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Das jüdische Literaturblatt · 1878-01-22 · No. 4. (22.1.1878) · p. Seite 14

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 4. (22.1.1878)
Date
1878-01-22
Page
Seite 14 (sequence 2)
Language
German
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w|)l1 w •"**׳;*.יומייזיייוייימ — 14 — -־י!"• •,■ - ■ןז l so bringen sie alle ihre Tage in einer unaufhörlichen , Wandlung zu. 8j» gleichen Jemandem, der־nacH einer Stadt gehen will und den Weg dahin nicht kennt. Er geht: eine Specke* ist dann rathlos aber den weiteren '■ Weg* g«|| sesiieh^schldgt einen anderen Weg ein(' nach■ [einer Strecke ist er wieder ralhlos und geht wieder Izurück and 80 ein drittes und viertes Hai; dergleichen ' meint die heilige Schrift: ,Die Anstrengung eines Tho- ■ ren; macht ihn müde, da er nicht zu der Stadt zu gehen weise.“ (EccL 10, 15.) Sobald ich■ zu der Erkenntniss dieser Grundabel!und ihrer nejchtheillgen.Folgen gekommen, ergriff der 8chmerz aber die verschiedenen Menschen mein Herz, und meine Seele wurde bei dem Gedanken an unsere Glaubensgenossen, die Kinder Israels, erregt Sah ich doch in meiner Zeit so viele gl&ubige Menschen, deren!Glauben nicht reia, deren Erkenntnisse nicht klar, und däss viele von den Gottesläugnem mit ihrem Mangel stolz thun und aber die M&nner der Wahrheit sich brüsten, wahrend der Irrthum auf *ihrer Seite ist Ich sah nun, darin Menschen gleichsam in den Finthen der Zweifel untersanken, und dass die Wogen der Irrlehren Über sie zuSammenschlugen — und Niemand, der ihnen aichspringt, um sie aus den Untiefen heraufzuholen, Niemand, dejr ihnen nachBchwimmt, um sie an der Hand zu fassen und herauszuziehen. Da ich 1von dem, was mich mein Gott gelehrt, Einiges besitze, womit ich diesen aushelfei kann und meine Mittel, mit' denen er mirt) begnOdet hOt;‘ zureichen, ihnen eine Stütze herzu* richten, 86 hübe ich dafür gehalten, dass es für mich Ffficht i8t,' ihnerf 1'hierin nützlich1׳ za werden, dass es mrinC"Schuldi^keit ist, sie den Weg zu Ihmzu führen, ^wle der Prophet sagt : ,Gott hat mir 1eine gelehrige Zubgp'>erliefaen, dam ich1 wissef den Ermatteten durch‘ dds 'Wort zu krtlttgtett.‘־ (JeA 50,' 4.) Ich will׳ Obrigens gerne bekennen, dass meine Einsicht1 zu schwach, um׳'vollkommen stf-sein,׳ und‘das» meine-:Erkenntniss zu tnai1geUiaft,(iirt,1 um VoUstOndiigkeit zu erreichen, dass ich nicht «tv+a einriChtsger als alle meifae Zeitgenossen md*1 sondern,1 dass ieh'es ebennmr nOeh!meinen Mitteln uid׳ hach ddt Tragweite meiner Vernunft versuche; wie düt"P1fOphe«4agti ,Mft aber ‘ist das Geheimniss nicht weil in׳ mir‘ mehr Weisheit als! in allen andiiti&i LebeÜden ist־'‘ (Dan; 2; 9.)'• Gleichwohl gebe itsÜ7die),H0flbüng nieht auf,- das*׳ Go tt^ mir Gelingen, Schütz*'׳tmii1 Gnadft',gewahren wird, insofern er jameine AHtaä1t; and meihe Gedankenkennt,'worauf ich ausgehe, aHStk'-abfer im VerhOItniSs za1 meiner Mäher und Kraft, wie ‘selnFYomtoer gesagt: ״Ich^weiss,׳ mein Gött, dass Dir das Ht94’ prtfst 'nnd an;‘redlicher Absieht Gefallen hast“• CChföu17״,«2',!