Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 13. (27.3.1878)
- Date
- 1878-03-27
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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r ׳.׳ייי׳ ״j H.PP״I .!,UIJJ ... J »*•־ V ימל*ז — 51 — Herrn Dr. Jellinek zu veröffentlichenden קונטרס דכללים entgegen, darin diese wie ähnliche interessante und bedeutsame Stellen für die Kritik gesammelt sind. Brüx, im März 1878. Bloch. Die hebräischen Handschriften des! ungarischen Nationalnmsenms in Budapest.*) Es kann nicht die Aufgabe eines Katalogs sein, den Inhalt des zu beschreibenden Materials Rollig zu erschöpfen und gewissermassen eifersüchtig darüber zu wachen, dass dem, der später die Vorlagen J mustert, nicht eine Nachlese übrig bleibe. Da aber jder Stoff hier ein beschränkter ist, so hat Kohn mit Recht Vollständigkeit angestrebt und durch klare, zumeist auch erschöpfende und zutreffende Angaben seine Handßchriften beschrieben. Da Kohn über das Haupts)ück der Sammlung, das schöne Mardochai-Ms., in seinejr Biographie Mardochai b. Hillel’s ebenso ausführlich als belehrend gehandelt hat, so blieben ihm neben neun weniger belangreichen und zum Theil unbedeutenden Nummern zwei Handschriften zu genauerer Erforschung Übrig, die zwei Semak-Mss., die neben dem Mardochai (Sie alleinigen Perlen der Sammlung ausmachen. Cod. V ist in jeder Hinsicht den hervorragendere. Die darin enthaltene Abschrift des Semak [ist trotz der grossen, der Verbreitung des Buches entsprechenden Häufigkeit der Semakmanuscripte, von bedeutendem Werthe. Kohn hat auf die Mittheilung der j bis § 84 reichenden Randbemerkungen grossen Fleiss verwendet, doch ist dem ״gelehrten Schreiber“ (S. 14) |der Ehre zu viel angethan worden, wenn die Compilation als sein Werk und zum• Theil sogar als ״sein geistiges Eigenthum“ bezeichnet wird. Eine genauere Betrachtung von Zunzens feinciselirtem Meisterwerke (Ritus, Beilage V) und Senior Sachsens an werthvollen Mi tteilungen überreiche Abhandlung hätten hier auf die richtige Spur geleitet. Ich wage die Vermuthung. die ich durch eingehendere Beschäftigung mit der Handschrift J noch zu bekräftigen hoffe, dass uns in dieser leider Irlüh unterbrochenen Compilation eineCopie des Züricher Semaks vorliege. Unter diesem Gesichtspunjkt gewinnen die bei Kohn angeführten Einzelheiten zum Theil eine veränderte Beleuchtung. So wird zuvörjderst der daselbs angeführte מהר״ם מ״ץ, was auch an Sich schon unwahrscheinlich war, nicht Moses aus Zürich (S. 14 n. 5) sein können. Eis scheint nichts der Annahme im Wege zu stehen, dass darunter Meir von Rothenburg מורד. צדק, wie z. B. Maimuni gewöhnlich genannt wird, zu verstehen sei. ר״ט ist ganz sicher Tobia aus Vienne, der auch in den gedruckten Anmerkungen unseres Seinak, sowie in dem von S Sachs beschriebenen angeführt wird. ר' יונה ist der Verfasser des עולם j חיי(Ritus 212), welches Werk im Wiener Exemplar dep Züricher Semak ausdrücklich genannt wird (Krafft und Deutsch p. 63 Z. 3). ג"O eine Abkürzung, die Zunz, (ßitus 214) nicht zu entscheiden wagt, hat Kjohn richtig als Semak aufgefasst, wie denn auch bereite Sachs p. lp Zunzens Zweifel ebenso nach der Einleitung im Semakj Abraham b. Efraim’s, wo סמי׳ג — ם״נ öfters genannt wird, entscheidend gelöst hat. Irrthümliph hat Kohj! zu den Glossen auch die bis p. 6 Z. 7 [des (Basel!580) gedruckten אגרת הקדש reichende Cppie gerechnjet, welche in der HS. שער, צדק überschrieben ist, wie Nachmani’s 8chrifichen öfter genannt wird, per Codex bietet vielmehr die im Mittelalter bei der Theuerung des Schreibmaterials leicht erklärliche und Öfter, zuletzt[ auch von Ber iner nachgew!