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Das jüdische Literaturblatt · 1878-01-01 · No. 1. (1.1.1878) · p. Seite 3

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 1. (1.1.1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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idlichen Pentaleuch-Cammentare, Kitab i.UTarg’ih sannt, haben Steinschneider und Neubauer manches nitgetheilt; aus dem Commentar ju den Propheten, Psalmen und Hiob sammelte ich mir eine beträchtliche!!Anzahl Fragmente aus verloren gegangenen Schriften £des Sadja, Haja (80 ist sein Name zu lesen) Gaon, Sa-; muel ibn Chofni, Samuel ihn Nagdila, R. Jona u. dgl., .;die seiner Zeit der Oeffentlicbkeittlbergeben werden 801- Jen. Hier will ich nur auf folgende Notiz'aufmerksam;machen. Zum Worte במלמד (Richter 3, 81) heisst es ^bei ihm: i ‘תלמדאסם משתק מן למען תלמדי(d*״‘• 11 ,, ר. י. י.43 י14) abgeleitet, ,d. h. das Werk- ^(1n marg. sdd. א אלד [יהד zeug, welches das Rindvieh auf? אלבקר עלי אלטריק והי עצא den rechten Weg leitet; d. i. ein mm!»■אmm Stock» an dessen Spitze ein eiser* 0' טרפד,א מהמאוחדיד ולקדner8’omangebr.pcJhtist. DerEn- 0יה אכן כגת אשר kel (der Toahtersohn) Aaclier'a, 1®^אלסאט אלמשנה אד ראל" Verfa8®e>־ d« Wörterbuchs ■«אלל«־ *לע יסאק בהא אלבקר אדא חרתת der Stock, mit dem das Rindvieh בלעת אלחדידה איתל פי aPn,^t"eben ״‘rd’ 41״,re"d,Jde8 f Pilügens wird da« Eisen anf des• $3 טרכהא אלדי יה[" בהא אלפדי יn Spitze gesetzt, mit dem man ■מן עלי אלמחראת den vom Rothe reinigt.“ •> (Vgl. damit R. Jona’s WB. ed. Neub. 8. v. דרב u• ,-5לםד der an erster St. genannte anonyme שרח ist Jtv. Haja Gaon zu Taharolh Kelim IX, 6.) r Dass ein gewisser Enkel Ascher's ein Wörterbuch .zur Älischna geschrieben, und wer unter! dem Namen {?des Enkels und des Grossvaters gemeint ist — sind, K/gl&ube ich, unbekannte Dinge. Sollte der Verfassei;?Neffe (Schwestersohn) des Masorethen Ben Ascher ge-!‘.'wesen sein? 3) In einem aus 4 Bl. bestehenden Fragm. aus [;einem arabischen Commentar zur Genesis (vielt, eben-?)Mls Ibn-Balam oder R. Tanchum angehörend), zum 8. -Verse des dritten Capitels, wird neben den Erklärun-!1־gen des Sadja und Abulwalid auch die des Chefez?;Den Albar Alkuti (חפץ בן אלבר אלקוטי) citirt; ist [|. der Mann mit dem Bekannten Chefez ben Jazli&ch identisch? Alkuti bedeutet arabisch: derGothe, was auf KV spanischen Ursprung hinweisen wilrde. Nähere Ausp.kunft darüber wäre mir sehr erwünscht*) 4. Salmon ben Jerucham sagt in seinem Commentar su den Psalmen (69, 12): 4 צידת להם למתל אדאאגתמעו פי דעותהם אלבסו ואחד מנהם?ÄrSÄSTÄ מסחואכרגוהפיאלכיאלוקאלו׳"®" einen 8»4 “1י*"‘*8 י 1 aufs^Pfera (oder: vermummen ihn;האכדי (®ני) כאן יעבע האבדי phantastisch?; und sagen: so war ,-*.-L* (“h *US) 3*bei, סי war Al- .כאן ארקומסי Kume*1!u Offenbar ist hier von der Carricatur der ältesten Karäer, der sogenannten אכלי ציון, wie die Araber (od [ die Rabbaniten?) sie sich zur Persiflage vorzustellen V .pflegen, die Rede. A1 - K u m e 8 i ist der bekannte Ka- לץ Her Daniel (im IX. Jahrb.); wer Ja b ez gewesen sei, fM mir dagegen völlig unbekannt, er scheint für die Ka- [‘:.Mer von Bedeutung gewesen zu sein. (Forts, folgt.) •) p. S. Als ich Obiges geschrieben batte, war mir Stein- ׳ Htchneider's Notiz Aber denselben Gegenstand im, Haskir (1870 p. , 98—37, wo auch seine früheren Bern, citirt sind) nicht gegenwür- *lg; nunmehr können sieb unsere beiden Notizen gegenseitig er- UztottD. Jedenfalls kann Alkuti mit Cb. ben Jatliach nicht *^. •deetifleirt werden, auch wenn die Angabe Hammer'# (bei St. ibid.), 4aas Cb. ein jodiseher Benegat gewesen sei, sich als ungegrOnät erweisen sollte. A. H. Literatiirbericht -. Keeensieaen. . ז . % Grünebaum, Dp. E., Bezirksrabbiner za Landau.