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Das jüdische Literaturblatt · 1877-10-17 · N° 42. (17.10.1877) · p. Seite 167

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 42. (17.10.1877)
Date
1877-10-17
Page
Seite 167 (sequence 3)
Language
German
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T T 167 — T T (jinrlufe bei Blitzes aus Metalle, ja eine ähnliche Einrichtung, wie die der Frankiin'sch-n Blitzableiter, gekannt hat.; Obige Notiz ist dahin;11 berichtigen. daß die fragliche Stelle sich nicht Toscfta Sabbath Xll. sondern vielmehr To׳ sefta Sabbath o. VII Ende findet. Sie lautet wörtlich: הנותנת ברזל בין האפרוחים הרי זה מדרכי האמורי יאם מפנ הרעמים ואם מפני הברק ה״ז מותר. Wenn hier wirklich schon an den Blitzableiter, ähnlich dem von Franklin eingerichteten, zu denken sei» soll, sh möchten wir ans die nicht minder überraschende Notiz aufmerksam machen, dag man schon in den Zeiten der Mischuah eine Art Fernrohr gekannt haben muß Ernbin IV, 2 erzählt die Mtsämah, R. Gamaliel habe einst bei einer Landung unmittelbar nach Anbruch des Sabbath עד שחשיבה ge,hattet, das Schiss zu verlassen, weil, wie er erklärend hinzusügt,!^שכבר הייתי מסתכל והיי ׳, בתוך התחום עד שלא חשיבהich durch mein Spähen mich überzeugte, daß wir schon vor Anbruch der Dämmerung uns befanden innerhalb des תחום innerhalb des am Sabbath pajsirbaren Weichbildes der Stad!." Das etwas allgemein und unbestimmt gehaltene הייתי מכתכל erläutert die Gel mara id. foi. 43 b.), w:e folg!: שפופרת החתה לו לרבן גמליאל שהיה מביט וציפה בה אלפים אבה ביבשה וכנגדה אלפים אמד.הרוצה לידע כמה עומקו. של גיא מביט שפופרת ״ ובו'R. Gamaliel hatte ein Rohr, durch welches er 2000 Ammah (etwa Fuß) weit auf dem trockeueu Lande sehen konnte und dem entsprechend natürlich auch 2000 Ammach weil auf dem Meere. Wer die Tiefe eines Thales (von einem holst n Punkte aus) wissen will, braucht nur durch ein solches Rohr zu schauen und er kau» so die Tiefe des Thales(annähernd) messen." Desgleichen scheint die Mischna schon die Errungenschafl der eingesetzten und plombirten Zähne zu kennen. We nigsrens gestattet sie Sabbath VI, 5 am Sabbath das Tragen des ״ שן תוחבתdes eingesetzten Zahnes", wie schon Raschi (ib. tot. 64 b) s. V. וחכמים אומרים gegen Ende mit den Worteil ל?כ1ן richtig erklärt. Das Tragen des שן של זהכ ״des ursprünglich hohlen, mit Gold ausgefüllle» Zahnes" verbieten die ״Weiten" ain Sabbath, während Rabbi auch dies gcslatiet. R. Sera beschränk! (ib. toi. 65 a) dieses Verbot der ״Weisen" nur aut einen mit Gold plombirten Zahn, während an! Sabbath das Tragen eines z B. mit Silber ansgefüllten Zahnes nach Allen statthaft sein soll. Rach diesen Bemerkungen dürfte eS den Anschein haben, daß die Erfindung des Fernrohrs, der eingesetzten und plombirten׳ Zähne noch früher bekannt gewesen sei, als die Wirkung des Eisens in seiner den Blitz ableitenden Eigenschaft- Sohrau O/S., im September 1877. V1-. Immanuel Deut s ch, Rabbiner. Weraturberichl. Ncccnsloncn. Attschak, Dr. M. Die Moral der Eoangelien und des Talniud. Eine vergleichende Studie im Geiste unserer Zeit. Brünn 1877. Bernhard Epstein. 8. S. 58. . M. Duschak ist ein bekannter Raine auf dem Gebiete der jüdischen Literatur. Fachmänner haben ihn längst als einen gründlichen Gelehrten, einen ausgezeichneten Kenner des talmudischen und rabbinischen Schrifllhums schützen gelernt und die auf ihn gefallene Wahl zum Prediger der Krakauer Tempelgemeinde für diese eine überaus glückliche zu nennen ist. Was aber Hrn. Duschak noth wäre, das ist ein wenig mehr Selbstbewußtsein. Allzugroße Bescheidenheit, Aengstlichkeit und Zurückhaltung ziert allerdings den Seelsorger; wer aber in den stampf zieht gegen den hochmülhigen Dünkel der Barbarei, gegen bewußte und unbewußte Verlogenheit, gegen Haß, 'Rachsucht und Tücke und all die bösen Geister der Bosheit, sollte jene Requisiten lieber von sich thun. Damit