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Das jüdische Literaturblatt · 1878-01-01 · No. 1. (1.1.1878) · p. Seite 2

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 1. (1.1.1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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9r-»' giagea, de» sanften Rabbi in')Ungeduld oder Zorn na versetzen. Sabbat 31 a. E« war ▼or einem Sabbat, und Hillel gerade beschäftigt, za dessen EJmpfange sieh vorxubereiten, als jener Spötter ihn mit frechem Wort mehreremal aas dem Hause rief and־ in der Absicht, ihh xu reizen, die nach seiner Meinung geringfügige Frage an ihn richtete: ״Warum sind die Köpfe der Babylonier so seltsam rund?" Hillel antwortete rabig: ״Eine hochwichtige Frage hast da da, mein Sbhn, gethan. Wisse, die Köpfe der Babylonier sind so gestaltet, well sie ־keine klugen Hebammen haben“ (d. b. entweder, weil dipse die Köpfe der Kinder nicht mit der nöthigen Vorsicht behandeln, oder weil sie die weichen Sehädelknochen der Kinder durch künstliche Pressungen amgestalten). ,Warum sind die Augen der Thrmudier (Steppenbewohner; werden auch erwähnt. Sabbat 21 a, Jebamoth 16 a, Niddah 56 b, Baba Kama 38 b) eng geschlitzt?“ ״Aach das ist eine ׳gar wichtige Frage, entgegnet Hillel. Ihre Augen sind so eng geschlitzt, weil sie in sandiger Gegend leben.“ ״Ihr Wohnort hat, erklärt Rasch i, eine solche Veränderung bei ihnen hervorgebracht, dass die Spalte ihrer Augenlider nicht so gross sei, als bei uns, damit der Flugsend sie nicht belästige.“ — ״Warum sind die Fasse der Afrikaner so breit and platt?“ fragte jener endlich. ״Pu hast wieder, meint Hillel, eine sehr bedeutsame Frage an mich gerichtet: weil sie in sumpfigen Gegenden wohnen.“ (״Sie waten barfuss im Wasser, und daher breiten sich ihre Fasse immer mehr aus, dass Me nicht in den Tümpeln versinken.“ Rasohi z. St) ■f- Da hätten wir ja den reinen Darwinismus! Präg- Mater als schon Hillel and der grosse Commentator kn\11. Jahrhundert die Anpassung ftn Ortsverhältmisse, die Erwerbung nnd weitere Vererbung nützlicher Abweichungen and vorteilhafter 80nderbeechaffenheitan oder auch nur anomaler Missgestaltung würden kaum heutzutage die Biologen solche Fälle erklären. Und nun gar die hohe Wichtigkeit, die Hillel diesen Fragen oder der Untersuchung über die Ursachen von Umbildungen an menschlichen Körperteilen beimisst! שאלה נרולה אתה שאל sagt er bei jeder Frage. Ein Wallace glätte {seine Freude daran. — Auch die besonderen Körperbeschaffenheiten der Thiere werden im Talmud von gleichem Gesichtspunkte aus erklärt ״Warum hat das Kameel einen kurzen Schweif?“ ״Weil es von Dornen sich nährt“ ״Zwischen Dorne&gestrüpp nahentreifend würde ein längerer 8chweif, an den .Domen hängen bleibend, es arg tpläatigea.“ RaschL ״Warum hat das Rind einen langen Schweif?“ ״Weil es, an feuchten Orten lebend, die Mücken sich vom Leibe halten muss.“ ״Warum zieht das Hahn, wenn es die Augen schliesst, das untere Augenlid über das obere?“ ״Weil es auf dem Dachgebälke schläft Der aufrteigende Rauch würde es sonst blenden.