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Das jüdische Literaturblatt · 1877-08-08 · N° 32. (8.8.1877) · p. Seite 127

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 32. (8.8.1877)
Date
1877-08-08
Page
Seite 127 (sequence 3)
Language
German
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'־ 7 1i? — dschriften die Varianten und Erklärungen exeerpirt, Die antm stehen uMer d!m Text und in ,.Critical notes“. Das!Machsor Vitri mit dem Aboth Comm. lag dem Verf. in 3!Handschriften vor. De c Verfasser dieses CommentarS war kein anderer als Salor >on d. Meier (Raschbam); denn alle! Erklärungen, die Useida in seinem Namen miltheilt, finden sich in dem Vitri Lom.״), ebenso die Citate von bar Sal. (6. 10, 11). Useida ctirt jedoch c. 5 a. E. eine Erklärung > «m Raschbam, die er von seinem Onkel (!)יהודה כן הראש ge- [Mit habe, die sich natürlich hier nicht finden kann. Herr , Taylor unterließ eS, hi rüber etwas zu mittheilen, sowie auch! über den.benützten Con. von dem nicht bekannten Jsaac den [ Salamon, worüber uns jedoch Wissenswerthes in dem Catalogue der Lboth-MS. v! n 0r. Schiller in Aussicht gestellt ist. Di« abweichenden :!esearten sind zum Theil schon in den 'Hirten Commentaren aS die der tiberiensischen Mischna ge-!,«mnt. Raschbam hat euch oft die Lesart des jerusal. Textes, so hat er z. B. 1, 18 nicht das biblische Citat. Das fehler-! haste ר' הלל in 2,4 ■ rklärt Raschbam als aus der Verschrei-! 1 düng der Einzeichnung ד in ד entstanden. In 3, 2 steht! statt ין לי אלא שנים» der Passus אחר שיושב - - כאילו קיים כל התורה כולה. R. bemerkt, daß auch dieser Satz inj her Mischna von R. Q fraim fehle. 3, 12 ist die Lesearl! ראש.השחורה ohne Lamed. 3, 14 fehlt die Stelle רכה יתירה נ דעת לו שנברא בצלם. R, hat diesen Satz unt mnmentirt צלם עצמו:; von Einigen werde aber dieser Sas gestrichen 16 ,4 ומי שאומר כזה חיישינן 2זםא מץ הוא ha % פחזדד mit 2 Dal -d, so habe auch das Targum zu 1 K 7. 7 פרררא port« (nicht in den Editionen). Zu dem höchst weitschweifigen Commentar des Hrn.Taylo ׳ — in dem er auch m t Geschick Parallelen aus dem neuen Testament herbeizog — stand die ganze talmudische und rabdinische Literatur zu Gmatter und der Verfasser bekundet hier «ine Belesenheit, die sel bst eines slavischen Rabbi würdig wäre; tr hat jedoch mit seinen Geistesgaben etwas zu verschwenderisch gewirthschafket uni so manchen einfachen Spruch mit bumscheckigen agadischen lappen bekleidet, so z. B. S. 85 zu יהי ככור חכיקו Goc iS the great Rabbi etc. Jüdische Ächtern« Autoren ha>en zu diesen Kernsprüchen derartige Schwärmereien nicht tenutzt und bekanntlich hat selbst Mos«; t. Rachman derartige Bhantasiestücke abgewiesen, und wir Ir - den werden nicht beda! »ern, wenn sie gänzlich der Vergessen ' ' R. L G eschichte Aegyptens unter den Pharaonep Israel in Aegypten. heü verfallen. Ar«,sch-Aey, (Siehe Nr. 27) II. ״Als Josef und!alle seine Brüder und jenes ganze schlecht gestorben waren, da waren die Kinder Israels fruchtbar und regten sich und mehrten sich und wurden ungemein stark, also daß das Land ihrer voll war. Aber es stand e n neuer König auf übei Aegypten, der den Josef nicht kannte" Dieser neue König war RamseS II., der vor allen b<n Ehrennamen A-nachtu (Sieger) führte, und den die Denkmäler «nd Bücherrollen nich! selten mit dem Volksnamen Ses, Se׳ tesu oder Sestura bez ichnen, ״der Setosis, der auch Ramess!S heißt" der manethonis chen Ueberlieferung, der sagenhafte, viflbesungene Eroberer L esostris der griechischen Schriftsteller. Im ersten Jahr, feiner Regierung zog er mit großem Gepränge nach Thrbe a, um daselbst dem Gott Amon das 1! bliche große Fest zu f׳ lern. Auf seiner Rückkehr nach seirer »«gewühlten Refideiz Zoan-TaniS-RamseS (bibl. ועממם) überkam ihn der Wu asch, Tempel und Grabmal seines Vaters Set in AbyduS u besuche«. Hier fand er jedoch Bauten PwStntor hat «her au* ’ ׳ז ״״«״ פש^תו *) vir habe« ««»schrieben, de« wir — «tat «it demselben voi a«r in v»rl legend er Schi mit der Punktation verhüte» «ollen, daß!