kommen wir zu dem Einzigen, was wir an der 7™T״־ i vorliegenden, sonst recht verdienstvollen Schrift des gelehrten VerfafferS auszusetzen haben. Der Krieg muß kriegerisch geführt werden, und wer die Lanze schwingt, wäre es aiuH blos zur Bectheidigung. muh nicht so scheu'-und ängstlich ׳jeden Stoß vermeiden, der dem Feinde ein wenig weh thün.l ihm eine empfindliche Wunde beidrmgen könnte. Des VerfafferS ausgesprochener Zweck ist ein apologetischer; er will dis Angriffe der Judenfeinde neuester Erscheinung gegen Talmud und Juventhum zurückweisen, gegen Rohling und Konsorten ankämpfen,׳ indem er nachzuweisen unternimmt, daß die Moral der Evangelien und des Talmud sich fall gar nicht von einander zu unterscheiden, ״daß die Lehrsätze des Stifters der christlichen Religion über Sittlichkeit, Moral und Tugend nicht nur ein-, sondern unzählige Male im Fialmud von den Rabbinern der verschiedensten Zeiten eingeschätrft worden; daß das Vaterunser aus jüdischer Quelle stammt,!die Berg- oder Feldpredigt den Dekalog voraussetzt und erläutert, daß überhaupt, alle moralischen Grundsätze, wie sie Jesus in chronologischer Reihenfolge vortrug und lehrte,, die Grundsätze und das Eigenthuip der Rabbinen waren und sind." j(p X.) ״ Abgesehen davon, daß das heutzutage selbst von den hervorragendsteu christlichen Gelehrten anerkannt wird, so scheint mir diese ganze Art Apologie nicht wtrkjam genug. Eine geschickte Vertheidigung spielt den Kampf auf des Feindes eigeilstes Gebiet und ob der Talmud oder das R %. gegen die Kritik niehr Stand hält, ist nicht schwer zu entscheiden. Aber auch davon abgesehen, involoirt es nach nieinec innigsten wissenschaftlicheu Ueberzeugung für die 'jüdisch talmuoische, Ethik eine Herabsetzung und Schmälerung ihrer unerreichten Hoheit, wenn man sie der neutestamen lichen gleich stellt. Bei der ho- Heu Begabung und gründlichen Gelehrsamkeit des Verfs. fiele es ihm nicht schwer, solches zu erweisen; wer im Kampfe zum Messer greift, soll es hübsch scharf mach.m, sonst hat er! eine stumpfe Waffe. Gerade ihrer bodenlosen Univssenheit-und Unehrlichkeit wegen sind die neuesten Judenfeinde gar nicht zu widerlegen. Beleuchtet ihre lächerlichen Widersprüche, ihre schamlosen Lügen, ihre krasse Ignoranz, ihre freche Dieberei mit tausend Fackeln, sie erklären dreist, es war tiefdunkel, sie haben nichts gesehen; denn bekanntlich ist keiner so blind, als der nicht sehen will. Zündet ihnen die eigene Scheune anx so werden sie die Blindheit sofort ablegen und nach Rettung lausen. Rur so kann und wird dieser zweitckusendjährige!Kampf gegen die vou Wahn und Aberglauben erzeugte Bosheit ausgekämpft werden. Diese kleinen mehr prinzipiellen Ausstellungen thun dem Werthe der recht verdienstlichen Arbeit keinen Eintrag, die jedenfalls eines bleibenden Platzes in der moderne» apologetischen Literatur würdig ist. Brüx. vr. I. S. Bloch. Kerzverg, M. ראשית הלמוד- Hebräisches Leseun^ Sprachbuch für die mittleren und oberen Klaffen u s. w. 2. Cnrsus. Breslau, H. Skutsch Verlagsbuchhandlung. Hokdflei«, H. ם' בראשית לפי עוללים חיב׳■ Erstes Buch Moses, Theil II» für die israelitische Jugend bearbeitet. Gleiwitz, Albert Jäger. Kecht's Uebersetzungslehrer. Ein methodisches HilfSmittelzum Uebersetzen des Peulateu chs, der Hagada und der BB. Esther, Ruth und Echa u. s. w. 3. Auflage. 'Reu bearbeitet, verbessert und vermehrt von A. Cahm.^Kpeuznach, 1877, R. Voigtländer. Lewinger, M. Uebungsbuch zur Erlernung der hebr. Laut-und Fornüehre für Anfänger. Breslau 1877. A. Hepner. Die Vers, der hier anfgeführten Büchlein sind in der jüd. Lehrerwelt nicht unbekannt. H e r z b e r g hat vor Jahren bereits unter demselben Titel eine hebr. Lesefibel herausgegeben, die, von dem ziemlich schlechten Druck abgesehen^ manche Vorzüge hatte. Allein die beigegebenen selbstverfaßten h^br. Erj

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