-:j| Die Sittenlehre des Judenthums andern Bev kenntnissen gegenüber. Nebst dem geschichtli- -Ü chen Nachweise über-Entstehung und Bedeutung des; Pharisäismus und dessen Verhältniss zum Stifter der i christlichen Religion. Zweite, sehr vermehrte Auflage Strassburg. J. Schneider’s Buchhandlung. .1878. Es ist ein alter Bekannter, der uns hier iii neuer. Gewandung entgegentritt. Kaum hätten wir ihn, der. früher so bescheiden aufgetreten, in seiner neaea, reichen Ausstattung, wieder erkannt. Auchl ist er seit der Zeit, da er uns zam ersten Male unter die Augen ■י trat, fast noch öinmal so stark geworden! So sei er uns denn willkommen, zumal da er uns manches Neue! mitgebracht. Was dem vorliegenden Buche seinen besonderen, praktischen Werth verleiht, das ist sein Auftreten gegen den Judenhass höherer Art, es ist der Judenhass! aus Naivetät und angeborenem Vorurtbeil, wie ibn die Haneberg, Reuss und Schenkel vertreten, zwar nicht. so ungeschlacht, brutal |ind bösartig wie der Rohling- Rebbert'sche, darum aber nicht minder gefährlich. — Natürlich muss sich nach der Angriffsmethode aaeh das Vertheidigungssjsteni einzurichten suchen, Und daran tritt der Verf. den Judenfeinden in Frack, nnim 11 iitjMW' mit weissen Glaceehandschuhen entgegen und versäumt' es nicht, den Herren GOgnern, so oft sich nur Gelegenheit dazu bietet, manches Artige zu sagen. Doch ist der Verf. in seiner Höflichkeit sicherlich zu weit ge-. gangen, wenn er den Gegnern Concessionen macht, za den ihn die geschichtlichen Thatsachea durchaus nicht berechtigen. -Der Verf ך glaubt, dass ״die Idee der Re•' ligion“, wie sie bei deuj Propheten hervortrittj erst ״von Paulus in ihrer äussersten Consequenz erfasst, ihre weit• umgestaltende Wirkung entfaltet hat‘‘ (S. 56). Paulas habe das Ceremonialgesetz fallen lassen müssen, um auch die Heiden unter .,das Joch des Gesetzes" zu brin* gen, ״und nach dieser {Richtung war seine That ebenso kühn und gross, wie sie weltbeherrschend and beglückend wirkte“ (ä. 226.) Nachdem der Veit die geschichtliche Entstehung der Dreieinigkeitslehre auseinandergeset■^ fährt er fort: ״So hat Paulas allerdings Grosses gewirkt, indem dieser scharte, energische Geistl mit seine■ kühnen Griffen in das Judentham das Götzeniham besiegte und die heidnische Unsittlichkeit zerstörte, aber er musste auch eben durch den Compromiss, Jfp er mit dem Heidenthum geschlossen, noth wendig!den Braet^ mit dessen vollendetstem, ausgesprochenen Gegensatz, dem Judenthum, herbei führen, ein Bruch, der in dem spätem Kirchenglauben immer grössere Dimeneioaea annahm“ (S. 235) Den zweiten Tbeil schliesst der ' Verf. mit den pathetischen Worten: ״Sie (die Juden): haben den reinen Gottesgedanken unter Kämpfen und Martern .., gerettet, allein geretttet, wenigstens, und das muss auch der strengste Kirchengläubij nen, bis das in seinem tiefsten Wesen in den wurzelnde' Christenthum seine Missioi men tind ’die Fahne; des Gottesgedankens mischen Weltreiche siegreich entfalten ki dennoch ist die Mission des Judenthams füllt, bis der Tag hevanbricht, .an welc der Einzige und sein {Namen als der eil ■ein wird auf der ganzen Erde.“ ״Und anerkea- Bo- Obemeh• dem rö- Und nicht er- ״Gott als erkannt diese! 1!3 *11 - - f

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