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Das jüdische Literaturblatt · 1877-06-07 · N° 23. (7.6.1877) · p. Seite 91

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 23. (7.6.1877)
Date
1877-06-07
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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91 •J." \*T r endet, was die alten Grammatiker את׳ מרחוק nennen, weil eben der Accent des!ersten Wortes entweder von selbst oder durch Zurückweichung (נסוג אחור) des ersten von zwei aufeinanderfolgenden,Accenten penultima steht, z. B. קומו 1) צאו. M. 19, 14} 1) (תקה לי. K. 9, 13), אך>יד, כנפן (1. M. 12, 5), ישהןוץ*. לו (Ps. 3, 3) und 1) עפןה־פרי. M. 1, 12) u, dgl. m., und wo in solchen Fällen der erste Buchstab« des zweiten Wortes als Hauchlaut keinen solchen Punkt annimmt, steht baffit das gleichfalls trennende L!stbe»-Strichlein, z. B. CP)« 1) פןי(ה. M. 28, 2) u. s. m. Uebrigens sind auch hinsichtlich j dieses masiorethischen Scheidepunkles die Bibel-Ausgaben und! Manuscripte nicht immer consequent oder übereinstimmend. Diese Scheidepünkte (euphonisches vazesok) werden meistenS nur Mr Trennung der Aussprache, in einigest Bibelstellen jedoch auch zur Trennung des Inhalts der betr. Wörter verwendet, wie das oben angeführte Beispiel יאמרו לא) (1. M. 19, 2) Sie sprachen: ״״Nein!"" beweist, so auch ״Dies (ist es), was sein soll" rc-, weil diese beiden Wörter mackephirt find, wofür nun bei einer ähnlichen Construction der Scheidestrich (Legarmeh) steht, ncünlich זד■ ייתנו ״Dies (ist es), was sie geben sollen" rc. Desgleichen בחדש des Wortes לאמר ״ לאקר'Es redete ״wie folgt": — z. הקומיני?חמקןח־^קור well diese Wörter durch eine Accentengruppe vereint sind; val. dam. die ähnliche Coustruction החלש הראשון קאדג^ה מ&הי, wo dafür der Scheideaccent R’biah auf barisabon steht. Hierzu gehört auch der zugleich den Inhalt der betreffenden Wörter von einander trennende Scheidepunkt im Lamed bei dem ®etfe .רד־3ך(ויאמר.*) ייאל־משד der Ewige zu Mosche, sprechend:" oder B. i. 2. M. 6, 10, v. 31, 12; vgl. dagegen 7.7,8 רד5ך(ויאמר~י) יי׳ אל־מץזך, ואל־^ך.ךן לאמר v. 3. 13, 1, wo dieser Scheidepunkt nicht mehr nöthig ist; und nur weil jene' Phrase im Pentateuch zu oft »orcommt, merkt die Mafforah dieses Scheide-Uagssek nicht an, u. dgl. m. Endlich erhält der S ch e i d e p u n k t in der Bibel noch eine weitere Verwendung als der Scheide st r i ch, indem derselbe auch innerhalb, eines Wortes gebraucht wird, damit der betreffende Stqmmbuchstabe, welcher sonst ruht, oder zu schwach wäre, in der Aussprache nicht ganz unbeachtet bleibe, z. B. בילןוי1תיןי (v. Stamm יקר Ps. 45, 10) nicht zu verwechseln mtt בקרותיך ». Stamm .קרר —, so auch לימור (v. Stamm יסר und nicht v. Stamm 2 מור. Ehr. 31, 7); und auch sonst, damit der betreffende Stammbuch' stabe nicht gänzlicj überyörl wird, z. B. 2) (אדר. M. 15, 6 u. 11) und אץ ימו: (Ps. 33, 22) rc. Hiernach ist auch der mafforethische Punkt in dem allerschwächsten Buchstaben Aleph zu erklären, weist er nur viermal in der Bibel vorbommt, und den einige Grammatiker für einen Llappik-Punkt hätten, als: 1) רמיאו. M. 48, 26 u. Esra 8, 19) 17 ,23 .9) ת;יאו) und nach Einiges auch רךאו (Job 33, 21), damit es in der Aussprache nicht!רו " (?יו lautet. Denn nur das Resch läßt eine zwiefache Aussprache zu, nämlich mittelst der Kehle, weshalb es einerseits zu den Hauchlauten (אחחע .ר) gehört, oder mittel» der Zunge י und der Zähne, wodann es hie und da zum euHonischen ׳ Nachdruck verdoppelt wird, z. B. 1) ל,לאילם• SaÜn. 10, 24) und לשלך (Spr. 3,;8 und noch an einigen Stellen der Schrift, wie es schon in dem ältesten th-osophischen Buche Jezira zudenoerstärkungsfähigen Buchstaben (בנד . כ0דת) und bei spätern jüdischen Grammatikern zu den Zischlauten (ומצלשש) gezählt wird, was aber beim Alspb niemals der Fall sein kann- In der That hat die erste nnd richtigste (Quart-) Ausgabe der (Bomberg'schen) hebräischen Bibel jene Punkte im’ Aleph gar nicht*), indem die betreffenden Wörter noch sehr oft im biblischen Texte oh« einen solchen Punkt Vorkommen, und statt לאו steht dort, wohl richtiger.