“ Sabbat 77 b. — Solche und ähnliche Allegate können indes• auch nach der Zweckmässigkeitslehre aufgefasst werden. Nicht unerwähnt bleibe hier die 8telle (Jalkut Reubeni 9 a) ■ים מצוייר פכל מיני צורות שנבראו למעלה ולממה ב»לם welche uns, wenn auch ein späterer Sab den Inhalt verbildlicht, wie der Hädkel’sche Ausspruc ״in der Entwicklung des Menschen wiederholen sick| alle Entwicklungsstufen der übrigen Lebewesen“ — au• muthet. Und wenn Häckel in dem Os coccygis ״dea| unwiderleglichen Zeugen far die unleugbare Thatsach dass der Mensch von geschwänzten Voreltern abstammt,*! erkennt, 80 kann ihm der Talmud die Priorität streitig! machen, der (Berachoth 61 a, Erubin 18 a) ein solch• Anhängsel dem Adam zuertheilt (Schluss folg Handschriftliches aas Petersburg. Von Dr. A. Harksvy in Petersburg. II. (Vgl. No. 27 u. 28 Jhrg. 1877.) Im Folgenden mögen einige kurze Notizen übw'1 ältere jüdische unbekannte oder wenig bekannte lehrte aus den hiesigen Ms?. Platz finden. 1. Aus Pinskers Lickute Kadmonioth (Ankj p. 14) wusste man, dass der Karäer Salmon ben Jer* cham in seinem Commentar zu den Psalmen eines sooft ganz unbekannten rabban. Gelehrten Jakob bea Efraiat der einen Tafsir (Erklärung) zum Jerusalem. Talma•״ wenigstens zu der Ordnung Moöd verfasst hatte, er־l wähnt. Nach dem Zeugnisse Frankel’s (Mebo ha«Jera&J f. 135a) kommt dieser Jakob sonst nirgends vor, m4jf da man nicht mit Unrecht die Existenz der von räisehen Polemikern genannten älteren Autoritäten zweifelt, so drohte doch unserem Jakob dasselbe Sohle sal. Er war mir daher interessant, in einem Compeadio ans dem Kitab al-Anwar (׳(ס‘ המאורותde• Jako Kirkesani (aus dem X. Jahrh.) folg. Passus zu bMegneaJ ,Und er (Kirkesani) widerlegte dal ורד רח אל עלי יעקב מאפרים J»e«b *>«״ Efrwm, 3n 8y!«j ' ■» . (Pzltstiiienser), and vSrnicbuM,1| אלשאסי ואבמל מא אדעאה WM der letztere geltsad mzeuy , , Dienlich, de*• man GoH durch!e מן אן עללה תע תעבר במדהבין (entgegengesetzte) xeunngen ש וקרהתץ ו«ו!]»רה לב-ת שם■ והלל וקולו! «הם. עא *לחק JSSSSÄ» dmM die beiden (Scäelen, deeSchs■ ז ״ נסיעא-, Recht batten 11. ״ Haben wir auch hier nicht ,ausführliche NachrieUjj über Jakob, so ist doch ein zweiter unabhängiger Zeugt und die concrete Art, wie er hier angeführt wird, wril nigstens daza hinreichend, am ihm seine historische Existenz zu sichern.*) Da ich hoffe, in dem Werks)] Kirkesani's noch Ausführlicheres über diesen Gegensti za finden, so enthalte ich mich vorläufig, auch aaf disflij| Zeugnisse näher einzugehen. I 2) Ibn-Balam’s arabische Commentare zur Bibotjj sind schon längst als Fundgrube für die ältere jüdis Literatur gekennzeichnet worden. Aus dem in Oxford kp4 *) Deshalb ist es mir •aeb sehr wahrscheinlich, dass 4* j Ben-Efreim, d8f in folgeiden Puroi (In ei&6a Fngn. itfl dem Kitob ftl-Anwtr) ▼orkommt, kein Anderer elf der Jen1sch»Urf״j Commentator Jakob ist: ■אפרים לאטלאק דלן p ־ אחתגpfl אלחיואן אדא מן־ חאמלא p אנא דאכרה זעם אן אלשפן nbm אנהמא נמיעא P* סביל מא פי גופה סבילה אנתי נזאנמא שי ואחד ושמן ואחד• & ▼ertheidigt* also die Ansicht, 4אי I ישבר ירך אמו ה1א Ka*er. Auf du idmaut ■»;ן dem Ben-Efraim bei Iba Ezra ist schon Pintker gekommen (Ts^'L P• 84. wo 89, 17 S. 15 s:1 lesea ist). Dagegen kann er skttjl wie P. dsselbet rermnthet, ein Sohn das Karten Etraim!•**,T •en sein, denn er aeigt sich •berall 41• Babbeaite.

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