Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 6 (1877)
- Issue
- N° 23. (7.6.1877)
- Date
- 1877-06-07
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/5367336-6488232-8754607--0767-4854257- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 92 — Anzähligen Stelle» in Mischna, Talmud und ln rabb. Schriften, sei nur auf die Sabdath 31 Seite 1 zu Ende verwiesen,. wo 7 Fragen (von קמת bis עירבת) ohne jede und alle Partikel auf einander folgen. — Ob die in Aussicht stehenden weiteren Notizen meiner verehrten Kollegen mir K««ck»ffung geben «erden, meinem im Eingänge gedachten GrnMatze treu zu bleiben, muß ich natürlich adwarten. Stockholm. Lewysohn. Ateratnrbericht.! Skrenfimen. gnum, Dr. 8- Die heilige Stadt und deren Be- «ohner u. s.w. (Schluß v. Nr. 22.*) Stetem wir eine kritische Besprechung einzelner Partien der Buches durch competente Beurtheiler für später in stkrstcht stellen, wollen wir für jetzt noch eine Inhaltsangabe und «teige allgemeine Bemerkungen hinzufügen. Das Neumauu'sche Werk gibt 1) ״die physische und historische Geographie der Umgegend von. Jerusalem" — das A eine kurze Übersicht der Geographie des ganzen Paläfttea westl. vom Jprdan, da uns der Libanon nicht beschriedm ist. 2—4) Klima, Fauna und Flora: wieder von Palästtea überhaupt, wie hierbei natürlich. 5) Geschichte. 6) Ge- »aue Topographie der Stadt Jerusalem. Hier bespricht der Berf. die Oertlichkeiten Jerusalems in alter, mittlerer und neuer Zeit: man kann aber dabei rügen, daß dem Leser nicht immer gaiy klar wird, was vom Merthum und was von her Gegenwart gilt. 7) Allgemeine Statistik; über Volksz<chl, Nationalitäten: Besitz-, Gewerbs-, Gerichts-, Steuerverhältniße, Konsulate und drgl. 8—10) Näheres über.die einzeluen Rationalitäten und. Konfessionen unter den Bewohnern der MM: Moslems, Ehristen, Israeliten. 11) Lebensweise der Otieutalen- 12) MÄticinische Verhältnisse, Der Inhalt teS Buches ist also reichhaltig, man findet manches, was man voy vornherein kaum te demselben suchen wird. Einzelnes unter diesen Dingen hätte dann freilich auch wohl wegbleiben können, wie geschichtliche,Notizen über die alten Syrer und Mönicier, über Muhamnteds Leben und einige kleinere Excucse. — Die Geschichte der StM (resp. des Lautes) und der Juden haben auch die Verfasser anderer ähnlicher Werke in denselben behandelt, (so Raumer und Munk) indessen hat Neumann einzelne Partien etwas breiter, als utthig war, beterochen, so die Geschichte des jüdischen Krieges unter Bespafian und Hadrian, wobä große Auszüge au« Grätz gegeben find, die wohl in kurzer Fassung diesüben Dienste geleistet hätten. DanknSwerth ist dagegen die Ge- ' schichte ter Juten in Jerusalem von der Zeit Muhammeds bst» auf die Gegenwart, es ist das eine Zusammenstellung, die, soviel uns im Augenblick, bekannt, in keinem anderen Werke so zu finden ist; (daß Raschi in Jerusalem gewesen, hätte nicht als Faktüm hingestellt werdm sollen.) Die Ein- Heilung und Bertheilung des Stoffes hat hier und da zu WÄerholungm geführt, auch in einzelnen Fällen zu einem WÜ>erspruch, z. B. -nach S. 228 sitzt ein Jude in MedschliS, nach S. 376 stud deren zwei. — Als besonders intet־ effant bezeichnen wir W Bemerkungen über die Racen S. 268; die Nichtigkit können wir nicht prüfen, — daß auch Christliches miwesprochen wird, ist natürlich. Mr erfahren daraus z. B., daß ter Zutrist zur Grabeskirche den Jichen untersagt ist; daS wird chrsttliche Autoren nicht hiudern, über den Fanatir«»» der Muhammedaner, welche Andersgläubigen ten Kltritt zur Omarmvschee wehren, zu deklamiren. Ueber daS 1 Treiben der Juden-Mffiouare in Jerusalem läßt vr. N. klu- *) Das Buch Mn» 10 »«I. ist vom Brrf. (Hamburg, Holsteistr. 