Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 24. (14.6.1877)
- Date
- 1877-06-14
- Page
- Seite 94 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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auf, muHe berücksichtigt werben, um bep Staubpunkt des ptstl^^Stz .sich bergVsc^ «ns druck/beq^di^ npueitztzsckte klasßjche^LHratUf d«s, Altttthumlß auf «ifty üb^ uMr HideM^ auch^ bqr« bchmdete, daß b« tuen Philosophen gleichsam lebendig ' geworben und - aufft.älele Schule gebildet-hatten, wie damals die Philosophie des Platon, die de» Epicur, der Swiker nicht etwa nur tu ihrer. WortschsU,Pchepp»ng anerkannt wurden, sondern auch als phLosaphische Bekenntnisse die begeistertesten Anhänger fanden, so hafte die erneuerte Bekanntschaft mit den griechis^en Phflasqch» auchaus die Zestgenossen Soadia's so mächtig gewirkt, daß die verschiedensten Systeme, selbst die ,eine» Lhales und Snoximene», sich, gläubige Jünger, auch in Mischen -reisen, erwachen.*) Die Reproduktion der verschiedenen Systeme des NlterthumS, ohne -enntniß ihrer geschuhtlichen Entwicklung und ohne ein höhere» kritische» Berständnißunternommen, hatte, wie Saadia berichtet, in den Köpfen Mancher seiner Zeitgenossen eine heillose Berwirrung angerich - tet, indem alle diese sich gegenseitig auSschliehenden und nur als die einzelnen Glieder esties geschichtlichen DenkprocesseS zu betrachtenden Wrlterstärungen als ebensoviele nebeneinander bestehende Lud gleichberechtigte Möglichkeiten einer Neltanschauung angesehen wurden. (Fortsetzung folgt.) dje ÄPde». je Veopagauda gemacht? >M.L«s«pT.L»w» in.Sr. «Mi»se, ' Die Anregung zu diesem Artikel verdanken wir unserm geschätzten Freund«, dem. Hrn. Siegm. Mayer , in Trier, welchM. diese Schrift zugleich als,Antwort dienen möge. Da- JudenHum hatte Proselyten zweierlei Rattz^ an- . siksstae rnch wirkliche'; elftere find jene, welche fich des Besitzrech» in Palästina ersrenten. ohne züni Judenthum übertreleR zu «üffen; sie hatten sich blos zu den sieben noachidischen Punkten zu bequemen, welche Grundrisse einergesunden Mo- ׳ ras -erhielten. Enthaltung von Götzendienerei, , Blasphemie, Mörd, Blutschande, Rätzb, Fleischgenuß von noch lebenden Lhieren und endlich Anerkennung der Rechtspflege. (Ab. Sara SLd). Bei diesen bslligm Anforderungen kirnten sie unbehetzigs. heidnisch als ״Gere-Toschab" im Lande, wohnen — bajpr der Ssusdrpck והנר אשד.בשעריך'— da der Rechtsstaat. wle es der jüdische war, keine Bürger dulden konnte, wÄche Eardknalsttten verletzen. Unter diesen Halbproselyten, welche auch schon unter Äönig David eingebürgert' erscheinen**) •) Sgl. Snuaoth we>D«vth. I Such pag. 33 ed. Leipz. והגיעני כי יש אנשים מעמנו חשבו, כי הענץ שאמר בו הכתוב 22 ,8 ."ז®) ד קנני ראשית דרכו יונו* ושאר הפרשה הוא) .(Plan») ענץ אלה החחויים ומי שידעתיו מעמנו שסבר,גןדמות דבר מהנוהעיים׳ ז*י) ,• H«• 30)לא מצאתי שחשב כי אם קדמות הסי ם והאויר . Aehnlich drückt fich Saadia i» der Giuleitnng, zu seinem Lomnwntnr 'zum היצירה aus. (Die SeminaxbibiioHek besitzt ein« Abschrift des bisher nur handschriftlich vorhandene« Loinmentarst). Be- »eeD«nS»«rth ist, d«d auch Schohrestbni vvnLhales und Anaxi- »ander gerade behauptet, sie hätte» ihre Lehren der heiligen Schrift entlehnt. Schahrest. ILLtzS.6S (Uebers. ».. Haarbrücker). ״Auch in der Thora i« ersten Buch«. ist der Grund der Schöpfung »in« Substanz, welche Sott geschaffen hat: dann Hab« er auf st« einen Blick der göttlichen Majestät geworfen, und «4 feien ihre Therle zerflossen und Wasser geworden" u. s. p>- ״LhaisS van Milet hat sein« Lehde nur aus der Lichpfische der Prophetie hergeaommen." I>as. S. SV ^auch er (Anaxi- «««») ,hat autz der Lichftnfche her Prophetie geschöpst und fich in das Gewand der Adtdrucksweisc», des Botts gesteckt. **) Wodurch di« Bemerkung »er Toffaphot zu Jebamoth S4d von selbst^ rntflüt. — untKbeun Salomo 153,600 Manu conscribirte (Thron. 