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Das jüdische Literaturblatt · 1878-03-06 · No. 10. (6.3.1878) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 10. (6.3.1878)
Date
1878-03-06
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Das 'W■ Ho. IO. Jahrg. Zur Beleuchtung aUer Jndenthain and Jaden betreffendes literarisch. Erscheinungen an( dem Gebiete der Philosophie. Geschieh te,Eth.ogrnpble,Theologie,Ortentnlta, Exegese, Homlletlk, Liturgik, Pädagogik. Hera asgegeben von Rabbiiler Dr. Moritz Rahmer. >Iag;<l«l)urjf, 6. März IS׳?"®. Bäcker der einschlägigen Literatnr, welche der Ked. des irJäd. Llteratarblatt“ ln Magdebnrg (oder der ״Israelit. tVocbenschTw“ ln Stettin) sageknndt werden, finden in diesem Blatte eingeh. Besprechung. Da« ״JBsllaalte Mtermfinrblmtt“ erscheint wöchentlich; ,Preis bei illen Postanstalten und Buchhandlungen (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Mark; bei der Expedition der ״braelitisc len Wochenschrift“ in Magdeburg mit directer frankirter Zusendung: 8 Mark. — Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die v erteljährlich bei aller Postanstalten nnd Bachhandlangen 9 Mark 90 Pf. kostet) erhalten das ״Jildisjche Literaturblatt“ gratis. — ] ■gerate wjerden mit 20 Pt für die dreigespaltene Petitzeile, buchhttndlerische Beilagen mit 19 Mark berechnet. 01• Expe lition der ״IsrMliti scheu Wochenschrift“ ן Inhalt■ Wissenschaftliche Aulsätze: Glauben und Wissen. Von Dr. Philipp Bloch Nachträge zur Kritik des Buches Esther. Von Dr. J. S. Bloch. Literaturbericht: Recensionen: Schwarz, Dr., Predigten, 1. Theil. — Jellinek, Bet ha-Midrasch. "*י Literarische Anzeigen. ״Glauben und Wissen.“ Saadiah’s religionsphilosophisches Buch; Aus dem Hebräischin übersetzt von Dr. Philipp BlocH (Posen). Nachdem uns die Bibel die sinnlichen Wahrnehmungen beglaubigt hat1), beglaubigt sie uns die Erkenntnissweise der Vernunft, befiehlt das Tugjendhal'te und verbietet die Lüge, indem sie sagt: ״Wahrheit ipreehe mein Gaumen u. s. w., richtig sind alle Aus- Sprüche meines Mundes“ (Prov. 8, 7). Alsdann: beglaubigt sie uns die Erkenntnissweise der zwingenjden Folgerung, dass Alles, was dazu führt, das Geringste aus einer Sjnneswahrnehmung oder aus einem Veijnunftbegriff zu negiren, falsch ist. Was eine SinnesVahmeh- ‘ mung aufhebt, wird in den Worten zurückgjewiesen; ,Der du dich in deinem Zorne selbst zerfleischest, soll deinetwegen die Erde verlassen sein und der Fels von *einer Stätte rücken“ (Hiob 18, 4). Was den Vernunftbegriff von Lüge und Wahrheit aufliebt, wird in den Worten zurückgewiesen: ,,Wenn aber nicht, wlo ist der, welcher mich der Lüge überführt und meine Worte zu nichte macht!“ (Hiob 24, 25). Hernach lehijt sie uns, dass alle Erkenntnisse sich aufbauen auf das, was wir mit den oben erwähnten Sinnen -erfassen, von diesen sich abzweigen und ableiten, wie sie sagt: ״Höret, Weise, meine Worte! Kundige, merket auf micti! Denn das Ohr prüft die Worte, wie der Gaumen die Speisen schmeckt!“ (Hiob 12, 11). Alsdann bestätigt sie uns die treuen Ueberlieferungen, dass sie׳ wahr sind, wie sie sagt: ״Ich will dich belehren; höre mir zu, was die Weisen berichten und von ihren Ahnen uns nicht vorenthalten, denen allein das Land gegeben war u. s. w.“ (Hiob 15, 18). Welche Voraussetzungen hierbei gelten, haben wir im Kommentar zu diesen Versen (m ihrem Platze auseinandergesetzt. j *) Diese paar Worte sind hier im Text ausgefallen- Es muss daher gelesen werden: וכאשר א^ת לנו מדע החושים אמת לנו מדע השכל וכ' < Streichung def — -«מ- ■Lri-. '}fi Da wir die! e vier Wurpein genannt haben, so müssen wir die ver schiedenen Weisen erläutern, wie sie Erkenntnisse begründen. Wir sagen also, folgendermassen verhält es sich) mit der Erkenntnissweise der ' Sinne: Alles, worauf unser Sinn thatsächlich fällt, dem Kontakt1) gemä>s, welcher zwischen uns und demselben besteht, muss von uns als .eia solches anerkannt werden, welches in Wahrheit 8p ist, wie wir es wahrge-" nommen haben, 3hne einen Zweifel zuzulassen, — vorausgesetzt, dass wir mit dem Wesen der Einbildungen vqr- , traut sind und 11ns von ihnen nicht täuschen lassen. So gibt es Leute, welche die Gestalt, die man im Spiegel erblickt, für eine dort wirklich existirende halten; Jsie ist aber nichts Anderes, als( die glatten Körpern eigenthümlichie Beschaffenheit, dii gegenüber befindliche Gestalt zurückzu werfen. Ebenso wenig dürfen wir uns. - täuschen lasser, wie jene Leute, welche die Statur, die im Wasser verkehrt erscheiht, für wirklich zu dieser " Zeit dort existirend halten Und nicht wissen, dass die Ursache davon ist, weil das Waäser tiefer ist, als das Maass der Länge der Statur beträgt. Sobald man sieh vor Diesem un|d Aehnlichen hütet, gelangt man zur Er- ' kenntniss von wahrhaften S nneswalirnehmungen, ohne dass der Schein täuschen kann, wie es in der heiligen. Schrift heisst: LUnd da die Spnne auf das Wasser strahlt^ sah Moab das Wasser von ferne rOth wie Blut“ (1L Reg. 3, 22.) | Was die Vernunftbegriffe wiederum betrifft, so ist Alles, was in unserer von keiner Trübung beeinträchtigten Vernunft durch Reflexion erzeugt wird, ' eine wahrhafte Erkenntnisse, ohne einen Zweitel zuzillassen, sobald wir wissen, wie wir denken sollen, hernach die Derkthätigkeit vollständig ausführen und una dabei vor Einbildungen und Träumen hüten. Denn es gibt Leute, welche behaupten, diese letzteren seien wahr,, in den Gestallten existirena, wie sie der Mensch sieht* sie glauben!:ich hierzu genöthigt,־um nicht ein Sicht- ’) דיוק st die Berührung der Bewegungsaustausch zwischen dem Sinues-Org an und dem wa »־genommenen Gegenstand, wie ihn die alte Psycht logie zur Eutste mng eines Sinueseindrueks für nöthig gehalten. ט statt *יהוא מדע וב- "**«»«י » והוא מדע אט •והוא י" ו

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