*1•׳.) (Forts, folgt) NawfctrSgpt *w Kritik! des;,Buches.Esther, Von Dt. 3,- S» B loe h in iBräx* 8d ergeht esLja oft dem ‘Alterthumsforacher;: ladie tttfttettSehMfale derEriier versenkt :er seine ,Gedenken* uee-die!Sptten. ehom8)ig0a: geistigen Waitens und WirtOyahpgsudem wia»ensphafUichen Abge späterer Gepchleohterzu erschliesaen. lat er Oinmäl äh'mii'ricfetige Stelle gelangt, anfeinen wissenschaftlichen Fund gestossen, so Ist er auch nicht leicht wegzubringen. Und scheint er׳ ganz schon am Schlüsse seiner Aufgabe, im Begriffe, nun, da wissenschaftliche Ausbeute zu Ende, der Stade 8e iner Thätigkeit den Racken zu kehren, da versucht er noch» :m&ls einen tiefen Schnitt in den viel bearbeiteten BtW den und“ siehe da, neue überraschende Entdeckungen lohnen den beharrlichen Fleiss. Ich habe das Bach Esther seit der Veröffentlichung meiner letzten Arbeit nochmals zur Hand genommen und es flüchtig durchblättert, da fand ich, dass ich so manche Einzelheiten, die geeignet scheinen, Charakter und Geist der Erzählung scharf erkennen zu. lassen, nicht ׳ enug beachtet und gewürdigt■, darunter Momente, die n׳ ht<auf den ersten Blick in die Augen fallen, aber eine wissenschaftlichen Erörterung und Besprechung nich unwerth sind. Es scheint mir Pflicht, diese Rttsk- 8tä־׳<e nachzutragen. Was den hist. Charakter des Buches anlangt, für welchen der sehr ehrenwerthe College aus Ems im Lit.-Bl. so warm plaidirte, so gedenke ich durchaus nicht, die Frage einer neuern Discussion zu unterziehen. Es hätte auch keinen Zweck. Wo die Anschauungen so weit auseinandergehen, vermag eine kleine wissenschaftliche Controverse kaum eine Uebereinstimmung oder Annäherung herbeizuführen. Ich wende mich bloss an Jene, die von des Gedankens Blässe so weit bereits angekränkelt, dass sie die hist. Auffassung in des Wortes trockenem Sinne als wissenschaftlich unhaltbar erkannt und aufgegeben haben, für welche sich’s bloss um Ermittlung, und Sicher- Stellung der Zeit, welcher der Verf. angehörte, und der Partei, deren Interessen und Ideen ihm die Feder in die Hand gedrückt. Und nicht einmal das. Denn in Betreff der Zeit der Abfassung scheint es, dass die früher sehr differirendeu Meinungen sich allmählich einander nähern wollen,־ und eine Uebereinstimmung, in diesem Punkt nicht mehr fern ist. Immer mehr' bricht sich die Erkenntniss Bahn, dass, wie schon Prof. Gfcätz hervorgehoben, einzig un«f allein die makkabäischen* Ereignisse*), die syrischen Religionsverfolgungfen« deml Verf. als Grundlage seiner Erzählung gedient haben, können. Wir haben in No. 47 des Lit-BL Jahrg. 1877 von Herzfeld selbe!; vernommen, dass er mit meiner Annahme hih8Ichtiich der hellenistischen Tendenzen unseres Buchte* sich'zwar nicht befreunden l kann, hingegen wider die angenommene Abfassangszeit wenig zu erinnern findet Der geistvolle Ed. Rens*,:״ der bekannte Strassburgee; Professor, dessen neuestes Werk; Histolre dea Jsradlites depuia la conquöte de la Palestine jusqu’4 l’exil 'einen Schatz von Gelehrsamkeit enthüllt, schreibt mir unter1 dem 4v' December,' dass auch er von seinen früheren^ im Schenkel’sehen Bibellexieoü vertretenen!Anschaaunn gen znrücgekommen ist. »,Ich gestehe, schreibt, er, dasf, ich seit jenem Artikel weiter gekommen bin, und darin mit Ihnen zusammentreffe, dass ich nun bestimmt da* Buch in Verbindung bringe mit den Verhältnissen“ üntf Bestrebungen in der Mäkkabaetzeta and den Inhalt nicht Wie früher für׳ die ״Legeode“ deaiPurimfestea halt«;■ sondern geradezu für eine Dichtung“. Er fügt> hinzu; ״Ganz;neu •ist mir aber Ihre Ansicht von dem helle; nistisch anti-makkahäischen Zwecke äter Dichtung. Eimge Ihrer Argumente siütf‘sehr gewinnend,' doch1 veri dient eine solche'Neuerung in der ■Kritik reife: Ueber׳ legung^‘ Die׳ Frage der Abfaaeungszeit kann demnach, bei: nahe als erledigt angesehen werden. Der Kernpunkt ‘ *) Soll'-es blos* lufcltlg sein, dass die Nlnderlage njldAb1 Schlachtung der 75,000 Judenfeinde in E. am 13. Adar statt) den^'dem'StefeeSWgfe‘ Jada MaMdbiV üher Klkanor, an we Eatads’grftWt

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