ראו, wie bei'dergleichen Lesezeichen überhaupt verschiedene, sich manchmal widersprechende Afassoroth vorhanden Md. Aur biblifch-talmud. Eosmogouie. 1) Im ״Jüd. Literaturbl." 187A Nr. 11/12 ist nachgewiesen, daß erst jetzt, mit der gesteigerten, wiederge« wonnenen Einsicht in die Geologie und Astronomie, die biblisch-talmubische Cosmogoni« des 1. Cap. der Genefis, als vollständig der Wirklichkeit zutreffend sich erweiset. Wenn unser ״tellurisches" SonnenstzAem laut Genesis l, 15, erst am 4. Tage sich bildet, das Weltall aber laut VerS 14, schon als lange vorhanden sich darstellt, ist es kaum Möglich, die Worte in diesem Capitel: erster Tag, zweiter Tag, u. s. w., anders als in Bezug auf irgend Ave Centralsonne zu verstehen und somit, hier: ״Tag" slkroick Jahrtausende zu nehmen. (Aehnlich wird es sich sogar mit der Relation in Genes.׳ c. V verhalten, bezüglich deräbensdauer einzelner Urmenschen bis nahe an ein Jahrtausend; wöntkk׳ in Wirklichkeit nur ausgesprochen sein dürfte, daß Mrs Leb em Salter der Menschheit überaus große Zeiträume umfissse, wie es ziemlich sicher jetzt wiedq: von der vervolkkommnetkn Erkenntniß festgestellt ist.) — ES läßt sich über dieses Alles»'was hier nur angedeutet ist, viel Ausführlicheres ovedrinäen. Im Einzelnen haben sich jedoch noch mehr deistimmeüde ren in unsren Alten gefunden. Welche immerhin wichtig gattyb sind, um dieselben nicht der Erwägung vorzuenthaltrn. So heißt es im Sadbath-HymnuS 2למל - לרוך4 למאיר לפ1ל גלו אשר בלא במרת הרחמים ׳חמאיר לארץ ולדרים •!ליה ״ •ברחמיםEr giebt das Licht dem Weltall, welcher Er l» Sinne des Erbarmens erschaffen; Er giebt das Licht bet Erde und den darauf Befindlichen, in Erbarmen." Anschei» nend wäre hier eine stilistisch unzulässige und überWjstgr Wiederholung des einen Gedankens; in der That aber ist eS unzweifelhaft erkennbar, daß dem Verfasser der hochwichägp Unterschied der Verse Genes. I, 14, gegenüber 15,: zwischen ״Weltall" und zwischen unserem ״tellurischem" Sonuensystemes, vertraut gewesen ist. (Schluß folgt.) Entgegnung. Ich pflege grundsätzlich auf literarische EMgegnungen von geringem Belang nicht zu erwidern; ich lege hierbei ein größereS Gewicht auf das Bedenken »א״ב איל מוי als auf däS der möglichen Annahme des TS שתיקה; wenn ich heute eine Ausnahme mache, geschieht es, weil einerseits Hr. Rabb. vl. Salve ndi (in Nr. 21 d. Bl.) selbst die Wichtigkeit einer H a l a ch a pointirt, und andrerseits. nicht vorausgesetzt werden darf, daß jeder Leser d. Bl. einen ש״פ besitzt. Hr. 6. citirt selbst Aden Eser §. 126, Seif 4, war aber leider hierbei des schönen Rathes uneingedenk, den Beruria ihrem Ranne gab, nämlich שפיל לסיפיה לקרא: möchte der Hr. College einige Zellen — bitte nur sieden Zeilen — weiter lesen, da wird er die Worte: כתב ד״ת בנון שתית לו לכתוב שנים פשר וכתב י״ב כשר finden, und diese Worte werden sogar von den Commentatoren (deren Hr. S. besonders erwähnt) zur Stelle besprochen! — Nur בדרך אנב und בחרא סחתא will ich noch, da die Gelegenheit geboten ist, auf die 2. Notiz bemerken, daß die Ansicht, es hätte ein 77 חשאלה vor dem Worte תיקנתם stehen sollen, unrichtig ist. Wo in aller Welt wird gefordert, daß vür einer Frage das 8s interrog״ oder sonst eine Fragpartikel stehen muß? Von den geradezu. *) Vielleicht jedoch nur au« demselben Grunde, aus welchem sie auch hier bei den obigen Citaten fehken, nämlich — weil sich im Setzerkasten keine ‘א und ר׳ mit Dagejch vorfinden. Med.)

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