« sene Eigentümlichkeit, dass der Be* ®itzer die Ränder zum Copiren anderer Werkp benutzte. *) In vor. No. Z. 17 dies. Art’s lies Streben st. Sterben. Nicht eine Glosse zum Semak, sondern die Copie eines Werkes muss darum in der Mittheilung dieser Abhand• lung erblickt werden. Dass aber unser Codex zur Aufnähme solcher Copien bestimmt war, geht daraus hervor, dass er tuch noch ein anderes Werk auf seihen Rändern trägt. In den scheinbaren Glossen, welche die' drei äusseren Ränder dreier Seiten in unserer Handschrift bedecken, habe ich nämlich selber, was Kohn entgangen ist, eine bis p. 16 Z. 19 des gedruckten Textes reichende Abschrift von Kalonymos משרע משה (ed. Goldenthal, Leipzig 1845) entdeckt, die jedes Titels entbehrt. So zeigen die Randglossen diese 1 Codex das eigentümliche Schicksal, dass nichts von dem, was darin unternommen Wurde, zu Ende gelangt ist und so nur Fragmente des Züricher Semaks sowohl als auch des Briefes Nachmani’s und von Kalonymos Dient r uns darin vorliegen. ״ Es fügt sich gut, dass wir zugleich die Mittheilung überkommer haben, wie die copirten Schriften bereits ohnehin im lesitze des Abschreibers waren, der sie also wohl nur zim Zwecke der Vervielfältigung und um die Doubletten sntbehrlich zu machen, auf die Ränder dieser Handschrift eingetragen hat. In dem Bücherverzeichniss, waches Kohn p: 17 mitgetheilt hat und das von der Hand unseres gelehrten Schreibers herrührt, finden sich nämlich die Namen zweier seiner Vorlagen. So besass er einen Codex: ם' של כתר מלכות ומשרת ימשה ופרקי אכות של “.רמכ״ם דל de® er *dso Kalonymos' Sahriftchen zu copiren anfing. Die Auffindung des anderen Namens wird uns ,zugleich dazu verhelfen, ein Fragezeichen Kolms aufznlösen, mit dem er folgende j. stelle itprse len hat;סדר מיעד מן המיימוני על נייר והבאורך והבאור?) הקצר סכיכו). Dass die versuchte Emendation unrichtig ist, geht schon daraus hervor, dass wir einen sochen kursen Commentar nicht kennen Sie ist aber auch unnöthig. Der Codex, das sagen die Worte, enthielt einen Abschnitt aus Maimuni’s Compendium mit dem Züri :her Semak als Marginalie. So nennt ihn isserlei נ Rga. No. 172: בספר המצות כקוצר כאורך und 198: בם, המצות קוצר באורך שנקרא ם״מ מצורו־, eine Bezeichnung, die Zunz (Ritus 220) in seiner erschöpfenden Uel!ersieht bereits besprochen hat Aus diesem Exemplare wenn meine Vermuthung richtig ist, stammt das Fragment des Zürichers in unserem Semakms. In' demselben Bücherverzeichniss ist auch □och1 ein anderes Fragezeicb 3n aus der Welt zu schaffen. Kohn's Text lautet: (a. a. o.) (?)קוב/ יפה שכתבתי וקבצתי בו מאמני׳ האי' אמר(?) Ich glaubte bei einer Vergleichung der Handschrif; die fraglichen Worte mit völliger Sicherheit also lesen zu dürfen: קובץ יפה שכתבתי אני־וקכצתי בו מאמרים נאים מאד. (Schluss folgt) Har dseliriftliches ans Petersburg. Von Dr. A. Hnrkavy in Petersburg. 3) Die darauffolg. Stelle über den Inhalt des Werkes lautet im Ms. נפלמ]א אפתתחנא בה םן חמד רבנא oder גוסבחאנה] פאני מצדר להדא אלכתאב אלדי [ק וגדתה J ר־',׳ אלפתה?] באלאנבי ען סבב וק[וע אלש]ובה ללנאם פי מטאלבהם וען ונה זואלהא חתי יתם וצולהם אלי אלמטלוב רען חסלט בעצהא עלי בעצהם חתי אתכתוהא חקאיקא עלי אל והם ואלטן Daraus ist leicht zu ersehen, dass במאמר קצר «n der Uebers. Zuthat ist, und dass in dem ת0לט יבעצהא דלי בעצהםdas בעצהא Ruf אלשובה (e׳g• יאלשבה die Zweifel, pl. von שבהה) Ü0d בעצהם auf אלנאם (<B0 Leute) sic! bezieht; Saadjisagt also, er wolle, erörtern die Ursache, weshalb manche: Zweifel manche Leute beherrsepen; wts auch in der Uebers. so aufzufassen sei, indem das erste קצתם auf[ ספקות und das zweite auf בני אדם tu beziehen ist ׳ ki-W