Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 1 (1872)
- Issue
- N° 1. (3.1.1872)
- Date
- 1872-01-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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M ג ■sr.iif -^1 ־יד :,*ywr ר״י״י d V.: A rosstet dieAnsHamingen Jentcn gelernt, , welch« als perfisch äegel in der Genesis erkennen will. — ׳ Alles aber an diesen Bestrebungen ist unenviesen, züm Ls eil unerweisbar. Zweifelhaft ist es nach Müller, ob Arran da ®dfarttort Zoroasters iß; sicher, daß Srraü ein« «^st im M ttckalter tntfiandene Form ist; unmöglich ist's aus sprachliäen Gründen, daß diese Form-mit dem חוץ der Bibel ide »tisch sei; strittig ist die Lage des biblischen Haran, das da» Abbö Banier die Hauptstadt des Sabäismus war, wie iS nach Spergel jenes Airyana Vaega sein soll, das Ahrramäzda i»»^ Avefta zuerst von allen Ländem erschaffen hat > Aber alles dies zugegeben, was kein Urchellsfähiger als ba »iefenzugeben wird, ist dm» das Avefta von Zoroaster, ist die Genesis von Abraham verfaßt? Spiegel selbst hat (Z. d. m. G- IX p. 174 t *) und sonst) nachgewirsen, daß die« Rexwtion selbst der ältesten Theile des Avefta in die Zeü na, s Alexander dem Großen fällt; daß die Redactoren vielfad t Lenderungen mit den alten Ueberlieferungen vorgenommen Hai en; daß semitisch« Wörter wie חח (Berg) und תנור (Ofen) in den ältesten Schriften der ParstS anzutreffm sind, daß fern tischet Idee» sogar auf die Bedeutung iranischer Wurzeln um;estaltend eingewirkt habm, »vährend nirgends in der Genesis per We oder arabische Wörter nachgewirsen werden konnten, bis auf einige Eigennamen, die natürlich in ihrer ftemdrn Form auf genommen werben mußten. Ist dem aber so, wie viele W« >e standm in der Zeit von Abraham bis auf Alexander dm Makedonier offen) auf denm semitische Ideen zu parsischen Wesen gelangen könntm? Wie viel wahrscheinlicher ist es, daß alle Beziehungm zwischm Genesis und Avefta aus der Wo »derung hebräischer Anschauungen zu dm Parsts zu erklär« sind, als daß ste aus jener dunklen Zeit herrühren, da die »ach mehr als 1500 Jahre niedergeschriebenen Lehren des ßox mster, »venu es je die seinm warm, dem Erzvater Abraham vielleicht haben bekannt sein können? Und diese Anschauungen sÄb t, die Avefta und Gmesis Pt einander gemein haben, wie wm g zahlreich sind sie und wie schlechte Stützen sind sie für die schwerwiegende Theorie Spiegels. Sehen wir uns dieetwas genauer an. ' * J. F. [, . - (Schluß f-lgt.) sckb, ver Lchmetierlisz im Hebräische«. HM der hebräische Sprachschatz eine Benmnung für! Schmetterling? Sollte dieses liebliche Geschöpf Gottes in schönen Landstrichen der Erde nicht s irgendwo benannt! getm!« sei»? Diese Frage hat manchm Forscher beschäftigt. . Jetzt ist man durch Sprachvergleichung >— worauf Prof. Dr, Egli zuer t auftnerksam gemacht — auf dm muthmaßltchen Namen gdkvi mim. Der Schmetterling heißt im Lateinischen bekanntpaptlio. Dieses Wort hat sich »rf den Tochtersprachen (ital und fpan.) in zwei Fonnm gepalten, die im Grunde tdm isch sind. Im Itätienischm: pfirp^Uons und furkallL; i« -panischen (oder richtiger Portltgiesisch,) dorbol. Alle dies« Wörter sind auf dm hebräische» ״Stamm פרפר zu-!