1.32,2 ׳Is. 2,1$) zählt der Talmud auch den ״aussätzigen" ara-;mäWen^TfßÜcherru. Raanmn (Gettin 57b), aus weschp» der .Spn»ch^-,MD02 קשים.נרים.לשראל am rechhsu Plqtze ist.' )Mid. Auflösung des.jüd». ÄtagteS^ wodurch der AGdfpck ״au» -׳ sLsfigkeitSuerechtigt* keinen" Sintz mehr hatte, wurden j«ie Personen und Völker, deren Moral sich auf die sieben noachibischen Regeln beschrankte ״Bne Noach" genannt, welche mit den frühern ״Gere Toschab** auf gleicher Linie standen. Die wirklichen Proselyten hatten zwar gleiche Pflichten und Rechte mit den Israeliten, wurden aber — wie die getauften Juden in den Augen bigotter Christen — mit schelen Blicken angesehen. Der Talmud nennt das Proselytenthum mit dem nicht verlockenden Prähikale ״Aussatz Israels"*), und es wurde beziehentlich Aemterbkleidung, Erbangelegenheiten, Priesterehen rc. rc. zurückgesetzt, denn da» Prinzip einer Volksvermehrung von außen ans religiösem Eifer lag dem Geiste des Judenthums fern. Naami sprach zu ihrer moabitischen Schwiegertochter Ruth -(1, 15): ״Deine Schwägerin reiset wieder zu ihrem Volke und zu ihren Göttern, geh' auch du mü ihr!" Zu Davids und Salomo's Zeiten wurden keine wirklichen Proselyten aufgenommen. (Jebamoth. 34b.) Die später durch Salmanassar nach Samaria verlegte Kolonie, welche aus Furcht übertrat, gab ein abschreckendes Beispiel. (Äön. II. 17.) Ammoniter und Moabiter konnten nie, Edomiter und Aegypter nur in dritter Generation auf Ausnahme in den Bund des Judenthnms rechnen. Und trotz all' der Hindernisse — die jede Propaganda von selbst, ausschlosien — gab es zu jeder Zeit, selbst im Exil wie, z»»r zweiten Restanrationszeit, eine Menge von Proselyten (Esther 8, 17; Neh. 10, 29), so daß die ״große Synagoge" für sie im 13. der achtzehn Benedictionen (Schmone Esre) ein Stoßgebet einschaltete, welches von der Censur un. beachtet geblieben, sich bis zum heutigen Tage erhalten hat**). (Schluß folgt.) Der Streit zwischen Juda Meuz und Glia Delmedigo. Bon Bernhard Ritter. Daß ein Streit zwischen dem 3labbi»er I. M. und dem Philosophen E- D. stattgefunden, geht aus zwei kleinen Notizen bei Joseph Delmedigo (מצרף p. 361) und Mose Metz (Elim p. 29') hervor. Geiger im Melo Chofnajim weiß über Grund und Inhalt des Streites Nichts anzugeben, und Carmoly in seiner ,Uistoire de« mädecins juifs“ p., 137 de« richtet darüber folgendes: .... uve dispute 8' 61äva entre! lui et le rabbin de Padou le ▼änärable Jehouda Minz, au sujet d’un individu de Corfou, qui avait äpousö deux femme8 contre 138 Institution« de Gersom öl vor Hagolah et que le rabbin avait mis au bau. Ceti»' dispute fut longue et violente, eile excitait 1'intLrKt universel et fut ä Ja (in däcid^e par le cäläbre Elia Misrachi contre notre professeur, qui dös ce moment quitt» Padou et l’ltalie. *) Israels Zerstreuung soll nach Peßachim 87b bezwecken, di«. Re- , tigion am all« Völker zu propsen. Wenn aber in umgekehrtem Verhält- Nisse Israel von Untugenden der letzteren infizirt wird, so gleicht die Wechselwirkung dem ״Zoraath". **) Sonderbar übersetzt Mannheimer im Siddur ״Gere Hezedek": die im Glaube» und im Rechte sind: wahrscheinlich wagteeres noch in den letzten Decennicn nicht, das Rind beim rechten Namen zu . nennen. — - - - דברי ריכזת ומחלקאות שעברו בינו ובץ הגאץ (י מהרי מינץ זלהה.כנראה בויכוח הנדול שהיה י ביניהם שהרעישו את כל הגולה כפסקיהם הנם .כתובים כמוסים עד היום עם רבני קנדיא• -כר פלונתיה של מהדר יהודה מינץ זלהה נודע (’ בשערים שמו מהדר אליהו זלהה•