Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 7 (1878)
- Issue
- No. 7. (13.2.1878)
- Date
- 1878-02-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/5367336-6488234-8755613--0950-4854412- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Das m©. 7י r« Jahrg. TU. Zar Beleuchtuag aller Jadentharn and Jaden betreffenden UtararUch. ErschaUaHRrn aal dem Gebiete der PhUosophle, Gesehiehte.EtJinogTaphle.TheologtAOririrtalla. IitgeM, Ho- ■iletlk, tltnr|lk|.PItd>(0|llu Herausgegeben von Rabbiner Dr. -tloritz Hahraer. Magdeburg:, 13. Februar 187^ M‘ ז Bficker der einschlägig«■ Uterator, Welche der Bed. de. wind- Literatarblatt“!■Magdebnrg (oder der ״Inraelit. Woekenaehr.u ln Stettin) «Ogenadt werten, finden l^dleeew Blatte eingeh. Beeyredbangl Das ,JBdltelir I11termt11rbl«lt“ erscheint wöchentlich; ,Preis bei a (in beipaig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Hark; bei der Expedition der ״Israelitischei frankirter Zusendung: 8 Hark. — Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die vier handlangen 9 Hark 80 Pf. kostet) erhalten das ״Jüdische Literaturblatt“ gratis. — Im spalteiM .Peti(geile, bucbbändlerische Beilagen mit 19 Hajrk berechnet. Old Expedit) bien Postanstalten und 'BachhandlahMn j!d Wochenschrift“ in Magdeburg mit dirtdMp ierteljihrlich bei aller Postanstalten und ffnfk! 'ngerstfie werden mit 20 Pf für die (frei ge- Id■ dar .,IsrafiUtiMhen WocksenekHft“ i Von Inhalti Wissenschaftliche Aulsätzet Glauben und Wissen, Dr. Philipp Bloch Nachträge zur Kritik des Buches Esther. Von Dr. J,jS. Bloch. Literaturbericht: Recensionen: Kohn, 'S., Die Starken. — , Meyet, S , Ein Wort an Hrn. Hermann Messner. — אוצר 'D i?Ä Vene Bücher. Briefkasten der Redaction. ״Crla,nben und Wissen.“ Saadiah’s reügionspMIosophisches Buch. Aus dem*Hebräischen übersetzt von Dr. Philipp Blloeh, Rabbiner der Brüdergemeinde zu Posen. (Fortsetzung.) Die Weisen Israels sagen nun von Solchen, welche die Gegenstände der Weisheit nicht zu Ende! fülireu: ,Seitdem Schiller Schammais und Hlllel’s sich mehrten, welche ihren Studiengang nicht gehörig zu Enjde führten, mehrten sich die Spaltungen.“ (Sotuh 471b.) Hieraus entnehmen wir, dass, wenn die Schüler das Studiurn zu Ende führen, zwischen ihnen keine ׳Spaltungen und Verwirrungen existiren werden. Der Thor oder Nachlässige' schiebe daher seine eigene! Schuld nicht auf den Schöpfer, der allgütig ist, ändern seine Thorheit, seine Nachlässigkeit und Trägheit! ist es, welche ihn in Zweifel gestürzt haben,1) wie wir dargelegt haben. Denn es ist nicht möglich, dass jeine seiner Thätigkeiten in e i n e m Augenblicke vor sjch gehe, wie eben die Beseitigung der Zweifel; wenn j dies geschälte, würde er den Character der Geschöpf^ abstreifen, während er doch in der That ein Geschaffenes ist. Wer also die Schuld nicht in sich seihst sucht] sondern begehrt, dass der Schöpfer ihm ein Erkenntnisstermögen verleihe, welches jeden Zweifel ausschliesst, der hat damit verlangt, dass Gott ihn zu Seinesgleichen mache; denn bedingungslos wissend ist nur der Schöpfer, wie ich später darlegen werde. Was aber alle Geschöpfe betrifft, so ist es unmöglich, dass ihre Erkenhtniss unabhängig von Bedingungen sei und diese sind Forschung Und Untersuchung, welche natürlich ein Zeiimass bedürfen, wie bereits erwähnt. Sie also befinden sich von den ersten Augenblicken dieses Zeitmasies bis zu ') Hier ist auf Grund der alteren Version etwa הפ'ל1דןו zu ergänzen un4 «» zu lesen:אלא הספקות סכלותו וקוצו ופצלתי הפילוהו בהם כאשר ביארנו; ihrem Ende in Zw « , I! •י , eifein, wie bereits dargelegt. Loben^» werth sind nun dieienigen, welche warten, bis sie das Silber von den schlacken geläutert haben, — wie■ 6S heisst: ,Scheidet die Schlacken vom Silber“ (Prov. 25,4.) — und ^welche die Milch der Arbeit 80 lange pressen, bis sie ihre Cr&ne gewinnen —־ wie es heisst: ״Pressen der Milch erzeugt Crön e“ (Prov. 30,38.)— und welche warten, bis ihr Sanifen hert nwächst und sie ihn abernten — wie es heisst: ,Säet für euch nach Recht, und ihr werdet nach Gnade; erntei “ (Hos. 10,12) — und bis die 'Fruchl ihres Baumes voll jereift und zur Speise sich eignet wie es heisst: Sie ist ein Baum des Lebens für diej welche sie festhalien.“ (Prov. 3*18.) Da wir nun beendet, was wir betreffs der Irr-» thümer und Zweifel zu erinnern beabsichtigt, müssen wir erklären, was er der Begriff Glaube sei. Wir sagen nun, dRSa st, der in Herz und Sinn übergeht, fürjedes Ding, du s nach derEig^enth ünr־ lichkeit1) erkannt wird, von welcher es ist. der Untersuchung herausgekommen, empfängt sie die Vernunft,׳ kondensirt und führt sie. i» Herz und Sinn, so dass diese sich damit innig verbinden und der Mensch hierdurch’ den Glauben an den Gegenstand erhält, zu d :m er gelangt ist und ihn verwahrt für eine andere Z< it oder für alle Zeiten, wie es heisst; ״Die Weisen verwihren Erkenntniss“ (Prov. 10, 14) und anderwärts: ״Nimm aus seinem Munde Lehre und legfe seine Worte in dein Herz* (-Hiob 22, 22.) — Der Glaube i.ussert sich auf zweifache Weise, als ein, wahrer und a 8 ein falscher. Wahr ist der Glaube, wenn man ein-Diig so erkennt, wie es ist, das Viele Der Glaube Glaubenden, ,während den echten und nicht ') Mehr als frei übersetzt Fürst: ״Der Glaube ist das Innowerden eines bewussten und erkannten Gegenstandes, je nach der Gestimmtheit des Gli übenden zu dem Geglaubten.“ Er bezieht also תכונה (keinesw :gs ist ״ תכינהEinsicht“ zu lesen) auf den das unmittelbar darauf Folgende, welche• den subjectiven Glauben im Auge hat, — und namentlich dii! ältere Version — dafür spricht, dass תכונה sich auf רכר das Ding bezieht. In der letzteren lautet dieser Po•- sus:.זכק ששלמו אלו מנינים ראוי שאבאר דק האמונה ומד '׳היא ובמה תתוודע ואומר כי האמונה ה{צדקת היא מחשב אמת מתייצב כסרעפי הלב והרהור מזוכל. נכון וישר משתנש כהררי הנפש וחרצב הנון נקשר;כברירת השכל מקבל כל די?ר על בוריו ומשים לכל טעם חוקו ומנהגו