--rürkz »führen. ׳ Dieses Wort bedeutet (nach arabischer Ety- 4' molrgie) ״fliehm, sich in Bewegung^setzm" (6e3en). Darum da er «rspmi (S. Dies« Aufsatz scheint «ar Müller nicht »»ryelegen zu hoben, foacft die nachfolgenden Limvänd« wohl sicherlich seinem Gegner nicht hätte. Sehr schwache Gründe find «»,. die er an diesem Punkte Jegen Spiegel geltend macht. 136) iL > I führt auch der auf dem Libanon entspringende und sich unweit von Damascus mit dem Fluß Amana vereinigende Bergstrom diesen Namen (ekr. 2. Rg. 5, 12) von dem Herunterrauschenden, rasch herabfließenden Wasser; (wie sein Namensvetter im alten Sabinerlande Farffcrus). 1 Es leuchtet nunmehr ein, daß der Schmelterlingsnüme, »velcher i i den hebräischen Lexicis nicht zu finden ist, פרפר gelautet haben muß, und daß die verschiedenen Benennungen in den romanischen Sprachm (wie so vieles in Altitalien) auf den Orient zurückweist. Der Name paßt auf den leichtfertigen, flatterhaften Flüchtling, der psüt ätouräi der französ. Fabeldichtung, und hat außer der etymologisch richtigen Bedeutung noch die onomatopoetische, den Flügelschlag des Schmetterlings nachahmende Form, (so heißt, im Persischen und Arabischen der Storch lox-Iess, leq-leq; auch imAlbanesischen leleke vom ״klappernden Schnabel"). Aehnlich heißt im Hebräischm die ״Weide" wohl vom ״Flüstern der Zweige". (Nach Anderen von ihrer wafferreichen Umgebung ״ צףüberschwemmen";) ebenso ״die Flasche" von dem ähnlich klingenden Geräusch beim Entleeren des Inhalts.- öl. 8. Journal-Revue. Der Zsdenglavbe in -er Gartenlaube. Die ״Gartenlaube" ist ein Blatt, dem man religiöse Engherzigkeit,, speziell Judenhaß, nicht vorwerfen kann. Aber es liegt in der Natur des'letzteren, daß er mitunter hervorbricht, wo man ihn ganz und gar nicht vermuthet, ״im Läufen^, wie der jüdische Kunstausdruck lautet, oder ״weil der gute Homer mitunter einnickt", wie die Klassiker sagen. So erzählt die Nr. 50 des genannten Blattes von dem Leben und den Thaten des vr. Strausberg und seiner sehr hochadeligen Spießgesellm. ״Ein Handelsmann israelitischen Glaubens", beginnt die Erzählung. Der Rest derselben geht unS auch nichts an. Aber <Ptrousberg ist ja christlichen Glaubensi er ist sogar, weil er in Englandsskine Bekehrung vollzogen und eben durch diese feilte Earriöre begonnen ׳ hat, ohne Zweifel ein gläubiger Christ geworden, hat wenigstens die Allüren eines solchen angenommen! feer Verfasser jenss Aufsatzes, der sich einen ״Wissenden." nennt und gerade die persönlichen Derhältniffe der von ihm Besprochenen genau kennt, muß es doch wiffm, daß Strausberg als Jude eben nur ein handelsbeflissener, dabei, sehr strebsamer, armer Zunge gewesen ist, dann unter die Literaten ging, Verschiedenes unternahm und mißlingen sah, daß man von seinem Thun und Lassen, so lange er Jude gewesen, durchausnichts Nachtheiliges gehört hat, daß er also erst, nachdem ex ״die Binde abgelegt, das Heil gefunden^, oder wie die Bezeichnungen sonst, lauten, daß er also erst als Christ die Stufen der Glücksleiter hinauf und die der Rechtlichkeit hinabgestixgen ist. Nun sind wir wahrlich himmelweit davon entfernt, Strousberg 's Eisenbahn- Affairen seiner neutzn Religion zur Last zu legen, aber dann lasse man doch auch seine alte in Ruhe.- Quittiren wir wenigstens gegenseitig unser Gnthabenk es möchte ohnehin dabei noch viel weniger herauskommen, als bei den ״Rumäniern". Der eben besprochene Aussatz redet dann weiter über mancherlei verwerfliche Mittel, deren sich einzelne Adlige zu