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Das jüdische Literaturblatt · 1877-02-01 · N° 5. (1.2.1877) · p. Seite 19

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
6 (1877)
Issue
N° 5. (1.2.1877)
Date
1877-02-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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19 . 1 die Namen der Ordnung nach ') 1) בלים (a. פבא קמא b. .בבא מציע־ e (3 פרח (4 נגעים (3 אהלות (2 (בבא בתרא ידים (10 לבים -9 מכשירין (8 טהרות -7 מקוואות (6 נדד. Ü) עוקצין (12 טבול לס. In der Aüsgave ist dieselbe Ord-׳ nüng, nur ist offenbar durch Versehen die Ablheilung עוקצין gar nicht angegeben und so mit .qv טבול vereinigt?) Aus der Uebereinstimmung der Ordnungen in der Wiener Handsch. und Ausgabe in der er,1en und letzten Ordnung und der leichten Erklärung der Abweichung von einander in den anderen Ordnungen, gehl hervor, daß die Vorlage der Ausgaben von der Wiener Handschrift nicht so weit abstxht, als von der Erfurter, was auch durch die. Variant- und Perekabtheilung sich zeigt. (Fortsetzung folgt.) Literaturbericht. Rcktnftonen. Z»vß»c, ür. Julius. Das Leben ohne Gott. Untersuchungen über den ethischen Gehalt des Atheismus. Hannovet (Carl Rüinpler), 1875. 200 S. gr. 8. Wie nach einer durchschwärmten Nacht der wüste Kopfschmerz allerlei Erleichterungsmitiel fordert, wie Alles ihm gewährt - wird, nur nicht, daß das Nachtschwärmen fortan unterbleibe, so sucht auch der Verf. dieses, dem Andenken Ludwig Feuerbach's gewidmeten Buches allerhand Palliative, um *) In Krass! und Deutsch Katalog Nr 39 wird aufgezäblt: 1s. אהלות(4 בבא מציעא (3 בבא ר,מא (2 כליים . ♦ Da muß doch Jeder verwundert fragen, ivo gibrs eine Mitte ohne Ende, מציעא ohne בתרא? Der Kaialogtst hat sich durch den Kopistenfehler irre führen lassen, ohne die verbessernde noch leserliche Glosse — allerdings von später Hand — zu bemerken. Der Schreiber schrieb nämlich am Schluß des ersten Theiles von סליק פרקא וסליק מסבתא׳ כלים dann zwei Punkte und aus der anderen Seite, womit der zweite Theil beginnt בבא קסא■ aber dieses ist herauf zu lesen ו^ליק מסבתא בכא קמא und in der Glosse bemerkt קמא סליקא »E». ebenso ist's Sei ב' מציעא- <J» der Ausgabe ist gleichfalls am Ende von ganz בלים der Druckfehler ב' רמא statt בתרא-> Ob ׳der Abschreiber selbst aps Unwissenheit vicheN Fehler gemacht oder aus Versehen, ist schwer zu ent' scheiden. Jedenfalls scheint er nach den vielen groben Fehlern — unbeschadet des hohen Werthes dieser Handschrift — die er gemacht, im Gegensätze zum Schreiber der Erfurter Handschrift, kein Gelehrter gewesen zu sein. Er übertrissl diesen in der Schönschreibekunst, aber an Correctheil im Schreiben steht er weit hinter jenem. — Ich will hifr noch andere Angaben im Kataloge berichtigen. Es wird dort unter den ausgefallenen und durch leere ersetzten Blättern aufgezählt: Blatt 184 und >85. Nichtig isr's nur, daß zwischen Blatt )83 und Blatt 186 zwei leere Blätter eingebunden sind und beim äußeren Anblicke glaubt man, es müsse da Etwas fehlen, denn auf Blatt >83 wird — mir folgendem leeren Raum — נזיקין geschlossen, und Blatt 186 beginnt ohne Titel und irgend welches äußere Anzeichen, daß hier der Anfang eines Traktats sei, die Schrift weiter. Sieht inan aber das Geschriebene näher an, so sehlt kein Wort. Es beginnt der Traktat סנהדרין ohne jede Lücks. Diese zwei leeren Blätter scheinen mir am unrecht«» Orte zu stehen ul z. sollen sie den fehlenden 3. Perek von Maccoth vtrtrercn, der auch in der Ausgabe sehlt (vgl. weiter oben u. m. Erfurt Hsch. S. .16). — Durch solche Versetzung der leeren Blätter erkläre ich den wunderlichen Hiatus in unserer Ausgabe in בלים IV- באן נמצא הבר בהעתקה, wo Nichts fehlt In der Vorlage unserer Ausgabe war ein leeres Blatt irrthümlicher Weise an jene Stelle gekommen und wurde als ף1« הסר gemerkt. — Andererseits fehlen aber 2 Perakim in 1בים — last der ganze 1. und 2. — ohne durch leere Blätter ersetzt zu sein. Es fehlen! sonach 16 Blätter in der Wiener Handschrift. — Endlich heißt es beim Namen am Schluß nicht מנחם בר אברהם דל sondern ז״צ״ל•' Sehr bemerkenswerth ist endlich, daß nach dieser Unterschrift mit der-! selben Dinte zwei lateinische Wörter geschrieben stehen, deren erstes nicht zu entziffern war, das zweite macht, wie mehrere Beamte der kaiserlichen Bibliothek lasen, bonorabili». *) lieber