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Das jüdische Literaturblatt · 1877-12-12 · N° 50. (12.12.1877) · p. Seite 199

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 50. (12.12.1877)
Date
1877-12-12
Page
Seite 199 (sequence 3)
Language
German
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fion kaukasischer Race anqehöriger Völkersippsnj überwältigt, zum Theil über die Grenzen gedrängt oder im Lande selber in untergeordnete Verhältnisse gebracht wurden. Die hellfarbigen Eroberer nahmen, wie das so off geschah, den Namen der Unterjochten an, um ihn fernerhin, in den historischen Zeiten zu führen. Die superiore und die inferiore Race wohnte beieinander und erzeugten in den! unermeßlichen Zeiträumen durch sexuale Blutmisqung die^verschiedensten Kreuzungsprodukte. Daher auch die große Mannigfaltigkeit in den Zeichnungen und Sculpturen. welche Aegjyptische Volksklaffen darsiellen, sowie in den Funden der menschlichen Reste. Die schroffe Kastensonderung zumäl ist auf das dargelegte Verhältniß zwischen Unterjochten Md Eroberern zurückzusühren. Daß Abstammungsunterschiede den Grand der Kasteneintheilung. bilden mochten, darauf deutet der Umstand hin, daß Herodot <11. 164) die Kasten ״Stämme" nennt. Auf diese Mannigfaltigkeit der Bewohner Aegyptens mag vielleicht Radba zu Gen. 1!), 13 anspielen: Mizrajim erzeugte Ludim, Anamim, Lohawim, Naphtuchim,*) Paßrußim Kaßluchim, von denen die Pelischtim hervorgiingen, und die Kaslorim" — ״die Nachkommenschaft Mizrajimß" (fügt Rabba hinzu,) hat das unterschiedliche Gepräge ים, die plurale Endüng, welche nach Art aller Denominaliva besonders Patronymika und Gentilia auf י mit יים endigen! könnten . . .״ Eine einfache grammatische Bemerkung allein dürfte darunter schon darum nicht verstanden sein, weil ja auch andere Völkersamilien, wie die Japheliten Kittim und j Dodanim, die gleiche Endung haben. Aller Wahrscheinlickikci' nach soll damit auf das e l h n i j ch e Vielerlei der Vf 1 י : raiten hingedeutet werden. Und wsnn Raichi nno Jalkut Schimeoni diese Rabbastelle veräudsen anjütircn: ]'Sicc מוניטין של מצרים אינו אלא Mizrajim na ,11־ men blos unlautere Mischlinge" — so brauchend wir darin kein Corruptel, sondern einen richtigen Commemar zu erblicken, zu welchem die weitere Ausführung in Rabba אלו מגנבין נשותיהן . . .!1של■ אל naheliegende Anregung bot. ,So sände denn ein schwieriger Ausspruch des Rabba, so wie!die rathielhaste Variirung desselben im Jalkut durch eine anthropologische Thatsache ihre ausreichende Erklärung. (Forts, folgt.) Literaturbe'richl. Recensiouen.**) Wysard, A., Lehrer der Religionsgeschichte am Gymnisium in Zürich. Ein Gang durch's alte Testanient mit beionderer Berücksichtigung der Poesie und Prophetie für höhere Lehranstalten und denkende Bibelleser. Zürich, Caesar Schmidt 1877, 271 S. gr. 8. Warum werden uns Juden nicht ähnlich? Schriften geboten? Müssen wir, weil wir eins! sehr reich waren, jetzt »mrchaus bettelarm bleiben? Giebt's keine Mittelstufe? Die Zeiten sind längst dahin, und die erfreuliche Besserung bringt nimmer die alte Kraft wieder, da jeder Jude sein T'stach kannte und las. Kaum steht eine Nation jetzt der Schrift so fern und fremd gegenüber, wie das ״Volk der Schrift". Und trotzdem (oder vielleiwt deswegen?) kein den Zeitideen gemäß bearbeiteier Bibelauszug sür Schule und Haus? Daß man den Homer, wenn nicht im Urtext, so doch in einer Uebersetzung kennen lernen müsse, predigen sicherlich gar viele jüdische Väter ihren Söhnen und ihren Töchtern vor — aber der Jesaias oder gar der Moses? — Nein, der ist nicht ,geDtleinanlike! Wir müssen bei Fremden borgen die von unserem Holz ge- *) Den Naphtuchim widerfuhr die Ehre, von Upetius— de navigationibu* Salomonis — u. *. als die Stammeltern der amerikanischen iiolhhSule angesehen zu werden. ") Die über Bärwald's Schrift kann erst in nächster Nummer erscheinen. Red. hauenen Spähm . Möchten sie doch immer so kräftig und stark ausfallen, wie in dem vorliegenden Buche. Zwar steht der Referent — abgesehen »011 der im Ganzen schwach auf tretende« confes ronellen Färbung, die