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Das jüdische Literaturblatt · 1878-05-29 · No. 22. (29.5.1878) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 22. (29.5.1878)
Date
1878-05-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MO. »2. Zur Beleuchtung aller Judentham und Jaden betreffenden literarisch.Erscheinungen auf dem Gebiete der Philosophie. Geschichte, Ethnographie, Theologte,Orientalla, Exegese, Homilctlk, Lltnrgik, Pädagogik. Hera usjgegeben Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. Magdeburg, SO. >I»i 187S. I Scher der einschlägigen LIt iratnr, welche der Red. des ״lüd.LiteratarMatr1 ln Hag- <1 eburg (oder der ״Israelit. ו rechenschr.“ ln Stettin) rüges udt werden, finden in diesem Blatte eingeh. Besprechung., Das ״Jftdftselie Uteraturhlatt‘1 erscheint) wöchentlich; Preis bei allen Posta (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Mark; bei der Expedition der ״Israelitjischen Wochensc frankirter Zusendung: 8 Mark. — Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die vierteljährlich l handlangen 3 Mark 80 PC kostet) erhalten das ״Jüdische Literatarblatt“ gratis. — laaerwte w! spaltene Petitzelle, buchhändlerische Beilagen mit 13 Mark berechnet. Die Expedition der ״ stalten und Buchbandlnngen h־ift“ in Magdeburg mit directer b 1׳ aller Postanstalten und Bachtrden mit 20 PC für die dreige- Israelitischen Wochenschrift" -*rSuZT**-- Wissenschaftliche Aufsätze: Glauben und Wissen. Von Dr. Philipp Bloch. (Fortsetzung.) Einige talmndische Termini, kritisch beleuchtet von Dr. Bloch. Literaturbericht: Recensionen: Tötterraann, R. Eliezer ben Hyrcanos sive de vi qua doctrina Christians primis seculis illustrissimos quosdam Judaeoram attraxit. (Forts.) 1— Lewy, Dr., Ueber einige Fragmente aus der Mischna des Abba Saul. Notiz. (Giftiges Fleisch.) thun?“ (Hos. 10, 3.) Sie bedenken nicht, dass, wenn sie eine ähnlich thörichte Sj rache gegen Pürsten und, ״Glauben und Wissen.“ Saadiah’s religionsphilosophiaches Buch. Aas dem Hebräischen übersetzt von Dr. Philipp Bloch (Posen.) III. 4 Hieran schliesse ich, was ich an Ursachen ausfindig gemacht habe, welche zum Atheismus, zu Lug und Trug führen und von dem Glauben an die Wunder, wie vom Forschen über Glaubenssätze abziehen.1) Folgende acht nehme ich als am häufigsten vorkommend wahr. Erstens: Die Schwierigkeit, mit welcher die menschliche Natur sich zu einer Anstrengung versteht. Sobald diese Natur nur einen Gegenstand merkt, der den Zweck hat, sie darin zu stärken, sie im Beweisen zu kräftigen und sich dessen im Interesse der Religion bedient, da weicht sie ängstlich davor aus. Darum gewahrst du, dass so viele Menschen sagen: זDie Wahrheit ist schwierig“, und Andere: »Die Wahrheit ist bitter“. Sie wünschen Freiheit und fliehen vor ihr; von ihnen heisst es in der Schrift: ״Sie sagen: Entfernt euch vom Herrn! uns ist ja die Erle zum Erbtheil gegeben.“ (Ezech. 11, 15.) Die Thoren merken nicht, dass sie, wenn sie dem Triebe der Natur, jede Mühe und Anstrengung zu fliehen, willfahren, alsdann dem Hunger und der Obdachlosigkeit״) preis• gegeben wären, da man ja aufhören würde, und zu bauen. Zweitens: Der Unverstand, meisten Menschen beherrscht. Sie führen die der Unvernunft und meinen in ihrem Herzen die Trägheit; sie sprechen, ohne zu überlegen: es hat Nichts auf sich, und denken auch so. Von diesen hpisst es: »Nun sprechen sie: Wir haben keinen König, denn wir fürchten Gott nicht, und der König, was kann er uns ’) Bei מהאמנת האותות i8t entweder das מ praepositum negativ zu fassen oder was wahrscheinlicher ist, es fehlt hier ein Verham und mnss ergänzt werden, etwa ו מהאמנת p•ו ה ר ה י י) Statt ונענים der Uebers entsprechend za lasen ונעים• zu säen der die Sprache Vornehme') führen würden, Zuzögen. Drittens: Der sie sich Tod und'Verderben, lang des Menschen, seine, Begierde nach Essen, Trinke n, Sinnlichkeit und Erwerb. zu befriedigen; er stürzt sic 1 daher mit Hast und Eifer gedankenlos in solche Thätif;keit; von solchen sagt die; Schrift: ״Der Niedrigdenkende spricht in seinem Her-, zen: es gibt keinen Gott 11 bedenken nicht, dass, wenn sundem Zustande so verfahr;n würden und Alles essen, wonach sie gelüstet, und jei ler Fleischeslust fröhnen, sie 8. w.“ (Ps. 53, 2.) Sie sie in krankem oder gesich bald zu Grunde richtet gung gegen das Durchdenken von Besonnenheit beim Zuhöp ist schnell fertig und sprich Viertens: Die Abnei- und der geringe Grad en oder Nachdenken. Man ich habe bereits unter* sucht und eben nur dieses lesultat erhalten; von 801chen sagt die Schrift: »Diel Schlaffheit kann ihr Wilij pret nicht ausbraten.“ (Prcv. 12;-27). Der Sinn vc דמיה ist, der aus Schl^ffhei, Widerwillige erreicht 8e Ziel nicht. Sie wissen nichl, dass; wenn sie in solche Weise mit den Gegenstände 1 ihres Begehrens verfall sie nie zu einem Ziel gelang:n. Fünftens: Die Frech*• heit und der Dünkel, welche den Menschen beherrsche so dass er nicht gestehen nag, dass es eine ihm ver j borgene Weisheit gebe, oder eine Erkenntniss, von det׳ er nicht wisse1); von ihnen sagt die Schrift: ״Der Frevleij kümmert sich, in seinem Bochmuth nicht um Gott q*. s. w.“ (Ps. lb, 4.) Ein so!eher merkt nicht, dass diese (dünkelhafte)!Behauptung weder zur Anfertigung eines Ringes, noch!zum Schreiben eines Buchstaben zu befähigen vermag. Sechster s: Ein Wort, das der Mensch irgend einem Gottesleugner nachgesprochen hört, es dringt in sein Herz, schlägt darin eine Wunde, und er leidet sein Lebelang an dieser Wunde; von einen 801chen heisst es: »Die Worts des Ohrenbläsers sind wie Spiel, aber sie dringen in das Innerste des Leibes.“ (Prov. 18, 8.) Er merkt 1!so nicht, dass er, wenn er en Zusammenhang, anilog dar helasen haben: עד השדים והגבוהות (י pa83t ni<Äj i£e1 ölt. Gebers, wird es wohl TB * Jei ' — והגבוהים מדע עמד לנפיו statt ף •ימדע לא עמד עליו ולא dürfte wohl zu lesen sein:

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