 Fälle voh R. Jehuda (Mischna V tlg.) 9) 1 Fall von R. Elieser p. Jacob (der |tn Edujot gar nicht vorkommt) 10) 3 Falle von R. Schimon (wolür in der M. V, 3 R. Ischmael genannt ist) 11) 2 Fälle von R Elieser (Edujot V, 4, 5) 12) 6 Fälle vijn R. Jose (Edujot V, 2). Die letzten 6 Fälle werden( zwar in der Tosefta nicht erwähnt, ater es ist ga^tz gewiss, dass sie durch Versehen ausge deren Mischnajot vom Perek V ist Pallen sind, dal alle anerwähnt werden. Demnach hat die Tosefta כלכלת שכת nicht für 2 In der That sind im 4. Perek nur 22 oder gerechnet. 23 Fälle. Es ist al60 auch nicht auffallend, dass die Mischna bab Nalir 28b nicht aufgeführt ist, da ja die Tosefta einen Fall von R. Elieser b Jacob nennt, der sich gleichfalls sonst nicht findet. Uebrigens ist auch aus Jeruschalmi ersichtlich, dass die Zahl 24 nicht feslstand, denn Beza 1, 3 [wird wirklieh gesagt, es seien nur 23 Fälle S. 17. Anm 31. Es handel; sich um die bereits oben erwähnte Mischna 1, 1 in Be2a. Im Babli 9b werden die Widersprüche hervorgehoben, die sich aus der ersten Mischna, wo B. Sch. erleichternd und B. H. erschwerend entscheidet mit den folgenden Mischnajot ergaben, z. b. mit: ב״ש^אומרים אין נותנין את העור וכר׳ וב״ה מתירי!, wobei B. H. erleichtert und ft. Sch.' er- י• •atw. schwert. R. Jochanan löst es dadurch, dass er sagt מוחלפת השיטה• Der Verf. wirft die Frage auf,, wie das hier zu verstehen sei. Die erste Mischna in Beza kann nicht geändert werden, denn sie gehört ja zu den Fällen inj Edujot, wobei B Sch. erleichtert und B. H. - erchwert.: Die oben angeführte M. von אץ נותנין kann auch nicht geändert werden, denn dann müsste sie mit B. H. anfängen, was sonst nicht vorkömmt und sollte man das אין wpglassen, und dafür נותנין setzen, so gäbe es keinen Sinn; Uns scheint, dass zwischen איפוך u. מוחלפת השיטה noch ein grosser Unterschied ist. Bei איפקי braucht^ man nur ein Wort umzustellen z, B. statt מותר .אפור zu setzen oder mit den Autoren zu wechseln wie a. B. Kidduschin 75a und in unzähligen anderen Fällen. Bei מוחלפת השיטה aber ist die ganze Construktion zu ändern. Die Mischna 5 in Beza würde dann lauten: ב״ש אומדים נותניך את העור לפני הדורסן ויגבלזנו אפילו אין עליו כזית בשר וב״ה א' לא יגביהנו איא־כ יש עליו כזית S. 20• Aus Nidda 24b geht hervor, dass es 2 Abba Saul gegeben hat, einen Tana und einen A moraer, denn sonst könnte er doch niemals mit R. Jochanan verwechseit werden und gesagt sein:א“ש ואיתיט' ר' יוחנן. Das daselbst vorkommende ושמא תאמר א״ש ננס היה kann auf das ganze Geschlecht A. S. gehen, da es gewiss Familienname war. Der Sinn würde dann sein: wenn du aber glaubst, dass das Geschlecht A. S. ein Zwerggeschlecht war, so diene zur Antwort, dass der Urahn A. S. der Grösste seines Zeitalters war. S. 27. Es handelt sich um das Wort פרהדרין in der Mischna Joma 1, wozu Jeruschalmi bemerkt: אבא שאול היה קורא׳ אותה לשכת בלווטין• Der Verf. meint, dass zwischen beiden Bezeichnungen kein Unterschied., sei. Dies können wir aber nicht zugeben. .Torna (bab.) 8b heisst es: Anfangs nannte man -die Zelle בולווטי d h. ßouXsu&da, da wo berathen wurde, also׳ das Rathszimmer. Später aber ~zut Zeit des 2 Tempels, als die Hohenpriesterstellen käuflich wurden und selten jemand länger als ein Jahr fungirte (vgl. Rasch!1 z St.), so nannte man sie mit einem Spitznamen, die Zelle der פרהדריך, das heisst der Beisitzer oder der Archonten, wahrscheinlich der 6 letzten Archonten des fasiioftsTat, die nur auf 12 Monate gewählt werden, die den Beirath der pouX7j bildeten, deren "Funktionen aber' ganz unbe-. deutend gewesen sein mussten, da die ersten 3 Archonten die Hauptgeschäfte zu besorgen hatten und die andern 6 nur das 5. Rad am Wagen bildeten (vgl. Herrn, Griech. Staatsalterthümer § 138, 11; 149, 3). Die Hohenpriester schienen den Spottnamen lange getragen zu haben, das Volk mag sich daran gewöhnt haben und es entstand dann nach Joma 9a die. Frage ,מאי פרהדרין »was sind das Parhedrin?“ man wusste nicht, . wie die Hohenpriester zu diesem Namen kamen und die Anjtwort lautet דע0_/-קס =.׳0דו0ק^=פרםי^• So 6cheint uns die Sache erklärt werden zu müssen. 1 S. 34 Anm. 82. In Moed Katan lia lautet eine Borait4: ידב יהודה שרא לאמי תנורת למיגדל תנורי וכד ושוין שאין נודלין תנור להתחילה Der Verf. meint, dass hier nicht die Rede sei von 4 ת״ר= Ofen, sondern von 9pwo; »Sessel“, ob man einen nicht Mischnja תנורא Es ist eines Hapdv Sessel am Chol hamaud anfertigen i dürfe oder Er scheint aber übersehen zu haben; dass Magid zu Hilchot Jom-Tob 8, 13 die Lesart hat:?למגב und späten דשוין שאין ניבלין תנורא לכתחילה.-fj ganz unzweifelhaft, dass hier vom Verkleben§| Ofens mit Lehm die Rede ist, ob das nur) Chol hamaud nicht errichten darf, oder da dies auch Jeder kann- und!nicht gerade ein Töpfer nöthig isjt, auch am׳ Chol Aamaud geschehen. .■ Dies wäre, was uns in dertdkkltfnHdHUs^hhOISQltjtig ־ L