nur S. 164, 285 ff. (Jona) und am Schluß deutlich wird — auch wissenschaftlich auf anderem Boden, als dex Vers. Die Elohisten- und Jehovistenwirthschaft glaubten wir schon um allen Credit gebracht, ebenso wie die Dramatistrurg des Hohenliedes; — aber Herr Wysard will jo nur dm Fr rschungeu Anderer populären Ausdruck leihen, m d dies ist jihm prächtig gelungen.. Schlicht und einfach, do bei klar, den,!ich und markig ist die Darstellung, und trotz aller modernen Wistenichasilichkeit leuchtet die Ehrfurcht vor dem Buche der Bücher herzerwärmend hervor. Die Erklärung des Ueberganges über das Schilfmeer durch Ebbe und Fluth hat nur . die Schwäche, daß dies Phänomen dort, nicht hervortret rn soll. Be, der Erklärung, das Wasser aus dem Felsen Schlagen bedeute, daß das Volk unter Anführung seiner Stammfürsten diese Quelle gegraben habe, bleibt die Erzählung von Mose's Verschuldung vollständig unverständlich. Wenn schon K, itik, dann durchgehends. Wie kann Herr W. so kurz annehinen: (Die >2 Stämme) schafften sich Raum zwischen den cc naanitischen Völkerschaften, indem sie namentlich die gebirgigen ThMe des Landes in Besitz nahmen" (S- 20). Nur der Besiegte zieht sich in's Gebirge zurück.— der Sieger wiid Herr der Ebene. Gegen die Uebersetzung wollen wir nicst polemisiren, da Herr W. sie, wie er selbst angiebt, nicht elbsi gefertigt hat. Daß aber S 26 im Räch sei des Simjon עו mit ״Sauer" wiedergegeben wird, hatten wir sstr ein׳n Druckfehler gehalten, wenn's nicht zweimal vorkäme. soll ש2ט im Jacobssegen bei Jchuda anders, als bas K^uig: hum bedeuten? Der ״Führer" wäre mit מחקק (dessen Ue erietzung ״Herrscherstab" weniger dem Worte entspriwr als ״Gesetzgeber") bezeichnet. Doch das sind Dugaa Verfehlt erscbe neu allein die Abschnitte über Jonas und Esther. Bearl und eine für die Schule; denn dies Zusammenichweißen giedt doch hie und dt dem Schüler zu viel und dem Hause zu wenig! Hosteullich wird der Herr Verf. durch diesen ersten׳Versuch ermmhigt weiter auf dem Gebiete arbeiten, das er sofort als betret, n hat. ,Druck und Ausstattung verdienen volle Meines Anerkennung. Koschmin vr. Lewin. Mach, I ׳r., Hellenistische Bestandtheile u. s. w. (Forts.! Auf Bloih's Frage:! ״Wer war der König Achaschwe rosch?" antworten wir: s,,Cyaxcres II., der medische Fürst א 5שרש (s, d Ketib Esther 10. 1.), welcher mit seinem Nefsen Cr rus, de n Perser, das (affyrrsch-) babylonische Reich erobene (s. Dar. o. 5.) und so lange er nach lebte, die Oderherrsch ist übe, das erweiterte medis.h-persische Weltreich (!". Est 1, 2) , ,usübte jo, daß letzteres nunmehr aus 127 Provinzen — von Jndie r (^7I-^!N-Hindu) bis Aethiopien bestand.**! Nach seinem Tode solgte^sein bereits gealterter Bruder Darius (!דריוש מדיז Dan.! 6, 1.) in die Regierung, welche!, nach einigen Gcschichtsfcjrschern Schwiegervater des jungen Cyrus geweser. Wahrscheinlich erhielt nun letzterer daS damals nur aus 7 Pröoistzen bestehende Persien als selbst ständiger Fürst, wetzhalts dessen Oheim, der medische Darin! *•I Wahrscheinlich -sandln die Eroberungskriege des Achaschwerosö. gegen die üftlichlen kindischen K.) und westlichen (älhiopischen 2c.) Sät - kerschafwn innerhalb der erstjen drei Jahre seiner Regierung statt, weß halb er l nach Beendigung derselben, tffeitS zur Belohnung der mrdlsch persischen Heerfrhrer <ריל 2רם 1מרי Est. 1, 3.) und!heil« zur Be׳ sänftigrng jenei Bölkerschaslen, sür deren Beamten und Fürstei. (180 (הפרתמים ר צרי הנ!דעות Tage lang — jeden Tag für eine a» dere A,!Heilung — e!n Trinkgelage <משתת) veranstaltet hatte, <vgl. hg Jbn E Ira's Eomm!ntar z. Est 1. 2.). Die völlige Erobern»; BadptonS, verb inden mit -er Tödtung Belschazar'S (s. Dan. c. 5.), welcher ihm srü ,erhin in x olge jener Eroberungen seine Tochter - - oder »c ch. Einig n seine Sch vester (s. I. Targum z. Est. 1, 11 und 11. ־־!אבוי דאבא Vasti zur isemahlin gegeben hatte, fand jedoch t.s; gegen I as Ende seiner Regi erung, nachdem Basti vom Throne verstoßen war, «! if Anreiz ang seines 'Jitfjtn. Lyru« statt. (Dan. Lap. S Sad«,! t

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