«inst» Schlsse" übersetz«. Uli c:1 aur Tod. Tarmoly Sir. S de» Aboth identisch mit dem in R. B. — Noch Luziatt» — erkannt haben und di« vielen rist befiilrkm nur unsere Ansicht. L«. ei,« m Li- und Tempeldiensr in wüstem Zustande und erwarb sich durch Verbesserung nach beiden Richtungen manches Verdienst. Doch hat er nicht immer dieses Dankgefühl gegen den Verstorbene« bewahrt. Selbst!den Namen väselben hat er an manche« Denkmälern auskratzen und durch den seinen ersetzen lasse«. Ueberhaupt ist Bescheidenheit ebensowenig die Tugend der Ramses der Denkmäler, wie!die des bibl. Pharao. Groß? ,sprecherisch werden auf jenen kleine Siege zu großen Ruhme»« rhaten aufgebauscht. Dabei entspricht eine gewisse ungestüme Tapferkeit dem Unterdrückungs׳!igenfinnn des biblischen Königs. In einer Völkerschlacht bei Kadescham OronteS gegen die syrischen Chita, aus welcher er nur aü zweifelhafter Sieger heroorging. rettete nur die eigene persönliche Tapferkeit dem Könige das Leben und den Sieg. Diese Heldenthat diente i« gleicher Weise Dichtern, Bildlaaern und Malern als glücksicher Stoff, um in Wort und Bild den Heldenkönig zu feiern. Der thebanische Tempelschreibc c Pentaur, ein poetischer Fremtd von Wein, Weib und Gesangj hat eia preisgekröntes Heide«- gedicht hinterlassen, das nicht nur in Papyrusrollen, sonder« auch auf den Wänden von Karnak, Luksor, Ramesseum rc. zu lesen. Mit ihm wetteiferten ׳Maler und Bildhauer in de«- selben Swff, und ihren Bemühungen um die Verewigung dieser aufgebauschten Heldenchat verdanken wir die Möglichkeit, «nS eine Vorstellung von der Bewaffnungs-'' und Kampfesweise der uns von der Bibel her ko interessirenden Völkerschaften zu machen (Chititer, Kanaan) Im Gefolge des Königs der Chita sind die Kelaa (Schlei derer 2 קלעים. Könige 3, 25.) Der Krieg mit den Cl ita endete mit einem Friede» unter der Bedingung einer Nrt von Unterwerfung derse^h«. Nur einige wenige aufständische Städte in Naharain (ארם נהרים) und später in Gallil ra machten noch kleinere Zügeebendahin und südlicher nöth g. Eine Folge dieser Kriezszüge ist die Versetzung ei«er großen Zahl gefangener Vox serasiaten nach Aegypten, wo sie zu den verschiedensten Thätic leiten angehalten wurden. Mit. ihren besten Vertretern muri en übrigens die Lücken ergänzt, welche Krieg und Krankheit in die einheimische Bevölkerung gerissen hatten. — Selbst eine Einfuhr semitischer Lehnwörter läßt sich in ihrem Gefolge naä weisen. So Naarana --- inveatuÄ für Noser; Zeba exerci u8 u. a. Schließlich sah König 3t. durch das Anwachsen der Böl« kerbewegung in Vorderasien!und die Verschiebung der bisherigen Wohnsitze sich zum Abschlüsse eines Schutz-!und Trutzbündnisses mit dem Chitakörig veranlaßt. Eine Copie dessäden, nach einem auf silbern׳ r Tafel von Chita-fir (מרן .שר«) an Ramses - Miamun geschikt^n Entwurf, ist uns in eiuer Inschrift erhalten: ״er sei mein Bundesgenosse, er sei «ein Freund; ich sei fein Bundesgenosse, ich sei sein Freund" «. s. w. — Gegenseitiger Schutz gec en gemeinsame Feinde, Garantie des beiderseitigen Besitzes fei bst bis auf die Auslieferung von Flüchtlingen aus dem Gebie! des Einen in das deS Ander«, die sich der Unterthanenpsli ht entziehen wollen, bilden die Hauptpuntte dieses Vertraget. — Bemerkenswerth ist stn demselben die humane Bestimm mg, daß an dem Ansgeliefert«» wie an seinen Familienangehörigen keine Schuld geahiüiet wer» den solle — ein Pendant zu dem noch humaner« Nichtausliekerungsgesetz der Bibel. , Ahnte Ramses damals bereits die Absicht der Israelit««, sich seiner llnterthanenschaft zu entziehen, urü> «olle er durch solche Verträge diese Gefah: vermeiden? (Schluß folgt.) Mister, I., Benedict halten am 13. März 1877 und Wissenschaft zu Tho rn). Nr. 23/24. Berlin 1877 Spinoza, seine Lehren und das Verhältniß des jetzigen Krit cismus zu denselben (Bortrag,, ge- ׳ Der gelehrte Verf. und krit. Beleuchtung d. K genbem Vortrage zur 20g des im Kopernikus-Vertin für Jhatjt (Seperat-Abdruck au t der ״Waage" Zofnat Paaneaö! »bbala. 3 Thelle) jährigem Spinozafeibr lat (Darstell»«- in vorlie» eine« rec^

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