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Das jüdische Literaturblatt · 1872-05-15 · No. 9 (15.5.1872) · p. Seite 34

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
1 (1872)
Issue
No. 9 (15.5.1872)
Date
1872-05-15
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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T 34 ..׳ 1 seine Zeugen hier zur Stelle, seine zahlreiche», edlen und hervoiragenden,Schmuck und zur Zierde-ihm gereichenden Müder, und »ox Allen das edle, seinen Wurzeln, entsprossene AkeL: R. Samuels, der, je größer das Diadem, mit dem die WKHest schmücket sein Haupt, umsomehr Bescheidenheit und Gk ttesfurcht in -einer Vollendung sich zu eigen gemacht, daß der! Mund es nicht auszusprechen vermag, wie ja männiglich btt mnt ist, und weshalb ich auch" diese allgemein bekannten -Dirge nicht niederschreiben will. Und wenn ein Mann solche hin;erlassen, giebt es eine vollkommenere Führung des Hauses alL die seiniAe? — Auch habe ich noch nicht von den andern Genassen seines Hasses gesprochen, die seiner Leitung sich erfreuten, d«l» ich kürze a^. — Und was endlich sein Wirken für das Geneinwohl brtttfft, so dürfen wir getrost behaupten, daß wo lten wir Anfängen zu zählen und davon zu svrechen, wir mal Irlich keür Estde finden könnten in der Aufzählung seiner Vei dienfte, wie er mit der Tiefe seines klaren und geraden Beistandes die öffentlichen, Angelegenheiten verrreten vor den Misten und Rätben der Könige des Landes und aller Nationen, wies bekannt. --- ' Aber die eigentliche Hauptsache war ihm die Leitung seiner ze^enösfischen Glaubensgenoffen zur Gottesfurcht und — Litte, da es sein beständiges Bestreben war, seinem Nebenmen che» zur geistigen Vervollkommnung zu verhelfen. Ja, sein ganzer Verkehr wrr auf dieses Ziel gerichtet. Darum,hat er mit Energie die, Hsträchtung von Talmudschulcn (ישיבות) über- *ott, wohin sein Einfluß reichte, selbst im heil. Lande,-betrieben. Und hitt, welche Mühe, welchen Eifer hat er bewiesen, um die Haupttalmudft »ule für sämmtliche Gemeinden zu Stande zu l ringen, an dep höchstens der eine Fehler gefunden werden kam, daß auch meine geringe Person Aufnahme gefunden hat in!»er'Mitte bei glänzenden Gelehrten, die Gott schützen mög! — Und uns hat er beständig gethan für Auslösung der befangenen! Und bei den Ereignissen zu Mantua und hier im Verein mit den Leitern des Landes!^) Und bei den. Erei!niffen in der Jeschiba und vielen andern ähnlichen Geleger heilen! Äoch am Ende schreibe ich nur die Anfangsworte von dem-nieder, was ich gesprochen, obgleich anch dieses nur mir vinzitz Theil wn dem war, was hätte gesagt werden Müsst». Alles hal e ich aber nur zu dem Anfangs, erwähnten Zwe ke gethan, das alles dieses unserem Herzen sich einpräge und in uns dahin wirke, daß wir uns bemühen, zu wandeln diese! gebü srcnden, hervorragenden Platz -in der Geschichte der'Ho- «ileti! Mose echten schien! in »ßt V und -WLi. sind wordeh Es»inen Wegen und gleich zu werden seiner ausgezeichneten rß 1« und Bollkoi rmenheit, soviel als. möglich. . ." Mögen Zeilen den Erfolg haben^ dem R. Asarga Figo den ihm k, anzuweisen. I I)r. P, Buchholz. j Diesir R. Semmel Aboab ist einer der sechs Rabbinen, welche über Chajim Luzntt» den Bann aussprachrn, und -Vers. einer Rechtsgull' ammlung בר רססואל*! und nach Asului auch eines--anonym er- ^"11^21מ^ן 7בר S. Gxätz. Geschichte.Bd, X. ,S- 378 u. Asulni s.w An dieser Stelle ist der Tcrt unklar, ^ti der Brunner Ausgabe «*: ״> ׳ובאן בצער מעלת מנהיגי.