das Eintheilungsprincip vgl. Frankel a. a. O. S. 263, der die Ordnung in Tosefta vor der der Mischna smit einer Aus-! nähme) als die richtigere hält. Bemerkenswerth ist, daß in der Ausgabe dieser Tosefta-Ordnung von R. Eliah Wilna auf einander folgen S) עוקצין ידים (0! טבול יום M- «nm. 6). j die Rachivehen der Orgien, in denen sich befonberä die Schllli Feuerbach's ergangen, zu befeitigen, oder wenigstenz, knGer» Ihm graut iin Grunde vor diesem Leben ohne Gott, vor diesen Menschen, deren Religio« es ist, keine Religio« z» hsti den — aber die Schule und der Meister haben das Postulat gestellt! Wie damit fertig werden? ״Für 7den Mensche» ist die Schönheit der Erde, der Naturumgebung ein unzerstörbarer, rein meujchlicher, keineswegs durch die Gottesvorstellung.erst heroorgerufener oder! bedingter Besitz". (S. jW.K ״Das Welp ganze als Wellwunder in dem angegebenen Sinne ist aber der ganz selbstverständliche Gegenstand eines ehrfürchtigen Gefühles." (5. 24.) ״Mit. der Ehrfurcht aber ist der reistfts und werlhvollste Theil des religiösen Empfindens" (S. 84/. Das ist doch der reinste Pantheismus. Heer Dudoc, traft allen Ihren Sträubejns. Sie haben nur die Wähl zwischen diesen! und den! Theismus — der reine Atheismus st «rare* rialistisch bis zu Schopenhauer'- Apothekerjungen. I« U; Abschnitt ״von der!ethischen Bedeutung des Unsterblichkeit-« glaudens" (B- 38—$7) wird die Behauptung verfochten, daß es schwerer und darum ethischer sei, brav zu leben mit d« ״Sterblichkestsgewißhjeit", als mit dem Glauben an Unsterbd lichkeit! Zugegeben! — erbet wo bleibt dir Probe - Wird, man im III. Abschnitte ״Zwischen zwei Welten" (S. 11t) fast gerührt von der unverhohlenen Sehnsucht nach dem be-> jetigenden Glauben ״an Gytl, so widert im Abschn. IV. ״Gott m der Erziehung" es jeden redlich Gefilmten au, wenn er die Naihschläge liest,! wie die Einwirkung des religiösen Uwterrichies theils illusdrisch gemacht, theils wieder beseitigt werden sollen. Freilich find auch die Proben, welche bfct Vers:- von dieser religiösen-Belehrung (S. 121) giebt, nicht weniges abschreckend Im 5. Abschn. giebt der Verf. halb und halb zu, daß Atheisten ln seinem Sinne mir die harmonisch durchs« gebildele» sein könnten, daß für das Volk, wenn nicht dev Glailbe, so doch wenigstens die Cultusform beibehalten werde« müßte. Wir haben eben einen Versuch vor, ans, für de« armen Atheismus bei dem reiche» Gottesglauben eine klein« Anleihe zu machen, damit er nicht gar so nackt und kahl'dent Wind und Wetter preisgegeben sei, damit er nicht so gut! ltickt mit dem Strafgesetze in Conflikt gerathe und doch auch etwas Zdealitä! besitze. Nun die erste Generation bringt die- Darlehen aus der Jugendzeit, aus dem theistssch fühlenden Elternh.mse noch mit sich — für längere Dauer wollen wir nicht, bürgen. Da eiablirt sich die Firma: Materialismus, Pessimismus u. Atheismus und weist gutherzige Schwärmer wie Herrn Duboc unsanft - hinaus in die Tempel des oecleugueien Gottes!! . Den Streit gegen Herrn v. Hartman» (S. 179 bis Ende) wegen dessen Berechnung des Welielends fasten wir vorläufig als eine interne Angelegenheit jener Compagnons, und versagen uns deshalb hier ein Eingehen darauf. Lojchmin. . vr Lewin. Mäscher, vr. S. Das Judenthum der Aufklärung,' Reden für die Gebildeten aller Confessionen. Magdeburg 1876. - Simon. 83 S.' 8°. Der relhorisch recht begabte Verf. legt in seinen Reden dem Leser religiöse Vorträge vor, welche über die dem modernen, gebildeten Juden bedeutsamsten Fragen aus dem Geblöke ״des Gottesdienstes,: des Sittlichkeitsprincips, des Gehaltes unserer Lehre, unseres 'Gemeinwesens,, unserer socialen Stellung - und religiösen Aufgabe" eingehend sich verbreiten. Aeußerlich sind diese Reden bis auf die letzte den Perikopen des Exodus angereiht. In' ihrer gegenwärtigen Aufeinanderfolge behandeln sie'folgende Themata:-Licht und Schatten, iveale und materiell^ Gerechtigkeit, die ewige Lampe, die biblische Cultusstruer, die Feinde und Freunde, Religions- Uitd Zeitbewußtsein. Im Anhang folgt schließlich noch ״eine Erinnerung, wie det.Berfö - sich ausdrückt, un das! erloschene Dreigestirn des Iudenthumder Gegenwart", Geiger, Frankel und Leooold Löw, der sich besonders zn einem Hymnus auf den letzteren zuspktzi. Daß

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