3) zu beziehm. gerweise nur den vr. Titus Tobler sprechen, da hat man auch der Verurtheilung genug. Was nun endlich das Urtheil über die Juden in Jerusalem, die Besprechung ihrer Llge und ter Mittel zu ihrer Besserstellung betrifft, so gibt vr. N. den Wunsch, eine günstigere Meinung zu wecken und zu begründen, offen zu erkennen, aber es ist in so sichtbar unbestochener, sachkundiger Weise, und, wenn auch mit warmen Herzen doch mit richtigster Ueberlegung geschrieben,*) daß es ten Zweck erreichen muß. Wir verweisen hier wie überall auf das Buch selbst, welches wir nicht ausschreiben wollen. %.**) Mannheimers Moses. Die Judenverfolgungen in Speyer, Worms und Mainz im Jahre 1096 während des ersten Kreuzzuges. Aus einem in der großherzogl. Bibliothek zu Darmstadt befindlichen alten hebr. Manuscripte übertragen und mit historisch-kritischen Anmerkungen. Darmstadt 1877 (Adolph Lange). Lex. 32 S. Leider hat Herr M. den Wunsch vieler Literaturfreunde aus äußern Gründen nicht erfüllen können, das hebr. Original seiner schon in der Allg. Zeit. d. Judenlh. erschienenen Ueberfetzung oorzadrucken. Damit ist der Hauptwerlh dieser Publikation verloren gegangen. Denn der Fachgelehrte kann und darf sich nicht mit der Uebersetzung begnügen, und das jüd. Publikum — 0, das Publikum l Sehr dankbar aber müssen wir Herrn M. für die historisch-kritischen Anmerkungen sein. Leider hat sich da ein Lapsus etegeschlichen: der steinerne Stuhl und Raschi'S Aufenthalt in Worms überhaupt (S. 17 Anmerk.), die der Herr Berf. als geschichtlich beglaubigt ansieht, gehören ins Gebiet der Sagenkunde. Die liebersetzung scheint ziemlich sorgfältig zu sein, nur S. 18 und 19 wiederholt stch oft die Bezeichnung ״ein junger Mann". Und die Frau des Einen will ihren Sohn in ihrem vorgerückten Alter geboren haben — sollte da nicht ein kleines Versehen vorliegen? S. 24 läßt Herr M. das Wort שינטר unerklärt. Dem Referenten scheint es nichts anderes als ״ שיללירSöller" zu sein. Als Anhang fügte Herr M, eine Rote hinzu, in welcher er mit Recht das Aufblühen der Kabbala mit der Verbreitung der christlichen Mystik — bei den Arabern hat'» wohl auch daran nicht gefehlt — in Verbindung bringt und einige Stellen aus dem Rokeach und dem Sefer hachassidim zur Kennzeichnung ter hohen sittlichen Reinheit des Indenthums übersetzt. Möge der Vertrieb des Schriftchens es Herrn M. ermöglichen, ähnliche Perlen zu entdecken und zu offenbaren. Koschmin. vr. Lewin. ') »ur an 2—3 Stellen ist ein Wort, eine Zeile zu apologetisch. Was soll z. B. das Argument, daß die jüdischen 3 "י ת״חer. ein ebensogutes Recht auf vorzugsweise Unterstützung, auf Besoldung hätten, wie di« Mönche? re. rc. Welcher Jude billigt denn das RänchÄeben? ") Was in vor. Nr. über das Werl von Schwarz gesagt ist, bezieht stch nur aus N. Jos. Schwarz, den eigentlichen Vers, des hebr. Werkes, nicht auf den Bearbeiter der deutschen Ausgabe, Dr. Israel Schwarz. In Nr. 18 S. 7ib (Hohelied) Z. 6 statt Kostbarkeit lies: L esbarleit. In Nr. 2t (Art. Spinoza) S. 82d st. verleitet l. verhindert; gegen Ende st. ersehnten l. »ers« hinten. Hm. F. in B. Hm. B. in E.. Briefkasten der «edaetior». Sie erhaltm die Smdung gelegmtlich zurück. L. in G.-K., B. in B. In nächster Nr. 18»'1 11«.'0 ׳'*41־־ ־'־ n׳l 11»|V| Äuf Franco Verlangen 1 dr «rtzelt St»«, wtiatr Um 1 kta Bott* m* <Sa#rirfc*aM(ttf: ■ Di. IM Notmtztilmtt»»», (M. B Ixst.) »«««*ן«■ Ml, ctacs XuM B karax» tcxtU xxk fnxc• ixxcjxxkt ■ Kon «MM*! H11«|»0HÜ«I telteM«. B 1 Jtcix *nxte röfl**•*, M m II I Um Immuk M tat■. Vl |5|