המרינה der L-mberger בס• Dem Sinne am angemesseste» scheint mirl^z^ oder ^1בציר lab« ich demgemäß übersetzt. (In der Lembcrger Ausg. v. 576׳ steht eine Ämendation scheint nicht nöthitz; die Borsteher zu Venedig ohl einmal, von einer Anklage ober dergl. bedroht oder betrossen bei »elch« ^Gelegenheit Aboab sich hülsreich erwiesen hat. Red.) merkungi Zur Note7 in'vor. Nr. der ״Lit. Beil." ist hinzuzufügen, »aß dsts rtzott בר7ןליב im Targ. zu Hiob 33, 23 (u. 16,20) vorkommt. 9 n.r ’ Libelkritisches in Talmud. Zn Talmud babli, Ehulin f. (>0 b. wird über die Stelle in Zosua -13, 3. ,חמשת סרני פלשתים העותי והאשדודי האשקלוני הגת׳ והעקרוני והעוים die Frage aufgeworfen: אמר ״ חמשה והשיב שיתאes heißt fünf Fürsten der Philister und> angeführt werden sechs"? Diese Schwierigkeit wird von R. Jonathan gelöst durch die Bemerkung ארונלן שלהן המשה (Aruch ארנדקי, Mnssaphia אדונקי) d. h. nach Raschi und Aruch, ihre ״Hauptfürsten^' waren nur fünf. Wer jedoch unter den a^ifgezählten sechs Fürsten der.untergeordnete gewesen, wird weiter nicht erörtert. Darauf wird eine andere Lösung dieser Frage von^ Nab angeführt. Sie lautet: עוים מתימן באו, d. h, nac) der richtigen Auffassung der Tossaphoth, (nicht so Raschi,) ״das Schlußwort והעוים in V. 3 bildet den Anfang des V.' 4, der bei uns!mit מתימן beginnt." Nab hatte also den Muth, die fragliche ^Schwierigkeit durch einen kritischen Akt zu heben, indem er von der recipirtcn 'Versabtheilung abweicht und B. 4. mit והעוים beginnen läßt. Diese Ansicht wird von der Gemara durch eine Boraeitha unterstützt (תניא נמי הבי, ( in welcher es, in Bezug auf diese Stelle, auch heißt: עוים מהימן .באו Interessant ist, daß auch die Vulgata diese aiitimassoretische Versabtheilung hat. Sie schließt V. 3 mit ״et Acauronitas“.unb beginnt V. 4': ..Ad meridiem vero sunt Hevaei“ n. s. w. Hingegen stimmen die LXX und der Chaldäer mi: unferein massoreiischen Texte überein. (Der Syrer zieht מתימן zu V. 3 hinauf. - Red) Bekanntlich (s, Eichhorn, Einleitung ins Alte Testament I.. <3. 138a. und Rahmer, d. hcbr. Traditionen in den Werken des Hieronymus K.), 10 liegt der Vulgata in ihrer jetzigen Gestalt, mit Ausnahine der Psalmen und Apokryphen, die von Hieronymus aus dem hebräischen Texte verfaßte lateiuische Uehersctzung zu Grunde. Hieronyinus aber hat seine Arbeit, wie er selbst sagt, mit Hülfe gelehrter Rabbiner in Tiberias angcfertigt, uiw sicherlich hat er, nach Anweisung derselben, die fragliche Versabtheilung gewählt. Denn die oben angeführte Boraitha spricht doch ganz deutlich dafür, daß diese Ansicht in "Palästina verbreitet war. Nab, der als Schüler des Rabbi Zehuda Hanaßi, sich lange in Palästina aufhielt, hat dieselbe dort gehört, angenommen, und nach Heiner Heimath, Babylon, wohin er um 220 zurückkehrte,' mitgebracht; während ander-? Lehrer i» Babylon, wie N. Jonathan u. N. Ehisdai, die alte Versabtheilung aufrecht zu erhaltest sich Mühegaben. Bedenken wir, daß Hiero׳ nymns die Uebersetzung des Buches Josuw 400 vollendete (s. Eichhorn ibid. S. 332,) so erfahren wir, daß die betreffende antimassoretlsche Versabtheilung in Palästina vollständig heimisch war, was bei׳ einer Behandlung der Geschichte der Massora in Erwägung gezogen zu werden verdient. Schneidemühl. . B. Journal-Revue. Die Lpnre» iicr Lirinzcit bti kn 3fr0rli1c1t.*) ״Eine der wicht gt'tcn und'zugleich ältesten cnlturbistorischen Erfindungen ist die Kunst, Metalle zu schmelzen und zu mcnschlichen .Werkzeugen zu verarbeiten. 28ic mühsam und beschwerlich waren die Hantierungen der Menschen dainals, »vo sic nur Stein und Knochen zu ihren Werkzeugen verivenden konnten. Wie natürlich würde man cs daher finden, wenn jene Volker nachdem sie einmal das Eisen oder die Bronze kennen gelernt, ihre alten

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